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Der König von Luxor
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Titel:      Der König von Luxor
Kategorien:      Historischer Roman
BuchID:      189
Autor:      Philipp Vandenberg
ISBN-10(13):      3404149564
Verlag:      Bastei Lübbe (Bastei Verlag)
Publikationsdatum:      2003-08-26
Edition:      1
Number of pages:      672
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

5 
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Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Alien vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicDie Vorgeschichte ist kurz und für den weiteren Verlauf des Buches absolut unerheblich - das Treffen dreier sehr unterschiedlicher Damen, die alle eines verbindet: eine tiefe Liebe zu Howard Carter. Es wird die Lebensgeschichte von Howard Carter erzählt, einem jungen, schmächtigen Schlaks aus England, der sich in seine Lehrerin verliebt. Doch eine unglückliche Liebe - und eine verbotene noch dazu - zwischen Lehrerin und Schüler darf nun einmal nicht sein und so ist es Sarah Jones, die Howard anbetet, nur Recht, daß Lord Amherst den begabten Zeichner nach Ägypten schickt, um dort Zeichnungen von Fundstücken anzufertigen und nebenbei seine, Amhersts, Antiquitätensammlung mit ein paar eigenen Ausgrabungen zu bereichern. Ägypten verändert den jungen Carter, es ist eine ganz eigene Welt, Carter trifft alte Feinde und macht sich neue, doch seit er den Namen Tut-ench-Amun, Vollkommen an Leben ist Amun, zum ersten Mal von seinem Mentor Flinders Petrie hört, ist er besessen davon, eines Tages dieses eine, noch unentdeckte und also noch vollständige Pharaonengrab mit all seinen Schätzen zu finden. Natürlich findet er es, aber der Preis dafür ist sehr, sehr hoch...

Wer dieses Buch ganz ohne Wissen über Howard Carter, die damalige Situation in Ägypten und die Umstände der Entdeckung von Tut-ench-Amuns Grab liest, wird mit einer atmosphärisch sehr dichten und farbigen Biographie belohnt. Wer aber gewisse Vorkenntnisse hat, d.h. wer sich schon einmal auf die eine oder andere Weise mit all diesen Dingen auseinandergesetzt hat, der findet in "Der König von Luxor" eine äußerst anregende Vermischung von Wahrheit und Fiktion. Obwohl Vandenberg bereits ein sehr detailliertes Buch über das Unternehmen Tut-ench-Amun geschrieben hat, nämlich "Der vergessene Pharao", das mehr eine geschichtlich fundierte Abhandlung als ein Roman ist, hält er sich hier nicht nur an die korrekten biographischen Vorkommnisse in Carters Leben, sondern schmückt alles mit Gefühlen, Liebschaften, persönlichen Streitereien und Kämpfen aus. Wir erfahren, was den jungen Carter dazu bewogen hat, als 17jähriger nach Ägypten zu gehen und mit dem großen Flinders Petrie im Wüstensand von Tell-El-Amarna und mit Edouard Naville in Hatschepsuts Terrassentempel Der-el-Bahari herumzubuddeln, wie er zur Tochter seinen finanziellen Gönners Lord Carnarvon stand und wie er mit dem Ruhm als berühmtester Archäologe des 20. Jahrhunderts umging. Aber erging es ihm wirklich so, gab es all diese Stationen in seinem Leben genauso, wie Philipp Vandenberg sie in eindringlichen Bildern schildert? Wir wissen es nicht und werden es niemals wissen. Aber eines ist nach der Lektüre dieses Buches sicher: der Name Howard Carter wird im Kopf jedes Lesers für immer einen festen Platz haben - nicht so sehr als "Der König von Luxor", aber definitiv als Howard Carter, den Mann, der an Tut-ench-Amun glaubte und der ihn schließlich fand, nachdem er 30 Jahre seines Lebens mit der Suche nach dem vergessenen Pharao verbracht hat.

Alien hat insgesamt 63 Rezensionen angelegt.


 
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