| 05.07.2009 | Bewertung:
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Anonym vergibt 9 von 10 Punkten |
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Das Märchen vom bösen Wolf...... oder von dem, der auszog die Walsh-Morde zu klären Es war einmal in Malahide, da lebte ein Briefträger namens Niall und behaglicher Ruhe. Doch eines Tages stolperte er in der Arbeit plötzlich über ein mysteriöses Büchlein, das sein Leben von nun an verändern sollte. Denn das Büchlein vermochte eine grausame Tat zu klären, nämlich den grausamen Tod von Moira Walsh und ihren beiden Nichten Fiona & Róisín aus der Strand Street Nummer 1. Niall war sehr mutig und so begab er sich auf ihre Spuren und in ihre todbringende Vergangenheit... Oft hat man schon Diskussionen darüber mitbekommen, ob die Märchen der Gebrüder Grimm zu grausam sind. Befürworter dieser Theorie sollen Christian Morks Roman "Darling Jim" lesen um zu wissen, wie grausam Märchen wirklich sein können. Denn als ein Märchen - wenn gleich auch ein sehr modernes - lässt sich dieser Thriller am besten beschreiben. Er bietet einen bösen Wolf, wie auch arglose Zicklein, eine böse Hexe und einen mutigen Prinzen. Schade ist nur, dass der Autor seine Märchenfiguren sehr oberflächlich handeln lässt und sie wenig tiefgründig gestaltet hat. Anders ist der Thriller aber auf jeden Fall und somit durchaus interessant und besonders. Die Handlung ist gut strukturiert und klar, die Sprache verständlich und ansprechend. Wie in einem Märchen notwendig wird das Geschehen sehr bildhaft und magisch dargestellt. Die Art und Weise der Aufklärung der Tathintergründe ist treffend gewählt. Wer könnte eine Geschichte besser erzählen als jemand, der sie selbst erlebt hat? So lässt der Autor Fiona & Róisín durch ihre Tagebücher sprechen. Schön ist auch, dass am Ende alle offenen Fragen stimmig geklärt worden sind und der Leser somit über alle Hintergründe und Folgen bestens Bescheid weiß. Einige unerwartete Geschehnisse sorgen zudem für Spannung, wenn sie auch am Ende teils gestellt oder unglaubwürdig wirken, als ob der Autor die Lust verloren hätte. Alles in allem ein gutes und stimmiges Buch, das durch seine sprachliche und methodische Gestaltung über andere Schwächen hinwegsehen lässt. Ein Roman mit interessanten Figuren, die dem Buch das gewisse "Etwas" verleihen, nämlich eine märchenhafte Erscheinung. Und wenn es nicht gelesen wurde, dann lesen wir es noch heute. |
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| 05.07.2009 | Bewertung:
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Anonym vergibt 9 von 10 Punkten |
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Rache ist das zentrale Thema dieses Thrillers - sowohl als Handlungsantrieb als auch als Ziel. Dies allein deutet bereits darauf hin, dass das Buch „Darling Jim“ für seine Leser einiges bereithält - und um es gleich vorweg zu nehmen: man wird nicht enttäuscht.Fiona, Aoife und Róisín sind Schwestern, leben in einer kleinen Stadt in Irland und erliegen, wie viele andere Frauen in der Region auch, dem Charme Jims. Dieser ist Geschichtenerzähler, ein sogenannter seanchaí, und ist viel mehr, als er zu sein vorgibt. Leider erkennen die Schwestern dies viel zu spät, was ihnen zum Verhängnis wird. Ein einzelner Mann schafft es, angetrieben von niederen Beweggründen, erst einen Keil zwischen die Geschwister, dann zwischen Freunde und schließlich zwischen die Bewohner der ganzen Stadt zu treiben. Reihenweise