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Bibliothek: Eisiges Blut von Robert Masello
Titel:      Eisiges Blut
Autor:      Robert Masello
ISBN-10(13):      359618519X
Verlag:      Fischer
Publikationsdatum:      2009
Edition:      Taschenbuch
Sprache:      Deutsch
Bewertung:      3.5  (7 von 10 Punkten)
Bild:     

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Beschreibung:     

Nach einem schweren Schicksalsschlag übernimmt der Journalist Michael Wilde einen Auftrag, der ihn in die Antarktis führt. In der frostigen Einsamkeit hofft er Abstand zu finden, doch in die rationale Welt der Polarforscher bricht urplötzlich das Dunkle und Irrationale ein: Bei einem Tauchgang entdeckt Michael Wilde die beiden Körper eines Mannes und einer Frau aneinandergekettet und perfekt konserviert in hundertfünfzig Jahre altem Gletschereis. An ihrer Seite wird eine Truhe mit geheimnisvollem Inhalt gefunden. Der mysteriöse Fund bringt Wilde auf die Spur einer Geschichte, die Jahrhunderte und Kontinente überspannt. Und die sein Leben für immer verändern wird.



 

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Rezensionen
29.10.2009 Bewertung:  4 silkedb vergibt 8 von 10 Punkten

Dornröschen schläft im Eis

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Inhalt:
Als Journalist für das Eco-Travel Magazin hat Michael Wilde schon viele Orte auf der Welt besucht. Nach einem persönlichen Schicksalsschlag hat er sich lange aus dem Berufsleben zurückgezogen, doch dem neuesten Rechercheangebot kann er nicht widerstehen. Michael soll einen Monat auf der Forschungsstation Point Adèlie in der Antarktis verbringen und über das Leben und die Forschungen dort berichten. Schon auf der Hinreise macht er die Bekanntschaft des Wissenschaftlers Darryl Hirsch, der zu einem längeren Aufenthalt auf der Station aufbricht. Der Journalist und der Wissenschafter leben sich schnell in der Forschungsstation ein und auf einem gemeinsamen Tauchgang macht Michael eine unglaubliche Entdeckung. Im Eis unter Point Adèlie findet er eine Truhe mit alten Flaschen und einen Eisblock, aus dem ihn das Gesicht einer jungen Frau entgegen schaut. Es gelingt dem Team, den Eisblock zu bergen und zur Station zu bringen. Doch im Eisblock befindet sich nicht nur die junge Frau, sondern sie ist auch noch an einen Mann gekettet. Wer sind die beiden Unbekannten und wie sind sie in diese Situation geraten?


Meine Meinung:
\"Eisiges Blut\" von Roberto Masello hat mich überrascht. Laut Coveraufdruck, soll es sich hier um einen Thriller handeln. Zudem wird damit geworben, dass es sich hier um einen Spannungsroman handeln würde, wie er auch das Ergebnis einer gemeinsamen Arbeit von Michael Crichton und Stephenie Meyer sein könnte. Wer diese beiden Autoren kennt, wird daher schon vermuten, dass die Themen Wissenschaft und Vampire eine Rolle spielen könnten.
Ich weiß nicht so recht, ob ich die Umsetzung durch Roberto Masello nun gut finden soll oder nicht.
Es gab Szenen im Buch, die mir im Sinne des Gruselfaktors eine echte Gänsehaut beschert haben. Ich finde generell eine unterschwellige Bedrohung beängstigender, als offensive Gewalt. Ich denke jedoch nicht, dass dieses Buch aus diesem Grund schon die Einstufung als Thriller verdient. Echte Fans des Genres werden enttäuscht sein. Eine Ähnlichkeit zu den Büchern von Stephenie Meyer konnte ich ebenfalls nicht wirklich feststellen. Die alleinige Verbindung durch einen gemeinsamen Begriff reicht hierzu nicht aus. Was mir jedoch an \"Eisiges Blut\" sehr gut gefallen hat, ist die Schilderung der Forschungsstation Point Adèlie, der Forschungsarbeit und dem Leben Nahe dem Südpol. Roberto Masello beginnt seinen Roman mit der Schilderung, wie das aneinander gekettete Paar ins Eis gelangt ist. Mit einem weiteren Sprung in die Vergangenheit zur Zeit des Krimkrieges im 19. Jahrhundert, wird nun die Geschichte von Sinclair und Eleanor, dem Paar im Eis, erzählt. Dabei wechselt der Autor diese Episoden mit den Ereignissen in der Forschungsstation ab. Teilweise handelt es sich daher auch um einen historischen Roman.
Insgesamt gesehen, haben mir die Kapitel die in der Gegenwart spielen deutlich besser gefallen. Die Kriegsszenen waren mir zu anschaulich und ausführlich beschrieben und passten nicht so recht zum Rest des Romans. Ich hatte den Eindruck, dass die Szenen in der Vergangenheit so gestreckt wurden, um ein Gleichgewicht zwischen den unterschiedlichen Teilen den Buchs zu schaffen.
Die wissenschaftlichen Theorien und Forschungen, die Roberto Masello in \"Eisiges Blut\" eingeflochten hat, konnten mich überzeugen und haben einen interessanten Aspekt in eine eigentlich schon ziemlich abgenutzte Geschichte gebracht. Auch wenn das Ende ziemlich offen gestaltet ist, kann ich mir eine Fortsetzung jedoch nur schwer vorstellen.


