| 09.12.2009 | Bewertung:
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roccosmom vergibt 8 von 10 Punkten |
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![]() Die erfolgreiche Politikerin Meret Lynggaard verschwindet auf einer Fähre spurlos. Nachdem die Ermittlungen im Sand verlaufen, geht die Polizei davon aus das Merete im Meer ertrunken ist und schließt die Akte. Fünf Jahre später wird das neue Sonderdezernat Q gegründet. Einzige Mitarbeiter: der abgeschobene Ermittler Carl Mork und sein syrischer Assistent Assad. Sie sollen ungeklärte Fälle neu aufrollen und entdecken tatsächlich eine neue Spur im Fall Merete Lynggaard. Was keiner ahnt: Merete wird seit fünf Jahren in einer Druckkammer gefangen gehalten und gequält. Doch nun ist die Zeit der tot geglaubten Politikerin bald abgelaufen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Jussi Adler-Olson hat mit „Erbarmen“ einen sehr spannenden Thriller geschrieben, der einen direkt von der ersten Seite an fesselt. Dabei gibt es zwei spannende Handlungsstränge. Einen über Meretes Leben von 2002-2007 und einen von Carl Mork, Sonderermittler im Dezernat Q, der im Jahr 2007 mit einer Neuaufrollung des Falls beginnt. Beide Handlungsstränge verschlingen sich geschickt ineinander und bringen die Dramatik der Geschichte zum Höhepunkt. Der Schreibstil ist authentisch und wunderbar flüssig zu lesen. Er treibt die Spannung voran und lockert dazwischen immer mal wieder mit Assistent Assads südländischen Marotten auf. Die einzelnen Kapitel des Buches sind nochmals in überschauliche Abschnitte eingeteilt, was das Lesen unheimlich erleichtert. Denn ich persönlich mag seitenlange Kapitel ohne Absatz überhaupt nicht, da sie sich nicht für kurze Lesepause zwischendurch eigenen.
Dem Sonderermittler Carl Mork möchte man während des Lesens erstmal in den Hintern treten, das er mal in die Gänge kommt. Und dann wünscht man ihm einfach nur noch viel Glück und ist selbst ganz gespannt darauf wo die Ermittlungen hinführen werden. Im Gegensatz zu ihm ist sein Assistent, der aus Syrien stammende Assad, sehr motiviert. Assad lockert das ganze Buch auf und ist eindeutig mein Lieblingscharakter. Doch auch ihn umgeben einige Geheimnisse, die Carl Mork zu ergründen versucht. Merete Lynggaard tut einem einfach nur Leid. Man leidet mit ihr. Kann sich kaum vorstellen wie schlimm die Qualen sind, die sie erleiden muss. Jussi Adler-Olson hat es sich nicht nehmen lassen die Protagonistin mit banalen Dingen wie Zahnschmerzen zu quälen, um die Gefangenschaft authentischer zu machen und das man sie besser nachfühlen kann. Es tun sich solche Abgründe der menschlichen Psyche auf, das man diese fiktive Person einfach nur drücken möchte und sich nicht vorstellen kann das es wirklich Menschen gibt, die anderen Menschen so etwas mit Genugtuung antun können.