erliegen sie seinem Charme. Alle, egal ob jung oder alt, himmeln ihn an und man stellt sich als Leser schon gelegentlich die Frage, was so besonders an ihm ist. Erzählt wird die Geschichte der Schwestern durch ihre Tagebücher. Ein am Geschehen unbeteiligter Mann findet diese und lässt sich von den Mädchen ihre Geschichte erzählen. Dies geht soweit, dass er schließlich Nachforschungen anstellt und das Leben der Schwestern nachvollziehen und vor allem offene Fragen klären möchte. Als Leser schwebt man währenddessen immer etwas in der Luft. Die Geschichten, von denen man teilweise nicht weiß, ob sie wahr sind oder nicht, sind geprägt von den Gefühlen der Erzählerinnen und lassen einen verstehen, wie es zu der einen oder anderen Handlung kam. Parallel dazu kann man nur schwer begreifen, wie es überhaupt zu den Geschehnissen kommen konnte. Man wird also permanent gefordert und muss sich bereits während des Lesens immer wieder Urteile bilden, was das Lesen unheimlich spannend und anspruchsvoll gestaltet. Gleiches trifft auf das Ende zu. Die Auflösung ist gleichermaßen schockierend und gefühlsbetont, dass es selbst beim Lesen teilweise nicht ganz einfach ist, den Spagat zu schaffen. Belohnt wird man für seine „Bemühungen“ mit einer sehr tiefgründigen und unkonventionell erzählen Geschichte, bei der man gelegentlich nicht weiß, mit wem man sympathisieren soll/möchte bzw. mit wem nicht. Christian Mørk zeichnet seine Charaktere unterschiedlich stark, was aber dem Handlungsverlauf geschuldet und notwendig ist, um verschiedene Aspekte richtig wirken lassen zu können. Er offenbart dem Leser genau so viel, wie nötig ist, um Gedankengänge und Handlungen verstehen bzw. nachvollziehen zu können, lässt aber gleichzeitig noch genug offen, um dem Leser eine Interpretationsmöglichkeit zu geben und die Charaktere selbst kennen lernen zu können. „Darling Jim“ ist für mich ein sehr tiefgründiges Buch, was besonders durch die Handlungsmotivationen der einzelnen Charaktere interessant ist und dem Leser einen Einblick in die Psyche von Opfern und Tätern gleichermaßen gewährt. Die Erzählweise des Autors ist unkonventionell, funktioniert aber ausgesprochen gut und macht das Buch zu einem Lesevergnügen. |
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| 05.07.2009 | Bewertung:
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Anonym vergibt 7 von 10 Punkten |
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Nach dem Genuss einer Leseprobe zu diesem Buch war die große Frage: Wer ist "Darling Jim"? Damals habe ich noch nicht gewusst, dass sich diese Frage durch das ganze Buch ziehen wird, auch dann noch, wenn eigentlich längst klar zu sein scheint, wer Jim wirklich ist ...Wie viele Bücher zuvor, fängt auch dieses Buch nicht am Anfang an, sondern ziemlich am Ende. Im sogenannten Vorspiel wird berichtet, dass drei Frauen tot in einem Haus aufgefunden wurden. Über die Gründe wird der Leser im Unklaren gelassen. Es folgt ein kurzes Zwischenspiel und die Geschichte beginnt damit, dass ein kleiner Postbeamter, der gerne Comics zeichnet, das Tagebuch einer der verstorbenen Frauen findet und liest. Der darauf folgende Teil besteht dann aus dem Inhalt des Tagebuches von Fiona und es erzählt die Geschichte um sie und ihre beiden Schwestern, ihre Tante und Darling Jim, dem Mann, dem sie alle verfallen, bald aber zu hassen beginnen. Die Geschichte aus Fionas Sicht endet allerdings ohne komplett aufzuklären und so macht sich der Postbeamte