| 05.07.2009 | Bewertung:
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Maren vergibt 6 von 10 Punkten |
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Ein Banküberfall mit Geiselnahme wird zum Fall für das A-Team, wie die Elite-Einheit der Stockholmer Polizei heißt. Es ist der 7. Teil einer Krimireihe, was man leider zeitweise auch beim Lesen merkt. Ich kenne die Vorgängerbände alle nicht und hatte öfter das Gefühl, dass mir da wichtiges Wissen in bezug auf die Figuren fehlt. Zum A-Team gehörte einst auch Paul Hjelm, nun interner Ermittler bei der Stockholmer Polizei, dessen Ex-Ehefrau Cilla unter den Geiseln ist. Da es Cilla gelingt, ihm eine SMS zu schicken, macht er sich sofort auf zum A-Team und arbeitet mit seinen ehemaligen Kollegen zusammen. Fieberhaft wird überlegt, wie man die Geiseln befreien könnte, denn wie es aussieht, haben sie eine sehr große Ladung Sprengstoff bei sich und könnten damit nicht nur die Bank, sondern wohl die halbe Stadt in die Luft jagen. Doch noch eine andere Frage taucht rasch auf: Wer steckt wirklich dahinter? Und welche Ziele verfolgt derjenige. Um Geld allein scheint es gar nicht zu gehen. Das ist ein Teil der Handlung, der auch durchaus spannend ist, weitere Handlungsstränge beschäftigen sich mit anderen Figuren und spielen auch zu anderen Zeiten (Irak-Krieg und 2. Weltkrieg). Anfangs wirken diese Sprünge wenig Sinn ergebend, erst zum Ende hin klären sich die Verbindungen auf. Wirklich spannend fand ich allerdings nur die Passagen mit der Geiselnahme und zum Ende dann noch mal die Szenen, in denen sich zeigt, wer der Drahtzieher war und welche Motivationen dahinter steckten. Die Sprünge sind zwar für die Handlung wichtig, waren mir dann aber zu lang, besonders die Tagebuchaufzeichnungen hätten gut gekürzt werden können. Von den Figuren gefiel mir Kerstin Holm am besten, sie war gut ausgearbeitet, die anderen weniger, wobei ich nicht weiß, inwieweit die vielleicht schon in den Vorgängerbänden vorgestellt worden sind. Dem gesamten Roman haftet eine düstere, tragische Stimmung an, was zur ernsten Handlung zwar passt, aber mir dann doch ein bisschen zu viel war, ebenso wie diese geballte Ladung an Geheimdiensten, Agenten, Spionen und wer da noch alles mit rein kam. Es gibt auch nicht direkt eine einzelne Hauptfigur, auf die sich die Handlung konzentriert, sondern die Perspektive wechselt alle paar Seiten. Arne Dahls Schreibstil erschien mir stellenweise ein wenig abgehakt und den „klarblauen Himmel“ hat er geradezu mit dem Holzhammer dem Leser eingehämmert. Fazit: Für Krimileser, die gerne auch eine etwas düstere Stimmung mögen und Fans von Romanen um Spezialeinheiten und Geheimdienste, ist dieses Buch ganz sicher einen Blick wert. |
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| 05.07.2009 | Bewertung:
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Anonym vergibt 7 von 10 Punkten |
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![]() Arne Dahl hat mit "Totenmesse" einen ziemlich verwobenen Polit-Krimi geschrieben. Das A-Team wird mit der Auflösung eines schwierigen Falles betraut. Was zunächst aussieht wie ein normaler Banküberfall mit Geiselnahme, entpuppt sich schnell als etwas größeres. Nicht nur das A-Team, auch der Leser wird lange Zeit im Unklaren darüber gelassen, was es wirklich mit der Geschichte auf sich hat. Im Gegensatz zu den Protagonisten erfährt der Leser aber immer wieder einige Einschübe aus dem Tagebuch eines deutschen Kriegsveteranen, der im 2. Weltkrieg in Russland kämpft und der allen Anschein nach vor dem Krieg auch ein brillanter Wissenschaftler war. Trotz diesen Einschüben sah ich aber lange Zeit keinen Zusammenhang zwischen den Geschehnissen. Das kam wirklich erst auf den letzten 80 Buchseiten. Generell ist es Arne Dahl ziemlich gut gelungen diese Ereignisse in einem harmonischen Zusammenhang zu bringen. Wie, das zeigt das Ende des Buches, das ich an dieser Stelle nicht verraten will. Im Buch gibt es übrigens an vielen passenden Stellen immer wieder Andeutungen zum Buchtitel. Denn zu passenden Gelegenheiten hören die Personen im Buch die Totenmesse von Mozart, ein Requiem, eine Messe für Verstorbene, denn Tote gab es viele im Laufe der Menschheitsgeschichte. |
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Anonym hat insgesamt 0 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von Anonym anzeigen. |
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| 19.08.2009 | Bewertung:
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silkedb vergibt 9 von 10 Punkten |
