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17.10.2009 |
Bewertung:
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Maren vergibt 4 von 10 Punkten
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Belangloser historischer Roman
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 Schon als junges Mädchen wird Benedicta von ihrer Stiefmutter ins Kloster gesteckt. Sie ist unglücklich als Nonne, findet aber in der Köchin Agnes eine treue Freundin. Da Benedicta ihr oft in der Küche hilft, entwickelt sie dabei auch ein Rezept für Lebkuchen, das weitaus schmackhaftere Backwerke hervorbringt, als es die bisherigen Kloster-Lebkuchen sind. So kommt sie außerdem auf die Idee, die Lebkuchen auf Oblaten zu setzen. Als Agnes das Kloster verlassen und zu ihrem Verlobten nach Nürnberg ziehen will, beschließen sie, dass nicht nur Benedicta, sondern auch Julian, den Benedicta liebt, mit ihr kommen soll. Doch auf der Flucht wird Julian von einem Pfeil getroffen. Den beiden Frauen gelingt es zu entkommen und Agnes hält Benedicta davon ab, zu Julian zu eilen, den sie tot glaubt. So kommen die beiden nach einigen nicht allzu großen Schwierigkeiten nach Nürnberg und dort begeistert Benedicta schon bald mit ihren wunderbaren Lebkuchen nicht nur die Kunden der Bäckerei von Agnes Mann. Aber dann geschieht ein Giftmord, dem bald weitere folgen sollen ...
Obwohl dieser Roman sich sehr leicht lesen lässt, hat er mich doch nicht besonders begeistern können. Es kam nur ganz selten wirklich Spannung auf, so richtig temporeich wird es erst zum Ende hin. Das wäre auch nicht so schlimm, wenn die Figuren nicht alle dermaßen blass wären. Es kam für mich kein Mitfiebern auf, auch keine wirkliche Sympathie für Benedicta. Alles wurde immer so oberflächlich abgehandelt, die Autorin ging bei keiner Szene wirklich in die Tiefe, zeigte nur wenig vom Innenleben ihrer Figuren, beschrieb dafür viel. Das zwar durchaus auch ganz nett, aber mir wäre es lieber gewesen, wenn sie sich mehr um ihre Figuren gekümmert hätte. Die Liebesgeschichte geht dabei völlig unter, es wird dann zwar behauptet, dass Benedicta Julian liebt, aber wirklich rüber kommt es nicht. So plätschert die Handlung ohne größere Höhen und Tiefen und leider auch ohne wirkliche Überraschungen dahin. Ein Manko ist auch, dass der Klappentext unnötig viel verrät, so dass sich die Flucht ziemlich unspektakulär liest, da man ja bereits weiß, wie sie ausgeht. Ein historischer Roman, der sich leider nicht aus der Masse der zahlreichen \"Die ...-in\"-Romane hervorhebt. Aber wer noch nicht allzu viele davon gelesen hat oder mehr auf ruhige Bücher steht, die nicht allzu aufregend sind (Sex und Gewalt kommen praktisch nicht vor, die Kampfszenen können bedenkenlos auch zartere Gemüter lesen), der wird mit diesem Buch auch glücklich werden.
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Maren hat insgesamt 160 Rezensionen angelegt.
