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Krimi/Thriller: Blutige Stille
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Titel:      Blutige Stille
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      2062
Autor:      Linda Castillo
ISBN-10(13):      3596184517
Verlag:      Fischer (Tb.), Frankfurt
Publikationsdatum:      2011-06-08
Edition:      6
Number of pages:      400
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Blutige Stille
   


Rezensionen
Keine beschauliche Stille in Painters Mill

28.07.2011 Bewertung:  5 antjemue vergibt 10 von 10 Punkten

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Im vorigen Jahr durfte ich den ersten Thriller der amerikanischen Autorin Linda Castillo um die amisch aufgewachsene und später ausgestoßene Polizeichefin Kate Burkholder vorablesen. Ich war begeistert. Die Mischung aus typisch amerikanischem Thriller und den vielen Informationen über das Leben der Amischen faszinierte mich. Kürzlich erschien der Folgeband mit dem vielversprechenden Titel „Blutige Stille“. Obwohl ich eigentlich erst einmal meinen SuB abbauen sollte, konnte ich dieser Neuerscheinung nicht widerstehen.

Der Klappentext:

„Sie töteten alle Mitglieder der Familie Plank. Die Leichen des Vaters und der beiden Söhne fand man im Wohnhaus, die der Mutter und des Babys auf dem Weg zur Scheune. Doch niemand war auf das vorbereitet, was sie in der Scheune fanden.
Die beiden Mädchen, gefoltert und misshandelt. Die Familie gehörte zur amischen Gemeinde in Painters Mill, Ohio, sie lebten getreu ihren Glaubensgrundsätzen von Schlichtheit und Bescheidenheit, waren gottesfürchtige Leute. Fernab von den Verführungen der Zivilisation. Oder enthüllt das Tagebuch der ältesten Tochter eine andere Wahrheit?
Spannungsgeladen und aufregend: Auch der zweite Thriller mit Polizeichefin Kate Burkholder ist Nervenkitzel pur. Ein Thriller, der Gänsehaut garantiert!“


versprach nervenaufreibenden Thrill und die im Netz vorab veröffentlichte Leseprobe (http://www.fischerverlage.de/sixcms/media.php/308/LP_978-3-596-18451-4.pdf ) untermauerte dies. Kurz nach Erscheinen kaufte ich mir das Buch und nun ist es auch schon wieder ausgelesen.

Nichts für schwache Nerven

Gleich zu Beginn des Buches werde ich von der Autorin an den wirklich grausigen Mordschauplatz geführt. Wie bereits in „Die Zahlen der Toten“ kommt einer der Officer aus Painters Mill – diesmal Skid – während einer eher langweiligen nächtlichen Streife durch Zufall zu einem fürchterlichen Tatort. Die Opfer: sieben Mitglieder der amischen Familie Plank, darunter sogar ein Baby, die ein gottesfürchtiges und bescheidenes Leben auf ihrer recht einsam gelegenen Farm führten und offensichtlich nie einer Fliege etwas zu leide getan haben.

Die Beschreibungen über den Zustand der Opfer zum Zeitpunkt des Auffindens sind sehr detailliert und erzeugten in mir als Leser pures Entsetzen, aber auch den dringenden Wunsch sofort weiter zu lesen, um zu erfahren warum diese Familie so gnadenlos ausgelöscht wurde und wer so etwas Menschenunwürdiges tut.

Das sind auch die großen Fragen, vor denen die mitten in der Nacht noch zum Tatort gerufene Polizeichefin Kate Burkholder nun steht. Doch auf den ersten Blick sind keine verwertbaren Spuren vorhanden, die auf die Fährte des oder der Täter führen könnten. Aufklärung verspricht erst das später von Kate gefundene Tagebuch, der am schlimmsten zugerichteten jüngeren Tochter der Planks - Mary. (Hier ist im Klappentext übrigens ein kleiner Fehler.)

Eine große Hilfe bei den Ermittlungen ist Kate auch in „Blutige Stille“ wieder der mir auch schon aus „Die Zahlen der Toten“ bekannte Agent John Tomassetti. Dieser hat zwar eigentlich genug eigene Probleme, doch kommt hier wieder das Sprichwort zum Tragen: „Wo die Liebe hinfällt…“. Obwohl sich beide noch nicht offiziell zueinander bekannt haben, spürt man als Leser ihre Verbundenheit und weiß, dass zwischen den beiden wesentlich mehr läuft, als die von ihnen bereits im ersten Teil begonnene und eigentlich ungewollte Affäre.

