| 12.03.2010 | Bewertung:
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Temazcal vergibt 8 von 10 Punkten |
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![]() Rosa fühlt sich als typisches Frauenklischee. Sie ist Single, ihre biologische Uhr tickt und sie bemitleidet sich selbst. Ihr große Liebe Jan heiratet eine Andere. Als sie bei dem Hypnotiseur Prospero unter das Pendel gerät, gelangt sie in die Vergangenheit - und zwar in einen fremden Körper. Es stellt sich schnell heraus, in wessen Körper sie steckt - es ist niemand Geringeres als Shakespeare. Bei zwei Seelen in einem Körper bleiben die Verwicklungen nicht aus. Shakespeare und Rosa plänkeln/streiten miteinander und mit der Zeit kommen sie sich näher. Um wieder zurückzugelangen in die Gegenwart, muss Rosa herausfinden, was die wahre Liebe ist - aber vorher muss sie (und Shakespeare) einige aberwitzige Abenteuer bestehen. Auch müssen sich beide mit dem einen gemeinsamen Körper arrangieren. Der Roman lässt sich wunderbar lesen, die Sprache Safiers ist wie gewohnt leicht und unterhaltsam. Gleich zu Beginn wird gewarnt, dass das Buch in historischer Hinsicht beeindruckend unfundiert ist - aber das habe ich hier auch nicht erwartet, ich lasse mich gerne auch mal nur unterhalten. |
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Temazcal hat insgesamt 13 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von Temazcal anzeigen. |
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| 19.03.2010 | Bewertung:
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roccosmom vergibt 10 von 10 Punkten |
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Rosa ist verzweifelt. Ihr Traummann Jan heiratet eine andere. Dabei ist er doch für sie bestimmt. Oder etwa nicht? Um ihre Seelenqual zu lindern nimmt Rosa, nur halb freiwillig, an einer Rückführung bei Prospero dem Hypnotiseur teil. Und schwups… findet sie sich 1594 in William Shakespeares Körper wieder. Dieser ist gar nicht erbaut darüber seine Körperkontrolle von nun an einer Frau zu überlassen. Denn Rosa bringt den bis dahin eher unbegnadeten Schriftsteller in noch mehr prekäre Situationen, als er ohnehin schon steckte. Doch alles Drama nützt nichts, zusammen müssen sie heraus finden was die wahre Liebe ist oder sie müssen sich für immer einen Körper teilen.
Genau wie schon von „Mieses Karma“ und „Jesus liebt mich“ bin ich auch von David Safiers neuestem Werk begeistert. „Plötzlich Shakespeare“ startet gewohnt spritzig. Der moderne und offene Schreibstil lässt einen von Anfang an schmunzeln und auch die Charaktere sind überzogen lustig und klischeehaft dargestellt. Richtig lustig wird es natürlich als Rosa und Shakespeare sich einen Körper teilen. Beide reden in der Ich-Perspektive, was wirklich die Lachmuskeln strapaziert. Zum Glück „redet“ jeder in einer anderen Schriftart. Sonst hätte es beim Lesen Probleme geben können!
Was ich schön finde, ist, dass wie auch schon in „Jesus liebt mich“ die Protagonistin nicht perfekt ist. Rosa hat Orangenhaut und fühl sich zu fett. Sie ist halt eine ganz normale Frau, die sich wünscht nicht sie selbst zu sein. Sie will nicht mehr „so was von Klischee“ sein, sondern eher so wie die perfekte Olivia, die Jan heiraten wird. Witzigerweise ist Shakespeare auch nicht so ganz perfekt, was natürlich Anlass zu dem einen oder anderen Schlagabtausch zwischen den beiden Seelen gibt.
Was mir sofort auffiel war dieses typische David Safier Cover: ein orangener Hintergrund mit einer Comiczeichnung. Eine Frau sieht in den Spiegel und erschreckt sich, als nicht ihr eigenes Gesicht sondern Shakespeares ihr entgegenblickt. Toll, dass David Safiers Bücher durch die gleiche Umschlagsgestaltung eine Einheit bilden.
Ich muss sagen dass dieser Roman mir wieder gut gefallen hat. „Plötzlich Shakespeare“ ist leichte Unterhaltung mit einem, im Witz ummantelten, typischen Frauenthema. Wirklich kurzweilig und sehr empfehlenswert!
