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Krimi/Thriller: Das verbotene Zimmer
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Titel:      Das verbotene Zimmer
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      1985
Autor:      Sam Hayes
ISBN-10(13):      3548610250
Verlag:      List Taschenbuch
Publikationsdatum:      2011-04-15
Edition:      Taschenbuch
Number of pages:      512
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Das verbotene Zimmer
   


Rezensionen
Thema spannend, sensibel und respektvoll umgesetzt

21.04.2011 Bewertung:  4.5 CabotCove vergibt 9 von 10 Punkten

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Drei Personen, deren Schicksal enger miteinander verbunden ist, als der Leser auf den ersten Blick erkennen kann:

     

    Die kleine Ava Atwood, deren Mutter verstarb und deren alkoholkranker Vater sie mit acht Jahren ins Kinderheim bringt. Bald bemerkt sie, dass dort unaussprechliche Dinge vorgehen: Kinder werden nachts weggeholt und kehren entweder gar nicht zurück oder aber wirken traumatisiert...


    Nina Kennedy, die eine Firma für Special Effects betreibt, mit ihrem Mann Mick, einem Künstler, und ihrer 15-jährigen Tochter Josie glücklich zusammenlebt. Vermeintlich glücklich, denn sie ist nicht die, für die sich ausgibt und bald holt sie ihre düstere Vergangenheit ein und sie gerät in große Gefahr.


     

    Francesca Gerrard, die gerade ihre Arbeit in einem Internat aufgenommen hat und sichtlich bemüht ist, ihre Vergangenheit unter Verschluss zu halten.

Das Buch beginnt mit dem Selbstmord einer jungen Frau, die keinen anderen Ausweg mehr sieht, als von der Bildfläche zu verschwinden. Später erfährt der Leser, dass dieser Selbstmord alles Andere als freiwillig geschah und rasch wird klar, wer diese Frau ist, die anfangs nicht namentlich erwähnt wird.

 

Sam Hayes erzählt abwechselnd von den drei Frauen bzw. den beiden jungen Frauen und dem kleinen Mädchen und man fühlt sich als Leser gleich mittendrin. Eigentlich mag ich es nicht, wenn so rasche Perspektivwechsel vorherrschen, aber hier macht das durchaus Sinn und hält die Spannung aufrecht, denn Hayes verrät nie zuviel, lässt sich den Leser durchaus auch selbst etwas zusammenreimen, wenn auch nur in kleinem Rahmen.


Positiv fand ich, dass sie die Missbrauch-Szenen nicht zu detailliert geschildert hat, denn diese wirken auch so äußerst verstörend, da bedarf es keiner deutlicheren Worte mehr.


Die Verwebung der drei Hauptakteurinnen hat mir gut gefallen, das habe ich so noch in keinem Krimi gelesen. Eine gute Idee, spannend umgesetzt. Man fiebert die ganze Zeit mit und wünscht sich Gerechtigkeit für die Kinder und auch in Teilen Rache für die Protagonisten...

 

Das Thema ist leider immer noch sehr aktuell und wird es leider vielleicht immer sein. Sam Hayes begegnet dem Thema vorsichtig und umsichtig, beschönigt nichts, schockt den Leser aber auch nicht zu sehr. Dieser Respekt vor dem Thema hat mir sehr gefallen, das hat sie gut gelöst.

 

Das Cover finde ich auch sehr treffend: nicht zu übertrieben, aber das kleine Mädchen passt zur Geschichte. Man könnte sagen, ein verlassenes Zimmer wäre hier treffender gewesen, aber ich bin der Meinung, dass der Schrecken auch so hinreichend beim Leser ankommt: dadurch dass das kleine Mädchen nach unten schaut, spiegelt es in meinen Augen gut die Angst und Verzweiflung wider, die die Kinder erleiden mussten/müssen.

 

Das Ende des Buches fand ich nochmal ein wenig überraschend, mit einer Wendung hatte ich so nicht unbedingt gerechnet. Dass die Autorin das gut versteckt hat bis kurz vor Schluss, macht Das verbotene Zimmer zu einem sehr guten Krimi, den ich atemlos gelesen habe und weiterempfehlen werde !

 

 

 


CabotCove hat insgesamt 39 Rezensionen angelegt.


Das Böse aus der Vergangenheit

03.05.2011 Bewertung:  4.5 coffee2go vergibt 9 von 10 Punkten

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Kurze Inhaltszusammenfassung:

Nina lebt mit ihrem Ehemann Mick und ihrer hübschen Teenager-Tochter Josie ein glückliches und sorgenfreies Leben und auch beruflich ist sie sehr erfolgreich.

Die kleine Ava lebt nach dem Tod ihrer Mutter zuerst alleine mit ihrem alkoholkranken Vater, der sie dann in ein Waisenhaus bringt, da er nicht mehr für sie sorgen kann.

Frankie arbeitet in einem Mädcheninternat und kümmert sich dort um die kleinen und großen Sorgen der Mädchen.

