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Bibliothek: Stadt, Land - Schluss von Judith O´Reilly
Titel:      Stadt, Land - Schluss
Autor:      Judith O´Reilly
ISBN-10(13):      3596178770
Verlag:      Fischer
Publikationsdatum:      2009
Edition:      Taschenbuch
Sprache:      Deutsch
Bewertung:      2.5  (5 von 10 Punkten)
Bild:     

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Beschreibung:     

Eine Frau zieht ans Ende der Welt
Judith O'Reilly liebt ihr Leben in London über alles. Nur eines liegt ihr noch mehr am Herzen: das Glück ihrer Familie. Deshalb folgt sie dem Traum ihres Mannes und zieht, hochschwanger mit dem dritten Kind, in ein Cottage in Northumberland - und lernt High Heels und Karriere durch Schafescheren und Gummistiefel zu ersetzen.
»Mein Mann war derjenige, der unbedingt auf dem Land leben wollte. Als ich meinen jüngsten Sohn fragte, was er davon hält, sagte er mit großen ängstlichen Augen: Ein Bär könnte mich fressen! Da gibt es keine Bären , beruhigte ich ihn, schaute aus dem Fenster in die Dunkelheit und hörte das Brummen «



 

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Rezensionen
12.08.2009 Bewertung:  3 Binea vergibt 6 von 10 Punkten

Schluss oder Anfang?

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Was man mit einem Blog alles anstellen kann, zeigt uns Judith O Reilly.
Ihr Debütroman Stadt, Land – Schluss dreht sich um ihr Leben, ihre Gedanken, ihr Handeln. Vom 23. August 2005 bis 31. Dezember 2007 macht sie eine mehr oder weniger schwierige Zeit durch. Ein Lebensabschnitt, der wohl durchdacht werden sollte, denn ein Umzug nach Northumberland steht an. Aber eigentlich will das die hochschwangere Judith nicht, denn sie liebt ihr London über alles. Doch um der Familie gerecht zu werden, nimmt sie ein neues Leben in einer Dorfidylle auf sich. Das Shoppen, Freunde treffen, schnell mit der U-Bahn von A nach B – alles passe. Ab jetzt heißt, es neue Freundschaften knüpfen, an Jagdveranstaltungen teilnehmen, Reiten, eingewöhnen in die neue Umgebung, Supermarkt sowie die neue Schule kennenlernen, und und und. Das Schlimmste jedoch ist, dass ihr Mann, der eigentlich von London ins Cottage nach Northumberland ziehen wollte, die meiste Zeit berufsbedingt in London lebt. So wird jeder Tag einmalig, denn mit drei Kindern ist immer ein Abenteuer vorprogrammiert. Wie ins kalte Wasser geworfen, nehmen Judith und ihre Kinder diese neue Herausforderung an, jedoch immer von dem Gedanken im Hinterkopf begleitet, nach London zurück zu ziehen.

Sehr witzig und teils voller Ironie beschreibt Judith O´Reilly ihren Alltag. In Tagebucheinträgen ist ihr Buch genau wie ihr Blog gestaltet, der unter der Adresse www.wifeinthenorth.com, zu finden ist.
Besonders geeignet ist dieses Buch für die Handtasche, denn durch die kurzen, übersichtlich gestalteten Kapitel, verliert man auf keinen Fall den Faden und beginnt immer wieder neu, mitten in der Privatsphäre der Autorin. Leider reist aber immer wieder genau im spannendsten Tageshöhepunkt die Erzählung ab und der Leser wir mit jeder Menge Fragezeichen zurückgelassen. Auf Dauer führt jenes Abreißen zu einem unangenehmen Beigeschmack und verdirbt teilweise die Lust, weiter zu lesen.
Trotz allem aber eine ansprechende Idee, die über fast zwei Jahre verfassten Blogeinträge in einem Roman zusammenzufassen. Ein kleines Highlight sind die kleinen, raffiniert ausgewählten Cliparts.
Eine Fortsetzung bleibt sicher nicht aus.


Binea hat insgesamt 27 Rezensionen angelegt.

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19.08.2009 Bewertung:  2 silkedb vergibt 4 von 10 Punkten

Wärst Du doch ein Blog geblieben!