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roccosmom hat insgesamt 50 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von roccosmom anzeigen. |
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| 26.03.2010 | Bewertung:
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KimVi vergibt 8 von 10 Punkten |
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![]() Rosa bezeichnet sich selbst als Klischee, da sie in einem Anflug von Selbstmitleid feststellt, alle dafür notwendigen Kriterien zu erfüllen. Ihre biologische Uhr tickt munter vor sich hin, ihr Berufleben als Grundschullehrerin ist auch nicht das gelbe vom Ei und seitdem ihre große Liebe Jan, durch Rosas intensive Fremdknutscherei mit einem Kollegen, die Beziehung beendete, geht sie als Single durch ihr kümmerliches Privatleben. Ihr äußeres Erscheinungsbild unterscheidet sich, laut kritischer Selbsteinschätzung, bei schlechten Lichtverhältnissen kaum von dem eines Hängebauchpumas und deshalb kann sie es Jan eigentlich nicht verdenken, dass er sich anderweitig orientiert hat. Dass Jan deshalb gleich heiratet, scheint Rosa nun aber doch etwas übertrieben, denn eigentlich sind sie doch füreinander bestimmt. Die Einladung zu seiner Hochzeit trifft Rosa hart. Trotz intensiver Suche kann sie keinen Makel an Jans Braut Olivia finden. Denn diese ist einfach wunderschön, stilsicher, gebildet und kommt auch bei Jans versnobter Familie sehr gut an. Rosa zerfließt vor Selbstmitleid und selbst Holgi, ihr homosexueller bester Freund, lebt seinen Hang zur absoluten Ehrlichkeit hemmungslos aus und bringt es auf den Punkt: Olivia hat alles das, was Rosa leider nicht hat. Diese ehrliche Einschätzung der Lage trägt nicht unbedingt dazu bei, dass Rosa sich getröstet und verstanden fühlt. Im Gegenteil, Rosa schaut tiefer in ihr mit Alkohol gefülltes Glas, als eigentlich gut für sie wäre. Dabei kommt ihr eine scheinbar grandiose Idee. Um nun wirklich jedes Klischee zu erfüllen, eifert Rosa den romantischen Liebesfilmen aus der Traumfabrik Hollywood nach, und beschließt, ihren Traummann zurückzuerobern. Schon dieser Auftritt gestaltet sich schwieriger als gedacht und endet für Rosa in einer peinlichen Situation, in der Olivia mal wieder all ihre Vorzüge präsentieren kann. Frustriert tritt Rosa den Rückzug an, doch Jan ist und bleibt trotzdem der Mann ihrer Träume. Ein Zirkusbesuch, der eigentlich zur Ablenkung und Stärkung ihres angeschlagenen Selbstwertgefühls gedacht war, stürzt Rosa in die nächste Katastrophe. Denn während einer Hypnose verlässt Rosa ihren Körper und kommt erst im Jahre 1594, in einem fremden Männerkörper, wieder zu sich. Der Zeitpunkt ist allerdings denkbar ungünstig, da Rosas Geist mitten in ein Duell platzt und den eigentlichen Besitzer des Körpers in arge Bedrängnis bringt. Bei diesem handelt es sich um keinen Geringeren als William Shakespeare. Der ist von der Übernahme seines Körpers natürlich nicht besonders angetan, zumal Rosas Geist das Reden und Handeln übernommen hat. Da Rosa sich nicht mit den Gepflogenheiten im England der Vergangenheit auskennt und sich durch ihr unüberlegtes Mundwerk quasi um Kopf und Kragen redet, geraten die beiden in kuriose und abenteuerliche Situationen. Zwei Seelen in einem Körper sind definitiv zu viel, doch Rosa kann erst in ihren eigenen zurückkehren, wenn sie die wahre Liebe gefunden hat....