Niall auf um die Geschichte komplett aufzuklären. Mehr oder weniger durch Zufall gerät er an das Tagebuch der zweiten Schwester und erfährt dadurch nahezu die komplette Geschichte. Hinter der tragischen Geschichte um drei Schwestern, ihrer Tante und Jim steckt allerdings nicht nur die pure Realität, sondern etwas viel mystischeres. Etwas, was mit den Geschichten um Wölfe in Irland zu tun hat, die Jim seinen begeisterten Zuschauern erzählt. Niemand ahnt, dass hinter diesen Geschichten mehr Wahrheit steckt, als eigentlich möglich ist. Und genau das hat mir an dem Buch nicht so gut gefallen. Es ist nicht so wirklich mein Geschmack in einem eigentlich doch realistischen Psychothriller dann viel mysteriöses und gar mystisches zu bekommen. Das macht die ganze Sache für mich leider unglaublich unglaubwürdig. Auch wenn die Geschichten an sich beide wirklich klasse geschrieben und sehr interessant waren, aber diese Verflechtung hat mir überhaupt nicht gefallen. Eigentlich schade, denn ansonsten fand ich dieses Buch wirklich toll. So kann ich allerdings nur 7 von 10 Punkten geben. |
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| 05.07.2009 | Bewertung:
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Anonym vergibt 9 von 10 Punkten |
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Ich liebe Irland und die irische Mythologie. Die Idee eines Thrillers, der in Irland spielt und Elemente der irischen Mythologie miteinbezieht hat mir daher von Anfang an gut gefallen.rnDas ganze Ausmaß der Geschichte entfaltet sich erst nach und nach vor dem Leser.rnNiall macht es sich zur Aufgabe, die Wahrheit herauszufinden. Mit jeder weiteren Person die auftritt, wird ein weiterer Aspekt der Geschichte offenbart.rnBesonders gefallen haben mir die mythologischen Elemente in "Darling Jim", auch wenn sie zum größten Teil keine tatsächliche historische Bedeutung haben, sondern dem Ideenreichtum des Autors entstammen.rnGeschickt werden hier die Erzählungen eines Seanchaì mit der sich öffnenden Vergangenheit der Schwestern verbunden. rnGleichzeitig offenbart sich hier jedoch auch ein psychologischer Aspekt. Man sieht meistens das im Gegenüber, was man auch erwartet zu sehen und ist allzu bereit, über die dunklen Abgründe und Ahnungen hinwegzusehen.rnIn der Einöde der irischen Dörfer nimmt die (weibliche) Bevölkerung zudem jede Ablenkung dankend auf und so ist es auch für den Wolf im Schafspelz ein leichtes Spiel die Menschen für sich einzunehmen. Der Autor versteht es einen so in das Geschehen hineinzuziehen, dass auch ich als Leser gerne die Wahrheit heraus finden will. Den Schreibstil und gesamten Aufbau der Erzählung empfand ich dabei als sehr fesselnd. Es ist nicht wirklich ein Kriminalfall der hier zu lösen ist. Es gilt nicht, einen Mörder hinter Schloss und Riegel zu bringen, sondern nach und nach zu entschlüsseln wie es zu den Vorkommnissen kam. rnStimmig finde ich insbesondere auch das Cover und die gesamte Aufmachung des Buchs. Mit natürlichen Farben wird die richtige Assoziation hergestellt und die Unterteilung in vier Abschnitte stellt eine sinnvolle Trennung der Themen dar. Die unterschiedlichen Erzählperspektiven teilweise in Tagebuch Form spiegeln gut die unterschiedlichen Charaktere dar, wirken jedoch alle sympathisch auf den Leser.rnEinzig eine kleine Aussprachehilfe für die fremden Personen- und Ortsnamen habe ich hier vermisst.rn rnFazit:rnEine perfekte Mischung aus Thriller, Mythologie und Psychologie.
