Bibliothek: Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde
Rezensionen
| 05.07.2009 | Bewertung:
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Anonym vergibt 8 von 10 Punkten |
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Oscar Wilde hat es geschafft eine Geschichte, die nur wenige Worte und somit Seiten in Anspruch genommen hätte, durch detaillierte Beschreibungen und großartigen Gedankengemälden in ein 280 Seitenwerk zu verwandeln. Die Geschichte des Dorian Gray zeigt wie fatal sich der Einfluss des Dandy Lord Henry auf dessen Charakter auswirkt und wie grauenhaft es sein kann, wenn jemand nie für seine Gräueltaten bestraft wird. Eine durch und durch gut durchdachte und schöne Geschichte, die es durch Wildes Sprache schafft regelrecht zu leuchten, obwohl sie doch nur schwarz auf weiß verfasst worden ist. Diese umschweifenden Erklärungen und Ausmalungen machen es jedoch schwer sich immer auf die Geschichte zu konzentrieren und nur zu oft schweift man mit den eigenen Gedanken ab. Demnach ist das Buch nichts für Leute, die gerne leicht und schnell lesen oder nichts mit soviel Kitsch anfangen können. Grundsätzlich verständlich sind die Gedankengänge der Akteure auch nicht immer, doch kann man auch bei großzügigen Ignorieren viel Freude mit dem Buch haben, wie an einem besonders großen und schönen Gemälde mit viel Emotion und niedrig dosierter Action. Denn nichts anderes ist das Buch, als ein schreiberisches Bildnis des Dorian Gray. P.S. Und ich weiß jetzt, warum alle Oscar Wilde für schwul hielten. |
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| 05.07.2009 | Bewertung:
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Anonym vergibt 10 von 10 Punkten |
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Das Bildnis des Dorian Gray ist nicht umsonst eines der bekanntesten Werke Oscar Wildes. Ist es doch sein einziger Roman unter vielen Theaterstücken, Kurzgeschichten, Märchen und Essays.In dieser großartigen Geschichte begleitet der Leser Dorian Gray nicht nur auf seinem sehr langen Leben, sondern auch auf eine Reise der Sinneswandlung. Stark von Lord Henry Wotton und seiner Weltsicht beeinflusst, meint Dorian zu erkennen, was wirklich wichtig im Leben ist und wünscht sich, ewig so jung und schön zu bleiben, wie er es ist. Doch wie so oft, hätte er besser aufpassen sollen, was er sich wünscht. "The Picture of Dorian Gray" entführt den Leser in die Abgründe der menschlichen Seele ebenso wie ans Ende des 19. Jahrhunderts. Man kann auch heute noch sehr gut nachvollziehen, warum dieser Roman damals ein Skandal war. Andeutungen an Homosexualität unter Männern waren damals ja nicht gerade alltäglich. Gerade solch vorsichtige, aber doch offensichtliche Anmerkungen, machen Dorian Gray zu einem noch größeren Leseerlebnis. Fazit: Ein Buch, das jeder gelesen haben sollte und ein Autor, dessen Talent sich nicht nur aufs Romanschreiben beschränkt. Von Wilde kann man wirklich alles lesen. P.S.: Oscar Wilde WAR schwul! |
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| 05.07.2009 | Bewertung:
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Anonym vergibt 10 von 10 Punkten |
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Dorian Gray ist für den Maler Basil Hallward die unvergleichliche Muse, die ihn zum Genie werden lässt. Lord Henry erscheint der schöne junge Dorian wie ein leeres Gefäß vollendeter Schönheit.Von der Schönheit des jungen Dorian überwältigt und ihm völlig verfallen, überschüttet Basil Dorian mit Komplimenten. Lord Henry erweckt den noch schlummernden Geist Dorians mit seiner Art. Basil versucht, Dorians blendende Schönheit in einem großen Porträt zu bannen. Dorian Gray ist entzückt, als er sich auf dem Porträt sieht, und wünscht sich, er möge immer derart jung und schön bleiben wie auf diesem Bild. Stattdessen soll das Porträt für ihn altern. Sein Wunsch wird Wirklichkeit. Dorian, dessen Horizont unter dem mieserablen Einfluss von Lord Henry weiter geworden ist, gerät in psychische Tiefen. Äußerlich bleibt er schön, doch sein (aus Angst vor Entdeckung verstecktes) Porträt spiegelt seine Seele, die immer furchterregender Tiefen erreicht. Wildes Roman (sein einziger) befasst sich mit der männlichen Schönheit und im Grunde mit dem Thema der Homosexualität. Das Buch ist unter Homosexuellen quasi Pflichtlektüre. Darüber hinaus sollten es auch alle anderen lesen, weil es ein ungeheurlich eloquentes Buch ist. Die Sprache verzaubert und zieht den Leser in den Bann. Die Art, wie Wilde Details beschreibt, zieht den Leser unmittelbar zu sich ins Buch. Wer es sich zutraut, sollte The Picture of Dorian Gray in englischer Sprache lesen. Es gibt zwar mittlerweile ein paar gute Übersetzungen, an die Originalschreibe kommt eine Übersetzung aber denknotwendig nicht heran. |
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Oscar Wilde hat es geschafft eine Geschichte, die nur wenige Worte und somit Seiten in Anspruch genommen hätte, durch detaillierte Beschreibungen und großartigen Gedankengemälden in ein 280 Seitenwerk zu verwandeln.