| 05.07.2009 | Bewertung:
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Anonym vergibt 8 von 10 Punkten |
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![]() Günter Ogger schildert in diesem Buch die Geschichte der weitverzweigten Familie Fugger, die zu ihrer Zeit einen großen Einfluß auf Politik und Kirche hatten - ganz einfach, weil sie Geld genug hatten, um Kaiser und Kirche zu *bezahlen* und diese somit finanziell von ihnen abhängig waren. Was sich vielleicht langweilig und zu sachlich anhört, ist tatsächlich eine ziemlich flüssig und interessant aufbereitete Biografie, die die Familie Fugger und die Zeit, in der sie leben anschaulich erzählt. Die Fuggers waren einerseits sehr sozial; andererseits wurden aber ihre Gegner rigoros mundtot gemacht. Sie förderten den Ablaßhandel, womit sie sich Martin Luther zum Feind machen, sie bestachen den Kaiser, damit er Gesetze erließ, die ihnen Vorteile brachten oder Konkurrenten schwächte, sie unterstützten auch den Papst mit Geldmitteln. Aber Günter Ogger berichtet nicht nur von dem immensen Erfolg sondern auch vom Untergang des Imperiums, als weniger erfolgreiche Nachfolger die Geschäftsführung übernahmen. Es ist alles in allem für ein reines Sachbuch sehr interessant geschrieben und unbedingt lesenswert. |
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Bibliothek: Kauf dir einen Kaiser von Günter Ogger
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