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25.10.2009 |
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Cabriofahrerin vergibt 7 von 10 Punkten
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Lebkuchen zur Adventszeit
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 Nürnberg 1387: Agnes und Benedicta leben unfreiwillig im Kloster Engelthal, dem der Ruf voran eilt, ein Ort der wahrhaftigen Engel zu sein. Gebete, Gebote, Verbote, Demut und Unterwerfung werden von den Nonnen verlangt. Beide sehnen sich nach der Welt außerhalb der Klostermauern. Julian, der Neffe der Priorin, begegnet bei seinen häufigen Besuchen im Kloster Benedicta, und beide empfinden sofort gegenseitige Zuneigung. Nun ist es um Benedicta geschehen. Sie will raus aus diesem Gefängnis. Doch sie ist Nonne, sie hat einen heiligen Eid geschworen ... Alljährlich zur Fastenzeit backt das Nürnberger Predigerkloster Pfefferkuchen. Da aber das gesamte Küchenpersonal erkrankt ist, soll nun das Kloster Engelthal einspringen. Hier kommt die große Chance für Benedicta und Agnes: Sie kennen ein Lebkuchenrezept. Damit gewinnen sie allgemeine Anerkennung. Julian und Benedicta gestehen ihre Liebe der Priorin. Sie hilft ihnen zu einem neuen Leben außerhalb der Klostermauern. Doch leicht ist das Leben wahrhaftig nicht. Viele unerwartete Ereignisse brechen über Benedicta und Agnes herein ... Für den Leser entwickelt sich das alles fesselnd und unterhaltsam zugleich. Die Erzählweise ist locker, klar und leicht verständlich. Manche Passagen sind amüsant und humorvoll. Worte aus dem Mittelalter, z. B. \"Zelter\" für \"Pferd\", vermitteln dem Leser den Zeitgeist. Der Handlungsverlauf fließt schnell. Immer neue, z. T. völlig unerwartete Handlungsperspektiven spulen sich ab. Langatmige detaillierte Ortsbeschreibungen fehlen völlig. Die vielen Dialoge - manche sind spitz und schnippisch - treiben das Geschehen vorwärts. Man will dran bleiben. Zusätzlich hat die Autorin Sybille Schrödter manchen Personen einen Schleier unausgesprochener Geheimnisse übergeworfen. Die Neugierde ist geweckt. \"Die Lebküchnerin\" ist ein ansprechender, netter, unterhaltsamer Roman - ganz passend zur Vorweihnachtszeit.
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Cabriofahrerin hat insgesamt 6 Rezensionen angelegt.
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20.02.2010 |
Bewertung:
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Nordlicht vergibt 6 von 10 Punkten
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Klischeehaft, aber dennoch unterhaltsam
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 Nach dem Tod ihres Vaters wird die adelige Benedicta von der Stiefmutter schnell in ein Kloster gebracht, damit sie nicht an das väterliche Erbe gelangen kann, das die Stiefmutter für sich und ihren leiblichen Sohn vorgesehen hat. Benedicta ist allerdings überhaupt nicht zum Leben in stiller Kontemplation berufen und interessiert sich mehr für das Leben außerhalb der Klostermauern. Auch innerhalb der Klostermauern ist sie mehr an weltlichen Dingen wie der Herstellung köstlicher Lebkuchen interessiert als am Gebet. Als sich die Gelegenheit ergibt, flüchtet sie mit ihrer Freundin, der Köchin Agnes, und einem jungen Fechtmeister, in den sie (zu diesem Zeitpunkt) verliebt ist. Auf der Flucht vor geistlichen und weltlichen Häschern erlebt sie jede Menge Abenteuer: Von Liebe über Intrigen bis zum Mord ist alles dabei... Dieser Roman strotzt vor Klischees, wie man sie heute bei vielen historischen Romanen findet: einige Figuren sind durch und durch schlecht, andere nahezu Lichtgestalten.Auch das Verhalten der Personen ist manchmal zu theatralisch, wenn sich Tränenausbrüche und Ohnmachten abwechseln. Im Verlauf der Handlung gibt es ein paar Ungereimtheiten und ein wenig zuviele Zufälle. Es gibt aber auch Positives zu vermerken: die Thematik der mittelalterlichen Lebkuchenbäckerei ist noch nicht so abgegriffen und wird im Roman auch sehr interessant dargestellt, wobei nicht nur das Bäckerhandwerk und seine merkwürdigen Zunftregeln, sondern auch die Tätigkeit der Gewürzhändler dem Leser nähergebracht werden. Außerdem kann die Autorin flüssig und spannend erzählen, so dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte und quasi in einem Rutsch durchgelesen habe.
Fazit:
Dies ist kein besonders anspruchsvoller Roman. Trotz einiger Kritikpunkte ist es jedoch ein unterhaltsamer Schmöker, genau das Richtige für einen gemütlichen Leseabend auf dem Sofa an einem stürmischen Herb
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Nordlicht hat insgesamt 28 Rezensionen angelegt.
