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Krimi/Thriller: Das Opfer: Psychothriller
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Titel:      Das Opfer: Psychothriller
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      134
Autor:      John Katzenbach
ISBN-10(13):      3426197561
Verlag:      Droemer
Publikationsdatum:      2007-02-21
Edition:      Hardcover
Number of pages:      656
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Aus der Amazon.de-Redaktion
Will Goodwin sieht die Gefahr nicht kommen. Als die schwarze Gestalt in einer dunklen Gasse seine Richtung stürzt und er die Arme hebt, um sich zu schützen, ist es bereits zu spät. Mit einem Schlag mit einem Bleirohr, das ihn mit großer Geschwindigkeit „und mit unerbitterlicher Wucht“ an der Stirn trifft, ist er plötzlich zum Krüppel geworden. Den Täter Michael O’Connell kennt Goodwin nicht. Ihm wurde zum Verhängnis, dass ihn Ashley Freeman geküsst hat. Der Anschlag ist O’Connells grausame, skrupellose Rache.

Aber auch Ashley kennt O’Connell kaum. In einer unvernünftigen Minute hat sich die Studentin zu einem mehr als unbefriedigenden One-Night-Stand mit dem Computerfreak und Kleinkriminellen hinreißen lassen, den sie schon am nächsten Morgen bitter bereut. Noch bitterer wird die Reue, als Ashley begreift, dass O’Connell nicht bereit ist, sie in Ruhe zu lassen. Der smarte Psychopath ist der Meinung, dass er und die junge Frau auf ewig zusammengehören -- und dass niemand anderes sie lieben darf, wenn es ihm nicht erlaubt sein sollte. Ein tödliches Katz- und Maus-Spiel beginnt, in das auch Ashleys zerrissene Familie verwickelt wird...

Ausgehend von einem verdächtigen Zettel, den Ashleys Vater, der Geschichtsprofessor Scott Freeman aus dem Mülleimer fischt, entwickelt der US-amerikanische Bestseller-Autor John Katzenbach seinen Stalking-Thriller. Mit viel Sinn für Dramaturgie -- und für die sensible Psyche seiner Leser -- entwickelt er langsam, aber stetig aus der Retrospektive einen Plot, der bei der Lektüre den Atem raubt. Das Opfer ist Katzenbach at it’s best. Beste Krimiunterhaltung mit Grusel-Faktor. Garantiert. -- Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de

   


Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicDieses Buch geht total unter die Haut !!! Ich habe es bereits vor einer Woche gelesen und kann mich immer noch nicht ganz davon lösen.
Erzählt wird hier die Geschichte einer jungen Frau (Ashley), die den Fehler begeht, einen One-Night-Stand mit dem verkehrten Typen (Michael) gehabt zu haben. Denn dieser stellt sich als psychopatisch heraus. Mit Hilfe ihrer Familie versucht sie ihn wieder loszuwerden. Doch das ist gar nicht so einfach. Michael hat sich Computerkenntnisse angeeignet, die ihn dazu befähigen, unerkannt seine Lektionen zu erteilen. Da all`seine Sinne zielorientiert auf Ashley ausgerichtet sind, verschmilzt er förmlich mit der Umwelt und wird mehr als einmal einfach übersehen, obwohl er direkt am "Tatort" ist.
Erzählt wird aber auch die Geschichte von Ashleys Familie. Denn diese rafft sich - ungeachtet einer durchaus nicht üblichen Konstellation - ja nun zusammen, um Ashley zu helfen. Dabei müssen die Familienmitglieder sich aber auch ihren eigenen Problemen mit sich selbst und im Umgang mit anderen stellen. Sie sehen sich dazu genötigt, die ihnen ureigenen Wert- und Moralvorstellung zu überdenken und Grenzen zu brechen.
Geschrieben ist das Buch aus zwei Sichtweisen. Es beginnt zunächst mit einem kurzen Dialog zwischen einer Frau und einer nicht näher definierten Person.
Dann erst wird die Geschte von Ashley und Michael erzählt. Allerdings nicht am Stück sondern immer wieder unterbrochen von Dialogen der beiden erstgenannten Personen. Somit bilden sich auch zwei Spannungsbögen. Man stellt sich permanent die Frage, wer die beiden Personen sind und ob die Familie es schafft, Michael zu stoppen (und natürlich wie sie das anstellen wollen).
Ich habe mich fast genötigt geshen, alle Famileinmitglieder incl. Ashley zurrufen, daß sie einfach nur ehrlich miteinander reden müssen, um Michael schneller und besser auf die Schliche zu kommen. Aber als vermeintlich Aussenstehender ist das ja immer einfach gesagt.
Ganz zum Schluß klärt sich erst, wer die beiden sind, die den Rahmendialog führen. Es bleibt sowohl hier als auch in der Geschichte von Ashley und Michael bis zum Schluß superspannend.
Ich kann dieses Buch wirklich nur empfehlen. Gänsehaut pur. Ich mußte es zwischenzeitlich weglegen, weil ich es nicht mehr ertragen konnte. Es ist alles so realistisch und einleuchtend beschrieben, daß man als Frau eigentlich nie wieder einen neuen Mann kennenlernen will, damit einem nicht dasselbe passiert.
Absolut empfehlenswert!!!