Erster EindruckWer die Romane des Autors kennt, wird auch dieses auf den ersten Blick mit David Safier in Verbindung bringen. Denn die Covergestaltung gleicht den ersten beiden Büchern. Auch hier ist der Hintergrund in einem warmen Gelbton gehalten und die bunte Comiczeichnung liefert schon mal einen Vorgeschmack auf den kuriosen Inhalt. Da ich meine Bücher immer besonders vorsichtig behandele, damit sie nach dem Lesen noch wie neu aussehen, habe ich einen kleinen \"Tick\" entwickelt. Denn bei Hardcoverausgaben entferne ich den Schutzumschlag, um ja keinen Knick zu verursachen. Alleine vom Namen her, dürfte der Schutzumschlag eher für einen anderen Zweck gedacht sein, aber ich schütze nun mal den Schutzumschlag. Nachdem ich den knallbunten Schutzumschlag entfernt hatte, traute ich meinen Augen kaum, denn zum Vorschein kam ein goldschimmernder Bucheinband. Das war wirklich eine edle Überraschung, die mir sofort ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Wie war\'s?Schräg. Total absurd, klischeehaft, irre humorvoll und, wie bereits in der Warnung des Autors angekündigt, in historischer Hinsicht beeindruckend unfundiert. In lockerem und flüssigem Schreibstil erzählt David Safier eine schräge Liebesgeschichte, die trotz witziger und skurriler Handlung, zum Nachdenken anregt. Der Roman beginnt recht frustrierend, denn man schlüpft in die Haut der Hauptprotagonistin Rosa, die gerade eine schwere Krise zu bewältigen hat. Denn Rosas große Liebe Jan lädt zur Hochzeit ein und Rosa stellt sich die Fragen, die sich verschmähte Frauen in solchen Situationen wohl immer stellen. Doch, dank den absolut ehrlichen Einschätzungen von Holgi, der hier als Rosas bester Freund eigentlich treu an ihrer Seite stehen sollte, fällt das alte \"Was hat sie, was ich nicht habe\" Spiel, nicht gerade zu Rosas Gunsten aus. In diesem Moment hat man sich bereits mit der Ich-Perspektive angefreundet und könnte dem viel zu ehrlichen Holgi mit Genuss den Hals umdrehen. Denn es gibt einfach Dinge, die man auch von seinen besten Freunden nicht hören möchte. Obwohl Rosa ein wandelndes Klischee ist, wirkt sie sympathisch und lebendig. Dadurch fällt es nicht schwer in ihre Haut zu schlüpfen. Auch bei diesem Buch überrascht der Autor wieder dadurch, die weiblichen Gedankengänge witzig und glaubhaft an den Leser zu bringen. Denn davon, dass Männer doch angeblich ihre Schwierigkeiten mit der weiblichen Denkweise haben, merkt man in diesem Roman nichts. Sobald Rosas Geist in Shakespeares Körper erwacht, wird die Geschichte richtig schräg. Denn dann teilen sich zwei Seelen, die zunächst nicht unterschiedlicher sein könnten, einen Körper. Um genau zu sein - einen männlichen, ungewaschenen Körper mit stinkenden Füßen! Für Rosa tun sich nun wirkliche Abgründe auf, denn sie hat ja keine Ahnung von den Gepflogenheiten der damaligen Zeit und lässt deshalb kein Fettnäpfchen aus. Dass sie die Queen höchstpersönlich bei einer ihrer Sitzungen auf dem Donnerbalken stört, lässt sie in der königlichen Gunst nicht gerade aufsteigen. Doch auch die eigenen körperlichen Bedürfnisse fordern ihr einiges ab, denn wie entleert man denn bitte seine Blase, wenn man plötzlich ein Glied mehr am Unterleib hat? Das unbekannte Ding mit den Händen zu berühren, kommt jedenfalls nicht in Frage! Dass es auch noch ein Eigenleben entwickelt, als eine junge Frau um ihre Entjungferung fleht, macht die Sache auch nicht besser. Die beiden Seelen, die sich gezwungenermaßen einen Körper teilen, liefern sich humorvolle Wortgefechte. Denn mit Entsetzen beobachtet Shakespeare, wie Rosa sein Leben in ein Trümmerfeld verwandelt und seinen Ruf ruiniert. Doch die beiden müssen miteinander auskommen, damit Rosa ihre wahre Liebe finden kann. Denn nur dann kann sie in ihren eigenen Körper zurückkehren. Bis dahin geraten die beiden allerdings von einer kuriosen Situation zur nächsten. FazitSicher handelt es sich bei diesem Buch um keine besonders anspruchsvolle Lektüre, doch das hatte ich auch gar nicht erwartet. Der humorvolle Schlagabtausch der beiden Hauptprotagonisten und die völlig absurden Situationen machen das Buch zu einem schrägen Lesegenuß. Durch den lockeren Schreibstil fliegt man über die Seiten und kommt viel zu schnell zum Ende der skurrilen Lovestory. Bei meiner abschließenden Bewertung habe ich lange geschwankt. Denn leider hat das Buch, trotz meiner Begeisterung, auch einigen Stellen, die etwas langatmig wirken. \"Jesus liebt mich\" hat mir da deutlich besser gefallen. Nach längeren Überlegungen vergebe ich dennoch acht von zehn Bewertungssternen. |