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| 05.07.2009 | Bewertung:
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Anonym vergibt 10 von 10 Punkten |
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![]() Darling Jim – ein Schauerroman in bester Tradition Das neuste Buch von Christian Moerk trägt den Namen einer der Hauptfiguren, von Jim Quick, auch „Darling Jim“ genannt. Jim Quick ist seanchaí, ein traditioneller Geschichtenerzähler, der von Ort zu Ort zieht und Gruselgeschichten erzählt. Der wahre seanchaí ist jedoch Christian Moerk. Bei ihm hat jede Figur eine eigene Stimme, einen individuellen Erzählstil und seine Beschreibungen sind so bildhaft, dass man glaubt, dabei zu sein. Gleichzeitig schafft er eine gruselige Atmosphäre, die den Leser atemlos die Seiten verschlingen lässt. Die Geschichte um Opfer und Täter steht im Vordergrund, statt detailliert geschilderter Ritualmorde und den Problemen depressiver und alkohohlabhängiger Polizisten. In einem kleinen Dorf in Irland wird ein grauenvolles Verbrechen entdeckt. Drei übel zugerichtete Leichen von Frauen und keine Hinweise auf den Täter und dessen Motiv. Schnell fällt der Verdacht auf die zurückgezogen lebende und erst kürzlich zugezogene Moira Walsh, die tot in ihrem Flur lag. Sie lebte anscheinend nicht allein zurückgezogen in ihrem Haus, sondern ihre beiden Nichten Fiona und Roísín starben dort versteckt einen langsamen, qualvollen Tod. Wem gehörte das Bett im Keller und wo ist diese Person? Wer war Täter und wer Opfer? Und wer ist der mysteriöse Darling Jim? Das leicht düstere Titelbild eines grasüberwachsenen alten Friedhofs passt perfekt zur Stimmung der Geschichte. „Darling Jim“ steht für mich in der Tradition der großen englischen Gothic Novels, die auf deutsch etwas altertümlich „Schauerromane“ heißen. Sowohl stilistisch als auch inhaltlich erinnert es – im besten Sinne – an Werke wie „Dracula“ und „Frankenstein“. Auch „Darling Jim“ bietet alles, was zu einem solchen Roman dazugehört. Ein düstere Atmosphäre, einen gefährlich charmanten Bösewicht, verschworene Dorfgemeinschaften, eine Rahmenhandlung mit einem weitgehend unbeteiligten Erzähler und – passend zu Irland – alte Traditionen und Gemäuer. Christian Moerk erzählt die Geschichte um die Frauen der Familie Walsh und Jim auf eine so fesselnde Art und Weise, dass man das Buch erst dann aus der Hand legen möchte, wenn die letzte Seite gelesen ist. Sprachlich hat mir „Darling Jim“ sehr gut gefallen, es hebt sich deutlich von vielen anderen Thrillern mit dem üblichen Einheitsvokabular ab. Mich würde nur noch interessieren, ob es vom Dänischen ins Englische übersetzt wurde und die deutsche Ausgabe somit tatsächlich eine Übersetzung einer Übersetzung ist. Uneingeschränkt empfehlenswert für alle, die gerne fesselnde, atmosphärische Romane lesen. |
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| 05.07.2009 | Bewertung:
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Anonym vergibt 7 von 10 Punkten |
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Gleich drei Geschichten auf ein Mal!Das ging hier wirklich gut, und das, ohne den Leser zu überfordern. Zum einen gibt es die Geschichte des Comic-zeichnenden Postbeamten Niall, der sich auf die Spur der Mordopfer begibt. Zum anderen das Märchen des bösen Womanizers und irischen Geschichtenerzählers Jim, auf deren Aufklärung man lange gewartet hatte. Aber am Besten ist die bewegende schaurig-schöne Geschichte der drei Schwestern und ihrer Tante, erst Mutterersatz, dann fiese (wirklich fiese!) Rächerein ihrer untlücklichen und einseitigen Liebe (deren Diätplan gewiss in allen gelben Blättern abgedruckt werden würde). Das Happy-End besteht nur aus einem Drittel, aber ganz