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

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Bücher über Stalking gehören nicht gerade zu meinem absoluten Lieblingslesethema, daher war ich ein ganz klein wenig skeptisch vor der Lektüre. Ich wurde aber total vom Gegenteil überzeugt. Das Buch ist so geschrieben, dass es wirklich mitreissend ist und es sträuben einem sich die Nackenhaare, wenn es um den kranken Stalker geht. Es ist kaum vorstellbar, mit welcher Akribie der Stalker sein Opfer verfolgt und auch die Leben der weiteren Angehörigen des Opfers versucht zu vernichten.

Was mir besonders gut gefallen hat, sind die  Wendungen innerhalb des Buches. Zum Anfang denkt man, es geht fast ausschließlich um den Stalker und sein Opfer. Im Laufe des Buches wendet sich die Geschichte aber und die Familie des Opfers kommt immer mehr ins Spiel und versucht nun auch - mit ähnlichen Waffen des Stalkers - ihn von dem Opfer zu lösen. Anfangs sind die Mittel eher bescheiden (Bestechung), aber im Verlauf des Buches werden sie immer raffinierter und auch brutaler. 

Der Autor kann die Angst, die das Opfer ausstehen muss, sehr gut rüberbringen. Man leidet mit Ashley mit und man kann es kaum fassen, wie aus einem harmlosen O-e-Night-Stand sich so ein Alptraum für Ashley entwickeln kann.

Ein b ischen gestört hat mich die eingeschobenen Interviewer Phasen. Dadurch geht der Lesefluss ein wenig verloren und ich finde, dass diese Teile eigentlich auch überflüssig waren. Das Buch wäre auch ohne diesen Teil gut ausgekommen.

Trotzdem gebe ich dem Buch die volle Punktzahl, denn es war wirklich atemberaubend spannend und hat einem die dunklen Seiten des eigentlich zu wenig beachteten Zhemas Stalking näher gebracht.  


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Was als One-Night-Stand begann, wird dich nie mehr loslassen ...

29.12.2012 Bewertung:  4 mr.matze vergibt 8 von 10 Punkten

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== John Katzenbach – Das Opfer ==

 

Ich schwanke in meiner Kriminalliteratur zwischen Moderne und der leichten Angestaubtheit. Das liegt wohl daran, dass ich nicht zwingend und hechelnd an der Spiegel-Bestseller-Liste klebe und stets das Neueste vom Neuesten lesen muss, sondern auch durchaus auch beim Gebrauchtwarenmarkt einige alte Schinken für mein Bücherregal kaufe, das ich noch immer einem High-Tech-ich-habe-ein-eBook-Reader-und-bin-stolz-drauf deutlich vorziehe.

 

So verirrte sich auch das eine oder andere Werk von John Katzenbach ins Regal. Obwohl ich den Namen schon immer komisch fand und nebenbei bemerkt gegen Katzen hochallergisch bin, so holte ich mir den Titel mit dem rückseitigen Untertitel „Der Stalker, Die Liebe, Das Opfer“ ins Haus.