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22.02.2010 |
Bewertung:
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Naraya vergibt 6 von 10 Punkten
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Sex, Lies und Lebkuchen
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 In ihrem Erstling "Die Lebküchnerin" schildert Sybille Schrödter das Leben der jungen Nonne Benedicta - es ist aber auch die Geschichte der ersten weiblichen Lebkuchenbäckerin, so wie sie sich (der Autorin zufolge) abgespielt haben könnte.
Nach dem Tode ihres Vaters wird die junge Frau von ihrer Stiefmutter in ein Kloster geschickt. Benedicta fühlt sich hinter dort hinter den dicken Mauern gefangen, mit dem klösterlichen Leben in Stille und Demut weiß sie nichts anzufangen. Benedicta ist eine kluge, aufgeweckte junge Frau, die gerne (und manchmal zu vorlaut) ihre Meinung kundtut. Dennoch scheint die Oberin sie zu mögen. Ihre einzige treue Freundin hat Benedicta in der Köchin Agnes gefunden, einer Waise, zu der sie sich auch durch deren Lebensgeschichte verbunden fühlt. Gemeinsam backen die beiden Lebkuchen für das Kloster, denn Backen ist Benedictas große Leidenschaft - so weit der Einstieg in die Handlung.
Nun geschieht, was geschehen muss: Benedicta verliebt sich in einen jungen Rittmeister, der zu allem Überfluss der Neffe der Oberin ist. Von einer neidischen Mitschwester werden die beiden bei einem geheimen Treffen im Klostergarten und ihrem ersten zarten Kuss beobachtet. Zusammen mit Agnes flieht das junge Paar, doch der junge Rittmeister Julian muss unterwegs schwer verletzt zurückbleiben. Die beiden Freundinnen schlagen sich fortan allein nach Nürnberg zu Agnes Verlobten durch und gehen ihm in seiner Backstube zur Hand. Doch sie werden nicht nur freundlich empfangen....
Nachdem die Handlung etwas schleppend begonnen hat, gewinnt die Geschichte im weiteren Verlauf an Tempo. Die Schilderungen Nürnbergs und des Lebkuchenbackens sind schön und atmosphärisch. Man erkennt, dass die Autorin gut recherchiert hat, wenn man selbst einmal in der Stadt an der Pegnitz gewesen ist. Auch die Figuren werden immer plastischer und möchte unbedingt wissen, wie es mit ihnen weitergeht.
An einigen Stellen hat die Autorin es - meiner Meinung nach - aber mit den Geschehnissen übertrieben: zu viel Intrige, Familiengeheimnisse und Mordanschläge tun einer Geschichte kein Gutes. Oder, um es mit den Worten meines Literarurprofessors zu sagen: In diesem Roman wird entschieden gestorben! Am Ende steht dennoch ein geradezu märchenhaftes Happy End, das gar nicht so recht zum Rest der Geschichte passen will.
"Die Lebküchnerin" ist solide Unterhaltung für Liebhaber historischer Romane - am besten zu lesen bei kaltem Winterwetter, in einem gemütlichen Ohrensessel - bei heißem Tee und (wie sollte es anders sein) Lebkuchen.
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Naraya hat insgesamt 12 Rezensionen angelegt.
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08.03.2010 |
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kleinfriedelchen vergibt 7 von 10 Punkten
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Das Geheimnis der Benedicten-Lebkuchen
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 Kloster Engelthal im 14. Jahrhundert, in der Nähe von Nürnberg. Die zwölfjährige Benedicta wird nach dem Tod ihres Vaters von ihrer Stiefmutter ins Kloster gebracht, wo ihr Alltag von nun an darin besteht, zu beten und auf ein göttliches Wunder zu hoffen, welches das Kloster Engelthal wieder zu altem Ruhm bringen würde. Je älter Benedicta wird, desto mehr sehnt sie sich nach einem Leben außerhalb der Klostermauern. Nur ihrer Freundin Agnes, der Köchin, kann sie diese geheime Sehnsucht anvertrauen.