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Inhalt:
Judith lebt glücklich mit Ehemann und zwei Söhnen in London. Doch um ihrem Mann seinen Traum zu erfüllen, packt sie die Koffer und Kinder ein und zieht um nach Northumberland. Das dritte Kind ist unterwegs, das Haus viel zu klein für alle und das Landleben nicht wirklich das, was sich Judith wünscht.
Es ist Herbst 2005 und sie hat ihrem Mann versprochen am 31.12.2007 die Entscheidung zu treffen, ob sie für immer in Northumberland bleiben oder doch zurück nach London gehen.
Ihre Erlebnisse in dieser Zeit berichtet Judith in einem Blog …


Meine Meinung:
„Stadt, Land – Schluss“ ist vor allem eins: langweilig.
Eigentlich handelt es nur von einem Thema. Judith will nicht in Northumberland leben.
Sie will es nicht im Herbst 2005 als der Umzug ansteht, nicht im Jahr darauf und wahrscheinlich auch jetzt noch nicht. Doch was tut man nicht alles für das Glück seiner Familie.
Eigentlich war „Stadt, Land – Schluss“ ein Internet-Blog, den Judith in ihrer Verzweiflung geführt hat. Sie nannte ihn „wifeinthenorth“, da es eigentlich auch nicht so war, dass es die komplette Familie in den Norden verschlagen hatte. Ihr Mann führte weiterhin sein Berufsleben in London, mit teilweise wochenlanger Abwesenheit, doch sie selber saß mit den Kindern oben im Norden fest.
Als Blog kann ich mir das Ganze auch richtig gut vorstellen. Judith berichtet von den Kleinigkeiten des Alltags, den Konfrontationen mit dem Landleben und der Schwierigkeit sich selbst zu verwirklichen, wenn man nebenbei noch Haushalt und drei Kinder hat. Ab und zu mal rein zu lesen was Judith und ihre Familie gerade so treiben, ist also gar nicht so uninteressant. Aber warum musste das jemand als Buch heraus bringen?
Dafür hätte es doch auch einfach der Internet-Blog getan.
Ich weiß nicht, ob inhaltlich große Abweichungen zum eigentlichen Blog vorgenommen wurden, doch vom Stil her ist auch das Buch wie ein Blog gehalten.
Teilweise sehr kurze Abschnitte, die mit einer Überschrift und dem Datum versehen sind. Manchmal schreibt Judith täglich, dann ist auch mal eine Woche ohne neuen Eintrag.
Was mich am Stil ein wenig gestört hat, ist der Versuch ohne Namen auszukommen. Keine Ahnung, ob das so ist, weil Judith keine Klage wegen Verleumdung riskieren wollte, oder ob ihr das einfach gefällt.
Die Söhne werden je nach aktuellem Alter immer mit „der sechsjährige“ oder „der vierjährige“ etc. benannt. Die Tochter ist immer das „Baby“ auch noch mit zwei Jahren. Die Erwachsenen werden mit einem Mutter-Zusatz einsortiert oder anhand der Tiere die sie züchten.
Aber am meisten gestört hat mich, dass hier einfach kein Ziel oder Ende in Sicht ist.
Normalerweise hat ein Roman eine klare Handlung und man hat zumindest den Eindruck, dass der Autor auf etwas Bestimmtes hinaus will. Davon ist in „Stadt, Land – Schluss“ nichts zu spüren. Es ist einfach eine Aneinanderreihung von Ereignissen in einer Zeitspanne von ca. zwei Jahren. Zwar soll am Ende die große „Entscheidung“ ob Stadt oder Land anstehen, aber das Ganze ist so unspektakulär aufgebaut, dass das Buch oder vielmehr der Blog auch einfach über diesen Tag hätte hinweggehen können, ohne das mir als Leser irgendein Unterschied aufgefallen wäre.
Insgesamt finde ich Judith O’Reillys Werk daher ziemlich nichtssagend.


Fazit:
Wer kein Internet hat, kann hier in gedruckter Form nachlesen, was alle anderen besser im Internet machen sollten.


silkedb hat insgesamt 31 Rezensionen angelegt.

