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Finsterau: Kriminalroman
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Titel:      Finsterau: Kriminalroman
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      2387
Autor:      Andrea Maria Schenkel
ISBN-10(13):      3455403816
Verlag:      Hoffmann und Campe
Publikationsdatum:      2012-03-05
Edition:      Hardcover
Number of pages:      160
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

3 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Erscheinungsjahr: 2012
Abmessungen: 205 mm x 125 mm
Von Schenkel, Andrea M.

Johann Zauners Leben ist nie leicht gewesen: Der Erste Weltkrieg, harte Arbeit als Tagelöhner, die Ehe mit Theres, die lange ohne Kinder blieb, dann Afras Geburt, von klein auf widerspenstig und störrisch. Nur der Glaube hat ihm Halt gegeben, auch als die Nazis an die Macht kamen, die er verachtete. Als Johann in der Kirche für seinen Glauben aufstand, wurde er abgeholt. Nach seiner Rückkehr aus dem Gefängnis ist er still geworden. Auch als Afra, die ungehorsame Tochter, schwanger zurückkehrt, schweigt er. Dann kommt Albert zur Welt, und in dem kleinen Dorf spricht man immer lauter über die Häusler und ihre liederliche Tochter. Einmal mehr hat Andrea Maria Schenkel einen historischen Mordfall in einen atemberaubend

   


Rezensionen
Zwischen Aufguss und Zuckerguss

23.03.2012 Bewertung:  2.5 rumble-bee vergibt 5 von 10 Punkten

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Noch nie ist es mir so schwer gefallen, ein Buch zu rezensieren. Oder fast nie. Ich fühle mich ein wenig wie eine gespaltene Persönlichkeit - denn wäre dies das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen hätte, würde meine Bewertung deutlich anders ausfallen. Doch - soll man sagen \"leider\"? - ich kenne schon ihre drei ersten Bücher. Und insbesondere im Vergleich zum preisgekrönten \"Tannöd\" kann ich nun dieses Buch, \"Finsterau\", nicht mehr so unbefangen bewerten.

Auf Einzelheiten der Handlung will ich gar nicht weiter eingehen. Denn bei der Kürze des Buches ist eine Nacherzählung fast so lang wie das Buch selber. Klingt böse, ist aber - wiederum leider - fast wahr.

Es war gut, dass es eine Leserunde zu diesem Buch gab. Das hat meine Zweifel und meinen Frust ein wenig aufgefangen. Besonders die Kommentare der begeisterten \"Erstleser\" haben mir vor Augen geführt, dass man vielleicht nicht zu streng mit Frau Schenkel ins Gericht gehen sollte.

Es stimmt schon, ihr Patentrezept, das sie in diesem Buch nur unwesentlich verändert, wirkt wieder einmal. Ein historischer Kriminalfall im hinterletzten bayrischen Dorf. Schwierige Familienverhältnisse. Wechselnde Erzählperspektiven, die jeweils die Sicht einer der damals beteiligten Personen beleuchten. Kurze, knappe Sätze, die gut zur Stimmung passen. Dramatische Enge und Armut, gepaart mit Vorurteilen. Viele tragische Einzelheiten, die damals zu einer vorschnellen Verurteilung führten. Und ein Zufall viele Jahre später, der zur Wiederaufnahme des Verfahrens führt.

Nicht umsonst lautet ein bekanntes Sprichwort, der Schuster solle lieber bei seinen Leisten bleiben. Vermutlich hat Frau Schenkel nun einmal diesen Stil, genau diese Fähigkeiten. Reicht es für mehr nicht? Oder wollte sie, nach der Bauchlandung mit \"Bunker\", sich erst einmal wieder auf vertrautes Terrain wagen? Das Buch an sich war ja nicht einmal schlecht. Aber es verursacht mir dennoch Bauchschmerzen. Mir fehlt so viel - ich hätte mir durchaus mehr, oder zumindest anderes, gewünscht. Das Buch wirkt auf mich wie ein Weihnachtsbaum aus Plastik, mit nur einer einzigen Kugel dran. Da würde ich auch sagen, hm, das Prinzip wurde ja durchaus richtig begriffen - es hätte aber deutlich mehr sein können.

Der Stil von Frau Schenkel ist eben ganz \"passgenau\" rein auf den damaligen Tathergang ausgerichtet. Auf dessen Rekonstruktion. Soweit es dafür nötig und dienlich ist, werden die Menschen und ihre Motive auch beschrieben. Aber davon werde ich als Krimileser nicht \"satt\". Was ist mit den Hintergründen? Mit der Vorgeschichte, insbesondere, was die in Ungnade gefallene Tochter Afra betrifft? Was ist mit der Nazi-Vergangenheit des Dorfes? Was wird aus dem fälschlich Verhafteten?? Kommt er frei, wird er rehabilitiert?? Alle diese Fragen würden aus dem Buch für mich nicht nur eine nette, flott gelesene \"Geschichte\", sondern einen echten \"Kriminalroman\" machen.


rumble-bee hat insgesamt 76 Rezensionen angelegt.


Glaubwürdig und interessant, aber ohne Emotion

07.03.2014 Bewertung:  3 Tialda vergibt 6 von 10 Punkten

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Rezension:

“Finsterau” von Andrea Maria Schenkel wollte ich unbedingt lesen, obwohl ich eigentlich keine Krimis mag. Vor Jahren hatte ich ihr Debüt “Tannöd” gelesen, welches mich damals richtig fesseln konnte – und so kam ich an “Finsterau”, das aus dem selben Holz geschnitzt ist, nicht vorbei.

Der Plott in diesem Buch beruht auf einem historischen Mordfall, der jedoch nicht in Bayern stattfand – den Ort im Bayerischen Wald hat die Autorin selbst ausgewählt und so abgelegen wie Finsterau liegt hätte sie wohl keinen Schauplatz finden können, der besser zur Geschichte passen würde.

Der Schreibstil in “Finsterau” ist einfach, prägnant und von vielen gesprochenen Sätzen in bayerischer Mundart durchsetzt, was den Eindruck einer derben und einfachen Atmosphäre erweckt. Die Story an sich setzt sich dabei aus verschiedenen Handlungssträngen auf zwei Zeitebenen zusammen, wobei zwischen den verschiedenen Charakteren, allen voran Afra, dem Opfer und Johann, ihrem Vater, von Kapitel zu Kapitel gewechselt wird und sich dabei die ganze Geschichte wie ein Puzzle zusammensetzt.

Die Geschichte an sich hat meiner Meinung nach wirklich Potenzial, aber man hätte sicher noch etwas mehr rausholen können. Trotz der verschiedenen Perspektiven wirkte das Ganze mehr wie ein Zeitungsbericht auf mich – alles ist sehr sachlich gehalten und es wird kaum mit Emotionen gespielt (allerdings könnte es sein, das genau das einen Krimi ausmacht – das Genre liegt mir ja normalerweise überhaupt nicht).

Fest steht: Wer “Tannöd” mochte, wird “Finsterau” auf jeden Fall auch gut finden.

Fazit:

Glaubwürdig, interessant und authentisch, ruft aber leider kaum eine Emotion hervor.


Tialda hat insgesamt 386 Rezensionen angelegt.


 
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