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Fantasy: Das Lied der Banshee: Roman (PAN)
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Titel:      Das Lied der Banshee: Roman (PAN)
Kategorien:      Fantasy
BuchID:      1886
Autor:      Janika Nowak
ISBN-10(13):      3426283395
Verlag:      PAN
Publikationsdatum:      2011-01-10
Edition:      Hardcover
Number of pages:      480
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

3.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Das Lied der Banshee
   


Rezensionen
Die letzte Banshee rettet die Welt

22.02.2011 Bewertung:  4 roccosmom vergibt 8 von 10 Punkten

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Zwölf Wächter, die Kinder der Urgötter Gaia, Aither, Pontos und Nyx, wachen jeweils 1000 Jahre über die Erde. Als der erste der zwölf Wächter von neuem erwacht, kann er nicht fassen was sich in den letzten 12.000 Jahren alles geändert hat. Also sinnt er darauf die alte Weltordnung wieder herzustellen. Terra soll wieder so werden wie es früher war!

 

Aileen hat währenddessen schon länger das Gefühl, das mit ihr etwas nicht stimmt.

Als ihr dann ein völlig Fremder eröffnet dass sie die letzte Banshee sei, kann Aileen dies natürlich nicht glauben. Doch übernatürliche Angriffe öffnen ihr die Augen und Aileen tritt ihr Erbe an. Gemeinsam mit ihrem Arbeitskollegen Thomas, einer Sirene, einem Wassermann und einer Oni muss sie den Kampf gegen die bösen Nyxianer aufnehmen.

 

Aileen, ein heimliches Wesen aus der irischen Sagenwelt, erzählt die Handlung aus ihrer Sicht und hängt dabei auch öfter ihren durchaus kritisch-ironischen Gedanken nach. Der Schreibstil ist dabei absolut angenehm zu lesen. Man erfährt gleich von Aileens irischer Abstammung und das sie ihr Äußeres nicht so wirklich mag. Sie kommt sich mit ihren hellen Haaren, der hellen Haut und den immer heller werdenden Augen wie ein ausgeblichenes Mädchen mit seltsamen Augen vor. Doch wer denkt dann schon gleich an ein magisches Erbe?

Ungewöhnlicherweise macht die Halbwaise eine Tischlerlehre. Für mich die beste Idee des Buches, das Aileen eben diese Lehre macht, weil ihr das Kreischen der Säge so gefällt.

 

Sehr erfrischen fand ich auch, das hier einmal die weibliche Hauptperson „magisch“ ist, während der Mann den menschlichen Part einnimmt. In den meisten Roman ist dies ja immer noch anders herum.

Zudem kann ich behaupten, dass ich mich nicht erinnern kann, jemals einen Roman mit so einer Vielzahl von verschiedenen magischen Wesen gelesen zu haben. Nicht nur die westlichen Sagengestalten finden hier Platz, sondern auch asiatische.  Die Autorin steckt wirklich voller guter Ideen; wobei es dennoch einen kleinen Minuspunkt gibt. Etwas zum Ende hin gibt es eine Stelle, von der ich mir viel mehr versprochen hatte. Das Problem schien mir kniffelig und wurde plötzlich von einem auf den anderen Moment *puff* gelöst. Friede, Freue, Eierkuchen. Das ging mir eindeutig zu schnell! Lieber hätte ich noch 20 Seiten mehr gelesen, wäre aber im Ergebnis zufriedener gewesen.

 

Optisch finde ich „Das Lied der Banshee“ absolut ansprechend. Im Buch sind durchgehend schwarz-weiße Illustrationen enthalten. Diese lockern die gesamte Lektüre auf und haben gleichzeitig Kindheitserinnerungen bei mir geweckt. Ich musste immer an meine ersten dickeren Kinderbücher denken, in denen kleine Zeichnungen einfach noch dazugehörten!

Auch das herbstliche Cover, das Aileen nur in Orange-Braun-Tönen zeigt, ist ein Highlight. Obwohl sich mir nicht wirklich erschließt, warum Aileen in diesen Farben abgebildet wird, während sie als blasses „Albino-Mädchen“ im Buch dargestellt wird.