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02.09.2009 Bewertung:  4 goldfisch vergibt 8 von 10 Punkten

Gestrandet in der Provinz - glücklich in der Provinz

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\"Stadt, Land, Schluss\" beschreibt die Erfahrungen und Gefühle der Autorin Judith O\'Reilly während ihrer ersten Zeit auf dem Land. Genauer gesagt im Nordosten Englands, in Northumberland. Tiefste Provinz und weit entfernt vom vertrauten und geliebten London.

Plötzlich findet Judith (42) sich hochschwanger und allein mit den beiden kleinen Kindern auf einer Baustelle wieder. Dabei war es doch eigentlich ihr Ehemann Alastair, der un-be-dingt auf das Land ziehen wollte. Doch bei der Erfüllung seines Traums ist er meistens abwesend - in London auf der Arbeit. Währenddessen darf Judith sich mit Bauarbeitern, Behörden, quengelnden Kindern, neugierigen Nachbarn und anderen Problemen allein herumschlagen. Aus der relativ glücklichen Ehe in London wird eine Fernbeziehung, denn ihr Mann kann nur wenige Wochenenden mit ihr und den Kindern verbringen. Aus der erfolgreichen Journalistin wird eine Familienmanagerin.

Anfangs blitzt noch ihr britischer schwarzer Humor durch und es scheint fast, als erwarte sie, aus einem bösen Traum aufzuwachen. Doch das Erwachen ist eher böse und nicht so wie erwartet. Mit Boshaftigkeit und zum Teil auch viel Bitterkeit porträtiert sie das heutige Großbritannien, das Aufeinandertreffen von Menschen aus dem Moloch London und der Landbevölkerung.

Judith O\'Reilly ist oft versucht, das Handtuch (Ehemann, Landleben usw.) zu werfen, doch sie muss feststellen, dass \"anders\" nicht immer schlechter ist und entdeckt nach und nach die wirklichen Vorteile des Lebens in Northumberland. Ihre Schilderungen sind häufig bissig und teilweise auch weinerlich.

Hinter dem heiteren Titelbild verbirgt sich ein Buch, das die Sonnen- und auch die Schattenseiten des Lebens auf dem Land beschreibt, sowie die Gesellschaft in Stadt und Land mit einem (meistens) zwinkernden Auge. Vieles hat mich an eigene Erfahrungen in Großbritannien erinnert, vielleicht hat mir das Buch deshalb so gut gefallen.


goldfisch hat insgesamt 9 Rezensionen angelegt.

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23.09.2009 Bewertung:  3 sassenach vergibt 6 von 10 Punkten

Von der Stadt auf´s Land – mit fast der ganzen Familie

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In „Stadt, Land, Schluss“ beschreibt Judith O´Reilly, wie sie mit ihrer Familie von London nach Northumberland zog, vom Leben auf einer Baustelle mit drei kleinen Kindern und einem meist abwesenden Ehemann. Jenem Ehemann, der unbedingt dorthin ziehen wollte. Der englische Titel lautet sinngemäß „Ehefrau im Norden“ und trifft ihre Situation sehr gut. Aus dem Blog der Autorin wurde ein Buch, das lustige, aber auch sehr ernste Seiten hat.

 
Judith O´Reilly war hochschwanger und lebte mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in London, als ihr Mann beschloss, seinen Kindheitstraum zu verwirklichen und mit der Familie auf´s Land zu ziehen. Ausgerechnet nach Northumberland, möglichst weit weg von London, Kultur und Zivilisation. Schon am Umzugstag bereut Judith ihre Entscheidung, trägt sie aber noch mit Galgenhumor. Auf dem Land angekommen, geht ihr dieser jedoch auch noch verloren. Ihr Mann muss zurück nach London, weil er nach wie vor dort arbeitet und ist nur selten am Wochenende in der neuen Heimat. Das Haus ist noch nicht fertig, außerdem ist es zu klein und die Kosten laufen der Familie davon.
 