„Erbarmen“ ist ein sehr spannendes, manchmal beängstigendes, aber auch sehr lesenswertes Buch. Ich bin hellauf begeistert und werde das Buch direkt in meiner Familie weiter empfehlen. |
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roccosmom hat insgesamt 50 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von roccosmom anzeigen. |
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| 03.02.2010 | Bewertung:
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goat vergibt 8 von 10 Punkten |
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![]() Jussi Adler-Olsen hat mit seinem Thriller \"Erbarmen\" ein gelungenes Debüt hingelegt. Der Kriminalbeamte Carl Morck wird bei einem Einsatz schwer verletzt. Noch schlimmer getroffen hat es seine beiden Kollegen - Anker wird getötet und Hardy liegt querschnittsgelähmt im Krankenhaus (keine Angst, ich nehem nichts von der Geschichte vorweg. Dies wird bereits im ersten Kapitel des Buches erwähnt). Gemeinsam beschäftigen sie sich mit dem Fall Merete Lynggaard. Die Politikerin ist seit fünf Jahren spurlos verschwunden. Es wird vermutet, dass sie von einer Fähre ins Wasser gestürzt und ertrunken ist. Ihre Leiche jedoch wurde nie gefunden. Im Gegensatz zur Polizei weiß der Leser um Meretes Verbleib und genau hier gefriert einem das Blut in den Adern. Wie lange überlebt Merete noch in ihrem schrecklichen Verlies. Wer sind die Entführer und was haben sie mit ihr vor? Der Schreibstil des Autors ist spannend und flüssig zu lesen. Seine Protagonisten sind sehr gut beschrieben und kommen sympathisch rüber. Ich freue mich schon jetzt auf einen weiteren Fall von Morck und seinem völlig gegensätzlichen Assistenten. Der Hauptaugenmerk der Geschichte liegt eher auf den Ermittlungen als auf den Szenen mit Merete. Und da ich unbedingt wissen wollte, was mit Merete passiert, habe ich immer ganz atemlos weitergelesen. Den Stern Abzug gibt es von mir allerdings wegen der Vorhersehbarkeit des Falles. Es war schon recht früh klar (zumindest für mich), wer hinter der Erführung steckt. Ich denke, daran könnte der Autor noch ein wenig feilen. |
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goat hat insgesamt 66 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von goat anzeigen. |
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| 16.02.2010 | Bewertung:
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hrafnaklukka vergibt 9 von 10 Punkten |
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![]() Carl Mørk ist ein guter Ermittler, als Mensch und Kollege jedoch eher schwierig – und das auch schon vor dem unglücklichen Einsatz, bei dem sein Kollege Anker erschossen wurde und sein anderer Kollege Hardy querschnittgelähmt blieb. Das sehen wenigstens seine Mitstreiter und Vorgesetzten im Präsidium so. Als die Bildung einer neuen Sondereinheit geplant wird, die sich mit alten, ungeklärten Fällen befassen soll, ist das die Gelegenheit den unliebsamen Ermittler auf Eis zu legen: Mørk wird von seinem Chef Jacobsen „weg gelobt“ und als Leiter des neuen Dezernat Q eingesetzt. Anfangs sitzt Mørk seine Zeit im seinem neuen Büro im Keller des Präsidiums ab, doch mit seinem neuen Assistenten Assad kommt Bewegung in die Einheit: eine alte Akte erregt seine Aufmerksamkeit, das Verschwinden der Abgeordneten Merete Lynggaard vor fünf Jahren wurde nie aufgeklärt. Sie verschwand spurlos von einer Fähre zwischen Rødby und Puttgarden, als sie mit ihrem geistig behinderten Bruder Uffe auf dem Weg in den Urlaub war. Carl und Assad decken mit ihren etwas eigenwilligen Methoden schnell Lücken und Schlampereien in der damaligen Ermittlung auf, und nach und nach kommen sie dem Geheimnis auf die Spur. Dieser Krimi lag etwas stiefmütterlich behandelt ganz unten in meinem SuB, aber ich muß sagen – völlig zu Unrecht! Es handelt sich bei Mørks ersten Fall um einen richtig gut geschriebenen und spannenden Psychothriller. Besonders gut fand ich die vom Autor eingesetzten Protagonisten: Mørk, eigenwillig und abgebrannt, aber nicht so depressiv und erschütternd nach 08-15-Schema anderer Autoren. Sein einziger Kollege: der „Harry-hol-schon-mal-den-Wagen“-Assistent Assad, ein kluger Kopf und unverzichtbar für die Ermittlungen, zusammen mit Mørk das Duo Infernale. Auch mit Mørks privaten Umfeld hat sich der Autor richtig viel Mühe gegeben – eine durchgeknallte fast Exfrau, ein Dauerstudent als Mitbewohner und einen mürrischen Stiefsohn. Das rundet das Bild um Mørk richtig ab. Zudem war der Fall Merete von der ersten Seite an richtig spannend, die Erzählung wechselt von Perspektive der Entführung 2002-2007 und den Ermittlungen 2007. Auch wenn die Handlung schon recht früh absehbar war, wirkte sie in keiner Weiser konstruiert, das Buch hatte keine Längen und konnte flüssig von Anfang bis Ende gelesen werden. Der Höhepunkt der fesselnden Geschichte war dann der äußerst rasante Plot, in dem der Autor nochmal ordentlich das Tempo anzieht. Und es gab nur eine einzige Frage, die für mich am Ende der Geschichte noch offen blieb: wann erscheint der zweite Fall um den sympathischen Sonderermittler Carl Mørk ? Ich kann den Thriller nur wärmstens empfehlen und freue mich auf den Nachfolger!
