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Bibliothek: Der Seher des Pharao von Pauline Gedge
Titel:      Der Seher des Pharao
Autor:      Pauline Gedge
ISBN-10(13):      3492263305
Verlag:      Piper
Publikationsdatum:      2009
Edition:      Taschenbuch
Sprache:      Deutsch
Bewertung:      3  (6 von 10 Punkten)
Bild:     

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Beschreibung:     

Der hochbegabte Schreiberschüler Huy hat viele Neider – bis ihn schließlich ein Mitschüler erschlägt. Doch nach fünf Tagen kehrt er von den Toten zurück und verfügt daraufhin über göttliche Gaben. Der Pharao beruft ihn schließlich an seinen Hof, und aus dem kleinen Huy wird »Amenophis, Sohn des Hapu«, Architekt des bis heute berühmten Luxor-Tempels. Zugleich gewinnt er das Vertrauen der schönen Prinzessin Senetamu ... Ein farbenprächtiges Bild des politischen und vor allem mystischen Ägyptens um 1400 v. Chr. und über die Jugendjahre des legendären »Amenophis, Sohn des Hapu«, eine der prägendsten Figuren seiner Zeit.



 

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Rezensionen
24.09.2009 Bewertung:  2 Cabriofahrerin vergibt 4 von 10 Punkten

Zu wenig Spannung - zu viel Philosophie

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Ägypten zur Zeit Thutmosis III.:
Der vierjährige Huy, Sohn einfacher Bauern, darf die Tempelschule in Iunu besuchen, um Schreiben und Lesen zu lernen. Sein reicher Onkel Ker übernimmt großzügig die Kosten.
Über sein anfängliches Heimweh kommt er schnell hinweg, da er Thutmosis, Sohn des Fürsten Nacht als vertrauensvollen guten Freund kennenlernt. Zu Fest- und Feiertagen wird er in der Adelsfamilie mit Mutter und zwei Töchtern wie ein Sohn des Hauses gastfreundlich aufgenommen.
Huy ist ein intelligenter Bursche mit guter Auffassungsgabe. Er wird sowohl von den Priestern als auch von den Mitschülern geschätzt. Bis auf einen: Senefer, ebenfalls Sohn eines Adelgeschlechts. Er ist neidisch auf Huy und mobbt ihn, wann immer er eine Gelegenheit dazu findet. Einmal provoziert er Huy dermaßen - er schimpft ihn einen Sumpfbewohner -, dass es zu einem handfesten Streit kommt und Senefer Huy tödlich verletzt.
Huy wird in seine Heimatstadt ins Haus der Toten gebracht. Als die Priester den Leichnam untersuchen und für die Bestattung vorbereiten wollen, erwacht Huy zu neuem Leben. Während seiner Zeit des \"Komas\" hat er eine Wandlung \"durchlebt\". Er ist der \"Auserwählte\" der Götter, die ihm Gaben mitgegeben haben, die ihn zu Höherem befähigen.
Seine Familie, die eher glaubt, er sei von Dämonen besessen, distanziert sich von ihm. Huy kehrt sehr bald in die Tempelschule zurück und darf nun, als Auserwählter, die bedeutenden fünf Bücher Thots studieren.
Bis zu diesem Ereignis hat mir das Buch sehr gefallen. Die Handlung war fesselnd, die Stimmung von Alltagssituationen atmosphärisch dicht beschrieben. Der Speiseplan lockte zum Probieren.
Und das außergewöhnliche Ereignis - die Auferstehung Huys von den Toten zurück zu den Lebenden - ist glaubhaft und überzeugend dargestellt: kein fauler Zauber oder Mystik.
Doch dann folgen ewig lange Seiten philosophischer Gedankengänge. Ein sehr komplexer Text, den ich trotz wiederholten Lesens kaum verstanden habe. Selbst Huy sagt, dass er \"keinen Schimmer von Verstehen\" hat und ein \"wirres Durcheinander in seinem Geist\" herrscht.
Schade, ich bin leider mit einer anderen Erwartungshaltung an dieses Buch heran gegangen und wurde letztlich enttäuscht ...


