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Praxis Körperpsychotherapie: 10 Prinzipien der Arbeit im therapeutischen Prozess (Psychotherapie: Praxis)
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Titel:      Praxis Körperpsychotherapie: 10 Prinzipien der Arbeit im therapeutischen Prozess (Psychotherapie: Praxis)
Kategorien:      Fachliteratur
BuchID:      11141
Autor:      Ulfried Geuter
ISBN-10(13):      3662565951
Verlag:      Springer
Publikationsdatum:      2018-12-17
Edition:      1. Aufl. 2019
Number of pages:      508
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

3.5 
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Beschreibung:      Product Description
Dieses Buch zeigt zehn grundlegende Prinzipien einer erlebenszentrierten Psychotherapie, die Körpererleben, Körperwahrnehmung, Körperausdruck und Körperkommunikation integriert. Es stellt Therapie als eine verkörperte Begegnung vor und vermittelt, wie man den Körper einbezieht und welche Sprache man dazu verwendet - so wird das Konzept des Embodiment in der Praxis nutzbar. Auch geht es um die Bedeutung von Erleben und Erfahren, um die Indikation und Kontraindikation von Techniken, die therapeutische Beziehung und die Wirkprinzipien der Körperpsychotherapie. Geschrieben für Psychologische und Ärztliche Psychotherapeuten, Körper- und Bewegungstherapeuten, Studierende und Interessierte. Aus dem Inhalt: Wahrnehmen und Spüren - Gewahrsein und Gegenwart - Erkunden und Entdecken - Aktivieren und Ausdrücken - Regulieren und Modulieren - Zentrieren und Erden - Berühren und Halten - Inszenieren und Interagieren - Verkörpern und Handeln - Reorganisieren und Transformieren.Der Autor: Prof. Dr. Ulfried Geuter, Psychologischer Psychotherapeut, Lehrtherapeut, Lehranalytiker und Dozent in der psychotherapeutischen Weiterbildung, Ausbildungen in Psychoanalyse und Körperpsychotherapie; niedergelassen in eigener Praxis in Berlin; unterrichtet im Studienschwerpunkt Körperpsychotherapie des Masterstudiengangs Motologie der Universität Marburg. 2015 erschien von ihm ein Grundriss einer Theorie der Körperpsychotherapie, der von der Fachwelt sehr beachtet wurde.

   


Rezensionen
Nicht ganz Reich

25.01.2019 Bewertung:  3.5 ragantanger vergibt 7 von 10 Punkten

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Wenn man auf Wilhelm Reich als Urvater vieler körperzentrierter psychotherapeutischer Maßnahmen zurückgreifen will, dann entspricht dieses umfangreiche Handbuch nicht seinen Ideen, nämlich den vom Urvater ausgerufenen Standards. Denn er wollte seinerzeit weg von der Analyse und hin zur Körperarbeit; salopp gesprochen das Denken ad absurdum führen und die Weisheit der intuitiven, gebärenden Körperkraft hervorheben. Was richtig ist und ganz nebenbei zu seiner Verhaftung in den USA der 1950er Jahre geführt hat.

Ulfried Greuter wählt eine eklektizistische Melange, behandelt zwar das Thema Körperpsychotherapie aus allen Blickwinkeln, präsentiert umfassend seine zehn Prinzipien der Arbeit (die viele vor ihm auch schon präsentiert haben); bleibt aber sehr stark dem wissenschaftlichen, theoretischen und abstrakten Habitus verfallen. Dies merkt man an Sprache und Lesbarkeit des Textes, an Layout und Gestaltung und, ja, auch an der inneren Kraft.

Er kennt zwar alle wichtigen Vorbilder (Gindler, Jacoby, Feldenkrais etc.), doch fehlt ein wenig die Dichte des Erlebens, so sehr das seine Worte und Prinzipien auch gerne ausdrücken mögen. Es ist also eher ein wissenschaftliches Hoheitsgebiet, in das hier eingedrungen wird. Das aber auf höchstem Niveau. Allein Bibliographie und Stichwortregister machen sechzig Seiten aus! Hunderte von Therapiebeispielen sind praxisbezogen, jeder Fachbegriff wird erklärt, kleine Kästen am Rande geben hilfreiche Zusatzinfos und doch fehlt dem allen der Saft, der alles zusammenschweißt. Redundanz wäre hier angebracht gewesen; ein deutlich besseres Layout (des Lesbarkeit und der Übersicht halber) und klare Strukturen, wie in etwa so: das ist Theorie und das ist Praxis.

Es ist wie so oft: das eigentliche Erleben steht weit über der Theorie, dazu – auch zu den hier angeführten Anregungen – kann man jedem nur ermutigen.

Fazit: ein dickes, vielschichtiges und, ja, auch sehr gutes Standradwerk; und trotzdem würde ich nur zehn Seiten von Dore Jacobs oder Elsa Gindler bevorzugen. Warum? Sie sind lebenswirklicher.

 

 


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