 

Meine Meinung zum Buch:

Sam Hayes hat einen interessanten Stil gewählt, indem sie unterschiedliche Handlungsstränge gleichzeitig einführt und parallel laufen lässt, bis sich diese dann etwa in der Mitte des Buches zusammenfügen. Mich hat sie damit auf alle Fälle sehr gefesselt, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Die Themen Kindesmissbrauch und die Situation von Waisenkindern wurden sehr traurig und ausführlich behandelt, was dem Buch zusätzlich Tiefe verliehen hat und mich emotional auch sehr angesprochen hat. Gut gefunden habe ich auch, dass das Thema „Internetforen“ und die Abhängigkeit von virtuellen Freunden bei Jugendlichen auch thematisiert wurde.

Die Aussage von Ninas Freundin Laura habe ich als sehr zutreffend gefunden, in der sie Nina klarlegte, dass sie mit ihrem glücklichen Leben viel tiefer fallen kann, als jemand, der ein ohnehin schon ein weniger gutes führt.

Mein einziger Kritikpunkt bezieht sich auf das Ende des Buches: Hier ist mir die Aufklärung am Schluss zu plötzlich gewesen, die Ereignisse überschlagen sich förmlich und das Finale war für mich zu klischeehaft und unrealistisch.

 

Cover und Titel:

Das Cover mit dem Bild des traurigen, nachdenklichen Mädchens, finde ich sehr passend für das Buch gewählt. Es spiegelt die geschilderten Situationen der Waisenhauskinder im Buch wieder.

 

Mein Fazit:

Ich kann „Das verbotene Zimmer“ sehr empfehlen für LeserInnen, die gerne Bücher mit tiefergreifendem Hintergrund, auch über traurige Lebensgeschichten, lesen.


coffee2go hat insgesamt 62 Rezensionen angelegt.


Die schlimme Vergangenheit lässt nicht los

29.05.2011 Bewertung:  4.5 lenchen vergibt 9 von 10 Punkten

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Es gibt Dinge, die man nie vergisst. Die Erinnerungen werden immer wieder wach. Die Geschehnisse aus der Kindheit verfolgen einen sein ganzes Leben lang. Die schrecklichen Monster kehren zurück. Und das nicht nur in Träumen.

Der Roman von Sam Hayes zieht sich in drei Erzählsträngen.
Das kleine Mädchen Ava lebt in einem Kinderheim, obwohl sie einen Vater hat. Da passiert regelmäßig etwas Unfassbares. Die Kinder werden missbraucht, viele verschwinden danach für ewig. Und keiner rührt sich, es herrscht Schweigen. Ava, die Augenzeugin, erzählt uns aus der Ich-Perspektive über die schlimmen Ereignisse, über die bedrückende Atmosphäre im Internat. Ihre beste Freundin leidet besonders schlimm darunter.
Die auf den ersten Blick erfolgreiche Film-Visagistin Nina Kennedy lebt glücklich mit ihrem Mann und ihrer gemeinsamen Tochter. Aber alles ist nicht so, wie es scheint. Plötzlich erscheint in ihrem Leben ein Mann, den sie am liebsten nie wieder sehen würde.

Noch eine weitere Person – Frankie Gerrard kommt an einer Mädchenschule an, wo sie kurzfristig einen Job bekommen hat. Dieser Abschnitt wird auch aus der Ich-Perspektive erzählt. Frankie widmet sich dem Enthüllen eines Geheimnisses aus der Vergangenheit, das die Schule verbirgt. Ein Lehrer namens Adam hat auch eigenes Interesse, das mit diesen Geschehnissen zusammenhängt.
Langsam führt die Autorin diese drei Stränge zusammen. Alle einzelnen Teile passen endlich in das Bild, das der Leser vor seinen Augen sieht. Erst scheinen die drei Schicksale nicht miteinander verbunden zu sein. Trotzdem hat man Gefühl, es dreht sich alles um ein Geheimnis, zu dem alle drei Hauptfiguren eigene Beziehungen haben. Zwar verrät uns die Buchbeschreibung die Hauptidee dieses Krimis (was eigentlich nicht sein soll, oder?), habe ich diesen Teil nicht gelesen (lese ich nie vor dem Buch) und fand die Geschichte meisterhaft geknüpft und interessant aufgebaut.

Die Handlung entwickelt sich nicht schnell, bleibt aber spannend. Der Zusammenhang aller Personen wird immer klarer. Das Hauptthema des Romans, Pädophilie, stellt Sam Hayes gekonnt dar, ohne Überfluss, aber sehr ergreifend.
Der Stil der Autorin gefällt mir richtig gut, das Buch liest sich recht flüssig. Die finalen Szenen sind echt fesselnd geschrieben, obwohl nicht immer wahrheitsgetreu, eher nach dem Hollywood-Standard. Der Roman ist auf jeden Fall lesenswert. Die Idee, die Umsetzung, die Charaktere, alles ist der Autorin sehr gelungen.
Mein Fazit: empfehlenswerte Lektüre.


lenchen hat insgesamt 58 Rezensionen angelegt.