Cabriofahrerin hat insgesamt 6 Rezensionen angelegt.

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01.10.2009 Bewertung:  4 silkedb vergibt 8 von 10 Punkten

Die Leiden des jungen Huy

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Inhalt:
Huy, der Sohn des Bauern Hapu, ist vier Jahre alt, als er die Möglichkeit erhält als Günstling seines reichen Onkels Ker die Schule in Iunu zu besuchen. Von Haus aus verwöhnt fällt es ihm schwer sich einzugewöhnen, doch schon bald entwickelt er sich zum gelehrigen und erfolgreichen Schüler. In den nächsten acht Jahren findet er Freunde, erwirbt sich Respekt bei den Lehrern und setzt sich über seinen Bauernstand hinweg.
Doch als Huy 12 Jahre alt ist, erschlägt ihn ein Mitschüler, dem er schon lange verhasst ist. Huy stirbt, doch dies ist nicht das Ende dieser Geschichte. Atum, der Gott aller Menschen und Dinge, stellt ihn vor eine Wahl und lässt ihn in seinen Körper zurückkehren. Fünf Tage nach seinem Tod erwacht Huy wieder und nichts ist mehr wie zuvor. Die Menschen fürchten ihn als Dämon, seine Familie weicht ihm aus. Doch Huy wurde nicht nur mit seinem neuen Leben, sondern auch mit einer Gabe ausgestattet, die ihn fortan zum \"Seher\" macht ...


Meine Meinung:
\"Der Seher des Pharao\" von Pauline Gedge ist der Auftakt einer Trilogie. Dieser erste Band widmet sich den ersten 18 Lebensjahren des Bauernjungen Huy, später bekannt als Amenophis, Sohn des Hapu.
Mir hat die Geschichte rund um Huy gut gefallen. Über das Leben von Amenophis, Sohn des Hapu ist wenig bekannt, so dass die Autorin hier ihrer Phantasie freien Lauf lassen konnte. Das Buch hat dadurch einen sehr mystischen Einschlag erhalten und die ägyptische Götterwelt wird nicht nur erwähnt, sondern kommt auch persönlich zu Wort. Ich könnte mir vorstellen, dass dies manchem Leser zu viel des guten ist, doch da ich bereits zuvor viel über Ägypten gelesen hatte, kam ich damit gut zurecht. Besonders gut gefallen hat mir, dass Pauline Gedge hier auf die Standesunterschiede eingeht. Huy wächst in bescheidenen Verhältnissen auf und erhält durch seine Ausbildung Einblick in andere Gesellschaftschichten. So stehen diese im direkten Vergleich zueinander. Auch die Ausbildung an den Tempelschulen und die Integration des Glaubens in den Alltag fand ich sehr gut geschildert. Wer sich für Ägypten interessiert, wird hier auf jeden Fall auf seine Kosten kommen.
Vom Aufbau her hat mir das Buch ebenfalls sehr gut gefallen. Besonders die unterschiedlichen Schriftarten helfen sehr zwischen dem Erzähltext, den Texten die Huy liest und seinen Gedanken zu den Texten zu unterscheiden. Hilfreich hätte ich hier allerding noch die Angabe von Jahreszahlen gefunden und eine Übersicht über häufig verwendete Begriffe, wie zum Beispiel die Monate, Feiertage und Götter.
Sowohl beim Titel, als auch beim Klappentext hat der Verlag ein wenig den ersten und den zweiten Teil der Trilogie vermischt, einige der angekündigten Ereignisse stehen daher noch aus. Meiner Meinung nach hätte der Verlag auch kennzeichnen müssen, dass es sich hier um eine geplante Trilogie handelt. Ich weiß dies nur, weil ich mich über die englisch sprachigen Ausgaben informiert habe.
Ich würde sehr gerne mehr darüber lesen, wie aus Huy schließlich Amenophis, Sohn des Hapu, wird und warte daher gespannt auf den zweiten Teil.


Fazit:
Ein schönes Buch für alle, die sich für das alte Ägypten interessieren.


silkedb hat insgesamt 31 Rezensionen angelegt.