Gerade die Erkenntnisse aus der Obduktion Marys und die von Kate gelesenen (und für mich als Leser kursiv gedruckten) Tagebucheintragungen, nehmen sie persönlich jedoch noch viel mehr mit, als man es eigentlich in ihrer Position erwarten würde. Natürlich haben auch mich die Tagebucheinträge sehr mitgenommen, musste man doch mitlesen, wie sich ein junges naives und unschuldiges Mädchen, im Glauben an die große Liebe unweigerlich auf eine Katastrophe zubewegt, deren Ende bereits bekannt ist. Ihr passieren dabei Dinge die überaus abscheulich sind und man kann nichts, aber auch gar nichts tun, um das aufzuhalten. Doch Kates Reaktionen darauf sind teilweise noch um einiges heftiger und - für mich als Leser – trotz diverser Andeutungen ihrerseits, lange Zeit auch nicht immer ganz nachvollziehbar. Was verbindet sie also so ganz besonders mit diesem Mädchen?

Die bis jetzt genannten Inhalte – ich möchte der dem Buch geneigten Leserschaft zuliebe keine weiteren Details verraten – und die Ermittlungen (mit allen falschen Spuren und Fortschritten) sind die Dinge, die die Spannung erzeugen und den Leser an die Handlung und die Protagonisten binden. Teils klischeehaft – problembehaftete Ermittler, die unter großen Schwierigkeiten den Weg zueinander suchen – aber letztendlich auch etwas, was ich bei einem typisch amerikanischen Thriller erwarte und auch lesen will. Der Schreibstil ist flüssig und sehr bildhaft, die Sprache ist einfach, manchmal passend direkt, aber an keiner Stelle vulgär. Den Wechsel der Perspektiven (Erzählperspektive und für Kate ICH) kannte ich ja bereits aus dem vorigen Buch. Auch diesmal war das für mich überhaupt nicht störend.

Was dieses Buch (wie auch den Vorgängerteil) aber in meinen Augen zu etwas Besonderem macht, sind die vielen Informationen, die ich, wie nebenbei und sehr glaubhaft, über das Leben der Amischen erhalte. So werden z. B. bei jungen Menschen, die sich in der Pubertät befinden, leichte Verstöße gegen die Lebensgewohnheiten der Amischen nicht bzw. nicht zu streng geahndet. Sie nennen diese Zeit „Rumspringa“. Für die jungen Menschen ist das aber auch die Zeit, nach der sie die Entscheidung treffen müssen, ob sie weiter der Gemeinde angehören möchten, sich taufen lassen und in Zukunft streng nach den Gesetzen der Glaubensgemeinschaft leben oder nicht. Das Nicht bedeutet dann aber nicht nur Ausschluss aus der Gemeinschaft, sondern meist gleichzeitig auch den Verlust des Kontaktes zur eigenen Familie.

Hintergrundinfos

Die Amischen sind eine täuferisch-protestantische Glaubensgemeinschaft, deren Hauptaugenmerkt auf Famile, Gemeinschaft, Gottesfürchtigkeit und Abgeschiedenheit von der Außenwelt liegt. Ihr Leben ist stark mit der Landwirtschaft verwurzelt. Technischer Fortschritt wird von den meisten Amischen abgelehnt. Neuerungen werden nur nach sehr sorgfältiger Überlegung akzeptiert.

Zum Großteil stammen die Mitglieder von Südwestdeutschen bzw. Deutschschweizern ab und sprechen untereinander überwiegend Pennsylvaniadeutsch. Die Wurzeln liegen in der reformatorischen Täuferbewegung Mitteleuropas. Sie spaltete sich 1693 von der Gruppe der Mennoniten ab. In Europa leben mittlerweile keine Amischen mehr. Aufgrund von Verfolgung wanderte der Großteil dieser Glaubensgemeinschaft im 18. Jahrhundert nach Pennsylvania (Nordamerika)aus. Die letzten amischen Gemeinden Europas schlossen sich wieder den Mennoniten an. (Quelle: wikipedia)

