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Bibliothek: Totenpfad von Elly Griffith
Titel:      Totenpfad
Autor:      Elly Griffith
ISBN-10(13):      380520874X
Verlag:      Wunderlich
Publikationsdatum:      2009
Edition:      Hardcover
Sprache:      Deutsch
Bewertung:      4  (8 von 10 Punkten)
Bild:     

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Beschreibung:     

«Sieh nach dem Himmel, den Sternen, den Übergängen. Du findest sie dort, wo die Erde auf den Himmel trifft.»

Vor zehn Jahren verschwand die fünfjährige Lucy. Seitdem schreibt ein Unbekannter verstörende Briefe an die Norfolk Police.

An einem nebligen Herbsttag werden in den Salzwiesen nahe der Küste
Mädchenknochen gefunden. Lucys? Ruth Galloway, die forensische
Archäologin, sieht auf einen Blick: Sie steht vor einem Fund aus
vorgeschichtlicher Zeit. Damals opferte man Menschen, wo Land und
Wasser aufeinandertreffen.
Zufall? Ein weiteres Mädchen verschwindet, und Ruth ahnt, dass sie dem Täter nahe ist. Wie nahe, ahnt sie nicht.



 

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Rezensionen
20.12.2009 Bewertung:  4 Cabriofahrerin vergibt 8 von 10 Punkten

Da birst das Moor, ein Seufzer geht hervor aus der tiefen Höhle ...

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Ruth Galloway, 40 Jahre alt, unverheiratet, ist Archäologie-Dozentin an der University of North Norfolk, Spezialgebiet Forensik. Zusammen mit zwei Katzen bewohnt sie eines von drei kleinen Häusern am Rand des Salzmoors. Sie fühlt sich wohl, ja geradezu hingezogen zu dieser unerbittlichen, trostlosen Landschaft.
Zwei kleine Mädchen, Lucy Downey und Scarlet Henderson, sind innerhalb von zehn Jahren verschwunden. Detective Chief Inspector Harry Nelson arbeitet mit vollem Einsatz an den Fällen. Als er dann noch zwölf rätselhafte anonyme Briefe erhält, wendet er sich an Ruth. Kann sie vielleicht einige Teile deuten (wir erfahren in diesem Zusammenhang viel über nordische Mythologie) und Hinweise zu den verschwundenen Kindern finden?
Detective Nelson und Ruth fahren ins Salzmoor zum Ort des Knochenfundes - dabei handelt es sich um einen \"schmalen Arm mit einem Taufarmband\". Sind das die Reste eines Säuglings? Ist es eine Moorleiche, oder sind es die Überreste der vermissten Lucy? Der Horror ... Was mag noch alles zum Vorschein kommen?
Die Autorin beobachtet Handlungsorte und Personen mit scharfem Auge. Ruths einsames Haus, ihren Arbeitsplatz an der Uni, ihre Beziehung zu Eltern und Kollegen kann sich der Leser gut vorstellen. Die Novemberstimmung im Moor ( \"ein gottverlassenes, unwirtliches Sumpfland\") und die ihm eigene typische Flora und Fauna fängt die Autorin mit ihrer einfühlsamen Beschreibung sehr gut ein und spricht dabei alle unsere Sinne an: Wir spüren förmlich die Nässe, das Undurchsichtige, und die leise wahrgenommenen Geräusche klingen wie verstärkt. Unser Schaudern, Frösteln und Gruseln erreicht seinen Höhepunkt, wenn wir erfahren, dass sich an dieser Stelle ein henge befindet - ein steinzeitlicher kreisförmiger Erdwall, der als Kultstätte für Gaben und Opferhandlungen schon in der Eisenzeit diente. Eine perfekte Kulisse für einen spannenden forensischen Thriller.


Cabriofahrerin hat insgesamt 6 Rezensionen angelegt.