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KimVi hat insgesamt 73 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von KimVi anzeigen. |
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| 24.05.2010 | Bewertung:
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Pharo72 vergibt 9 von 10 Punkten |
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![]() Rosa möchte sich an ihren Hollywood-Heldinnen ein Beispiel nehmen und ihre einstige große Liebe Jan, wenige Tage vor seiner Hochzeit mit einer anderen, zurückerobern. Der Versuch misslingt und aus Enttäuschung sowie der Suche nach der einzig wahren Liebe lässt sie sich per Hypnose in ein früheres Leben zurückversetzen. Dabei landet sie ausgerechnet im Körper des damals noch nicht ganz so berühmten William Shakespeare. Eine turbulente und zum Brüllen komische Liebesgeschichte nimmt daraufhin ihren Lauf. |
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Pharo72 hat insgesamt 27 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von Pharo72 anzeigen. |
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Bibliothek: Plötzlich Shakespeare von David Safier
Rezensionen










Rosa ist verzweifelt. Ihr Traummann Jan heiratet eine andere. Dabei ist er doch für sie bestimmt. Oder etwa nicht? Um ihre Seelenqual zu lindern nimmt Rosa, nur halb freiwillig, an einer Rückführung bei Prospero dem Hypnotiseur teil. Und schwups… findet sie sich 1594 in William Shakespeares Körper wieder. Dieser ist gar nicht erbaut darüber seine Körperkontrolle von nun an einer Frau zu überlassen. Denn Rosa bringt den bis dahin eher unbegnadeten Schriftsteller in noch mehr prekäre Situationen, als er ohnehin schon steckte. Doch alles Drama nützt nichts, zusammen müssen sie heraus finden was die wahre Liebe ist oder sie müssen sich für immer einen Körper teilen.
Genau wie schon von „Mieses Karma“ und „Jesus liebt mich“ bin ich auch von David Safiers neuestem Werk begeistert. „Plötzlich Shakespeare“ startet gewohnt spritzig. Der moderne und offene Schreibstil lässt einen von Anfang an schmunzeln und auch die Charaktere sind überzogen lustig und klischeehaft dargestellt. Richtig lustig wird es natürlich als Rosa und Shakespeare sich einen Körper teilen. Beide reden in der Ich-Perspektive, was wirklich die Lachmuskeln strapaziert. Zum Glück „redet“ jeder in einer anderen Schriftart. Sonst hätte es beim Lesen Probleme geben können!
Was ich schön finde, ist, dass wie auch schon in „Jesus liebt mich“ die Protagonistin nicht perfekt ist. Rosa hat Orangenhaut und fühl sich zu fett. Sie ist halt eine ganz normale Frau, die sich wünscht nicht sie selbst zu sein. Sie will nicht mehr „so was von Klischee“ sein, sondern eher so wie die perfekte Olivia, die Jan heiraten wird. Witzigerweise ist Shakespeare auch nicht so ganz perfekt, was natürlich Anlass zu dem einen oder anderen Schlagabtausch zwischen den beiden Seelen gibt.
Was mir sofort auffiel war dieses typische David Safier Cover: ein orangener Hintergrund mit einer Comiczeichnung. Eine Frau sieht in den Spiegel und erschreckt sich, als nicht ihr eigenes Gesicht sondern Shakespeares ihr entgegenblickt. Toll, dass David Safiers Bücher durch die gleiche Umschlagsgestaltung eine Einheit bilden.
Ich muss sagen dass dieser Roman mir wieder gut gefallen hat. „Plötzlich Shakespeare“ ist leichte Unterhaltung mit einem, im Witz ummantelten, typischen Frauenthema. Wirklich kurzweilig und sehr empfehlenswert!