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12.11.2009 Bewertung:  1 Alien vergibt 2 von 10 Punkten

Enttäuschend

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Huy, Sohn nicht ganz armer, aber nicht reicher Bauern, ist ein aufgewecktes, wißbegieriger Junge, der mit Unterstützung seines reichen Onkels eine Tempelschule besuchen darf, um das Schreiben zu erlernen. Das Lernen macht ihm große Freude und er schließt schnell Freundschaft mit seinem Zimmergenossen Thutmosis, Sohn eines Gaufürsten. Doch nicht alle Mitschüler sind nett zu ihm und Sennefer, ebenfalls der Sohn eines Reichen, hänselt und beleidigt ihn immer wieder, auch öffentlich. Bis er ihn eines Tages tödlich mit einem Wurfholz verwundet. Doch Huy wird wiedergeboren, um von nun an ein Werkzeug der Götter zu sein. Zuerst begegnen ihm die meisten mit Ablehnung und Furcht, nur wenige halten zu ihm, wie etwa seine alte Freundin Ischat und Methen, der Priester des Tempels in Huys Heimatstadt. Im Zuge seiner weiteren Ausbildung, die u.a. auch die Grundlagen der Architektur umfasst, darf er auch das Buch Thot lesen, eine Ehre, die nur wenigen zuteil wird. Er ist dazu auserwählt, Großes im Namen der Götter zu tun und als sich herausstellt, daß er seherische Fähigkeiten entwickelt hat, gehört sein Leben nicht länger ihm selbst, und das, obwohl er erst 19 Jahre alt ist und bereits der König Interesse an ihm zeigt... (Der Klappentext geht viel weiter und impliziert einen weiteren Handlungsverlauf, der im Roman überhaupt nicht auftaucht!)

Der Roman hat mich als Einzelwerk für sich sehr enttäuscht: zum einen bin ich von Pauline Gedge viel Besseres gewöhnt. Zum anderen ist der deutsche Titel schlecht gewählt, der Originaltitel \"The Twice Born\" (\"Der Zweimal Geborene\" oder vielleicht auch noch \"Der Wiedergeborene\") ist eine angemessene Umschreibung, aber der dt. Titel zielt einfach nur platt auf Leserfang ab und es sieht eher nach Glück aus, daß der Pharao überhaupt auf den letzten Seites des Buches auftaucht. Selbst nach dem letzten Satz weiß man immer noch nicht, daß die Geschichte eigentlich gar nicht fertig ist, denn nichts deutet darauf hin, daß es kein Einzelroman ist. Lediglich sehr (sehr) Interessierte können zum jetzigen Zeitpunkt der Geschichte um Huy wissen, daß sein Namenszusatz \"Sohn des Hapu\" auf eine Figur hinweist, die in der tatsächlichen Geschichte des Alten Ägypten eine große Rolle spielte. Außerdem verwundert es mich sehr, daß besagter Pharao Amenhotep (Amenophis II.) sein soll, wo doch geschichtlich belegt ist, daß Huy, also später Amenophis, Sohn des Hapu, nicht unter Amenophis II., sondern Amenophis III. die Tempelanlage von Luxor entworfen hat. Zwischen den beiden Regenten liegen also zwei Generationen (Amenophis II., danach Thutmosis IV., danach erst Amenophis III.). Wer also mit einem Roman rechnet, der nach gewohnter Gedge-Manier sehr gut recherchiert ist und dem Titel nach zu schließen das bunte Treiben bei Hof, ausgelassene Festivitäten der Reichen und Schönen oder farbenprächtige Portraits der Königsfamilie erwartet, wird herb enttäuscht werden.