Die Autorin Linda Castillo

präsentiert sich im Netz unter lindacastillo.com. Sie wurde 1960 in Dayton, Ohio, geboren und hat vor ihrer schriftstellerischen Tätigkeit als Finanzmanagerin gearbeitet. Vor ihren Büchern über das Zusammenleben der „Englischen“ und der „Amischen“ in Painters Mill hat sie bereits über 20 Liebesromane veröffentlicht, die zwar mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, aber nicht ins Deutsche übersetzt wurden. Das schafften erst ihre Thriller. Der dritte Teil der Kate Burkholder Reihe ist übrigens Ende Juni unter dem Titel „BREAKING SILENCE“ bereits in Originalsprache erschienen. Ich freue mich schon auf die Übersetzung.

Schlussbetrachtungen

Wer das Genre Thriller mag, dabei nicht zu zart besaitet und aufgeschlossen ist, für Informationen über das Leben von Menschen die anders sind als wir, dem kann ich das Lesen dieses Buches 100%ig empfehlen. Da es sich bereits um den zweiten Teil einer Reihe handelt, rate ich natürlich dazu, zuerst „Die Zahlen der Toten“ zu lesen.

Trotzdem fürchte ich keine Verständnisprobleme für den Fall, dass der Leser Teil 1 nicht kennt, da die Rahmenhandlung ja ein abgeschlossener Fall ist. Die enthaltenen Andeutungen auf vorherige Ereignisse reichen für das Verstehen meiner Meinung nach aus und machen höchstens neugierig.

Fischer Taschenbuch Verlag 2011
Übersetzung: Helga Augustin
ISBN: 978-3-596-18451-4
382 Seiten

Für 8,99 € als Taschenbuchausgabe im deutschen Buchhandel erhältlich.


antjemue hat insgesamt 45 Rezensionen angelegt.


Geheimnisse der Amish werden gut gehütet

09.09.2011 Bewertung:  4.5 coffee2go vergibt 9 von 10 Punkten

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Kurze Inhaltszusammenfassung:

Eine gesamte amische Familie wurde von einem blutrünstigen Mörder auf brutalste Weise gefoltert und ermordet, selbst das Baby der Familie wurde getötet. Aufschlussreiche Einblicke in die Familie liefern die Tagebucheinträge von Tochter Mary. Kate Burkholder ermittelt als Polizeichefin mit ihrem Team und steht vor der schwierigen Aufgabe einerseits den Mörder der Familie zu finden und andererseits auch die Verhaltensregeln der Amish zu respektieren, was ihre Ermittlungen erschwert.

 

Meine Meinung zum Buch:

Der zweite Fall mit Kate Burkholder als Ermittlerin knüpft direkt an das Ende des ersten Buches an. Die Autorin hat dies auch in der Beschreibung der Charaktere und ihrer Beziehungen zueinander sehr gut umgesetzt. Vor allem Kate wirkt in diesem Fall mit all ihren Vorzügen und Schwächen sehr menschlich und auch die Tatsache, dass sie aufgrund ihrer Vergangenheit persönlich in den Fall verwickelt wird, macht das Buch noch spannender und lesenswerter. Die Situation der amischen Gemeinde und ihre Einstellung zur Polizei fand ich sehr interessant, ebenfalls wie die Einblicke in ihre Kultur und den Zusammenhalt der Menschen untereinander. Da Kate selbst auch Mitglied der amischen Gemeinde war, konnte sie hier gut vermitteln, da sie die Gepflogenheiten kannte und respektieren konnte. Charakteristisch für eine Frau mit Führungsposition in einer eher männerdominierenden Berufsspate fand ich auch die Probleme, mit denen sich Kate aufgrund von Bürokratie und Neidern herumschlagen musste, sodass sie beinahe ihren Job verloren hat.

 

Titel und Cover:

Das Cover wirkt düster und unheilverkündend wie die Ruhe vor dem Sturm und passt mit der davonfahrenden Pferdekutsche in der Ferne perfekt zu einem Thriller über eine amische Gemeinde.

