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Krimi/Thriller: Dampfnudelblues
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Titel:      Dampfnudelblues
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      1999
Autor:      Rita Falk
ISBN-10(13):      3423248505
Verlag:      DTV
Publikationsdatum:      2011
Edition:      Taschenbuch
Number of pages:      0
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
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Beschreibung:      In Niederkaltenkirchen geht wieder das Verbrechen um ...Nach "Winterkartoffelknödel" der zweite Fall für den Eberhofer Franz. ""Stirb, du Sau!", prangt es in roter Farbe von Höpfls Haus. Der Dienststellenleiter von der PI Landshut ruft an: Realschulrektor Höpfl ist nicht zum Unterricht erschienen. Ich soll da jetzt mal hinfahren und nachsehen. "Stirb, du Sau!", schießt es mir durch den Kopf. Und ich ahne nix Gutes."
   


Rezensionen
Sushi und Dampfnudel von der Oma

03.05.2011 Bewertung:  3 coffee2go vergibt 6 von 10 Punkten

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Kurze Inhaltszusammenfassung:

„Dampfnudelblues“ von Rita Falk ist der zweite Teil des Provinzkrimis, in dem der Dorfpolizist Franz Eberhofer am Mordfall des Realschuldirektors Höpfl ermittelt. Dies stellt sich als kein leichtes Unterfangen heraus, da niemand den Schuldirektor leiden kann und auch niemand um ihn trauert. Gleichzeitig muss Franz als Babysitter für seine kleine Nichte einspringen, die er den Namen Sushi verpasst und beziehungstechnisch lief es bei Franz auch schon einmal besser.

 

Meine Meinung zum Buch:

Der Schreibstil von Rita Falk ist gewohnt locker, umgangssprachlich und  gespickt mit vielen derben Ausdrücken. Dafür gibt es am Ende des Buches ein Glossar, was die Ausdrücke bedeuten und auch Omas leckere Rezepte sind angeführt.

Als Charaktere sind wieder die üblichen Personen vertreten: Der trottelige Dorfpolizist Franz, der bei seinem Vater und seiner Oma im umgebauten Schweinestall lebt. Auch Susi, die ehemalige Freundin von Franz kommt kurz ins Spiel, verliebt sich dann aber in einen Italiener. Leopold, der Bruder von Franz, ist derzeit mit einer Freundin aus den Philippinen liiert und bringt sein Baby, das den Onkel Franz liebt, öfters zum Babysitten vorbei.  Die Charaktere sind allesamt sehr überzeichnet und witzig beschrieben und auch die gute bayrische Küche spielt im Buch eine große Rolle. Die Aufklärung des Mordfalles läuft so nebenbei und auch wirkt nicht sonderlich professionell. Die Handlung ist relativ leicht vorhersagbar und auch die Alltagsroutine von Franz wird für meinen Geschmack zu häufig beschrieben, ansonsten fand ich das Buch amüsant zu lesen.

 

Cover und Titel:

Das Cover und die Gestaltung des Buches ist sehr rustikal, farblich in einem frühlingshaften Grünton und passt sehr gut zum Vorgängerbuch.

 

Mein Fazit:

Für alle LeserInnen, die das Vorgängerbuch gerne gelesen haben, kann ich den zweiten Teil durchaus empfehlen. Ein Einstieg mit dem zweiten Teil ist gut möglich. Wer nicht so gerne umgangssprachliche, derbe Ausdrücke und seichte Krimis mag, wird das Buch nicht mögen. Ich freue mich schon auf den dritten Fall mit Franz Eberhofer.


coffee2go hat insgesamt 62 Rezensionen angelegt.


Herrlich, sog i dir!

03.05.2011 Bewertung:  5 lenchen vergibt 10 von 10 Punkten

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In Niederkaltenkirchen geht\'s ja zu! Kaum hat sich der Polizist Franz Eberhofer von seiner spektakulären Aufklärung eines Vierfachmordes in seinem 1000-Seelen-Heimatdorf erholt, ruft ihn der Schulrektor Höpfl zu seiner Mauer. „Stirb, du Sau“ steht es in dicken Buchstaben drauf. Franz tut es erstmal als eine Lapaillie ab, bis der Höpfl kurz darauf verschwindet...