Wenn die Vergangenheit zur tödlichen Gefahr wird...

12.09.2011 Bewertung:  3 KimVi vergibt 6 von 10 Punkten

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Als Ava Atwoods Mutter an Krebs stirbt ändert sich das Leben des jungen Mädchens schlagartig. Der Vater hat ein Alkoholproblem und ist völlig damit überfordert, sich allein um seine Tochter zu kümmern. Deshalb landet Ava schließlich in einem Kinderheim. Bald bemerkt sie, dass Kinder von dort spurlos verschwinden, als hätte es sie nie gegeben. Und nachts geschehen schreckliche Dinge.

Nina Kennedy führt mit ihrem Mann Mick und der Teenagertochter Josie ein unbeschwertes Leben. Beruflich geht es für sie endlich voran und trotz langjähriger Beziehung ist sie mit ihrem Mann noch genauso glücklich wie am ersten Tag. Doch plötzlich gerät Ninas harmonisches Familienleben ins Wanken, denn ihre düstere Vergangenheit holt sie ein. Nina versucht ihre Familie mit allen Mitteln zu schützen und gerät dadurch in tödliche Gefahr.

Francesca Gerrard tritt eine neue Arbeitsstelle in einem Internat an. Dabei ist sie darauf bedacht, mit niemandem über ihre Vergangenheit zu sprechen und keine besondere Aufmerksamkeit zu erregen...

Meine Meinung

Das Buch ist in drei Handlungsstränge unterteilt. Ninas Handlungsstrang wird in der Erzählperspektive geschildert. Bei Ava und Francesca wechselt die Perspektive allerdings in die Ich-Form. Die Handlung springt zwischen den drei Erzählsträngen hin und her. Die wechselnden Perspektiven wirken zunächst etwas verwirrend, da die jeweiligen Abschnitte nicht sofort miteinander in Verbindung gebracht werden können. Die losen Handlungsfäden beginnen sich allerdings im Verlauf der Handlung miteinander zu verknüpfen.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Durch den ständigen Wechsel der Erzählperspektiven fällt der Einstieg in die Handlung allerdings nicht ganz leicht. Leider stellt sich auch die erhoffte Spannung erst spät ein, denn die unterschiedlichen Handlungsstränge plätschern langsam vor sich hin. Die agierenden Personen erscheinen zunächst geheimnisvoll, doch auf Dauer können sie leider nicht ganz überzeugen. Die Handlungen der Protagonisten sind nicht immer nachvollziehbar und so wirkt die Geschichte, und leider auch die Darstellung der Charaktere, zunehmend konstruiert.

Kurz vor Schluss steigt die Spannungskurve steil nach oben und die Ereignisse beginnen sich förmlich zu überschlagen. Doch leider wirken auch diese Szenen übertrieben dargestellt und bewusst spannend konstruiert. Eine kritische Betrachtung der überraschenden Wendungen stellt leider die Glaubwürdigkeit der Handlung in Frage. Weniger wäre hier sicher deutlich mehr gewesen, denn so wirkt das Ende einfach zu dick aufgetragen.

Da ich eine deutlich spannendere Gesamthandlung erwartet hatte und das Ende, für meinen Geschmack, zu reißerisch und überzogen ist, bewerte ich das Buch leider \"nur\" mit drei von fünf Bewertungssternen.


KimVi hat insgesamt 226 Rezensionen angelegt.


Das verbotene Zimmer

27.01.2012 Bewertung:  4 backmausi81 vergibt 8 von 10 Punkten

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Das Buch beginnt damit, dass eine Frau von der Brücke springt und Selbstmord begehen will! Schafft sie es oder nicht?

In diesem Buch geht es um 3 Hauptpersonen: Ava, Frankie und Nina.
Ava ist ein kleines Mädchen, das im Kinderheim aufwächst und immer auf ihren Vater wartet. Dort geschehen unheimliche Dinge und sie passt dort auf ihre Freundin Betsy auf.
Nina ist eine erwachsene Frau, die mit einem Maler verheiratet ist und eine Tochter (Josie) hat. Ihr Leben gerät aus den Fugen, als ein Mann aus ihrer Vergangenheit auftaucht.
Am Rätselhaftesten fand ich die dritte Person (Frankie)!
Bei ihr wusste ich nicht, wie sie mit den anderen Beiden in Zusammenhang steht. Sie arbeitet in einem Internat als Lehrerin und freundet sich mit Adam an.
Am Ende des Buches wird das Rätsel gelöst, was diese 3 Hauptpersonen gemeinsam haben.
Ich fand es manchmal etwas schwierig, wie die Orte gewechselt wurden. Am Anfang war es ja noch Kapitelweise, da ging es noch. Aber auf den letzten Hundert Seiten, war es manchmal Abschnittweise und man musste schnell umdenken.
Ich finde das Buch trotzdem sehr gelungen und gebe den Buch 4 von 5 Sterne..


backmausi81 hat insgesamt 14 Rezensionen angelegt.


 
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