bestimmt werden die beiden verstorbenen Schwestern nicht vergessen!. Man leidet, zittert und bangt mit dn Charakteren, hätte sicherlich an deren Stelle ebenso gehandelt. Der vollständigkeit halber hätte ich auch gerne das Dritte Tagebuch gelesen, aber leider hat es nicht mehr geklappt. Da werden wir wohl auf Nialls Comic warten müssen... Anmerkung zum (an den) Autor Zu Beginn fragte ich mich, wie es ein dänischer Schriftsteller, der in den USA lebt, schafft, einen irischen Thriller zu schreiben. Aber es ist ihm tatsächlich gelungen, insbesondere hat er die Landsschaften und die Pubidylle gekonnt aufleben lassen (ein Ire hätte dies evtl. als selbstverständlich verschwiegen). Allerdings kann ich mir nichts unter "pseudobayerischer Scheußlichkeit" in einem irischen Kleinstadthafen vorstellen. Es wäre nett wenn man mir ein Bild darüber mailen könnte.... ;) vielen Dank im Voraus. |
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| 16.07.2009 | Bewertung:
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Schnukilein1904 vergibt 7 von 10 Punkten |
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Inhalt:
In dem ruhigen Dörfchen Malahide, in der Nähe von Dublin, entdeckt der neugierige Postbote Desmond, im Haus Nummer 1 der Straße, drei Frauenleichen. Seit dem Tage ist nichts mehr so wie es war und auch Desmond scheint kurz darauf wie vom Erdboden verschluckt zu sein. In dem Haus lebte eine etwas ältere Frau mit ihren Nichten, die sich gegenseitig einen erbitterten Kampf geliefert und zu Tode geprügelt hatten. Jeder fragt sich, warum diese Tragödie geschah.
Nicht nur das Leben von Desmond hat sich verändert, sondern auch das des Comiczeichners Niall, der in der Poststelle arbeitet und dort zufällig eines der Tagebüchern der Schwestern findet. Die Geschichte, die Fiona Walsh, der das Tagebuch gehört, zu erzählen hat, wird von Sex, Gewalt, Lügen und Märchen beherrscht. Dabei erfährt Niall immer mehr über die Schwestern, deren Tante und den Geschichtenerzähler und Sexualmörder Jim Quick. Daraufhin macht sich Niall auf den Weg in das kleine Dorf, in dem früher die Schwestern und deren Tante so friedlich gelebt hatten, um die Wahrheit herauszufinden. Er merkt schnell, dass keiner wissen will, was denn damals genau geschah und schon bald ist auch Niall nicht mehr erwünscht und in Gefahr. Doch gegen Ende merkt Niall, dass doch mehr Wahrheit in den Geschichten des seanchai Jim liegt, als ihm lieb ist.
Meinung:
Der Anfang des Buches gefiel mir total gut. Das Haus, in dem drei Frauenleichen gefunden wurden (die Tante und ihre zwei Nichten), die sich gegenseitig umgebracht haben, wurde richtig authentisch und lebend beschrieben. Natürlich fragt sich jeder, warum die Tragödie bloß passiert ist?? Und man liest weiter, weil die Neugierde einen nicht mehr in Ruhe lässt. Christian Moerk verschafft seinen Lesern einen Einblick in die Geschichte einer Familie, die durch einen Sexualmörder zerstört wurde.
Doch sobald die Tagebucheinträge der ersten Schwester vorbei waren, wurde die Geschichte ziemlich unglaubwürdig und es kamen immer wieder neue Personen hinzu. In diesem Teil Musste ich mich wirklich bemühen weiterzulesen, da es dann ziemlich langweilig wurde. Es wird beschrieben, wie Niall sich auf den Weg in das kleine Dorf macht, in dem die Schwestern davor lebten. Doch ich finde, es wird darüber viel zu viel erzählt, das hätte kürzer auch gehen können. Doch sobald Niall das Tagebuch der zweiten Schwester findet, wird die Geschichte immer interessanter und zum Schluss immer spannendet! Kurz vor Ende der Geschichte, als Niall nochmal einen erstaunlichen Fund machte, wird man beinahe gezwungen weiterzulesen. Denn dann kann man nicht mehr aufhören kann, weil es so spannend ist.