 

Mein Fazit:

Der zweite Fall mit Kate Burkholder als Ermittlerin hat mir noch besser gefallen als der erste Fall, die Spannung blieb von Beginn bis zum Ende aufrecht. Ich freue mich schon auf den dritten Fall bzw. noch viele weitere Fälle mit der sympathischen Polizeichefin Kate.


coffee2go hat insgesamt 62 Rezensionen angelegt.


Kate Burkholders zweiter Fall

23.11.2011 Bewertung:  4 KimVi vergibt 8 von 10 Punkten

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Kate Burkholder, die Polizeichefin von Painters Mill, muss erneut in einem Mordfall ermitteln. Die amische Familie Plank wird ermordet aufgefunden. Es gibt keine Überlebenden. Der oder die Täter haben selbst das kleine Baby nicht verschont und die beiden Töchter der Familie vor ihrem Tod gefoltert und misshandelt. Das Motiv liegt zuächst völlig im Dunkeln, denn die Familie Plank gilt als gottesfürchtig und lebte bis zu ihrem grausamen Ende nach den Glaubensgrundsätzen der amischen Gemeinde. Kate Burkholder, die selbst aus einer amischen Familie stammt, beginnt fieberhaft zu ermitteln und stößt bald auf erste Hinweise....


Meine Meinung


\"Blutige Stille\" ist nach \"Die Zahlen der Toten\" der zweite Fall mit der Polizeichefin von Painters Mill. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, können sie unabhängig voneinander gelesen werden. Im zweiten Band werden auch nicht zu viele Einzelheiten aus dem ersten Teil verraten, sodass man diesen auch noch gespannt lesen kann, wenn man sich nicht an die Reihenfolge hält. Zum besseren Verständnis der beruflichen und privaten Nebenhandlungen und der Weiterentwicklung der Charaktere, empfiehlt sich allerdings, wie bei allen Bücherserien, die Einhaltung der Reihenfolge.

Das Geschehen wird aus wechselnden Perspektiven betrachtet. Der Hauptteil der Handlung wird allerdings in der Ich-Form, aus der Sicht von Kate Burkholder, erzählt. Dadurch bekommt man einen guten Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Denn der bestialische Mord an der amischen Familie nimmt sie sehr mit. Durch ihren eigenen amischen Hintergrund kann sie sich sehr gut in die Familie, und besonders in die Töchter, hineinversetzen. Die Hauptprotagonistin Kate ist keine Superermittlerin mit besonderen Fähigkeiten, sondern eine Frau, die ihren Job gut machen möchte und einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit hat. Sie hat Fehler und Schwächen, die diese Protagonistin allerdings sehr lebendig wirken lassen. Auch in diesem Fall unterstützt Agent John Tomasetti die Ermittlungen. In einer Nebenhandlung erfährt man von seinen Problemen und beobachtet, wie sich Kate und John näher kommen. Dieser Teil der Handlung drängt sich allerdings nicht zu sehr in den Vordergrund, allzu romatische Verwicklungen braucht man nicht zu befürchten.

Das Hauptaugenmerk der Handlung ruht auf den Ermittlungen und dem amischen Hintergrund der getöteten Familie. Ganz nebenbei erfährt man einiges von den Glaubensgrundsetzen der amischen Gemeinschaft und bekommt einen Eindruck davon, welche Möglichkeiten die Jugendlichen innerhalb der Gemeinde haben und wie sie mit den Verlockungen der Zivilisation umgehen. Dieser ungewöhnliche Hintergrund unterscheidet den Thriller von den üblichen Genrevertretern. Der Einstieg ist rasant, da man umgehend mit dem Auffinden der Leichen konfrontiert wird. Linda Castillo beschreibt den Tatort und die teilweise grausam zugerichteten Leichen sehr detailliert, sodass man das Entsetzen über die Tat förmlich spüren kann. Langsam, aber sicher, breitet sich eine bedrohliche Atmosphäre aus. Man stellt sich unwilllkürlich die Frage, wer der Familie Plank das angetan haben könnte. Das Interesse an der Handlung wird somit früh geweckt und kann auch durchgehend gehalten werden. Leider ist die Hochspannung, die man im ersten Teil deutlich spüren konnte, bei dieser Fortsetzung nicht ganz so ausgeprägt. Denn es gibt leider auch Szenen die stellenweise langatmig wirken und den Lesefluss etwas hemmen.