Ablenkung vom tristen Alltag erhofft sich Benedicta, als das Kloster den Auftrag erhält, für ein anderes Kloster Lebkuchen zu backen; hat sie doch schon einmal alle mit ihrem leckeren Rezept verzückt. Schon bald sind alle ganz begeistert von ihren Backkünsten. Doch als man ihr vorwirft, Unzucht mit dem Neffen der Priorin betrieben zu haben, muss sie mit ihm zusammen fliehen. Auf der Flucht, zusammen mit ihrer Freundin Agnes, verlieren sich die beiden jedoch aus den Augen. Benedicta bleibt keine andere Möglichkeit, als mit Agnes zu deren Verlobten Anselm, einem Bäcker, nach Nürnberg zu gehen. Selbstverständlich sind auch dort die „Benedicten-Lebkuchen“ bald in aller Munde…
Spätestens nach der Ankunft in Nürnberg wurde die Geschichte doch um einiges brutaler, als ich es von dem „süßen“ Thema erwartet habe. Frauen werden an allen Ecken sexuell angegangen, Intrigen werden gesponnen und Menschen ermordet. Das hat natürlich für Spannung gesorgt, weshalb sich das Buch sehr schnell lesen lässt.
Trotz der an sich guten Geschichte sind mir doch einige Kritikpunkte aufgefallen:
Die Charaktere waren mir teilweise einfach zu oberflächlich und simpel gehalten. Wirklich Tiefgang hatte keiner. So wurden hier einige Stereotype bedient: die böse Stiefmutter, die Benedicta nach dem Leben trachtet, um das Erbe ihres Vaters für sich zu haben oder auch das verschmähte Mädchen, das heimtückisch Giftanschläge auf Anselms Familie verübt. Etwas unglaubwürdig erschien mir auch die Liebesgeschichte zwischen Benedicta und dem Bruder des Fechtmeisters, Konstantin. Romantische Gefühle kamen bei mir während des Lesens nicht auf. Auch war mir die Geschichte am Ende zu schnell abgewickelt.
Alles an sich handelt es sich aber um einen unterhaltsamen, historischen Roman mit kleinen Schwächen, der sich zügig lesen lässt und Hunger auf Lebkuchen macht.
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kleinfriedelchen hat insgesamt 42 Rezensionen angelegt.
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01.04.2010 |
Bewertung:
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KimVi vergibt 4 von 10 Punkten
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Flucht einer Nonne
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 Nach dem Tod ihres Vaters wird die zwölfjährige Adelige Benedicta von ihrer Stiefmutter in die Obhut eines Klosters gegeben. Das Mädchen kann sich nicht mit den strengen Ordensregeln anfreunden und sehnt sich nach einem normalen Leben in Freiheit. Eine willkommene Abwechslung bildet die Arbeit in der klösterlichen Backstube, denn hier entwickelt sie mit der Köchin Agnes ein köstliches Lebkuchenrezept. Aufgrund einer Tändelei mit dem Fechtmeister Julian von Ehrenreit, einem Neffen der Priorin, muss Benedicta mit ihm aus dem Kloster fliehen. Auch die Köchin Agnes schließt sich ihnen an. Bei einer nächtlichen Verfolgungsjagd wird der Fechtmeister schwer verletzt und die beiden Frauen müssen ihre Flucht alleine fortsetzen. Ihr Weg führt sie ins mittelalterliche Nürnberg, denn dort lebt junge Bäcker Anselm. Er hat Agnes die Ehe versprochen. Um in Nürnberg kein Aufsehen zu erregen, gibt Benedicta sich als Agnes Schwester aus. Doch auch hinter den Nürnberger Stadtmauern gönnt man den Frauen keinen Frieden. Kaum angekommen, befinden sie sich auch schon im Mittelpunkt eines Bäckerstreits. Denn eigentlich soll Anselm die Tochter eines mächtigen Bäckermeisters heiraten. Als dieser mitbekommt, dass aus seinen Plänen nichts wird, greift er zu unlauteren Mitteln. Um Agnes Schwiegervater zu helfen, backt Benedicta wieder ihre köstlichen Lebkuchen. Doch das ruft viel Neider auf den Plan.
