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Pilgerspuren: Palzkis siebter Fall
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Titel:      Pilgerspuren: Palzkis siebter Fall
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      10094
Autor:      Harald Schneider
ISBN-10(13):      3839213185
Verlag:      Gmeiner
Publikationsdatum:      2012-07-09
Edition:      1., Aufl.
Number of pages:      311
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

5 
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Rezensionen
Kriminelle Machenschaften in der katholischen Kirche!

24.09.2012 Bewertung:  5 goat vergibt 10 von 10 Punkten

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Und wieder erfreut uns Harald Schneider mit einem Roman aus der beliebten
Palzki-Reihe. Dass bezüglich der Themenwahl vor Harald Schneider keiner sicher
ist, beweist sein neuester Krimi mit dem Titel „Pilgerspuren“. Diesmal gerät die
katholische Kirche ins Visier von Palzkis Ermittlungen.

Bei einem
Speyrer Dombesuch mit seiner Familie rettet Palzki zwei Männern das Leben, die
ohne sein Eingreifen von einem herunterfallenden Absturzgitter der Orgelempore
erschlagen worden wären. Bei den Geretteten handelt es sich um den Chefredakteur
sowie den Geschäftsführer der Peregrinus GmbH, dem Verlag, der die
Bistumszeitung „Der Pilgerer“ herausbringt. Schnell stellt sich heraus, dass es
sich keineswegs um einen Unfall, sondern um einen Mordversuch handelt und Palzki
erfährt, dass dies nicht der erste Anschlag auf die beiden war.

Da sein
Vorgesetzter KPD bereits mit der überaus wichtigen Aufgabe beschäftigt ist, den
Einbau einer Klimaanlage in seinem Büro zu beaufsichtigen, muss sich Palzki
dieses Falls annehmen. Doch dieser erweist sich als sehr kniffelig und dem
Kommissar sitzt die Zeit im Nacken, weil jeden Augenblick ein Anruf seiner
hochschwangeren Frau kommen kann, dass der Nachwuchs nun die Nase voll hat von
Hotel Mama …

Mehr möchte ich zu dem Fall selber eigentlich gar nicht
schreiben. Vielmehr möchte ich auf das eher ungewöhnliche Ermittlungsumfeld des
neuen "Palzkis" zu sprechen kommen. Das Thema katholische Kirche in Verbindung
mit einem Krimi – kann das gut gehen? Dafür ist doch einiges an Recherche
notwendig. Und wer Schneiders Krimis kennt, wird Bedenken haben, dass sich die
verrückten und überzeichneten Charaktere in dieses Umfeld einfügen können. Ob
die Kirche mit ihren etwas verstaubten Ansichten da mitgespielt hat? Ja, sie
hat! Und darüber bin ich doch etwas verwundert. In seinem Vorwort schreibt
Harald Schneider, dass auch er erstaunt war, dass die katholische Kirche so viel
Humor besessen hat. Mithilfe des tatsächlich existierenden Peregrinus-Verlags
hat Harald Schneider viele Kontakte knüpfen können – unter anderem zum
Bischöflichen Ordinariat.

Die Geschichte strotzt wieder vor Handlung,
sodass Langeweile von vornherein gar nicht erst aufkommen kann. Ein Gag jagt den
nächsten und die alt bekannten skurrilen Figuren haben mich immer wieder den
Kopf schütteln lassen. Trotzdem sollte der Autor die kriminalistische Handlung
vor lauter Satire nicht vernachlässigen, denn in erster Linie trägt das Buch
immer noch den Zusatz Kriminalroman. Ich lache gerne, aber das sollte nicht
zulasten der Spannung gehen. In diesem Band wird es nun in meinen Augen etwas
grenzwertig.

Ein dickes Lob vergebe ich für die Coverauswahl. Passendere
Cover als die in dieser Krimi-Reihe habe ich noch keine gesehen. Wenn die
Abbildung des Speyerer Doms hier nicht passt, was dann? Positiv anzumerken ist
auch, dass sich das Personenglossar erstmalig gleich am Anfang des Romans
befindet und nicht erst am Schluss. Hier fällt nun die Sucherei weg, die sich
aufgrund der vielen „Extras“ so langsam etwas schwierig gestaltete.

Die
Auflösung des Falls ist wie der ganze Roman – spektakulär und so verzwickt, dass
ich niemals auf den Täter und seine Beweggründe gekommen wäre. Und wer jetzt in
puncto Nachwuchs meint, der Autor kann es nicht weiter hinauszögern, der irrt
gewaltig, denn er kann! Den neugierigen Lesern wird erst im nächsten Band
verraten, ob Mädchen oder Junge, ein oder zwei Kinder. Bis dahin heißt es
abwarten und vielleicht zwischendurch Harald Schneiders 2. Band mit Palzkis
Rätselkrimis lesen und mitraten.

Apropos Mitraten: Auch dieser Band
enthält als Zugabe wieder einen Ratekrimi (die Lösung ist auf der Homepage
nachzulesen) und eine Kurzgeschichte. Ich vergebe trotz der minimalen Kritik in
meiner Rezension wieder fünf Sterne.


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