Fazit:
Ein sehr guter Thriller für zwischendurch, als Nachmittagslektüre. (Jedoch finde ich, dass der den Namen Psychothriller nicht verdient hat)
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Schnukilein1904 hat insgesamt 3 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von Schnukilein1904 anzeigen. |
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| 03.02.2010 | Bewertung:
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goat vergibt 8 von 10 Punkten |
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![]() Eine interessante Art der Mordaufklärung, die Christian Moerk gewählt hat. Diese überlässt er den Opfern selbst, in Form von Tagebüchern, die nach ihrem Tod nicht etwa an die Polizei gehen, sondern an irgendjemanden im Postamt gerichtet sind.
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goat hat insgesamt 66 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von goat anzeigen. |
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| 17.05.2010 | Bewertung:
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Bellexr vergibt 9 von 10 Punkten |
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![]() Dublin: In einem kleinen Haus am Ende der Straße scheint nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen. Der Meinung sind zumindest Desmond, der Briefträger und die Anwohner. Die schöne Frau mittleren Alters lebt mehr für sich und legt wenig Kontakt auf gute Nachbarschaft. Eines Tages kann Desmond dann doch seine Neugier nicht zügeln und schaut durch den Briefschlitz der Haustür. Was er dort entdeckt, kann nun nur noch die Polizei lösen. Denn in dem Haus werden die Leichen von Moira Walsh und ihren beiden Nichten gefunden. Die drei Frauen sind auf grausame Weise zu Tode gekommen. Doch wie kam es dazu, warum geht von dem Haus eine so mysteriöse Aura aus, sodass die Nachbarn es bald nur noch als Spukhaus bezeichnen? Da findet der Briefträger und Comiczeichner Niall eines Tages auf seiner Dienststelle ein Päckchen: Das Tagebuch eines der beiden Nichten, in der die letzten Wochen vor ihrem Tod beschrieben werden.
Der Däne Christian Moerk erzählt seine Geschichte um den Geschichtenerzähler Jim, dem Seanchai, aus verschiedenen Perspektiven. Und so hat der Psychothriller auch verschiedene Dynamiken in der Erzählung. Den roten Faden in der Geschichte hält Niall, der Comiczeichner und Briefträger, in Händen, der die Tagebücher von Fiona und Roisin liest und man hierdurch das schreckliche Schicksal der Walsh-Schwestern nach und nach erfährt. So verfolgt man gespannt ihre erste Begegnung mit Jim, wie er ihr Leben und das ihrer Tante Moira beeinflusst und wie es letztendlich zu ihrem grausamen Tod im Haus ihrer Tante kam.
Geschickt baut der Autor in seine Geschichte die Mythologie Irlands mit ein, sodass sie von Anfang an atmosphärisch dicht, spannend und rätselhaft erzählt wird und durch seinen wirklich sehr bildhaften, flüssigen Erzählstil fesselt er einen mühelos während des gesamtes Buches an seine Geschichte. Die Story ist bis zum Ende hin schlüssig und rund erzählt und Fragen bleiben keine offen.
Die Charaktere der Schwestern werden ausführlich, detailreich und lebendig beschrieben. Da ist zum einen die älteste Schwester Fiona, eine Grundschullehrerin, eher bodenständig, vernünftig und verantwortungsbewusst. Zum anderen sind da die jüngeren Zwillinge Roisin und Aoife, beide rebellisch, intelligent, sehr selbstbewusst und in ihrer Art so gar nicht angepasst an das gutbürgerliche Leben in ihrem kleinen Dorf. Der Charakter von Jim ist natürlich sehr charismatisch, geheimnisvoll und absolut undurchsichtig und überraschend angelegt. Er spielt mit seinem Charme, verzaubert jedes weibliche Wesen und ist der geborene Seanchai.