 

„Das Lied der Banshee“, der erste Roman einer deutschen Fantasyautorin, der im PAN-Verlag veröffentlicht wurde, kann sich auf jeden Fall sehen lassen.

Viele Sagengestalten und eine spannende Geschichte laden zu einem kurzweiligen Lesevergnügen ein. Spaß beim Lesen ist also garantiert!


roccosmom hat insgesamt 134 Rezensionen angelegt.


Bestechende Optik – schwacher Inhalt

23.02.2011 Bewertung:  3 horrorbiene vergibt 6 von 10 Punkten

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Die Aufmachung des Buches hat mich schlicht umgehauen. Ein wunderschönes melancholisches Cover, das sehr herbstlich und romantisch wirkt. Die Illustrationen von Nina Nowacki sind wirklich bezaubernd und hervorragend in das Layout des Buches integriert. Solche optischen Vorzüge wecken bei mir auch immer hohe Erwartungen. In diesem Fall habe ich ein mystisch-fantastisches Werk erwartet, dass mich bezaubert und Sehnsüchte weckt. Leider hat der Text nicht das gehalten, was die Optik verspricht.

Das Buch hat es nie geschafft mich ganz mitzureißen und ist meilenweit entfernt von bezaubernd. Das liegt vielleicht an dem Hauptcharakter. Ich kann nicht mal richtig in Worte fassen, was mich an ihr stört. Aileen wirkt irgendwie nicht authentisch. Ich kenne das noch von meiner eigenen Teenagerzeit: Da war ein Typ, in den war ich verschossen. Außer anhimmeln war nicht viel, denn sobald irgendwie Kontakt entstand, habe ich sofort abgeblockt, da er ja merken könnte, dass ich ihn toll fand. Ähnlich ist dies auch bei der siebzehnjährigen Aileen. Nur hält sie dieses seltsame Verhalten auch aufrecht, als offensichtlich war, dass ihr Thomas etwas für sie empfindet. Und dies war im Buch eigentlich sofort der Fall, dennoch verhält sie sich absolut dämlich. Nicht mal mehr pubertär – einfach nur dämlich. Durch solche Gegebenheiten und der Tatsache, dass die Handlung in einem echt rasanten Tempo vonstatten geht, schafft es das Buch nicht tiefgründig zu werden und plätschert oberflächlich dahin. Unter rasantem Tempo verstehe ich in diesem Fall, dass immer neue Elemente/Wesen/Charaktere eingeführt werden, ohne diesen genug Raum zu geben sich zu entfalten. So springt auch die Handlung schnell von Ort zu Ort. Eben noch in Warschau, dann schon in Moskau und plötzlich in Paris und das mit einem Mustang. Auch vermeintliche Hauptcharaktere werden nicht gut ausgearbeitet und bleiben flach. Ihre Hintergründe werden erwähnt, doch nicht wirklich thematisiert. Neue Dinge sind schnell als gegeben abgestempelt. So werden die mystischen Elemente nicht ausgelebt und ob Aileen nun eine Banshee ist oder nicht, eigentlich ist es egal, außer dass sie mit ihrer Stimme mühelos einfach alle Gegner niedermachen kann.
Außerdem habe ich das Gefühl, dass das Buch sich selbst auf die Schippe nheme möchte, denn das ganze Werk wirkt irgendwie nicht ernsthaft.
Dem Buch zugute halten muss man, dass es sich hierbei eindeutig um ein Jugendbuch handelt. So kann ich einen Teil der Oberflächlichkeit verzeihen. Vielleicht mag sich auch ein jüngeres Publikum davon verzaubert fühlen. Bei mir hat es jedenfalls nicht gezündet. Gut, dass es keine Fortsetzung gibt.
Fazit: Covergestaltung und Illustrationen sind wirklich hervorragend, leider spiegelt sich dies im Text nicht wieder. Das Buch bleibt oberflächlich und weiß dadurch und durch das hohe Tempo den Leser nicht zu verzaubern. Für ein junges Publikum ist es jedoch zu empfehlen.

horrorbiene hat insgesamt 42 Rezensionen angelegt.


 
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