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![]() Inhalt:
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| 20.02.2010 | Bewertung:
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Nordlicht vergibt 8 von 10 Punkten |
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![]() \"Totenmesse\" von Arne Dahl ist bereits der siebte Krimi um das Stockholmer A-Team, für mich war es jedoch mein erstes (und vermutlich nicht letztes) Buch des Autors. Verschiedene Handlungsebenen wechseln einander ab: zunächst steht ein raffiniert eingefädelter Banküberfall im Mittelpunkt, der anders verläuft, als die Polizei es erwarten würde. In den Text eingeschoben finden sich in Kursivschrift gedruckte Auszüge aus einem Tagebuch, das ein deutscher Soldat während des Einmarsches der Deutschen nach Russland geschrieben hat und dessen letzter Eintrag schließlich in Stalingrad verfasst wurde. Als wäre das noch nicht verwirrend genug, gibt es immer wieder kurze Abschnitte über einen Kollegen des A-Teams, der sich auf längerem Urlaub im Mittelmeerraum befindet, wo er für sich und seine Frau ein Haus sucht. Der Leser fragt sich, wie diese verschiedenen Handlungsstränge zusammengehören könnten...und im Laufe der Zeit entwirrt sich das Knäuel, wobei der Ausgangspunkt aller Handlungen überraschend simpel ist, die Ausgestaltung des Romans aber sehr intelligent vorgenommen wird und dem Leser einiges an Konzentration abverlangt, vor allem, wenn er im Hinblick auf Spionage und Agententätigkeiten ein Laie ist. Stellenweise ist dieser Krimi sehr spannend, der Schluss, über den hier natürlich nichts verraten werden soll, ist dagegen geradezu genial einfach - der Autor hat sich hier gut aus der Affäre gezogen. Das Einzige, das mich etwas irritiert hat, ist die Angewohnheit von Arne Dahl (oder die des Übersetzers?), häufig unvollständige Sätze zu verwenden. Da ich noch keinen seiner anderen Romane gelesen habe, kann ich nicht beurteilen, ob das für seinen Schreibstil typisch ist. Ich werde es sicherlich noch herausfinden, denn ich möchte dem A-Team gern wieder begegnen... |
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Nordlicht hat insgesamt 28 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von Nordlicht anzeigen. |
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| 29.03.2010 | Bewertung:
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KimVi vergibt 9 von 10 Punkten |
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![]() Stockholm 20. März 2003 Das 48 Stunden Ultimatum, das der Präsident der Vereinigten Staaten George W. Bush, dem Diktator Saddam Hussein gestellt hat, ist ergebnislos verstrichen. Die Augen der Welt sind auf den Präsidenten gerichtet, als er den Auftakt zur \"Operation Iraqi Freedom\" verkündet.
Meine Meinung Dies war mein erster Krimi aus der Reihe um das Ermittlerteam um Paul Hjelm und Kerstin Holm. Da es ja bereits sechs vorhergehende Fälle gab, fehlten mir zwar einige Hintergrundinformationen zur Vorgeschichte dieser Spezialeinheit. Doch diese sind nicht zwingend notwendig um den Einstieg in die Ermittlungen zu finden. Selbst ohne diese Kenntnisse konnte ich der Handlung folgen. Zunächst konnte ich die verschiedenen Handlungsstränge nicht miteinander in Verbindung bringen, da mir die Zusammenhänge bis kurz vor Schluss nicht ganz klar waren. Doch gerade dadurch wurde die Spannung für mich aufrechterhalten, da ich nun unbedingt wissen musste in welche Richtung sich dieser Krimi noch entwickeln würde. Denn dass hinter der Geiselnahme noch viel mehr steckte wurde recht bald klar. Stück für Stück verbanden sich die losen Handlungsfäden zu einem absolut stimmigen Abschluss. Dieses Ende und die Verknüpfungen der einzelnen Handlungen, waren für mich so nicht vorhersehbar und deshalb bot mir dieser Roman eine willkommene Abwechslung zum typischen Krimi-Einheitsbrei. Normalerweise liegen mir die Skandinavien-Krimis mit ihrem leicht düsteren Schreibstil nicht so und gehören deshalb auch nicht zu meinen bevorzugten Krimis. Doch Arne Dahls Schreibstil hat mich angenehm überrascht, denn die Handlung zog mich gleich in ihren Bann und war durchgehend flüssig zu lesen. Die Verbindung der einzelnen Schauplätze und Hintergründe wie Irak-Krieg, Zweiter Weltkrieg, Afghanistan, Kalter Krieg, Stasi-Vergangenheit und heutiger Spionage ist wirklich sehr gut gelungen und wurde glaubhaft geschildert. Auch die Beschreibung der zwischenmenschlichen Beziehungen der Protagonisten und die Schilderung der einzelnen Charaktere der Spezialeinheit wirkten auf mich lebendig und überzeugend.