Fazit:
Ein interessanter Versuch eines genreübergreifenden Thrillers, der jedoch nicht zu 100 Prozent überzeugen kann.


silkedb hat insgesamt 31 Rezensionen angelegt.

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20.01.2010 Bewertung:  3 kleinfriedelchen vergibt 6 von 10 Punkten

Mysterythriller im ewigen Eis

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Seit seine Freundin nach einem Unfall beim Bergsteigen im Koma liegt, geht es Michael Wilde nicht allzu gut. Als er von seinem Arbeitskollegen gebeten wird, einen Artikel über den Südpol zu schreiben, inklusive einmonatigem Aufenthalt, überlegt er daher nicht lange. Wo kann man schließlich besser Abstand gewinnen zum deprimierenden Alltag als am menschenleeren, unbarmherzigen Südpol?

Was jedoch eigentlich als Bericht über das normale Leben unter diesen unwirtlichen Bedingungen geplant ist, droht schon nach kurzer Zeit ein Horrorbericht zu werden. Denn bei einer Tauchtour findet Michael ein eingefrorenes Liebespaar im Eis. Als wäre das nicht schon Sensation genug, geschehen bald darauf schreckliche Dinge. Das aufgetaute Paar scheint spurlos verschwunden zu sein und ein Mann wird von einem Schlittenhund angegriffen und stirbt. Während die Wissenschaftler noch ratlos sind über den Verbleib des Paares, wird ein weiterer Wissenschaftler ermordet… von dem Mann, der eigentlich tot sein sollte.

Robert Masello verknüpft in seinem Buch „Eisiges Blut“  zwei parallel verlaufene Erzählstränge miteinander. So erfährt man neben den Geschehnissen am Südpol auch die Geschichte von Eleanor und Sinclair. Einem Liebespaar, das Mitte des 19. Jahrhunderts in England lebte und das letztendlich aneinandergefesselt im ewigen Eis gelandet ist.

Durch seinen angenehm flüssigen Schreibstil hat Masello einen netten Unterhaltungsroman geschaffen, der mich allerdings mit seinen manchmal überraschend brutalen Ereignissen schockiert hat. Aber gerade diese Szenen haben der zeitweise schwächelnden Geschichte wieder Spannung eingehaucht. Besonders die Ereignisse in der Vergangenheit haben sich manchmal etwas fad dahingezogen und das Lesen erschwert. Obwohl ich die Handlung sehr interessant fand, wurde das Ganze jedoch gegen Ende ziemlich vorhersehbar und zu kurz gefasst, als wären dem Autor die Ideen ausgegangen. Trotzdem habe ich mich gut unterhalten gefühlt.


kleinfriedelchen hat insgesamt 37 Rezensionen angelegt.