 

== John Katzenbach – Das Opfer ==

 

Klappentext: „Die attraktive Studentin Ashley Freeman begeht einen folgenschweren Fehler. Angeheitert verbringt sie eine Nacht mit Michael O´Connell, einem Computerfreak und geschickten Hacker. Was sie nicht ahnt: Michael ist ein Psychopath, und er hat beschlossen, dass Ashley die Frau seines Lebens ist. Nichts und niemand wird ihn davon abbringen – schon gar nicht Ashley. Michael lässt sich nicht abschütteln, Ashleys Zurückweisungen stacheln ihn nur noch mehr an. Unerbittlich stellt er ihr nach, verschärft seinen Psychoterror gegen Freunde und Verwandten. Immer schneller beginnt sich eine Spirale des Schreckens zu drehen, die Ashleys gesamte Familie in die Tiefe reißt …“

 

Das beschreibt die Geschichte schon ziemlich treffend. Was als nachvollziehbar und „ist eben passiert“ beginnt und von der Bild am Sonntag mit „Schlaflose Nächte sind vorprogrammiert“ kommentiert wird (nicht gerade ein Ritterschlag, von der erlesenen Literatur-Redaktion dieses Blättchens gelobt zu werden), entwickelt sich schnell zum Thriller, der den Leser schon ein wenig einnimmt und unbewusst hoffen lässt, dass eben bitte nicht noch mehr passiert und die Geschichte sich doch bitte zum Guten wenden möge.

 

Umsonst gehofft, denn alle und jeder, der Ashleys Weg im Guten kreuzt, wird schon wenig später dafür büßen müssen. So ergeht es einem Mitstudenten von Ashley schlecht, der unter den Argusaugen von Michael ein Date mit Ashley zu haben wagt und kurzerhand im Rollstuhl endet, auch für unerklärliche Autounfälle von Freundinnen scheint es zunächst keine andere Erklärung zu geben als den Hacker-Psychopaten und der Versuch von Ashley und ihrer Familie durch finanzielle Anreize das Grauen zu beenden, scheitern kläglich.

 

Denn Michael geht es mitnichten um Geld, sondern auf seine ganz perverse Weise um Ashley, da er in ihr die Frau seines Lebens glaubt gefunden zu haben

Der Horror beginnt also genau da, wo Ashley glaubt, dass die Bettgeschichte der Nacht endet. Nat sie sich da grundlegend getäuscht …

 

== John Katzenbach – Das Opfer ==

 

Schnell wird klar, dass Ashley diese Geschichte allein durchstehen muss und kaum auf mehr Hilfe als die ihrer Freunde und vor Allem ihrer Familie hoffen kann. Es wird also evident, dass dies kein Polizeithriller wird und ein heldenhafter Cop sich am Ende gar selbst in die Hauptfigur verlieben wird. Ähnlich wie in Katzenbachs „Der Patient“ beschränkt es sich damit auf wenige Personen, deren Charaktere und Züge Katzenbach gut herausarbeitet. Insbesondere die Figur des Psychopaten Michael O’Connell wird gut herausgearbeitet und das Ticken seines kranken Hirns wird nahezu hörbar, als sich die Musik in seinen stillen Momenten mit den Fehlzündungen seines Hirns vermischt.

 

Der zweite Handlungsstrang, der in die Geschichte verwoben ist, beschreibt die Gespräche eines jungen Frau mit einem Schriftsteller, der in einer Art Rückblick die Geschichte recherchieren soll und so immer da Zusatzinformationen verrät, die anders wohl nicht unterzubringen waren. Wenigstens der Leser ist so einen Schritt voraus.

 

Nicht alles von John Katzenbachs Romanen und Thrillern habe ich genossen, nicht jedes Hörbuch gern und mehrfach gehört, aber „Das Opfer“ hat auf seinen 536 Seiten einen guten, hoch gehaltenen Spannungsbogen, der die manchmal etwas flache Erzählstruktur gern vergessen lässt.

 


mr.matze hat insgesamt 37 Rezensionen angelegt.


 
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