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hrafnaklukka hat insgesamt 12 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von hrafnaklukka anzeigen. |
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| 20.02.2010 | Bewertung:
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Nordlicht vergibt 10 von 10 Punkten |
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![]() Dieser Thriller ist durch zwei zeitversetzte Handlungsstränge gekennzeichnet, die gegen Ende des Buchs in einen einzigen münden. Eine der beiden Erzählebenen berichtet von der im Jahr 2002 erfolgten Entführung und dem anschließenden jahrelangen Martyrium der jungen Politikerin Merete Lynggaard, die in strenger Isolationshaft in einem Raum gehalten wird, in dem der Luftdruck immer wieder erhöht wird. Zunächst weiß sie nicht, was ihre Entführer wollen, als sie während ihrer Gefangenschaft jedoch ihr Leben Revue passieren lässt, beginnt sie (ebenso wie der Leser) zu ahnen, worum es eigentlich geht. Die andere Erzählebene ist im Jahr 2007 angesiedelt und beschreibt, wie der nach einer Schießerei schwer traumatisierte Polizist (Vizekriminalkommissar) Carl Mörck von seinen Kollegen, denen er oft unbequem ist, auf das Abstellgleis geschoben wird: er soll ein Büro im Keller beziehen und als Leiter und - bis auf einen Assistenten für Putzarbeiten - einziger Mitarbeiter des neugegründeten Sonderdezernats Q alte Fälle wieder aufrollen. Wenig enthusiastisch durchkämmt er, unterbrochen von längeren \"Meditations\"- bzw. Schlafphasen am Schreibtisch, alte Akten und stößt dabei auf das ungeklärte Verschwinden von Merete Lynggaard. Von seinem Assistenten Assad, einem ebenso mysteriösen wie pfiffigen Syrer mit vielen Talenten, angespornt, wird er dann doch durch die Unstimmigkeiten des Falls und die offensichtlichen Ermittlungsfehler eines ziemlich inkompetenten Kollegen dazu animiert, den Dingen auf den Grund zu gehen. Die Darstellung von Meretes Gefangenschaft ist sehr plastisch und in ihrer Erbarmungslosigkeit etwas für Leser mit starken Nerven. Auch die Handlung um die fortschreitenden Ermittlungen von Carl und Assad sind bis zum Schluss spannungsgeladen, selbst wenn man das Motiv für die Rache an Merete relativ früh erkennt. Mir hat dieser Thriller ausgezeichnet gefallen und ich hoffe, dass der zweite Band um das Sonderdezernat Q ebenfalls ins Deutsche übersetzt wird. |
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Nordlicht hat insgesamt 28 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von Nordlicht anzeigen. |
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| 05.03.2010 | Bewertung:
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Ailis vergibt 8 von 10 Punkten |
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![]() Mit Carl Morck und seinem Assistenten Assad hat Jussi Adler-Olsen ein neues Ermittlerduo erschaffen, dem man gerne durch die Fälle des neu geschaffenen Dezernats Q der Kopenhagener Kriminalpolizei folgt. Das Dezernat Q beschäftigt sich mit unaufgeklärten Fällen aus dem ganzen Land, und gleich die erste Akte, die Morck und Assad sich vornehmen, hat es in sich. |
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Ailis hat insgesamt 40 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von Ailis anzeigen. |
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| 01.04.2010 | Bewertung:
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kleinfriedelchen vergibt 10 von 10 Punkten |
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![]() Carl Mørck, dänischer Mordermittler, hat es schon nicht leicht in seinem Leben. Seine Noch-Ehefrau schröpft ihn regelrecht, wenn es um Geld geht und bei einer wenige Wochen zurückliegenden Schießerei starb einer seiner Kollegen, der andere ist seitdem querschnittsgelähmt und ans Bett gefesselt. Das hinterlässt natürlich Spuren auf Carls sowieso schon nicht sonderlich frohem Gemüt. Gequält von Selbstvorwürfen, die Schießerei nicht verhindert zu haben, und genervt von der scheinbaren Unfähigkeit seiner restlichen Kollegen zieht er sich immer mehr zurück und hat keinen Elan mehr zu arbeiten. Kein einfacher Kollege, wie man sofort merkt.