Auf den ersten Seiten gefiel mir der schwarze Humor, mit dem die Autorin ihre Situation beschrieb. Doch dann fiel sie in ein tiefes schwarzes Loch und verlor darin auch ihren Humor. Absolut verständlich, wenn man sich vorstellt, in ihren Schuhen (oder Gummistiefeln) stecken zu müssen – aber teilweise sehr anstrengend zu lesen, wie sie fast im Sumpf des Selbstmitleids versinkt. An manchen Stellen hätte ich sie schon gerne geschüttelt oder zurück in das ach so tolle London geschickt.
 
Die Beschreibungen der Natur in Northumberland ließen mich weiterlesen. Ihre Gedanken über das Leben dort, ihre Sehnsucht nach dem vertrauten London sind nachvollziehbar. Ihr fehlt die Anonymität Londons, die Möglichkeit rund um die Uhr einkaufen zu können und es fällt ihr schwer, an einem Ort zu leben, an dem jeder jeden kennt und jeder alles über die anderen zu wissen scheint. Allerdings weckte der Klappentext auch etwas falsche Erwartungen, denn den Vergleich mit „Bridget Jones“ finde ich eher unpassend.
 
Alles in allem ein ganz nettes Buch, das man aber nicht gelesen haben muss. Viele alte Vorurteile und Klischees über Stadtmenschen und Landeier werden Überdeutlich und leider durchaus realistisch dargestellt. Wie es ihr und ihrer Familie weiterhin ergeht, werde ich vermutlich ab und zu in ihrem Blog nachschauen, ein weiteres Buch von ihr würde ich vermutlich nicht lesen. In der Episodenform ist es ganz nett zu lesen, als Buch teilweise recht anstrengend.


sassenach hat insgesamt 8 Rezensionen angelegt.

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20.01.2010 Bewertung:  3.5 kleinfriedelchen vergibt 7 von 10 Punkten

Wo die Liebe hinführt...

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Wo die Liebe hinführt... im Falle von Judith aufs öde Land. Die 42 Jahre alte Londonerin, bald dreifache Mutter, hat nun doch den jahrelangen Andeutungen ihres Mannes nachgegeben und zieht mit Kind und Kegel aus der englischen Hauptstadt aufs Land, nach Northumberland. Und während sie noch überlegt, in welchem Drogenwahn sie bei dieser Entscheidung geschwebt haben muss, brausen sie über die Landstraßen Richtung neues Zuhause, einem kleinen Cottage im Norden von England. Und wir begleiten Judith dabei, denn sie hält alles in ihrem Online-Tagebuch fest, aus dem schließlich das Buch „Stadt, Land – Schluss“ entstand.

O‘Reilly erzählt darin von ihrer Sehnsucht nach London, von ihrer Liebe zu ihrem Mann, an der sie oftmals zweifelt, wenn er sie wieder einmal allein mit den kranken Kindern in der nördlichen Einöde lässt, von ihrer kranken Mutter, den Schulproblemen ihres sechsjährigen Sohnes und den zeitweise merkwürdigen Traditionen der nördlichen Bewohner Englands. Sie beschreibt also ihren ganz normalen Alltagswahnsinn, mal amüsant mit viel Zynismus, mal traurig stimmend, mal voller Gefühl für ihre kleinen Kinder, aber manchmal auch etwas langweilig, da es eben Alltagserlebnisse sind.

Der Sprachstil ist ansprechend, oftmals mit einer ordentlich bissigen Prise Sarkasmus versehen und lässt sich leicht lesen. Wobei es sich hier um keine kontinuierliche Geschichte handelt, sonder eher um eine Ansammlung von Erlebnissen in fast zwei Jahren. Denn so viel Zeit haben sich Judith und ihr Mann gegeben, um eine Entscheidung zu treffen. Für immer in Northumberland bleiben... oder doch zurück in die Großstadt.

Mein Fazit: Das Buch ist ein netter, amüsanter Zeitvertreib für zwischendurch, das aber auch so seine Längen hat und das man ohne Probleme mal beiseite legen kann, ohne vor Neugier umzukommen.


kleinfriedelchen hat insgesamt 42 Rezensionen angelegt.

