Bibliothek: Auf ganzer Linie von Keith Lowe
Rezensionen
| 05.07.2009 | Bewertung:
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Anonym vergibt 10 von 10 Punkten |
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Eine Wette unter Männern ist Ehrensache! Und so kommt es, daß Andy um 5 Uhr morgen darauf wartet, daß die U-Bahn-Station Morden geöffnet wird. Denn mit seinem Freund Rolf hat er gewettet, daß er es schafft, an einem Tag alle 265 Stationen der London Underground anzufahren; als Beweis muss er von jeder Station ein Foto schießen. Machbar - sicher. Aber an diesem Tag? Denn es ist nicht irgendein Tag: kurz nach Mitternacht will Andy mit seiner Verlobten Rachel in den Nachtzug nach Paris steigen und gemeinsam wollen sie zu ihrer Hochzeit fahren. Wenn mans eben nicht schafft, dann ist die Wette verloren? Nun, ganz so einfach ist es leider nicht. Denn Rolf hat als Unterpfand sehr, SEHR wichtige Dinge einbehalten, die Andy sich Hinweisen folgend an verschiedenen Stellen abholen kann: darunter relativ unbedeutende Dinge wie Wohnungs- und Autoschlüssel, aber auch die Zugtickets und Andys Paß! Sein anfänglicher Optimismus verläßt Andy jedoch schnell und je weiter der Tag fortschreitet, umso mehr sieht er seine Felle wegschwimmen. Aber er muss es einfach schaffen!Es gibt die Kaputten, die ganz Kaputten - und dann gibt’s noch die U-Bahn-Fanatiker. Rolf und Andy sind solche. Andy etwas treuherzig und Rolf umso durchtriebener. Der Roman ist - wie nicht anders zu erwarten, eine Hommage an die Londoner U-Bahn, der Finger steckt permanent wartend in der aktuellen Seite, während man nach vorn oder hinten zur Umschlaginnenseite blättert, um die gerade aktuellen Haltestellen bzw. Streckenabschnitte zu finden. Selbstredend erfährt man dabei sehr viel Wissenswertes, Rekordverdächtiges über dieses riesige U-Bahn-Netz. Nicht empfehlen würde ich das Buch jemandem, der London und demzufolge auch die U-Bahn (noch) nicht kennt. Denn der/demjenigen könnte es passieren, daß ihr/ihm die Lust auf einen Besuch komplett verlorengeht. Zimperlich darf man nicht sein - Angst etwa vor Menschenmassen, schrägen Gestalten, sich schnell schließenden Türen und engen Gängen ist die beste Voraussetzung, daß "Auf ganzer Linie" zum schlimmsten Buch wird, daß Sie je gelesen haben. Der Schluß ist zu erwarten, aber wie so oft überhaupt nicht entscheidend. Als Erstlingsroman absolut gelungen. Ein wundervolles Buch! |
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Eine Wette unter Männern ist Ehrensache! Und so kommt es, daß Andy um 5 Uhr morgen darauf wartet, daß die U-Bahn-Station Morden geöffnet wird. Denn mit seinem Freund Rolf hat er gewettet, daß er es schafft, an einem Tag alle 265 Stationen der London Underground anzufahren; als Beweis muss er von jeder Station ein Foto schießen. Machbar - sicher. Aber an diesem Tag? Denn es ist nicht irgendein Tag: kurz nach Mitternacht will Andy mit seiner Verlobten Rachel in den Nachtzug nach Paris steigen und gemeinsam wollen sie zu ihrer Hochzeit fahren. Wenn mans eben nicht schafft, dann ist die Wette verloren? Nun, ganz so einfach ist es leider nicht. Denn Rolf hat als Unterpfand sehr, SEHR wichtige Dinge einbehalten, die Andy sich Hinweisen folgend an verschiedenen Stellen abholen kann: darunter relativ unbedeutende Dinge wie Wohnungs- und Autoschlüssel, aber auch die Zugtickets und Andys Paß! Sein anfänglicher Optimismus verläßt Andy jedoch schnell und je weiter der Tag fortschreitet, umso mehr sieht er seine Felle wegschwimmen. Aber er muss es einfach schaffen!