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kleinfriedelchen hat insgesamt 42 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von kleinfriedelchen anzeigen. |
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| 02.04.2010 | Bewertung:
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Toschi3 vergibt 10 von 10 Punkten |
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![]() Eine junge erfolgreiche Politikerin verschwindet auf einer Ostseefähre spurlos. 5 Jahre später: ein Polizist wird „strafbefördert“. Aufgrund eines Traumas ist er nicht mehr für die Mordkommission geeignet und bekommt eine eigene „Abteilung“. Diese soll alte Fälle aufarbeiten. Dabei stößt er, wenn auch zunächst eher widerwillig, auf den Fall der Politikerin. Hat sie tatsächlich Selbstmord begangen oder hat ihr behinderter Bruder sie ins Meer gestoßen?
Der Leser weiß aufgrund der parallelen Handlung: sie ist entführt worden. Und ihre Zeit läuft ab. Und die Täter haben kein Erbarmen...
Dieser dänische Krimi ist eine Klasse für sich. Er hat dieses düstere Flair, das skandinavische Autoren so gerne mitbringen. Dabei ist er aber nicht so blutrünstig wie viele amerikanische Thriller.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und sehr fesselnd. Er bindet den Leser sehr schnell in die Handlung ein, verknüpft das Schicksal der handelnden Personen geschickt mit den Emotionen des Lesers. Dabei wirken seine Charaktere überzeugend und haben die nötige Tiefe. Der Krimi ist nie langweilig oder langatmig und am liebsten möchte man hinten nachschauen, wie es ausgeht. Die Parallelhandlungen erscheinen leider ein wenig konstruiert und dienen wohl lediglich dazu, zu beweisen, dass der Kommissar zu Unrecht „abgeschoben“ wurde. Ansonsten sind sie reiner Füllstoff.
Aber trotzdem: Ein 5-Sterne-Krimi! |
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Toschi3 hat insgesamt 61 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von Toschi3 anzeigen. |
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| 02.04.2010 | Bewertung:
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KimVi vergibt 9 von 10 Punkten |
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![]() Im Jahr 2002 verschwindet die erfolgreiche Politikerin Merete Lynggaard spurlos. Gemeinsam mit ihrem Bruder Uffe wird sie auf einer Ostseefähre zum letzten Mal gesehen. Leider kann ihr Bruder der Polizei keine Auskunft geben, da er aufgrund eines schweren Autounfalls stumm und sein Verstand auf dem eines Kindes geblieben ist. In all den Jahren konnte ihr Verschwinden nie aufgeklärt werden und deshalb kommen die Ermittlungen zu dem Schluss, dass Merete über Bord ging und ertrank. Doch Meretes Schicksal ist viel grausamer, denn seit Jahren wird sie in einer Druckluftkammer gefangen gehalten. Ihre Entführer geben sich nicht zu erkennen und lassen sie die ersten 126 Tage ihrer Gefangenschaft in völliger Dunkelheit verbringen. Doch an ihrem Geburtstag wird das Licht in der gemauerten Druckluftkammer eingeschaltet und Merete mit einer entscheidenden Frage konfrontiert. Die Politikerin soll ihren Entführern mitteilen, warum sie dort festgehalten wird. Da sie ihnen keine Anwort darauf geben kann, muss sie das kommende Jahr im ständigen Licht verbringen und der Luftdruck wird erhöht. Merete hat nun ein weiteres Jahr