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31.03.2010 Bewertung:  2 Toschi3 vergibt 4 von 10 Punkten

Und täglich grüßt das Murmeltier

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Eine erfolgreiche Journalistin lässt sich von ihrem (in London) vielbeschäftigten Mann überreden, mir ihren 2 (fast 3) Kindern nach Nordengland zu ziehen und die Großstadt hinter sich zu lassen. Sie ist „begeistert“ von dieser Idee... ... und das lässt die Autorin die Leser ihres autobiografischen Romans auf 340 von 352 Seiten spüren. Nach den ersten 20 Seiten habe ich dieses Buch geliebt, auf den nächsten 320 Seiten wollte ich, nur es endlich vorbei ist. Zum Glück waren die letzten 12 Seiten wieder etwas versöhnlicher (darum schafft es das Buch auch auf einen 2. Stern). Versöhnlich ist auch der Schreibstil der Autorin. Mit flüssigen Sätzen und kurzen Kapiteln langweilt man sich angesichts des immer gleichen Gejammers über das ach so schreckliche Landleben nicht ganz so doll. Aber tatsächlich drängen sich viele Fragen auf: heißen Kinder wirklich „der Zweijährige“, „der Vierjährige“ und „das Baby“? Hat der Ehemann, der der Protagonistin durch ständige Abwesenheit und mehrfach leergefahrene Tanks das Leben schwer macht, wirklich keinen Namen? Wie selbständig ist frau im wahren Leben? Fragen über Fragen, die das Buch leider nicht beantwortet. Daher war es leier nicht mehr als eine nette (Spät)Sommerlektüre.


Toschi3 hat insgesamt 61 Rezensionen angelegt.

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24.05.2010 Bewertung:  1.5 Pharo72 vergibt 3 von 10 Punkten

Stadt, Land – und was dann?

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Judith, erfolgreiche Journalistin in London, zieht ihrem Mann zuliebe mit zwei kleinen Kindern und hochschwanger in die Ödnis Nordenglands nach Northumberland. Ihr Mann entschwindet kurz darauf wieder nach London, um seiner Arbeit nachzugehen. Sie sieht sich Herausforderungen gegenüber, die sie sich nie hätte träumen lassen.

In Form von Tagebucheinträgen ihrem Internetblog entnommen schildert die Autorin ihr Leben und Leiden fernab vom geliebten London. Ihre selbstironischen Anmerkungen dabei sorgen für so manches Schmunzeln. Insgesamt allerdings wirkt die Aneinanderreihung der Ereignisse durch ständige Wiederholungen einfach nur langweilig. Aufgelockert wird das Ganze durch kleine Skizzen während der zum Glück meist recht kurzen Tageszusammenfassungen.

Die Protagonistin ist mir zu keiner Zeit sympathisch geworden. Bis zum Schluss ist nicht nachzuvollziehen, warum sie diesen Schritt gemacht hat. Die Liebe zu ihrem Mann anzuführen, scheint mir dabei zu wenig, zumal gerade dem Mann wenig Aufmerksamkeit zuteil wird und die ganze Liebe den Kindern vorbehalten ist. Auch ist keine Besserung ihrer Gefühlslage festzustellen. Bis zum Ende bedauert sie ihren Schritt und sehnt sich zurück in die Hauptstadt, was die letztendliche Entscheidung noch weniger nachvollziehbar macht.

Der Humor im Roman ist ein kleiner Pluspunkt, aber letzten Endes nicht ausreichend, um das Buch guten Gewissens weiter empfehlen zu können.


Pharo72 hat insgesamt 27 Rezensionen angelegt.

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31.05.2010 Bewertung:  2 KimVi vergibt 4 von 10 Punkten

Landleben am Ende der Welt

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Judith O\'Reilly, 42 Jahre alt und hochschwanger, kehrt mit ihrem Mann Alastair und den gemeinsamen  zwei- und vierjährigen Söhnen,  dem abwechslungsreichen Londoner Stadtleben den Rücken. Alastair träumt von einem idyllischen Landleben und erfüllt sich damit einen Lebenstraum. Obwohl Judith eine überzeugte Städterin ist, gibt sie ihr gewohntes Leben auf und lässt Freunde und Bekannte zurück, um ihrem Mann  aus Liebe an das Ende der Welt zu folgen.