Die meisten Charaktere sind dem treuen Leser schon aus dem ersten Roman von Rita Falk – „Winterkartoffelknödel“ bekannt. Franz, der Polizist, der aus München in seine niederbayerische Heimat, Niederkaltenkirchen bei Landshut, zwangsversetzt wurde, seine Oma, die beste Köchin und bekennende Schnäppchenjägerin, sein Vater, der gerne Beatles hört und dabei ab und zu sogar illegale Drogen konsumiert. Franz hat eine Freundin – Susi, die im ersten Teil höchstens mal als Beischlafgeschichte auftaucht, im „Dampfnudelblues“ aber eine durchaus bedeutende Rolle zugewiesen bekommen hat. Auch Franz\' Freunde sind aus dem ersten Roman bekannt – Simmerl, der Metzger, Flötzinger, der „heizungspfuscher“, und Wolfi, der Wirtshausbesitzer, wo sich die Spezls täglich auf das eine oder andere Bier treffen. Neu ist Panida, die neueste Freundin von Franz\' Bruder Leopold, diesmal eine Thai-Frau, und deren kleine Tochter Uschi, vom Franz jedoch Sushi genannt.

In der gewohnten Art mit viel Humor und unverkennbarer bayerischer Sprachfärbung erzählt Rita Falk über das tägliche Leben von Franz, vom Frühstück mit der Frühstücksgöttin schlechthin (Omi), über kleinere (Schlägerei zwischen bekannten Trinkbolden) und größere (Streit zwischen den Thermometerspannern) Einsätze in seiner Karriere als Polizist bis hin zum abendlichen Verweilen beim Wolfi. Man könnte einen langweiligen, öden Roman vermuten, doch nein, der Schreibstil reißt\'s raus. Man überfliegt Seite für Seite mit einem Lächeln auf den Lippen. Gerade wenn man selber – so wie ich – auf dem Lang in Bayern wohnt, weiß man, dass die Situationen stellenweise wirklich aus dem wahren Leben gegriffen sein könnten.

Sehr gut gefallen hat mir, dass der Kriminalfall diesmal eine bedeutendere Stelle im Roman einnimmt, als beim Erstlingswerk. Auch die Lösung ist spannender verstrickt. Trotzdem muss man nicht auf solche Highlights wie „Leopoldisierung“ der Familie durch den angekündigten Besuch ebendiesen verzichten. oder auf einen Ausflug von Omas „Mädels“clique zum Einkaufzentrum nach Regensburg. Herrlich, sog i dir!

Ich habe „Dampfnudelblues“ mit Vergnügen gelesen und hoffe auf eine baldige Fortsetzung der Franz Eberhofer-Reihe. Bis dahin kann man ja die vielen Rezepte von der Oma am Ende des Buches nachkochen ;-)


lenchen hat insgesamt 58 Rezensionen angelegt.


Die Nudeln dampfen

04.05.2011 Bewertung:  5 CabotCove vergibt 10 von 10 Punkten

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Die Nudeln dampfen

In seinem zweiten Fall ermittelt Franz Eberhofer in Niederkaltenkirchen den Tod des Rektors Höpfl.

Es hatte ihm jemand „Stirb Du Sau“ auf die Hauswand gesprayt, er war einige Tage verschwunden und fand sich schlussendlich unter einem Zug wieder...

 

Franz ermittelt verpeilt und tollpatschig wie immer – ein echter Spass für den Leser, wenn natürlich auch nicht wirklich realitätsgetreu, aber das erwarte ich bei einem solchen Krimi mit komödiantischen Elementen auch gar nicht. Unterhalten wird der Leser aufs Vortrefflichste und mehr wollte Rita Falk auch wohl nicht erreichen.

Ziel erreicht !

Die Oma ist grantig wie immer, schreit immer noch aufgrund ihrer Schwerhörigkeit durch die Gegend und ist auch noch so sauer auf den Franz, dass sie ihm nicht mal mehr Essen macht. Weil sie eben nunmal findet, dass der Franz gefälligst die Susi nehmen soll, denn Oma mag sie nunmal gern. Andere Frauen werden von ihr nicht mal gegrüßt, wie auch von seinem Vater nicht.

Franz´ Bruder Leopold hat sich sehr zu seinem Leidwesen vermehrt – noch nicht mal von seiner rumänischen Frau Roxana geschieden, hat er schon eine thailändische Urlaubsliebe geschwängert und zwängt seinen Nachwuchs Uschi (der Herkunft wegen von Franz „Sushi“ genannt) nun mal gerne seinem Vater und der Oma auf, was Franz extrem nervt.