Zeit über die Frage nachzudenken, denn an ihrem nächsten Geburtstag hat Merete erneut die Möglichkeit sie zu beantworten. Im Jahr 2007 wird in Kopenhagen das Sonderdezernat Q gegründet. Mit seiner Leitung wird Carl Mørck betraut. Seine Vorgesetzen und Kollegen wittern hier die einmalige Chance, den ehemaligen Top-Ermittler auf einem beruflichen Abstellgleis abzustellen. Denn seitdem Carls Ermittlerteam bei einer Spurensuche an einem Tatort angegriffen wurde, ist für Carl Mørck nichts mehr wie es vorher war. Ein Kollege wurde getötet und ein weiterer so schwer verletzt, dass er zum Pflegefall wurde. Carl selbst wurde ebenfalls verletzt, doch der Körper seines Kollegen schützte ihn vor dem Tod durch die Angreifer. Verbitterung und Selbstvorwürfe bestimmen nun seinen Alltag. Im Sonderdezernat Q soll Carl sich nun mit ungelösten Fällen beschäftigen. Gemeinsam mit seinem syrischen Helfer Assad nimmt Carl zunächst widerstrebend die Ermittlungen im Fall Merete Lynggaard auf. Doch schon bald stösst das ungewöhnliche Team auf die ersten Ungereimtheiten bei den früheren Untersuchungen des Falls und Carls Ermittlerinstinkt wird geweckt....
Meine Meinung
Normalerweise lese ich nicht so gerne Skandinavien-Thriller, da ich die Erzählungen oft als kalt und wenig ansprechend empfinde. Gelegentlich habe ich dann auch meine Schwierigkeiten den Einstieg in die Handlung zu finden. Aufgrund des flüssigen Schreibstils und der spannenden Erzählung hatte ich bei diesem Skandinavien-Thriller keine Schwierigkeiten den Einstieg in die Handlung zu finden. Im Gegenteil, es ist mir sogar sehr schwer gefallen das Buch zu unterbrechen und mich vom Gelesenen zu lösen. Die Protagonisten dieses Thrillers empfand ich detailliert und glaubhaft beschrieben und besonders das Ermittlerduo Carl Mørck und sein Helfer Assad, sind mir dabei ans Herz gewachsen. Da ich sehr viele Thriller lese, war der spätere Täter bereits weit vor Schluss in mein \"Fahndungsraster\" geraten und mein Verdacht bestätigte sich dann tatsächlich. Das tat der Spannung jedoch keinen Abbruch, da die genauen Hintergründe und auch der Ausgang der Erzählung lange ungewiss blieben. Ich freue mich schon auf die folgenden Ermittlungen des Sonderdezernats Q und werde auf jeden Fall zu weiteren Bänden greifen.
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KimVi hat insgesamt 73 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von KimVi anzeigen. |
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| 18.05.2010 | Bewertung:
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Bellexr vergibt 10 von 10 Punkten |
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![]() Das ist die alles entscheidende Frage in Merete Lynggaard momentanen Leben. Als sie mit ihrem geistig behinderten Bruder Uffe einen Schiffsausflug macht, wird die junge Politikerin entführt und seitdem in einem betonierten Raum gefangen gehalten. Das erste Jahr muss sie in völliger Dunkelheit leben, dann kommt die alles entscheidende Frage ihrer Entführer, auf die Merete jedoch keine Antwort findet. Darauf folgt ein Jahr im Dauerlicht und wieder wird danach die entscheidende Frage gestellt, deren Antwort Merete auch dieses Mal schuldig bleiben muss. In der Zwischenzeit geht der Rest der Welt davon aus, dass sie bei dem Bootsausflug über Bord gegangen ist.