Insgesamt gesehen konnte der Thriller mich jedoch durch eine durchgehend interessante Handlung und fesselnde Nebenhandlungen überzeugen. Auch wenn ich mir noch etwas mehr Spannung gewünscht hätte, werde ich auf jeden Fall zu weiteren Bänden mit der Polizeichefin Kate Burkholder greifen.


KimVi hat insgesamt 226 Rezensionen angelegt.


Back for good!

21.06.2012 Bewertung:  5 NiliBine70 vergibt 10 von 10 Punkten

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Kate Burkholder ist zurück und mit ihr die wahnsinnig dichte, düstere, fast schon schmerzhaft beängstigende Stimmung aus dem Erstling von Linda Castillo!

In Painters Mill ist erneut ein grausamer Mörder eingefallen. Dieses Mal wird eine durch und durch unschuldige Amish-Familie brutalst dahingemeuchelt, gefoltert, missbraucht und wie sich hinterher herausstellt, auch noch für mehr als schmutzige Filmchen benutzt.

Kate muss sich ihrer eigenen Amish-Vergangenheit stellen, erst recht, da eins der Mädchen, ein Teenager an der Schwelle zum Erwachsenwerden und kurz vor der Entscheidung, wie es in seinem Leben weitergeht, augenscheinlich der Hauptgrund für das Massaker an der 7köpfigen Familie bildet. Auch sie wurde von der Zivilisation verführt und musste dafür büßen, wie jetzt wohl auch die eine Tochter der Amish-Familie, die sich auf einen „Englischen“ einließ und dafür mit ihrem Leben und zum Teil auch ihrer Würde bezahlen musste.

Doch wer steckt hinter diesem Mord? Wer hatte Grund genug, einen 7fachen Mord zu begehen? Sogar ein Baby musste sterben…

Kate entdeckt bei einer Durchsuchung des Familienanwesens ein Tagebuch des Mädchens und beginnt zu lesen. Bald werden Verdächtige entdeckt, doch treffen die Indizien wirklich zu? Wer ist der „Englische“, der sich an das Mädchen herangemacht und sich dann seiner entledigen musste?

Hinzu kommt Kates Liaison mit John Tomasetti, die im ersten Buch um die Geschehnisse in Painters Mill ihren von beiden ungewünschten Anfang nahm. Er wird nun doch aufgrund eines positiven Drogentests beurlaubt, muss seine eigeen Dämonen der Vergangenheit, seinen Alkohol- und Drogenmissbrauch durch regelmäßige Besuche bei einem Psychologen bekämpfen, doch lange verschweigt er dies Kate. Er will arbeiten, will an ihrer Seite den Fall aufklären und vor allen Dingen in ihrer Nähe sein. Die schwierige seelische Situation der beiden sorgt lange dafür, dass sie sich gegen echte Gefühle wehren, rechtfertigen dies vor sich selbst damit, dass sie dem anderen nicht noch mehr aufbürden wollen. Man darf gespannt sein, was aus den beiden noch wird!

Linda Castillo hat wie im ersten Teil den Leser ganz schnell ins „kalte Wasser“ geworfen. Ein furchtbarer Tatort wird einem direkt zum Einstieg serviert, Leichen, Blut, sogar ein totes Baby, was für viele einfach schier unerträglich sein dürfte. Und der Titel des Buches ist wirklich und wahrhaftig wörtlich zu nehmen! Detailreich wird alles beschrieben und man ist quasi dort, man streift mit Kate durch das Haus der armen Familie, die sterben musste, riecht das Blut, sieht die Spuren… Sehr emotional empfand ich diesen Anfang, sehr atmosphärisch dicht und greifbar erschreckend. Mein Kopfkino hat mir die Bilder in aller Schärfe vor Augen geführt und eine echte Gänsehaut beschert. Dafür muss ich danke sagen, weil genauso will ich’s als Leser haben!

Hochinteressant fand ich auch die tiefergehenden Einblicke in das Amishe, Ausdrücke, Gewohnheiten, Hintergründe. Alles sehr nett verpackt in die unheimlich spannende Geschichte!

Man darf gespannt sein, mit welchen Leckerbissen die Autorin im 3. Teil um Kate und John aufwartet!


NiliBine70 hat insgesamt 188 Rezensionen angelegt.


 
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