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Belletristik: Der gestohlene Engel: Roman
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Titel:      Der gestohlene Engel: Roman
Kategorien:      Belletristik
BuchID:      1235
Autor:      Sabine Kornbichler
ISBN-10(13):      3426636433
Verlag:      Knaur TB
Publikationsdatum:      2009-05-01
Edition:      Neuauflage.
Number of pages:      336
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

3 
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Beschreibung:      Product Description
Der gestohlene Engel
   


Rezensionen
Der Schneeball der zur Lawine wurde

01.04.2010 Bewertung:  3 KimVi vergibt 6 von 10 Punkten

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Sophie Harloffs Rechtsempfinden ist so stark ausgeprägt, dass sie niemals bei rot die Strasse überqueren würde. Deshalb trennt sie sich auch ganz konsequent von ihrem Mann Peer, als sie von seiner Affäre erfährt. Die Hintergründe interessieren sie nicht, denn für sie zählt nur der begangene Vertrauensbruch und den kann und will sie ihm nicht verzeihen.
An einem Wochenende trifft sie sich mit ihren besten Freundinnen Judith und Ariane. Die drei kennen sich bereits aus der Schulzeit und haben sich in all den Jahren nie aus den Augen verloren. Sie können sich immer aufeinander verlassen und teilen ihre Geheimnisse und Sorgen. Bei diesem Treffen wird natürlich Sophies Trennung von Peer besprochen. Doch dieses Thema verliert plötzlich an Bedeutung, als Ariane den Freundinnen eröffnet, dass sie unheilbar an Krebs erkrankt ist. Dieser Schicksalschlag trifft die Freundinnen völlig unerwartet. Ariane hat sich allerdings schon Gedanken um die Zukunft ihrer Tochter Svenja gemacht. Svenja soll nicht bei Arianes Ex-Mann aufwachsen, da er in Wirklichkeit gar nicht der leibliche Vater ist. Ariane gesteht einen geheimnisvollen One-Night-Stand am Strand. Der Name des Mannes ist ihr bis heute unbekannt. Die einzige Spur die von ihm zurückblieb, ist ein goldener Schutzengel, den Ariane am Morgen nach der Liebesnacht neben sich im Sand fand.

Um Ariane zu helfen nimmt Sophie den Schutzengel an sich und versucht mit seiner Hilfe die Identität des geheimnisvollen Fremden zu lüften. Bei der Suche stößt Sophie auf Ablehnung und Lügen. Selbst ihre Freundin Judith benimmt sich merkwürdig und fordert Sophie eindringlich auf, die Sache auf sich beruhen zu lassen. Doch Sophie ist fest entschlossen den ehemaligen Besitzer des Schutzengels aufzuspüren.

 

Meine Meinung

 

Dies war mein erster Roman von Sabine Kornbichler. Aufgrund des dunklen Covers und der Zusammenfassung des Inhalts, hatte ich mir ein spannendes Lesevergnügen erhofft. Denn auf der Buchrückseite wird psychologische Spannung von höchster Raffinesse angekündigt.

Der Roman erzählt das Geschehen in der Ich-Form, aus der Sicht von Sophie Hartloff. Also der Freundin, die der Spur des goldenen Schutzengels folgt. Die gewählte Erzählperspektive gefällt mir gut, da man so die Suche nach dem ehemaligen Besitzer aus erster Hand verfolgen kann. Ausserdem ermöglicht diese Perspektive den Einblick in die Gedanken der Hauptprotagonistin und ihr besonders stark ausgeprägtes Rechtsempfinden. Denn für die Juristin Sophie sind Gesetze dazu da, immer und überall befolgt zu werden, eine Ausdehnung oder gar eine winzige Übertretung ist für sie undenkbar. Deshalb ist sie auch enttäuscht von der Untreue ihres Ehemannes, zieht ihre Konsequenzen und will nichts über seine Beweggründe hören. Durch die Ich-Form kann man ausserdem die besonders intensive Freundschaft der drei Frauen verstehen und erfährt dadurch, wie betroffen alle Freundinnen von der unheilbaren Krankheit Arianes sind. Obwohl sie ihr auf ihrem letzten Weg beistehen wollen, müssen sie doch erst lernen, mit der schrecklichen Wahrheit umzugehen. Deshalb verrennt Sophie sich auch in die Idee, unbedingt den leiblichen Vater von Arianes Tochter zu finden. Sie hat das Gefühl der Freundin unbedingt diesen letzten Dienst erweisen zu müssen.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut lesbar. Besonders die Krebserkrankung Arianes und ihr Abschiednehmen wird mit großem Einfühlungsvermögen beschrieben und regt zum Nachdenken an. Doch bei der Suche nach dem ehemaligen Besitzer des goldenen Schutzengels gibt es zu viele Zufälle. Die hohe Anzahl macht die Geschichte sehr unglaubwürdig. Auch das Ende wirkt, gerade durch eine überraschende Wendung kurz nach der vermeintlichen Auflösung, zu konstruiert.

In Sachen psychologischer Spannung von höchster Raffinesse, bin ich zwar etwas enttäuscht, doch insgesamt lässt sich der Roman gut lesen und ist somit für unterhaltsame Stunden auf der Couch geeignet


KimVi hat insgesamt 226 Rezensionen angelegt.


 
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