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30.01.2010 Bewertung:  4 hrafnaklukka vergibt 8 von 10 Punkten

Harry & Ruth

UserpicTotenpfad von Elly Griffith ist der erste Fall für die etwas eigenwillige Archäologin Ruth. Schon der Anfang der Geschichte mit der sympathischen Heldin macht Lust auf mehr – einmal angefangen, habe ich das Buch n einem Rutsch durchgelesen. Ruth Galloway ist mit ihrem ruhigen, beschaulichen Leben am Rande des Salzmoores zufrieden. Das ändert sich schlagartig, als DCI Harry Nelson sie um Hilfe bittet: im Moor sind die Knochen eines Kindes gefunden worden, und er braucht Ruth, um deren Alter zu bestimmen. Handelt es sich bei der Toten etwa um die vor 10 Jahren verschwundene Lucy? Bald darauf verschwindet noch ein kleines Mädchen. Und der Mörder scheint sich einen Spaß daraus zu machen, anonyme Briefe an Nelson zu schicken. Und auch Ruth rückt bald in das Blickfeld seines Interesses …... Die Idee ist toll, die Protagonisten sehr lebhaft dargestellt, die Handlung stimmt. Leider ist das ganze nicht so stimmig umgesetzt: teilweise wirkt alles sehr konstruiert, und so mancher Zufall ist etwas zu viel des guten – da wäre weniger mehr gewesen. Allerdings ist der Thriller auch ein echter Pageturner: flüssig geschrieben kann der Leser direkt in die Geschichte eintauchen und bleibt es eigentlich durchweg spannend, auch wenn die Geschichte manchmal an Tempo verliert. Auch der Plot kommt überraschend, auch wenn ich den Mörder eigentlich von Anfang an in Verdacht hatte. Und doch hat es die Autorin geschafft, so geschickt die Spur in eine andere Richtung zu lenken, das ich zwischenzeitlich völlig auf dem Holzweg war. Die privaten Eskapaden wer-wann-mit-wem der Hauptpersonen waren hingegen nicht so mein Fall, auch wenn sie zu der Entwicklung der Handlung beigetragen haben. „Totenpfad“ ist ein durchaus solides Erstlingswerk, und den zweiten Teil werde ich mir sicher nicht entgehen lassen!

hrafnaklukka hat insgesamt 12 Rezensionen angelegt.

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20.02.2010 Bewertung:  4 Nordlicht vergibt 8 von 10 Punkten

Zwar nicht hochspannend, aber durchaus lesenswert!

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Als im Salzmoor die Knochen eines Mädchens gefunden werden, vermutet der Polizist Harry Nelson, es könnte sich um die Überreste der vor 10 Jahren verschwundenen Lucy handeln. Um seine Theorie zu verifizieren, bittet er die forensische Archäologin Ruth Galloway um Hilfe. Deren Fachkenntnis ermöglicht zwar rasch die Feststellung, dass es sich um einen Fund aus der Eisenzeit handelt, dennoch hat dieser Fund den Polizisten darin bestärkt, die Ermittlungen im Fall der verschwundenen Lucy wieder zu intensivieren. Kurz darauf verschwindet erneut ein kleines Mädchen und die Polizei erhält merkwürdige Briefe, in denen es von Zitaten aus der Bibel und aus der klassischen Literatur sowie von Anspielungen auf die nordische Mythologie nur so wimmelt. Hat man es mit einem psychisch gestörten Mörder zu tun? Die Protagonistin dieses ersten Bandes einer bereits geplanten Reihe ist keine perfekte Superheldin, sondern eine Frau Ende Dreißig, die beruflich erfolgreich ist, aber kein nennenswertes Privatleben hat. Sie ist übergewichtig, eher schüchtern und hat nicht besonders viel Selbstbewusstsein, ihre wichtigsten Bezugs\"personen\" sind ihre zwei Katzen. Ruth ist sehr sympathisch und bodenständig. Auch die Figur des männlichen Protagonisten, Harry Nelson, ist gut ausgearbeitet, man kann ihn sich gut vorstellen. Der Erzählstil ist geradlinig, was das Buch schnell und einfach zu lesen macht. Die Spannungskurve bleibt bis kurz vor dem Schluss relativ flach, es handelt sich also nicht gerade um einen hochspannenden Thriller. Dennoch kommt keine Langeweile auf, da man interessante Informationen über die Arbeit von Archäologen erfährt, ohne durch zuviel Fachwissen überfordert zu werden, und da die Autorin außerdem recht humorvoll schreibt. Zur Veranschaulichung befindet sich im vorderen und hinteren Einband des Buchs eine Karte des Salzmoors und der in der Nähe angesiedelten Örtlichkeiten,die es ermöglichen, die Wege der Romanfiguren stets zu verfolgen. In einem Nachwort äußert sich die Autorin zu Fakten und Fiktivem. Ich würde gern weitere Bände mit Ruth Galloway als Hauptfigur lesen .


Nordlicht hat insgesamt 28 Rezensionen angelegt.