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12.02.2010 Bewertung:  4 Maren vergibt 8 von 10 Punkten

Kein Thriller, aber schön zu lesen

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Eisiges Blut erzählt eigentlich zwei Geschichten, die sich erst kurz vor dem Ende zu einer einzigen vereinen:
Im Jahre 1854 lernt die junge Krankenschwester Eleanor den Offizier Sinclair kennen, als sie eine Verletzung von ihm versorgt. Ihre Wege kreuzen sich schon bald erneut und die beiden verlieben sich ineinander.
In der heutigen Zeit muss der Journalist Michael einen tragischen persönlichen Schicksalsschlag verkraften. Als er das Angebot bekommt, in die Antarktis zu reisen und etwas über den Alltag in einer Forschungsstation dort zu schreiben, nimmt er an. Schon bald geschieht etwas Spektakuläres: Im ewigen Eis werden zwei Leichen und eine Flasche Wein gefunden. „Dornröschen“ nennen die Forscher die eingefrorene Frau, deren Anblick Michael berührt und fasziniert. In der Flasche ist allerdings kein Wein, sondern verseuchtes Blut und die Leichen nicht so tot, wie gedacht ...

Dieses Buch läuft als Thriller, was es eher nicht ist. Mir fällt es schwer, es in eine Kategorie einzusortieren. Es gibt eine Liebesgeschichte, doch die nimmt nur einen kleinen Teil ein und ist auch nicht gerade das, was man von einer Liebesgeschichte erwartet. Es gibt historische Elemente, die zwar sehr gut gelungen sind, aber auch nicht so viel Platz einnehmen. Dazu kommt noch ein guter Schuss Fantasy. Und dieses Gemisch funktioniert. Vielleicht nicht gerade als Thriller; jene Leser, die einen temporeichen Spannungsroman erwarten, werden das Buch vermutlich schon bald genervt zur Seite legen. Aber es ist eine schön geschriebene, unterhaltsame Geschichte.
Mir hat die Charakterausarbeitung sehr gefallen, alle handelnden Figuren bekommen genügend Raum, sich zu entfalten. Sinclair ist ein Mann seiner Zeit, als solcher kommt er glaubwürdig rüber. Schade nur, dass er und Eleanor dann aufgetaut nicht mehr Raum bekamen und das Ende doch ein wenig enttäuscht.
Trotzdem hat mir das Buch gefallen. Die Fantasyelemente werden gut mit eingewebt und auch in sich schlüssig erklärt. Und der Schreibstil ist sehr schön zu lesen.


Maren hat insgesamt 157 Rezensionen angelegt.

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02.04.2010 Bewertung:  4 Toschi3 vergibt 8 von 10 Punkten

Eiskaltes Leben

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Der Fotograf und Journalist Michael wird für zwei Monate in die Antarktis geschickt, um eine Reportage über eine dortige Forschungsstation zu schreiben. Bei einem Tauchgang finden die Forscher zwei Leichen im Eis eines Gletschers. Sie bergen den Fund und tauen ihn langsam auf. Doch es taut nicht nur das Eis...

 

Mit seinem 640-Seiten-Roman legt der Autor ein unterhaltsames Stück Spannung hin. Leicht findet man sich in die handelnden Personen hinein und die in Handlungsstränge lassen gut den Zusammenhang erkennen. Jedoch sollten alle die, die einen spannenden und blutigen Krimi erwarten, ihre Hoffnungen etwas zurücksetzen. Hier handelt es sich mehr um einen Spannungsroman. Und nicht vergessen: es ist Fiktion.

 

Der Schreibstil von Masello ist flüssig, man merkt, dass er sowohl hinsichtlich der Forschungsstation als auch historisch gut recherchiert hat. Man kommt gut in der Handlung voran und muss sich nicht durch die Seiten quälen. Auch die Charaktere sind überzeugend dargestellt. Masello konzentriert sich mit eingehenderen Darstellungen geschickt auf die notwendigen Informationen. Manche mögen meinen, dass den Personen der Tiefgang fehlt, aber in meinen Augen wäre es damit wohl zu viel des Guten.

 

Einziges Manko in meine Augen: Die Geschichte, besonders der historische Part, ist recht lang. Jedoch ist es nie langweilig oder langatmig, aber ca. 100 Seiten weniger hätten dem Roman zu 5 Sternen verholfen.