Dennoch ist der Roman nicht nur schlecht. Huy ist ein sympathischer Charakter, dessen Schicksal für ihn vielleicht deswegen so schwer zu ertragen ist, weil er niemanden hat, mit dem er sich austauschen kann, der die gleichen Erfahrungen gemacht, die gleichen (seelischen) Torturen ertragen hat. Einzig seine Freunde, die sich als die wirklichen Pfeiler in seinem Leben herausstellen, und nicht etwa seine Familie, halten ihn davon ab, durchzudrehen. Diese sehr menschliche Einschätzung eines jungen Lebens, das sich noch in der Formung durch Lehrer, das Gerlernte und die äußeren Umstände befindet, war der einzige Grund, aus dem ich das Buch überhaupt zu Ende gelesen habe. Ein letzter Minuspunkt ist meiner Meinung nach, daß das Buch Thot in allen Einzelheiten im Buch vorkommt. Wozu? Als Denkanstoß... mitten im Roman? Es mutet vielmehr wie ein Seitenfüller an. Obwohl ich ein großer Fan der Bücher Pauline Gedges bin, freue ich mich nicht so auf Teil zwei, wie das bei anderen Mehrteilern von ihr der Fall war. Wer einen wirklich guten Roman über das Alte Ägypten lesen möchte, der liest bitte irgendein (!) anderes Buch von Pauline Gedge und wartet, bis der letzte Teil der Trilogie um Huy erschienen ist, denn sonst könnte man nach dem ersten Buch die Lust verlieren.


Alien hat insgesamt 60 Rezensionen angelegt.

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02.04.2010 Bewertung:  4 Toschi3 vergibt 8 von 10 Punkten

Kopfkino Altes Ägypten

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Der kleine Bauernsohn Huy wird im Alten Ägypten auf eine gute Schule geschickt, um dort eine qualifizierte Ausbildung und damit die Chance auf ein gutes Leben zu erhalten. Doch in der Mitte seiner Schulzeit wird er von einem Mitschüler erschlagen – um als gotterwählter wieder aufzuerstehen...

 

Leider wird man durch den Klappentext des Buches und die bisher erschiene Promotion irregeleitet und das hinterlässt zunächst enttäuschte Erwartungen. DENN: es handelt sich hier um den ersten Teil einer Trilogie (wie ich der Internetseite der Autorin entnehmen konnte) und damit wird natürlich noch nicht die gesamte Geschichte des zukünftigen Sehers des Pharaos hier erzählt.

Mit diesem Hintergrundwissen wird es verständlich, warum viele kleine Episoden aus der Schulzeit des Protagonisten so erschöpfend geschildert werden. Langatmig ist, da es trotzdem immer interessant ist, wohl eher die falsche Bezeichnung.

 

Die Autorin hat einen sehr bildlichen Schreibstil. Wer ausreichend Fantasie oder Hintergrundwissen hat, sieht die ägyptischen Häuser, Städte, Menschen und Landschaften direkt vor sich – perfektes Kopfkino. Auch ist das Buch sehr angenehm zu lesen. Trotz der exotischen Materie ist es nie zu kompliziert. Die Darstellung und Beschreibung der Charaktere ist sehr überzeugend, P.Gedge erzeugt geschickt Sympathien und Abneigungen gegenüber den handelnden Personen.

 

Auch wenn ich zunächst enttäuscht war, dass die Geschichte um Huy und seine Freunde so schnell und viel zu früh zu Ende war, oder gerade deshalb, freue ich mich schon sehr auf die Fortsetzung, die ich mit Sicherheit lesen werde.


Toschi3 hat insgesamt 61 Rezensionen angelegt.

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22.04.2010 Bewertung:  3 KimVi vergibt 6 von 10 Punkten

Auftakt einer Trilogie

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Ägypten, ca. 1400 v. Christus.

 