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KimVi hat insgesamt 73 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von KimVi anzeigen. |
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| 05.04.2010 | Bewertung:
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Toschi3 vergibt 7 von 10 Punkten |
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![]() Das A-Team ermittelt zum 7. Mal: Bei einem Banküberfall wird die Exfrau von Paul, einem ehemaligen A-Team-Mitglied, als Geisel genommen. Trotz der gefährlichen Situation schafft sie es, mit ihrem Handy wichtige Informationen an das Team zu geben. Aber was ist das Ziel der Bankräuber und was hat das alles mit dem 2. Weltkrieg, zu dessen Zeit die Parallelhandlung spielt, zu tun?
Arne Dahl ist einer von unzähligen skandinavischen Schriftstellern, aber ein sehr guter, denn immerhin hat er es geschafft, seiner Leserschaft mit TOTENMESSE schon den 7. Fall um das A-Team vorzulegen. Für mich ist es der erste Krimi von ihm und trotzdem hatte ich keine Mühe, in das Team hineinzufinden. Zwar spielen einige persönliche Verbindungen eine Rolle, aber diese sind ausreichend erläutert. Für Fans des Teams sind die persönlichen Beziehungen der Ermittler untereinander sicher einfacher zu verstehen.
Das Buch liest sich sehr flüssig und die gut 400 Seiten sind schnell ausgelesen. Dazu tragen auch die angenehm kurz gehaltenen Kapitel bei. Auch wenn ich mir vorstellen kann, dass die Dahl-Reihe sehr spannend ist, fand ich die Handlung und die Verknüpfung verschiedener Geschehnisse etwas verwirrend. Ich glaube, hier wollte der Autor etwas zu viel des Guten. Die Ecken, über die der Fall vom Zweiten Weltkrieg zum Ziel der Bankräuber führt, sind doch etwas zahlreich und wirken arg konstruiert. Das tut dem Gesamteindruck nicht ganz so gut.
Fazit: Auch wenn die Handlung spannend war, ist das hier hoffentlich einer der etwas schwächeren Dahl-Krimis: Ich werde mich auf jeden Fall noch an weiteren Fällen des A-Teams versuchen. |
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Toschi3 hat insgesamt 61 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von Toschi3 anzeigen. |
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| 18.05.2010 | Bewertung:
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Bellexr vergibt 7 von 10 Punkten |
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![]() Kurz nachdem Cilla Hjelm, Exfrau von Paul Hjelm, der mittlerweile bei der Internermittlung in Stockholm arbeitet, die Bank im Stockholmer Viertel Österhalm betritt, wird diese überfallen. Die Bankräuber schießen wild um sich, verdunkeln die Fenster und nehmen Bankangestellte wie Kunden als Geiseln. Sollte die Bank gestürmt werden, drohen sie diese und das gesamte Viertel in die Luft zu jagen. Das A-Team um Kerstin Holm wird mit dem Fall betraut. Doch die Bankräuber stellen keine Forderungen und scheinen abzuwarten. Nur auf was? Cilla gelingt es, per SMS und MMS mit Paul Hjelm Kontakt aufzunehmen. Ihre Bilder zeigen den Spezialisten, dass die Bomben nur Attrappen sind und entschließen sich zur Stürmung der Bank. Doch die Geiselnehmer sind verschwunden. Während der Ermittlungen stellt sich schnell heraus, dass der Banküberfall nur fingiert war. Was sind die wahren Hintergründe der Tat und vor allem, wer steckt dahinter?
Arne Dahl lässt seinen vorliegenden Kriminalroman am Tag des Irakkriegs am 20.03.2003 beginnen. Die Hintergründe hierfür werden einem im Lauf der Geschichte verständlich. Wie auch die verschiedenen Handlungsstränge, die anfangs etwas verwirren, sich jedoch im Lauf des Buches schlüssig verbinden. Bei einem Erzählstrang handelt es sich um die Tagebucheinträge eines deutschen Soldaten 1941/42 vor Stalingrad. Und je länger dieser erzählt wird, umso verständlicher wird einem die äußerst komplex angelegte Story, auch wenn sie in meinen Augen doch stellenweise - besonders der Grund des Banküberfalls - etwas übertrieben ist.
Hauptbestandteil des Buches sind die Ermittlungsarbeiten des A-Teams, die von Arne Dahl wieder sehr nachdenklich, stellenweise etwas melancholisch, doch zu jederzeit interessant und spannend erzählt wird. Und auch seine Charaktere rund um das A-Team sind wieder gewohnt facettenreich und lebendig dargestellt. Allerdings ist es ratsam, schon das eine oder andere Buch vom A-Team gelesen zu haben, um verschiedene Äußerungen auch richtig verstehen zu können.
Alles in allem ist \"Totenmesse\" wieder ein gewohnt spannender Krimi mit einer äußerst komplexen Story. |
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Bellexr hat insgesamt 28 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von Bellexr anzeigen. |
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Bibliothek: Totenmesse von Arne Dahl
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