Toschi3 hat insgesamt 56 Rezensionen angelegt.

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18.05.2010 Bewertung:  3.5 Bellexr vergibt 7 von 10 Punkten

Mysteriöse Ereignisse auf der Krim, die bis in die Gegenwart reichen

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Als der Fotojournalist Michael Wilde den Auftrag erhält, für eine Fotoserie an den Südpol zu reisen, kommt dies seinem Gemütszustand nur recht. Durch einen Unfall liegt seine langjährige Freundin Kristin im Koma und Michael quält sich seitdem mit Schuldgefühlen. So genießt er die Abwechslung der beschwerlichen Anreise und schon schnell ist auch seine Abenteuerlust wieder geweckt und er stürzt sich voller Elan in das Abenteuer Südpol. Ohne Probleme findet er sich mit den unwegsamen Begebenheiten eines Forschungscamps zurecht und freundet sich schnell mit der Ärztin Charlotte und dem Wissenschaftler Darryl an. Als Darryl einen Tauchgang unternehmen will, ist Michael mit Begeisterung dabei, doch dieser Tauchgang wird sein Leben wie auch das der Bewohner des Forschungscamps entscheidend verändern. Nahe einem Gletscher ist eine Frau in Ketten gefesselt im Eis eingefroren, in ihrer Nähe wird noch eine Truhe entdeckt. Schnell kann er den Leiter den Forschungscamp von der Bergung überzeugen. Kaum ist die Eisleiche samt Truhe im Forschungscamp angekommen, überschlagen sich die Ereignisse.

 

Sehr anschaulich erzählt Robert Masello das Leben auf einem Forschungscamp am Südpol mit seinen ganzen Unwegsamkeiten, die das menschenfeindliche Wetter mit sich bringen. So taucht man mühelos in die Story ein und auch die teils wissenschaftlichen Erklärungen einiger Forschungsgebiete sind informativ und interessant in die Story eingearbeitet. Und das ist die Geschichte auch anfangs bis ca. zur Mitte des Buches hin: Ein spannender, interessanter Wissenschaftsthriller. Tja, und dann wird’s mystisch bis phantastisch und – so ging es mir zumindest – ist man erst einmal etwas verwundert über die Wandlung, welche die Geschichte nimmt. Wenn man sich jedoch auf diesen Genrewechsel einlässt, bleibt die Story spannend erzählt, bedingt auch durch den wirklich flüssigen, lebendigen Schreibstil von Robert Masello.

 

Die Geschichte wechselt ständig zwischen Michael, den Geschehnissen im Forschungscamp und dem Leben von Eleanor und Sinclair Ende des 19. Jahrhunderts, bis sich schließlich beide Handlungsstränge in der Gegenwart wiederfinden. Auch in der Gegenwart bekommt man durch Rückblicke von Eleanor und Sinclair ihre Geschichte bis zum Auffinden im Eis erzählt. Dies ist durchweg spannend umgesetzt und die Wechsel wurden vom Autor gut gelegt, somit ist ein Weiterlesen meist unumgänglich.

 

Die Charaktere beschreibt der Autor sympathisch und detailreich, sodass man sehr schnell eine Vorstellung von ihnen erhält, besonders hier von seinem Protagonisten Michael. Allerdings sind die Figuren jetzt nicht unbedingt tiefgreifend beschrieben. So werden die Schuldgefühle von Michael, welche er durch den Unfall von Kristin hat, doch eher oberflächlich abgehandelt. Ok, dafür ist es halt auch ein Thriller bzw. Abenteuerroman, wo man dies auch nicht unbedingt erwartet. Warum der Autor diese Nebenstory jedoch eingebaut hat, bleibt mir ein Rätsel, da dies absolut unnötig für die Story ist und der Figur hierdurch keine Tiefe verliehen wird.

 

Fazit: Was wie ein Wissenschaftsthriller beginnt, endet als Fantasy Roman mit Science Fiction-Einschlag. Wer sich auf diesen abrupten Genrewechsel einlässt, bekommt eine interessante, spannende Geschichte geboten.


Bellexr hat insgesamt 28 Rezensionen angelegt.

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