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Krimi/Thriller: Das Kind
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Titel:      Das Kind
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      2019
Autor:      Sebastian Fitzek
ISBN-10(13):      3426637936
Verlag:      Knaur
Publikationsdatum:      2009-03-10
Edition:      Taschenbuch
Number of pages:      400
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

3 
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Beschreibung:      Product Description
Das Kind
Aus der Amazon.de-Redaktion
Robert Stern wird in ein perfides Spiel hineingezogen: Zehn Jahre ist es her, dass sein Sohn an plötzlichem Kindstod starb. Jetzt erfährt er, dass er noch leben könnte, und gleichzeitig führt ihn ein mysteriöser Junge auf die Spur eines lange vergangenen Mordes...

Es ist ein typisches Fitzek-Setting: Ein einsames Industrieglände bei Nacht. Robert Stern, der erfolgreiche Anwalt, wartet in seiner Limousine auf eine Kontaktperson. Mit vielem hatte er gerechnet, nur nicht mit einem Zehnjährigen, der fest davon überzeugt ist, in seinem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein. Auf unheimliche Weise wird Stern schließlich von der Geschichte überzeugt - als ihn der Junge zu einer verwesten Leiche führt. Es soll nicht die einzige bleiben...

Fitzek hat mit dem Tod eines Kindes und dem damit verbundenen Trauma ein heikles Thema gewählt, das notwendigerweise einen schwierigen Balanceakt darstellt. Man muss Sebastian Fitzek Respekt zollen, dass er in seinem inzwischen dritten Roman diese Herausforderung gemeistert hat. Das Abgleiten ins Banale, klischeehafte Rollenzuweisungen und die serielle Produktion "großer Gefühle" vermag er zu vermeiden. Er setzt dagegen auf überzeugende Charaktere, hohes Tempo und nicht zuletzt eine gute Portion "Mystery", etwa wenn es um die "Rückführung" seines zehnjährigen Mandanten in sein früheres Leben geht. So jagt uns Sebastian Fitzek zusammen mit Robert Stern, der Freundin Carina und dem kleinen Simon durch die deutsche Hauptstadt und zeigt uns eine düstere Halbwelt jenseits der Machtzentralen, in der mit Missbrauch und Prostitution das große Geld gemacht wird.

Vom Taschenbuchautor ohne Namen hat es Fitzek in kürzester Zeit zum Publikumsautor und -liebling geschafft, für dessen Lesungen man inzwischen schon Karten reservieren muss. Das Kind ist ein rasanter, handwerklich gereifter Thriller, der neugierig darauf macht, was wir von dem jungen Autor noch erwarten dürfen! --Henrik Flor, Literaturtest

   


Rezensionen
bekanntes Muster, aber temporeich

22.05.2011 Bewertung:  3 lesezimmerchen vergibt 6 von 10 Punkten

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Robert Stern ist ein erfolgreicher Anwalt, allerdings befindet sich hinter seiner glänzenden Fassade ein zutiefst zerrütteter Mensch, der den Tod seines Sohnes vor vielen Jahren nie überwinden konnte und wollte. Und so ist er trotz allem Widerspruchs seines logischen Denkens bereit, sich auf die Geschichte des kleinen Simon einzulassen, der behauptet, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein und der mit erschreckender Genauigkeit lange verborgen gebliebene Fundorte von Leichen bekannt gibt.
So beginnt für Robert eine atemlose Jagd, permanent hin- und hergerissen zwischen Hoffnung und Zweifel, Wut, Angst und Zuversicht…

Sebastian Fitzek liefert mit diesem Thriller wieder ein Stück solide Schreibkunst ab. Leider aber auch nicht viel mehr.
Die Story ist, wie bei Büchern des Autors üblich, sehr durchdacht, mit (zu)vielen Zufällen und einer sehr überraschenden Wendung am Ende gefüllt und durchweg gut zu lesen und spannend.
Dennoch: Hat man  bereits einige seiner Bücher gelesen, kommt einem der Schluss in seiner Konstruktion trotz aller Überraschung bekannt vor.  Das Muster ist nicht neu. Aber es funktioniert.
Man hetzt mit den Protagonisten durch Berlin, von einem Tatort zum nächsten und erst wenn man kurz innehält, wird einem bewusst, wie abstrus diese Geschichte nun wirklich ist.
Dieses Gefühl setzt sich aus vielen kleinen Momenten zusammen, beginnend dabei, wie leicht eine Krankenschwester sich einen Krankenwagen ausleihen und mit einem minderjährigen Patienten eine Spritztour unternehmen kann über die Zufälle, einen sehr durchsetzungsfähigen Ex-Mandanten zu haben, der natürlich gerade zur Stelle ist, um zu helfen und von dem sich heraus stellt, dass er genau die Kontakte und genau das Wissen hat, das einem hilft bis hin zu dem monströsen Adrenalinschub, der einen streckenweise ziemlich problemlos mit einem zertrümmerten Fuß laufen, gehen, stehen lässt.
Die Figuren bleiben trotz aller Beschreibungen kontur- und gesichtslos, allerdings kann man ihre Emotionen sehr gut nachfühlen, was wieder beweist, über welches Talent der Autor verfügt.
Es handelt sich hier also um eine Geschichte, die den Leser zwar berührt und geradezu durch die Handlung hetzen lässt, die bei einer näheren Betrachtung aber leider deutliche Schwächen offenbart.

Die gute Lesbarkeit und die wirklich besondere Danksagung führen in diesem insgesamt temporeichen, aber seltsam gesichtslosen Thriller dann noch zu einer leichten Aufwertung.


lesezimmerchen hat insgesamt 14 Rezensionen angelegt.


 
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