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Krimi/Thriller: Verwesung
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Titel:      Verwesung
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      1932
Autor:      Simon Beckett
ISBN-10(13):      3805208677
Verlag:      Wunderlich
Publikationsdatum:      2011-02-24
Edition:      3.
Number of pages:      448
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
Bild:      cover           Button Buy now



   


Rezensionen
gut lesbar, aber sonst...

23.03.2011 Bewertung:  3 lesezimmerchen vergibt 6 von 10 Punkten

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Dr. Hunters aktueller Fall beginnt in der Vergangenheit, einer Vergangenheit, bevor sein Leben sich auf den Kopf stellte. Damals wurde er zu einer Untersuchung beordert, bei der eine Leiche geborgen und einem gefassten Serienmörder zugeordnet werden soll.
Acht Jahre später holt ihn eben dieser Fall wieder ein, als der Killer fliehen kann und gleichzeitig eine der damals am Fall Beteiligten ihn um Hilfe bittet, ihm aber nur kryptische Hinweise auf den Grund gibt.
Als Hunter bei ihr eintrifft, findet er sie niedergeschlagen und ihr Haus verwüstet vor\'

Bei diesem Buch handelt es sich um den vierten Teil der Reihe um David Hunter, was den Autor in die glückliche Lage versetzt, nicht mehr viel Text in die Charakterisierung des Protagonisten stecken zu müssen. Allerdings versteht er es dennoch, einen Zugang zu Hunters Innerem und seinen Gedankengängen zu bieten, so dass auch Serien-Neulinge gut in das Buch hinein finden. Darüber hinaus wird immer wieder kurz auf vergangene Erlebnisse und Fälle Hunters hingewiesen, so, dass die Neugier angefacht, die eigentliche Handlung aber nicht gestört wird.

Die anderen Figuren allerdings bleiben ähnlich spärlich beschrieben und somit leider sehr blass.
Trotz des flüssigen und somit sehr leicht lesbaren Schreibstils wirkt die Geschichte teilweise wie gebremst. Als Leser hat man manchmal das Gefühl, sich im Kreis zu drehen.
Auch wirkt der Plot als solcher zu konstruiert, ein wenig wie ein schlecht gereimtes Gedicht. Das Finale wirkt fast schon albern, das Ende lässt einen fast schon kopfschüttelnd zurück.

Sicher nicht der beste Thriller, den ich jemals gelesen habe. Leider schmälern Schwächen in Konstruktion und Figurenaufbau das durch den guten Stil ermöglichte Lesevergnügen.


lesezimmerchen hat insgesamt 14 Rezensionen angelegt.


Verwesen wird dieses Buch nicht im Regal

27.03.2011 Bewertung:  4 zahnfee vergibt 8 von 10 Punkten

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Klappentext:

Sie mussten tot sein. Von den Tina Williams und den Bennett-Zwillingen fehlte jede Spur. Als der Außenseiter Jerome Monk bei dem Überfall auf ein viertes Mädchen gefasst wird und die Morde gesteht, sind alle erleichtert. Ein Alptraum scheint zu enden. Doch Monk weigert sich zu verraten, wo die Opfer begraben sind.

Bis in den Sümpfen von Dartmoor eine Leiche gefunden wird. David Hunter kann Tina Williams identifizieren. Mit Hilfe der Profilerin Sophie versuchen David und sein Freund Detective Terry Connors, auch die anderen beiden Mädchen zu finden. Eine großangelegte Suchaktion im Moor endet jedoch in einem Desaster.

10 Jahre später bricht Jerome Monk aus dem Hochsicherheitsgefängnis aus und scheint sich an allen, die damals an der Suche beteiligt waren, rächen zu wollen. Auch an Terry und David, die schon lange keine Freunde mehr sind. Zusammen mit Sophie versucht David, Jerome zu stoppen und merkt erst viel zu spät, dass die wahre Bedrohung aus einer ganz anderen Richtung kommt.

Inhalt:

Ein neuer Fall für David Hunter. Vor acht Jahren wurde er gerufen um Die Opfer des Serienmörders Jerome Monk forensisch zu untersuchen. Acht Jahre später bricht Monk aus dem Gefängnis aus und der alte Fall erhält neue Brisanz. Wird irgendjemand Monk finden und aufhalten können?