Meine Meinung
Den Schreibstil empfand ich als flüssig und gut lesbar. Ich hatte keine Schwierigkeiten den Einstieg in die Handlung zu finden und konnte ihr auch problemlos folgen. Deshalb freute ich mich auf einige unterhaltsame Lesestunden. Doch leider hat mich das Buch inhaltlich sehr enttäuscht. Bereits am Anfang verfolgte ich das klösterliche Leben mit skeptischem Blick und machte mir meine Gedanken über die unterschiedlichen Protagonisten und deren Handlungsweisen. Denn bereits hier empfand ich die Erzählung vorhersehbar. Leider hatte ich mich auch nicht getäuscht und alles kam genauso, wie ich es befürchtet hatte und kein Klischee blieb offen. Trotzdem hoffte ich immer noch auf eine Steigerung und verfolgte deshalb gespannt die Flucht und das spätere Leben im mittelalterlichen Nürnberg. Doch auch in diesem Teil der Erzählung wurden alle Register gezogen und wieder sämtliche Klischees bedient. Die plötzlichen Begebenheiten, unzählige haarsträubende Gefahrensituationen und die Reaktionen der Protagonisten darauf, waren mir persönlich zu viel und wirkten dadurch auf mich übertrieben konstruiert und unglaubwürdig. Die Zahl der Leichen stieg im Verlauf der Handlung auf eine beträchtliche Anzahl und wirkte dadurch auf mich noch fragwürdiger. Weniger Zufälle und eine deutlich geringere Zahl der Leichen, hätten diesem historischen Roman sicher gut getan. Die Protagonisten der Handlung konnten mich auch nicht in ihren Bann ziehen. Denn entweder erschienen mir sie extrem böse oder besonders freundlich dargestellt. Einige Dialoge oder Handlungsweisen konnte ich nur schwer nachvollziehen, da ich die Charaktere ausserdem sehr wankelmütig und leicht beeinflussbar empfand. Leider konnte mich dieser historische Roman nicht begeistern. Das mag auch daran liegen, dass ich in den letzten Jahren nicht mehr so gerne herzergreifende Liebesromane lese, da sie mir einfach zu vorhersehbar und konstruiert erscheinen.
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KimVi hat insgesamt 73 Rezensionen angelegt.
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02.04.2010 |
Bewertung:
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Toschi3 vergibt 6 von 10 Punkten
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Süß und lebensgefährlich
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 Die junge Benedicta wird nach dem Tod ihres Vaters in ein Kloster gesteckt, damit ihre Stiefmutter frei über das Erbe verfügen kann. Doch die lebenslustige Frau ist dort völlig falsch am Platz, es sei denn, sie kann in der Küche beim Backen von Lebkuchen helfen. Als sie aus dem Kloster fliehen muss, macht sich ihre Freundin Agnes mit ihr auf den Weg nach Nürnberg. Dort, versteckt vor den Häschern des Provinzials und ihrer Stiefmutter, neiden ihr auch andere den Erfolg mit den leckeren Lebkuchen. Eine süße und gleichzeitig blutrünstige Geschichte aus dem mittelalterlichen Nürnberg. Die Autorin hat Routine beim Schreiben mittelalterlicher Romane. Flüssig geht die Geschichte von der Hand, bzw. auf den Leser über. Schnell sind sympathische und unsympathische Charaktere identifiziert und man drückt der Protagonistin die Daumen, dass alles gut wird. Aber vielleicht ist die erwähnte Routine auch Schuld daran, dass nicht der ganz große Wurf mit diesem Buch gelungen ist. Für meinen Geschmack sind auf den ca. 380 Seiten zu viele Tote untergebracht, und dafür ist die Liebesgeschichte um Benedicta und zwei Brüder viel zu schmalzig. Dennoch ist das Buch eine nette Lektüre für graue Wintertage, vielleicht noch mit einem Lebkuchen als Nascherei nebenbei...
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Toschi3 hat insgesamt 61 Rezensionen angelegt.
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