Auch ein alter Kumpel und Partner Rudi Birkenberger, der nach seiner Suspendierung als Privatdetektiv arbeitet und Franz schon beim Vierfachmord in Teil 1 hilfreich zur Seite stand, spielt wieder eine Rolle.

 

Rita Falk knüpft mit „Dampfnudelblues“ ungebremst und absolut unterhaltsam an „Winterkartoffelknödel“ an.

Zweiteres gefiel mir schon sehr gut, aber mit ihrem zweiten Provinzkrimi legt sie nochmal einen drauf. „Dampfnudelblues“ ist weit spannender als der Vorgänger – ich habe das Buch noch schnell gelesen als das erste, weil ich einfach nicht mehr aufhören konnte.

Die authentischen Charaktere der Autorin ziehen einen einfach in den Bann; hier trifft man altbekannte wieder: den Flötzinger, die Susi, den Birkenberger Rudi und und und – aber auch neue Leute werden vorgestellt und als Leser hofft man unwillkürlich, dass alle in einem dritten Teil wieder auftauchen.

Ich war schon oft in Bayern und konnte Vieles gut nachvollziehen. Auch für Nicht-Bayern sind die Krimis von Rita Falk absolut empfehlenswert, weil sie so herrlich schräg sind, anders, neuartig, einfach super witzig und unterhaltsam. Herrlich ! Ich hoffe auf noch viele Fälle von Franz !!


CabotCove hat insgesamt 39 Rezensionen angelegt.


Neues vom Eberhofer Franzl

25.11.2011 Bewertung:  5 SabrinaK1985 vergibt 10 von 10 Punkten

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\"Das zweite Mädchen ist die gemeinsame Tochter der beiden, gerade mal zehn Wochen alt und ständig in Unmengen von Tücher gewickelt. Sie heißt Uschi, nach ihrer Großmutter. Weil das aber der Name von meiner verstorbenen Mama ist, nenn ich sie lieber Sushi. Sushi passt ganz einwandfrei, weil es sich hierbei auch um ein kleines asiatisches Röllchen handelt.\"
*
Endlich gibt es wieder was zu tun für Franz Eberhofer, an dem Haus des Schuldirektors Höpfl prangt der Schriftzug: \"STIRB, DU SAU\" und kurz darauf erscheint er nicht mehr zum Unterricht. Einiges an Arbeit kommt nun auf Franz zu, denn Freunde hat der Höpfl kaum, Feinde aber umso mehr. Und auch privat läuft nicht alles wie es soll...
*
Ach, was habe ich mich gefreut, als ich \"Dampfnudelblues\" in den Händen hielt! Der zweite Fall für den strafversetzten Polizisten Franz Eberhofer nach \"Winterkartoffelknödel\". Und ich kann sagen, dass mich das Buch genauso begeistern konnte, wie sein Vorgänger.
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Frau Falks Schreibstil ist grandios, ich liebe ihren Humor, der manchmal in Ironie oder bitterbösem Sarkasmus gipfelt.
Sie schreibt mitreißend und alles kann bei Rita Falks Büchern aufkommen, nur eines nicht: Langeweile!
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Franz wird wieder voll und ganz gefordert, sowohl beruflich als auch privat. Direktor Höpfls Hauswand wird beschmiert, und wenig später verschwindet er, aber als ob das noch nicht genug wäre parkt sein verhasster Bruder Leopold die kleine \"Sushi\" auch noch bei den Eberhofers. Nun ja, Panida, Leopolds 18-jährige thailändische Frau muss halt zum Deutschkurs. Und die Susi läuft dem Franzl auch ein wenig aus dem Ruder...
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Beim Lesen kommt das Gefühl auf, dass man auf alte, liebgewonnene Freunde trifft: die Oma, die nach wie vor verrückt auf Sonderangebote und Rabattaktionen ist, der Papa, der wie immer laut die Beatles hört und sich ab und an mit einem kleinen Joint entspannt und dann gibt es natürlich auch noch das neue erberhofsche Familienmitglied, die \"Sushi-Uschi\", die sich bei Franz am wohlsten fühlt.
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Wenn ihr nun wissen wollt, was mit Direktor Höpfl passiert ist, was Franz alles passiert, und was er verliert, dann greift zum Buch und lest los!
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Am Ende des Buches finden wir wieder bayrische Originalrezepte von der Eberhofer Oma und ein Glossar, für diejenigen, die nicht so sehr mit der bayrischen Mundart vertraut sind.
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Die Gestaltung des Covers ist vom Stil her wie bei \"Winterkartoffelknödel\", der Unterschied besteht in den Gegenständen: auf dem Tisch sehen wir einen Bierkrug, ein Fleischermesser und einen Schnuller.
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Ich lege dieses Buch allen Freunden humorvoller Literatur und Krimis ans Herz, und natürlich allen Lesern, denen \"Winterkartoffelknödel\" genauso gut gefallen hat wie mir!