Meine Meinung:

In Beckett `scher Manier durchgestylter Thriller, der sehr spannend geschrieben ist. Besonders schön sind die Rückblenden auf den Fall acht Jahre zuvor. So erfährt man auch was David Hunter`s Familie widerfuhr, wovon in den vorherigen Teilen ja schon die Rede war. So schließt sich ein Kreis um die Hauptfigur, der wunderbar schlüssig David Hunters Privatleben erzählt und dabei nie den Bezug zum aktuellen Mordfall verliert.

Der Autor schafft es den Spannungsbogen hochzuhalten und das Tempo in der Geschichte gut zu variieren, allerdings werden eingefleischte David Hunter Fans enttäuscht über die Art mit der seine Arbeit beschrieben wird. Keinerlei forensische Details sondern nur oberflächliche Mitarbeit. Auch ist die Geschichte insgesamt sehr unblutig.

Schade fand ich wieder einmal das überkonstruierte Ende. Mehr möchte ich dazu jedoch nicht verraten, die Auflösung ist in sich zwar schlüssig aber durch das Zuviel an Tempo entwickelt sich kein Gänsehautfeeling, sondern nur ein müdes A-ha.

Fazit:

Ein spannender Thriller und ein Muss für alle Davis Hunter - Fans. Allerdings nicht so gut wie die Vorgänger

 


zahnfee hat insgesamt 16 Rezensionen angelegt.


Wahrlich ein Krimi-König !

14.04.2011 Bewertung:  4.5 CabotCove vergibt 9 von 10 Punkten

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Verwesung“ ist nach „Die Chemie des Todes“, „Kalte Asche“ und „Leichenblässe“ der vierte Krimi um den forensischen Anthropologen Dr. David Hunter. Er lebt mit seiner Frau Kara und der 5-jährigen Tochter Alice zusammen und hilft bei den Ermittlungen um Jerome Monk, der des Mordes an drei jungen Frauen, darunter ein 17-jähriges Zwillingspärchen, verdächtigt wird. Die Leichen wurden nicht gefunden und obwohl Monk geständig ist, führen die Ermittlungen ins Leere. Auch die psychologische Beraterin Sophie Keller kann nicht helfen.

 

Acht Jahre später erzählt Simon Beckett dann weiter. Die Leben von Dr. Hunter und Sophie haben sich drastisch verändert. Jerome Monk bricht aus und Sophie sucht wieder Kontakt zu Hunter.

Monk scheint sich an den Menschen rächen zu wollen, die ihn damals hinter Gitter brachten bzw. auch nur mit dem Fall irgendwie in Verbindung standen. Diese fühlen sich schnell unter Druck gesetzt und verfolgt, denn Monk ist ihnen immer dicht auf den Fersen...

 

Beckett erzählt in kurzen Kapiteln, was die Spannung immer aufrecht hält und für mich sehr angenehm zu lesen war.

Er beobachtet genau und beschreibt sowohl Situationen als auch Charaktere sehr genau und gibt Empfindungen, Gefühle, Aktionen etc. zwar sehr detailliert wahr, aber nicht zu ausschweifend; für mich ein weiterer Pluspunkt.

Die Charakter sind klar gezeichnet, nicht immer sympathisch, aber ihre Handlungen sind nachvollziehbar und sie wirken trotz angespannter Lage nie überspitzt. Sie offenbahren Schwächen, erleiden Schicksalsschläge und Beckett legt Wert darauf, dass man auch Hintergründe erfährt. Dies aber auch nicht zu sehr ausgereizt, so dass die Spannung aufrecht erhalten bleibt.

Man kann ab einem bestimmte Punkt die Richtung erahnen (den Mörder), aber trotzdem verliert das Buch nicht an Fahrt dabei. Die Schauplätze des Buches (Moor, alte Minen und Höhlen, ein einsames Haus) sind gut gewählt und würzen den Krimi mit der nötigen Düsternis, ohne die es meiner Meinung nach nur halb so gut wäre.

 

Ich war wahrlich kein Beckett-Fan, aber mit „Verwesung“ ist ihm meiner Meinung nach der bislang beste Krimi gelungen, dem ich die volle Punktzahl gebe, da er mich so gut unterhalten hat, dass ich ihn in einem Rutsch gelesen habe und das sagt doch wohl alles bei einem so dicken Buch. Ein Vorteil ist auch noch, dass man die Vorgänger nicht unbedingt gelesen haben muss, um diesen Teil zu verstehen.

 

 

 


CabotCove hat insgesamt 39 Rezensionen angelegt.


 
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