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Belletristik: Der Dieb in der Nacht: Roman
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Titel:      Der Dieb in der Nacht: Roman
Kategorien:      Belletristik
BuchID:      10691
Autor:      Katharina Hartwell
ISBN-10(13):      3827012791
Verlag:      Berlin Verlag
Publikationsdatum:      2015-08-31
Number of pages:      320
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

2 
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Rezensionen
Stil - Top, Story - Flop

07.10.2015 Bewertung:  2 Tialda vergibt 4 von 10 Punkten

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Klappentext:

An einem flirrend heißen Nachmittag verschwindet der 19-jährige Felix spurlos. Wurde er entführt? Oder hat er seiner Familie den Rücken gekehrt? Zurück bleiben seine Mutter, seine Schwester und sein bester Freund Paul. Jeder der drei hat eine eigene Version von diesem Tag, nach dem nichts mehr so ist wie zuvor ... Zehn Jahre später taucht Felix plötzlich wieder auf. Aber ist der Mann, der durch einen Unfall keine Erinnerung an seine ersten 20 Lebensjahre besitzt und sich heute Ira Blixen nennt, wirklich der Vermisste?

Rezension:

Da mir Katharina Hartwells Debütroman "Das Fremde Meer" sehr gefiel, war ich dementsprechend gespannt auf ihr neues Werk " Der Dieb in der Nacht". Der Klappentext und das düstere, aber verspielte Cover sprachen mich sofort an, also: auf in die Geschichte.

Der Einstieg in die Story fällt leicht. Zu Anfang bringt die Autorin in Form einer Vermisstenanzeige die Sache auf den Punkt und erwähnt im Anschluss recht zügig die weiteren Hauptpersonen - Luise, die Schwester des Vermissten, Paul, der beste Freund und nach einiger Zeit auch Agnes - die Mutter. Der Schreibstil ist angenehm, nämlich leicht zu lesen, aber trotzdem anspruchsvoll. Aufgeteilt ist das Buch in mehrere Teile (und darunter in Kapitel), welche zwar alle in der dritten Person verfasst wurden, aber den Augenmerk immer auf eine der Hauptpersonen legt.

So erfährt der Leser nach und nach, wie die jeweilige Hauptperson den Tag von Felix' Verschwinden erlebte, wie sie zu Felix stand und wie sich die Zeit davor gestaltete. Vor allem über Paul erfährt der Leser so einiges - entwickelte er, als er Felix als Kind kennenlernte, beinahe eine Besessenheit gegenüber dem belesenen, beliebten Jungen und seiner Familie.

Diese Besessenheit scheint kurzzeitig wieder aufzuflammen, als Paul beruflich Zeit in Prag verbringt und dort durch Zufall auf einen Mann trifft, in dem er Felix wiederzuerkennen meint. Der Verdacht, dass es sich um den verschollenen Freund handeln könnte, verhärtet sich, als er erfährt, dass der Mann, der sich Ira Blixen nennt, mit Gedächtnisverlust aus der Moldau gefischt wurde und sich in Prag als Künstler ein neues Leben aufbaute.

Soweit, so gut. Eigentlich stellt dies eine gute Ausgangssituation für eine spannende Geschichte dar. Doch wie sich diese dann fortsetzt, sagte mir absolut nicht zu. Blixen taucht nach Pauls Rückreise in Berlin auf und nistet sich vorübergehend in dessen Wohnung ein. Doch ab diesem Zeitpunkt passiert irgendwie nichts mehr, das mich fesseln konnte. Blixen treibt irgendein Spiel - soviel steht fest. Doch was genau er vor hat, hat sich mir auch nach Ende des Buches nicht erschlossen. Er kommt neben Paul auch mit Luise und Agnes in Kontakt, zieht eine etwas gruselige Show ab und ... das wars.

Es gibt sicher Leute, die mehr mit der Geschichte anfangen können - wer allerdings eine Lektüre erwartet, die einen mitreißt und mitfiebern lässt, sollte von "Der Dieb in der Nacht" besser die Finger lassen.

Fazit:

Vom Stil her richtig gut, doch die Geschichte könnte kaum enttäuschender sein.


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