Fazit: Das Buch verzaubert. Christian Moerk ist ein spannender, mythologisch angehauchter Psychothriller gelungen, der mit einer runden, schlüssigen Geschichte aufwartet. |
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Bellexr hat insgesamt 28 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von Bellexr anzeigen. |
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| 24.05.2010 | Bewertung:
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Pharo72 vergibt 7 von 10 Punkten |
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![]() Die Geschichte beginnt mit einem schockierenden Verbrechen, welches die ortsansässige Polizei nicht aufklären kann. Dadurch, dass die eigentlichen Opfer, die Nichten der hasserfüllten Tante Moira, Tagebücher hinterlassen haben und diese auch weitergeben konnten, klären sie den an ihnen verübten Mord und vor allem die Hintergründe selbst auf. Der Postbote Niall, dem vorerst eines der Tagebücher in die Hände fällt, folgt ihren Spuren. |
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Pharo72 hat insgesamt 27 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von Pharo72 anzeigen. |
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| 03.06.2010 | Bewertung:
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Stahlfixx vergibt 9 von 10 Punkten |
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![]() Über das Buch:
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Stahlfixx hat insgesamt 27 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von Stahlfixx anzeigen. |
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| 04.06.2010 | Bewertung:
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KimVi vergibt 10 von 10 Punkten |
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![]() In dem irischen Ort Malahide macht der Postbote Desmond eine grausame Entdeckung, die den Bewohnern noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Schon lange hatten ihm die Stimmen in seinem Inneren Warnungen vor der Bewohnerin des Hauses One Strand Street zugeflüstert. Denn Mrs. Walsh bat ihn schon seit geraumer Zeit nicht mehr auf eine Tasse Tee ins Haus und verhielt sich auch sonst sehr zurückhaltend. Doch bislang hatte er seiner inneren Stimme kein Gehör geschenkt, sondern Mrs. Walsh Einsamkeit das exentrische Verhalten zugeschrieben. Denn gelegentlich drangen merkwürdige Geräusche beim Austeilen der Post an sein Ohr und hatten nicht auch die Vorhänge sich schon öfter blitzartig bewegt? Doch als ein unangenehmer, fauliger Geruch aus dem Briefschlitz strömt und er schließlich die Leiche von Mrs. Walsh erblickt, ahnt er noch nicht welch grausame Szenen sich hinter der verschlossenen Tür abgespielt haben.
Denn die Polizei findet nicht nur Mrs. Walsh Leiche im Haus, sondern zwei weitere tote Frauenkörper. Bei den beiden jungen Frauen handelt es sich um Mrs. Walsh Nichten Fiona und Róisín. Scheinbar wurden sie von ihrer Tante heimlich im Haus gefangen gehalten, angekettet und misshandelt. Ihre Leichen sind bis auf die Knochen abgemagert. Eine vierte Person muss sich ausserdem im Keller aufgehalten haben, doch sie bleibt spurlos verschwunden. Die Polizei steht vor einem Rätsel, denn die Gründe für Mrs. Walsh Handeln scheinen völlig unklar. Dabei ist das Motiv das natürlichste auf der Welt. Es ist ein Gefühl, das noch viel stärker ist als der Hass von dem die Tante zuletzt getrieben wurde. Die Liebe ist die Ursache dieses grausamen Verbrechens, das alle Beteiligten in den Tod riss. Beinahe alle Beteiligten, denn eine Person konnte ja aus dem verfluchten Haus entkommen.
Niall, ein Postbeamter der in der Sortierabteilung arbeitet, findet während seiner Schicht einen fleckigen und eingerissenen Umschlag. Gleichgültig wirft er einen Blick auf den Absender und erstarrt im nächsten Moment vor Schreck. Denn der Umschlag stammt von Fiona Walsh, einem der ermordeten Mädchen. Beim hin und her wenden bemerkt er eine krakelige Botschaft \" Wir sind bereits verloren. Lies diese Geschichte nur, damit wir nicht vergessen werden.\" Zitternd nimmt Niall den Umschlag an sich. Zu Hause findet er das Tagebuch der ermordeten Nichte Fiona im Umschlag und gerät nun selbst in den Sog der geheimnisvollen und tödlichen Ereignisse. Denn der Grundstein für das grausame Verbrechen wurde bereits an dem Tag gelegt, als der geheimnisvolle irische Geschichtenerzähler Jim Quick in das Leben der Walsh Frauen trat. Denn mit seinem nahezu teuflischen Charme und seinen Schauergeschichten bezaubert er die Herzen aller Frauen im Ort. Er blendet sie und kann sein Raubtierwesen verstecken, doch wie viel Wahrheit steckt in seinen Geschichten, wird er sie am Ende lieben oder töten?