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08.04.2010 Bewertung:  3 KimVi vergibt 6 von 10 Punkten

Sympathisches Ermittlerteam

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Die forensische Archäologin Ruth Galloway ist Dozentin an der Universität von North Norfolk. Ruth ist Single und lebt gemeinsam mit ihren beiden Katzen in einem kleinen Häuschen am Salzmoor. Als dort die Knochen eines Mädchens entdeckt werden, bittet Detective Chief Inspector Harry Nelson Ruth um ihre fachliche Unterstützung. Er muss herausfinden, wie alt die gefundenen Knochen sind. Denn seit zehn Jahren ist er auf der Suche nach Lucy Downey. Das damals fünfjährige Mädchen verschwand und wurde niemals wieder gesehen. Obwohl ein Unbekannter all die Jahre Briefe mit Hinweisen und verschlüsselten Botschaften  an die Polizei schickt, hat  Harry Nelson keine Hoffnung mehr, Lucy lebend zu finden und vermutet, dass es sich bei den gefundenen Knochen um ihre sterblichen Überreste handelt.

Doch Ruth kommt zu dem Ergebnis, dass die Knochen bereits aus der Eisenzeit stammen. Damit ist Lucy Downeys Verschwinden noch immer ungeklärt. Ruths Interesse  an diesem alten Fall ist geweckt und deshalb beginnt  sie in den Briefen nach Hinweisen zu suchen. Dabei stößt sie auf archäologische Fachbegriffe und kommt der Lösung näher. Plötzlich verschwindet ein weiteres Mädchen und Ruth bekommt vom Täter eine deutliche Warnung....

 

Meine Meinung


Totenpfad ist der Auftakt einer Reihe um die forensische Archäologin Ruth Galloway und Detective Chief Inspector Harry Nelson. In diesem ersten Teil werden die beiden Hauptprotagonisten vorgestellt und man erfährt, wie es zu einer Zusammenarbeit kommt und wie sich diese weiterentwickelt. Ruth Galloway ist keine durchgestylte Superermittlerin, sondern eine ganz normale Frau, die sich mit Figurproblemen herumschlägt. Ruth ist fast vierzig und ihre Familie wartet schon lange darauf, dass sie sich einen Ehemann sucht. Doch Ruth denkt gar nicht daran, sondern ist mit ihrem Leben zufrieden. Die Archäologin wirkt auf mich sehr sympathisch und lebendig.

Detective Chief Inspector Harry Nelson ist ein erfahrener Ermittler, der in seinem Beruf aufgeht. Nelson verkörpert einen hartgesottenen, meist schlecht gelaunten, Polizisten. Dennoch weckt auch diese Figur Sympathien. Nelson wird facettenreich beschrieben und wirkt dadurch glaubhaft und interessant.

Der Schreibstil ist flüssig, sodass sich das Buch angenehm lesen lässt. Die Landschaftsbeschreibungen sind detailliert. Dadurch erwachen die Handlungsorte förmlich zum Leben. Eine Skizze im Buch hilft dabei, sich am Strand zu orientieren und sich das Salzmoor, den Binnensumpf und die Lage am Meer vorzustellen. Es gelingt der Autorin eine dunkle Atmosphäre zu erschaffen. Da Ruths archäologisches Wissen sie ja erst zur Co-Ermittlerin in diesem Fall macht, befasst sich ein großer Teil der Handlung mit ihrer Arbeit. Dieser Aspekt ist verständlich und interessant beschrieben.

Der kriminalistische Teil der Handlung beginnt recht spannend. Doch leider kann die aufgebaute Spannung nicht lange gehalten werden. Das Geschehen wird interessant geschildert und es gibt durchaus Momente die fesseln, doch insgesamt plätschert die Geschichte eher unspektakulär vor sich hin. Für einen echten Krimifan dürfte einiges vorhersehbar sein und auch der spätere Täter gerät früh in Verdacht. Zudem hat Kommissar Zufall einen Tick zu oft seine Hände im Spiel, sodass einige Szenen stark konstruiert wirken.

 

Mein Fazit


Die Krimihandlung konnte mich zwar nicht ganz überzeugen, doch die detaillierten Naturbeschreibungen, den archäologische Aspekt und die sympathischen Hauptprotagonisten fand ich sehr gelungen. Wahrscheinlich werde ich aus diesen Gründen doch einen weiteren Versuch mit dieser Reihe wagen.

 

 


KimVi hat insgesamt 73 Rezensionen angelegt.

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