| 27.10.2009 | Bewertung:
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roccosmom vergibt 7 von 10 Punkten |
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Der Schriftsteller und Humorist Jean-Louis Fournier erzählt in lauter kurzen Anekdoten über das Leben seiner körperlich, wie geistig, behinderten Kinder. Da er dieses Buch als Vater geschrieben hat, nimmt er sich auch die Freiheit heraus über seine Kinder zu witzeln, zu spotten und die unschöne Wahrheit über ihr Leben darzustellen. Manchmal ist man daher von Herrn Fourniers Worten sehr erschrocken und fragt sich, wie er so über seine eigenen Kinder reden kann. Doch man merkt auch, dass dieses Makabre einfach seine Art ist, mit diesem schwierigen Schicksal umzugehen und damit klar zu kommen gleich die doppelte Last tragen zu müssen. Vielleicht ist er mit der Zeit auch einfach abgestumpft und/oder er provoziert bewusst.
Was mich etwas gestört hat, ist, das er kurz angeschnitten hat das er noch eine „normale“ Tochter hat und mit ihr auch etwas passiert sei. Aber was? Warum schreibt er nur über seine Jungs und lässt die Tochter ganz außen vor? Klar, es soll ein Buch über seine behinderten Kinder sein. Dennoch finde ich dass die Tochter und die Mutter wirklich zu kurz kommen. Immerhin gehören sie genau so zur Familie.
Was mich absolut schockiert hat, war eine Stelle als Jean-Louis Fournier erzählt hat, wie er seiner Frau sagte ,das er sich überlegt hätte Mathieu und Thomas, wenn sie alt genug zum rasieren seien, mit dem Rasiermesser ins Badezimmer einzuschließen und erst wieder aufzumachen wenn es drinnen still geworden wäre. Dann könne man aufwischen… Mir ist schon klar dass er dies nicht ernst gemeint hat und er seine Jungs trotz dieser Worte bedingungslos liebt. Dennoch haben mich diese Gedanken sehr getroffen. Was würden seine Söhne denken, wenn sie dies lesen könnten? Ich als Kind wäre geschockt und tief betroffen. Und ist es lustig oder erschütternd dauernd zu wiederholen dass seine Kinder nur Stroh im Kopf haben? Ich weiß es wirklich nicht.
Neben diesen ganzen schrecklichen Gedankenn merkt man dem Autor jedoch auch den Neid auf andere Eltern, mit „normalen“ Kindern an. Man merkt dass er die Schuld, für das Unglück seiner Kinder, bei sich sucht.
Dieses sehr kurze Buch lässt einen sehr nachdenklich und aufgewühlt zurück. Die verschiedenen Anekdoten aus fast allen Lebensbereichen zu lesen ist ein Wechselbad der Gefühle. Auf jeden Fall wird dieses Buch eines schaffen: das man viel darüber diskutiert und das alle Eltern gesunder Kinder glücklich über ihre Rabauken sind. Ich muss zugeben dass diese Rezension sich jetzt eher negativ liest, dennoch ist „Wo fahren wir hin, Papa?“ wirklich ein ganz besonderes Schicksalsbuch das man sich ruhig mal durchlesen sollte.
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| 24.05.2010 | Bewertung:
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Pharo72 vergibt 8 von 10 Punkten |
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![]() Einen Vater ereilt das Schicksal ein behindertes Kind in die Welt gesetzt zu haben. Unter großen Mühen findet er sich damit ab und stellt sich den enormen Herausforderungen im Alltagsleben. Doch kann das Schicksal so grausam sein und ein zweites Mal zuschlagen? Es kann. Auch der zweite Sohn, Thomas, kommt mit den selben Behinderungen auf die Welt. In kleinen Episoden erzählt der Autor aus dem Leben des Vaters mit seinen behinderten Söhnen und wie er fast daran zerbricht. |
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Bibliothek: Wo fahren wir hin, Papa? von Jean-Louis Fournier
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