Der vierjährige Huy wächst wohlbehütet in seinem Elternhaus auf. Er ist der Sohn einer einfachen Familie. Doch sein Onkel Ker ist recht wohlhabend und ermöglicht ihm deshalb den Besuch einer Tempelschule in Iunu, dort soll Huy zum Schreiber ausgebildet werden.
Sein anfängliches Heimweh überwindet der kleine Huy recht schnell, denn mit seinem Zimmergenossen, dem Adeligen Thutmosis, verbindet ihn eine innige Freundschaft. Aufgrund seiner schnellen Auffassungsgabe kann Huy den Anforderungen seiner strengen Lehrmeister gerecht werden und erwirbt so deren Anerkennung. Auch in der adeligen Familie seines Freundes Thutmosis tritt man ihm ohne Vorurteile entgegen und nimmt ihn dort herzlich auf. Seine einfache Herkunft spielt für diese Familie keine Rolle. Doch Sennefer, ein weiterer Mitschüler Huys, der ebenfalls aus einem adeligen Geschlecht stammt, neidet Huy den Erfolg. Er lässt keine Gelegenheit aus,  dem Emporkömmling das Leben zur Hölle zu machen und ihn an seine bäuerlichen Wurzeln zu erinnern. Das Schicksal nimmt seinen Lauf, als die beiden in einen erbitterten Streit geraten. Sennefer greift zum Wurfholz und erschlägt seinen Widersacher Huy. Huy verlässt das Ägypten der Lebenden und gleitet in das Ägypten der Toten. Dort trifft er auf Imhotep, dieser verlangt von ihm eine weitreichende Entscheidung. Denn der Gott Atum möchte seine Weisheit mit Huy teilen, doch dazu muss Huy die Schriftrollen des Thot lesen. Nachdem Huy seine Wahl getroffen hat, kehrt er nach fünf Tagen aus dem Totenreich zurück und verfügt fortan über besondere Fähigkeiten.Er beendet im Lauf der Jahre seine Ausbildung und versucht den Umgang mit seinen seherischen Fähigkeiten zu erlernen. Bald hört auch der Pharao von dem jungen Seher und ruft ihn an seinen Hof.

 

Meine Meinung


Vor einigen Jahren gehörten Romane, die vom Leben im alten Ägypten erzählen, zu meiner bevorzugten Leserichtung. Voller Erwartung begann ich deshalb mit der Lektüre des Romans. Durch den flüssigen Schreibstil der Autorin hatte ich auch keine Schwierigkeiten den Einstieg in die Handlung zu finden.  Die detaillierten und lebendigen  Schilderungen des damaligen Lebens und der unterschiedlichen Protagonisten ließen mich in die faszinierende Welt der alten Ägypter eintauchen. Die Sitten und Gebräuche der damaligen Zeit verschmolzen mit der Handlung und ließen diese lebendiger wirken.

 

Die Passagen in denen Huy das Buch Thot studiert, hemmten meiner Meinung nach den Lesefluss. Die Anzahl dieser Textabschnitte war zu hoch und das dort Geschriebene interessierte mich kaum.  Nachdem ich mich durch einige dieser Abschnitte gequält hatte, überflog ich die restlichen Passagen der Schriftrollen.

 

Aufgrund des sonst so flüssigen Scheibstils und der farbenprächtigen Beschreibung des damaligen Lebens, konnte ich das Buch innerhalb weniger Abende beenden. Doch je weniger Seiten ich noch vor mir hatte, desto merkwürdiger kam mir der im Klappentext angepriesene Inhalt vor. Denn die schöne Prinzessin Senetamu kommt leider im gesamten Buch nicht vor und aus dem Seher Huy wird in diesem Roman auch noch nicht der legendäre Amenophis. Das wird sicher erst in den folgenden Bänden geschehen. Denn \"Der Seher des Pharao\" ist der erste Band einer Trilogie, die im Original den Titel \" The King\'s Man \" trägt.  Leider vermisse ich diese Information auf dem Cover und auch im Klappentext, denn dort wird dieser Aspekt nicht erwähnt. Normalerweise bin ich ein großer Fan von Bücherserien, doch hier wurde ich sehr überrascht, da ich einen in sich abgeschlossenen Roman erwartet hatte und Überraschungen dieser Art mag ich leider überhaupt nicht.

 

Obwohl mich das Schicksal der Protagonisten sehr interessiert und das Ende aufgrund der folgenden Bände sehr offen ist, bin ich nicht sicher ob ich zu den restlichen Bänden der Serie greifen werde. Ich vergebe  nur drei Bewertungssterne, da ich die Auszüge aus dem Buch Thot recht langatmig  und zähflüssig empfand. Ausserdem finde ich den Klappentext unpassend gewählt , da er bereits auf die Handlung der Nachfolgebände anspielt, ohne allerdings darauf hinzuweisen, dass es ich um den Beginn einer Trilogie handelt.

 


KimVi hat insgesamt 73 Rezensionen angelegt.

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