Meine Meinung Thriller gehören zu einer meiner bevorzugten Leserichtungen und deshalb habe ich in diesem Bereich schon einiges gelesen. Dieses Buch hebt sich jedoch vom herkömlichen Thriller-Einerlei ab, denn polizeiliche Ermittlungen und die ewige Suche nach einem Serienkiller findet man in diesem Buch nicht. Deshalb kann man auch schon fast darüber streiten, ob die Bezeichnung \"Psychothriller\" gerechtfertigt ist. Doch wenn ich mir die Definition ansehe, mit der Wikipedia diesen Begriff erklärt, dann scheint die Genre Einstufung doch korrekt. Denn dort heisst es unter anderem, dass bei Psychothrillern die Charaktere und ihre Psyche stärker betont werden und meist ein Konflikt zwischen mehreren Personen zum Thema gemacht wird, der sich auf frühere Erlebnisse bezieht.
Dieses Buch hat mich wirklich von Anfang an in seinen Bann gezogen, gerade weil es sich von den anderen Genrevertretern abhebt. Die von Christian Mørk gewählte Erzählperspektive empfand ich als spannend und zur Erzählung passend. Denn im Anfangskapitel erlebt man bereits den vermeintlichen Ausgang der Geschichte, nämlich den Tod der drei Frauen. Dadurch, dass der Postbeamte Niall das Tagebuch von Fiona findet, wechselt die Perspektive in die Tagebuchform und ermöglicht eine Sicht auf die vorangegangenen Ereignisse aus der Sicht Fionas. Von der Ankunft des Geschichtenerzählers im Ort, bis kurz vor dem großen Finale im Haus der Tante. Niall findet einen weiteren Hinweis auf ein zweites Tagebuch, welches von Róisín stammen soll. Er macht sich auf die Suche und schließlich wechselt die Perspektive wieder in Tagebuchform. Diesmal erlebt man das Geschehen aus ihrer Sicht. Gerade dieser Perspektivenwechsel und die gewählte Erzählform hat mir gut gefallen.
Auch die Geschichten des Seanchaí Jim Quick, die Fiona bei ihren Pubaufenthalten so gebannt verfolgt hatte, brachten mich zunächst auf eine falsche Fährte. Das Märchen und seine Magie, gaben der Geschichte ein besonderes Flair und bildeten für mich auch den Hintergrund eines irischen Thrillers. Zwar kam auch für mein Empfinden die Spannung die einen Thriller sonst ausmacht zu kurz, aber das Buch fesselte mich auf eine andere Weise und zog mich so regelrecht in seinen Bann, da ich unbedingt die Zusammenhänge erfahren wollte. Die Mischung aus irischen Geschichten, Liebe, Enttäuschung, Hass, Magie, ungeklärten Mordfällen und dem gelungenen Wechsel der Erzählperspektiven hat mich wirklich begeistert. Von mir erhält das Buch in der Bewertung jedenfalls alle zehn Sterne, da mich die Mischung einfach überzeugt hat und es sich vorteilhaft aus dem Thriller-Einheitsbrei abhebt. Von diesem Autor möchte ich gerne mehr lesen.
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KimVi hat insgesamt 73 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von KimVi anzeigen. |
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Bibliothek: Darling Jim von Christian Moerk
Rezensionen









Das Märchen vom bösen Wolf...