Als im Morddezernat Kopenhagen das Sonderdezernat Q eingerichtet wird und Carl Mork die Leitung übernimmt, rollt dieser den Fall Lynggaard wieder auf und stößt zusammen mit seinem syrischen Assistenten Hafez el-Assad auf einige Ungereimtheiten. Ein spannender Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Nachdem Carl Mork bei einem Einsatz verletzt wurde, einer seiner Kollegen starb und ein anderer seitdem schwerstverletzt im Krankenhaus liegt, beginnt er nun seinen Dienst wieder. Allerdings ist Carl zwischenzeitlich noch zynischer geworden und eine Zusammenarbeit mit ihm wird für seine Kollegen immer schwieriger. Und so nutzt sein Chef die Chance und überträgt Carl die Leitung des Sonderdezernats Q, ein neu geschaffenes Dezernat, das sich mit ungeklärten Fällen beschäftigen soll. Aus Platzgründen wird die Einheit in den Keller verlegt und Carl bekommt mit Assad einen Assistenten zur Seite gestellt. Anfangs hat Carl nichts Besseres zu tun, als die Akten von links nach rechts zu schieben, Computerspiele zu spielen und den Tag zu verschlafen. Doch so langsam \"erwacht\" der Polizist in ihm wieder und bald schon stecken Carl und Assad mitten in den Ermittlungen um das Verschwinden von Merete.
Der gesamte Psychothriller ist atmosphärisch dicht umgesetzt, zu keiner Zeit kommt auch nur der Hauch von Langeweile auf. Ganz im Gegenteil, man ist von Anfang an gefesselt an die Geschichte. Lange Zeit rätselt man genau wie Merete über das Warum nach. Warum wird sie festgehalten und vor allem, was will der oder die Entführer? Welche Ziele verfolgen sie? Diese Fragen werden im letzten Drittel gelöst, wobei man jedoch nach gut der Hälfte des Thrillers die Lösung erahnen kann.
Die Story ist absolut schlüssig umgesetzt, die Erzählstränge wechseln ständig zwischen den Ermittlern und Merete und die Lösung des Falls ist so logisch, dass man sich wundert, nicht gleich zu anfangs schon darauf gekommen zu sein.
Die Beschreibungen von Merete in ihrem isolierten Betonraum sind sehr bedrückend und unvorstellbar grausam. Die Entführer nehmen ihr ihre Würde, indem sie sie rund um die Uhr per Kamera überwachen und ihr somit keine Intimsphäre gestatten wie auch absolut keine hygienischen Möglichkeiten - bis auf einen Toiletteneimer - zur Verfügung stellen. So muss sie während der ganzen Jahre in ein und derselben Kleidung verbringen, hat keine Möglichkeit sich zu waschen oder die Zähne zu putzen. Essen und Trinken erhält sie einmal pro Tag durch eine Schleuse und das war es auch schon. Kommunikation findet nur einmal im Jahr zu ihrem Geburtstag statt. Die Entführer halten sie wie ein Tier und Merete droht mehr als einmal, an ihrer Gefangenschaft zu zerbrechen.
Trotz der beklemmenden Geschichte gelingt es Jussi Adler-Olsen zwischendurch immer wieder, einem zum Schmunzeln und stellenweise sogar zum Auflachen zu bringen. Sein Protagonist Carl ist herrlich zynisch, selbstironisch und ein absoluter Einzelgänger. Ihm zur Seite steht ihm der Syrer Assad, eigentlich nur als Putzmann und \"Mädchen für alles\" gedacht, entwickelt er sich im Lauf der Story zu einem unverzichtbaren Helfer mit ungeahnten Fähigkeiten. Die Kabbeleien der Beiden sind erfrischend und lockern das Ganze etwas auf. Auch die anderen Charaktere sind sehr facettenreich, lebendig beschrieben und überraschen ein ums andere Mal.
Fazit: Jussi Adler-Olsen ist mit \"Erbarmen\" ein hervorragender Psychothriller gelungen, der einen von der ersten Seite an fesselt, einen Protagonisten vorzuweisen hat, den man mit seinem Macken einfach mögen muss und einer Story, die einfach nur alptraumhaft ist. |
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Bellexr hat insgesamt 28 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von Bellexr anzeigen. |
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| 27.05.2010 | Bewertung:
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Stahlfixx vergibt 9 von 10 Punkten |
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![]() Über das Buch: |
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Stahlfixx hat insgesamt 27 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von Stahlfixx anzeigen. |
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Bibliothek: Erbarmen von Jussi Adler-Olson
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