Doch Judith kann dem Landleben und seinen Bewohnern nicht viel abgewinnen, denn alles ist neu und fremdartig.  Das neue Leben unterscheidet sich deutlich von ihrem bisherigen. Schon sehr bald lässt Alastair seine kleine Familie im Norden zurück, um seinem Beruf nachzugehen. Judith sitzt also hochschwanger, mit zwei kleinen Jungen im Lebenstraum ihres Mannes fest und muss sich um den Umbau des neuen Hauses, die Nachwirkungen des Umzugs und die Eingewöhnung in den neuen Alltag  kümmern. Schicke Lederpumps müssen den praktischen Gummistiefeln weichen, doch das wird nicht die gravierendste Umstellung bleiben. Denn durch die Geburt des dritten Kindes wird das neue Leben nicht gerade einfacher. Die Familienkatze hat schon längst das Weite gesucht und am liebsten würde Judith ihr folgen, bevor sie komplett im Chaos versinkt. Doch da sie Alastairs Lebenstraum eine Probezeit von zwei Jahren eingeräumt hat, versucht sie sich mit wechselndem Erfolg im neuen Leben zu arrangieren. Ihren Frust, aber auch die netten, merkwürdigen oder chaotischen Eindrücke beim Einstieg ins Landleben veröffentlicht sie ungeschminkt in tagebuchartigen Blogeinträgen. Doch auch die Landbevölkerung des Nordens verfügt über einen Internetzugang und ist des Lesens mächtig und nicht jedem Bewohner gefällt der Inhalt dieses Blogs. Wird Judith durchhalten oder ist Alastairs Lebenstraum schon bald ausgeträumt?

 

Meine Meinung

 

Das Buch startet mit der Autofahrt in das neue Leben. Die Ereignisse werden in tagebuchartigen Kapiteln aus der Sicht der Autorin geschildert. Temporeich und völlig ungeschminkt beschreibt sie ihre Gedanken und Gefühle. Der humorvolle und selbstironische Schreibstil zog mich sofort in seinen Bann und dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an die folgenden Kapitel.

 

Die Tagebucheinträge beginnen mit dem Datum der Begebenheit und einer kurzen Überschrift. Manchmal befinden sich auch noch kleine, zur Handlung passende, Zeichnungen am jeweiligen Eintrag. Die Kapitel sind relativ kurz, da es sich ja um Tagebucheinträge handelt. Deshalb ist die Handlung auch nicht immer fortlaufend, da die Erlebnisse des datierten Tages geschildert werden. Trotzdem erhält man in diesen Eintragungen das nötige Hintergrundwissen über Freunde, Familie und die Gedanken und Gefühle der Autorin.

 

Der humorvolle Start der Erzählung begeisterte mich, doch leider wurden meine Erwartungen im weiteren Verlauf der Handlung nicht erfüllt. Denn die Eindrücke und Schilderungen der Autorin konnten mich nicht richtig fesseln. Vielleicht liegt das an der relativ zusammenhanglosen Handlung. Als Blog hätte ich die kurzen Eintragungen sicher besser gefunden, doch als Taschenbuch konnten sie  mich nicht begeistern. Da mir aber der Humor der Autorin und ihr Hang zur Selbstironie gut gefällt, musste ich doch bei der ein oder anderen Begebenheit breit grinsen. Ich empfand ihre Sehnsucht nach London oder die Schilderungen des teilweise chaotischen Familienlebens auch nicht als frustrierte Jammerei. Sondern als ehrliche Auszüge ihrer Gedankenwelt. Denn das Leben ist schließlich nicht immer perfekt und da darf man sich selbst doch gerne auch mal etwas auf die Schippe nehmen oder kritische Gedanken äussern.

 

Trotzdem konnte mich das Buch als Gesamtes nicht in seinen Bann ziehen. Deshalb hatte ich auch keine Schwierigkeiten es mal aus der Hand zu legen. Durch den flüssigen Schreibstil ist es gut zu lesen, doch eine begeisterte Empfehlung kann ich leider nicht aussprechen.


KimVi hat insgesamt 73 Rezensionen angelegt.

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