SabrinaK1985 hat insgesamt 31 Rezensionen angelegt.


Jo mei, der Franz scho wieder!

29.12.2012 Bewertung:  5 metAlpAnda vergibt 10 von 10 Punkten

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Den Dorfpolizisten Franz Eberhofer hat man schon im ersten Roman von Rita Falk – „Winterkartoffelknödel“ kennengelernt, wo er einen Vierfachmord aufdeckt (und das in einem 1000-Seelen-Dorf, man stelle sich das vor!), und der so ganz nebenbei über seinen Alltag plaudert, über den Papa, der gern Beatles hört, und über die Omi, die nichts mehr hört, dafür aber die beste Köchin ist, über seinen Bruder – Papas Liebling, der auf exotische Frauen steht, und über seinen eigenen Lebenswandel – mittags a Leberkassemmerl beim Simmerl, abends ein Bier beim Wolfi. Die ganze Erzählung wird aus der Ich-Perspektive dargestellt und ist natürlich boarisch geprägt und stellenweise fast schon zu derb – aber so stellt man sich ein gestandenes Mannsbild aus dem niederbayerischen Niederkaltenkirchen nahe Landshut eben vor.


Nun ist Oma mal wieder an Aldi-Zucker im Sonderangebot gekommen, denn es gibt Dampfnudeln! „Dampfnudelblues“ knüpft in dem Namen an seinen Vorgänger „Winterkartoffelknödel“, und nicht nur die Namen und die Titelbilder ähneln sich, auch dem Schreibstil ist die Autorin treu geblieben. Franz erzählt von seinem neuesten Fall, der zunächst gar nicht spektakulär sein scheint...
Der Franz wird zum Haus des Schulrektors Höpfl gerufen, weil ihm jemand „Stirb du Sau“ an die Mauer geschmiert hat. Jo mei, der Franz misst dem erstmal keine allzu große Bedeutung zu. Immerhin ist der Rektor im Dorf nicht sehr beliebt, wenn ihm sogar sein ehemaliger Schüler und heutiger Metzger ins Hackfleisch spuckt, gell. Doch dann verschwindet der Höpfl und Franz erlebt mal wieder einen turbulenten Kriminalfall, den man in Niederkaltenkirchen so gar nicht vermuten würde…
Hinzu kommen seine privaten Problemchen – seine Freundin Susie hat anscheinend genug von der lockeren Beziehung zwischen ihnen beiden. Das gefällt auch der Oma nicht, und so muss Franz das ein oder andere Mal aufs Frühstück verzichten, und das obwohl Oma doch als Frühstücksgöttin schlechthin gilt! Auch sein Bruder Leopold macht ihm das Leben zur Hölle, indem er die Dreistigkeit besitzt, seine Tochter Uschi (Halbasiatin, denn Leopold ist jetzt mit einer Thai-Frau zusammen) in der Obhut von Papa, Oma und Franz zu lassen. Dummerweise fremdelt Uschi (von Franz Sushi genannt) gerne und nur Franz‘ Anwesenheit beruhigt sie auf eine magische Art und Weise.


Wie kann man sich in diesem Tohuwabohu auf das Verschwinden Höpfls konzentrieren, Herrschaftszeiten! Ob es dem Franz gelingt, seinen neuesten Fall sowie seine privaten Probleme zu lösen, erfährt man auf bereits vertraute Art und Weise – wenig Krimi, nicht viel Spannung, aber viel Humor und der unverwechselbare Schreibstil reißen es raus und machen „Dampfnudelblues“ zu einem Genuss – auch im kulinarischen Sinne, denn Omas Rezepte am Ende des Buches dürfen natürlich nicht fehlen!


metAlpAnda hat insgesamt 28 Rezensionen angelegt.


 
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