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Krimi/Thriller: Totenmesse: Kriminalroman
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Titel:      Totenmesse: Kriminalroman
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      175
Autor:      Arne Dahl
ISBN-10(13):      3492050182
Verlag:      Piper
Publikationsdatum:      2009-02
Edition:      2
Number of pages:      416
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

3.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Aus der Amazon.de-Redaktion
Staffagefigur, das ist ein seltsames Wort. Cilla Hjelm kommt es in den Sinn, als sie im Stockholmer Viertel Österhalm in der Warteschlange am Bankschalter steht. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Wort aus dem Deutschen ins Schwedische übernommen, fünf Jahrzehnte später durch Staffage ersetzt – "und in übertragener Bedeutung für eine Person benutzt, die – in welchem Zusammenhang auch immer – eine untergeordnete Rolle spielt".

Als Staffage fühlt sich auch Cilla Hjelm, als sie in der Schlange steht und auf ihren Einsatz wartet und endlich etwas Bedeutendes sein will im Leben. Dabei zieht ihre belanglos erscheinende Biografie an der Seite ihres Ex-Ehemanns Paul Hjelm an ihr vorüber. Dessen Hilfe allerdings wird sie bald brauchen. Denn Hjelm ist Polizist des A-Teams, und Cilla glaubt schon bald zu wissen, warum ihr Leben so an ihr vorbeigezogen ist. Denn plötzlich ist sie in der Gewalt zweier schwer bewaffneter Bankräuber, die einen Auftrag haben. "Deshalb waren die Gedanken so schnell abgerollt", heißt es in Arne Dahls Roman Totenmesse. "Und Cilla Hjelm war keine Staffagefigur mehr."

Danach entwickelt sich alles sehr dramatisch in Dahls spannend geschriebenem Roman. Denn die Bankräuber wollen gar kein Geld. Sie jagen einer chemischen Formel hinterher, die viel mehr Reichtum verspricht – und weit zurückführt in die Zeit des Kalten Kriegs. Das alles ist überaus packend zu lesen. Totenmesse ist der siebte Fall des A-Teams um Kerstin Holm und Paul Hjelm. Und es ist auf jeden Fall einer der besten.--Stefan Kellerer

   


Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  3 Maren vergibt 6 von 10 Punkten

UserpicEin Banküberfall mit Geiselnahme wird zum Fall für das A-Team, wie die Elite-Einheit der Stockholmer Polizei heißt. Es ist der 7. Teil einer Krimireihe, was man leider zeitweise auch beim Lesen merkt. Ich kenne die Vorgängerbände alle nicht und hatte öfter das Gefühl, dass mir da wichtiges Wissen in bezug auf die Figuren fehlt.
Zum A-Team gehörte einst auch Paul Hjelm, nun interner Ermittler bei der Stockholmer Polizei, dessen Ex-Ehefrau Cilla unter den Geiseln ist. Da es Cilla gelingt, ihm eine SMS zu schicken, macht er sich sofort auf zum A-Team und arbeitet mit seinen ehemaligen Kollegen zusammen. Fieberhaft wird überlegt, wie man die Geiseln befreien könnte, denn wie es aussieht, haben sie eine sehr große Ladung Sprengstoff bei sich und könnten damit nicht nur die Bank, sondern wohl die halbe Stadt in die Luft jagen.
Doch noch eine andere Frage taucht rasch auf: Wer steckt wirklich dahinter? Und welche Ziele verfolgt derjenige. Um Geld allein scheint es gar nicht zu gehen.

Das ist ein Teil der Handlung, der auch durchaus spannend ist, weitere Handlungsstränge beschäftigen sich mit anderen Figuren und spielen auch zu anderen Zeiten (Irak-Krieg und 2. Weltkrieg). Anfangs wirken diese Sprünge wenig Sinn ergebend, erst zum Ende hin klären sich die Verbindungen auf.

Wirklich spannend fand ich allerdings nur die Passagen mit der Geiselnahme und zum Ende dann noch mal die Szenen, in denen sich zeigt, wer der Drahtzieher war und welche Motivationen dahinter steckten. Die Sprünge sind zwar für die Handlung wichtig, waren mir dann aber zu lang, besonders die Tagebuchaufzeichnungen hätten gut gekürzt werden können.
Von den Figuren gefiel mir Kerstin Holm am besten, sie war gut ausgearbeitet, die anderen weniger, wobei ich nicht weiß, inwieweit die vielleicht schon in den Vorgängerbänden vorgestellt worden sind.
Dem gesamten Roman haftet eine düstere, tragische Stimmung an, was zur ernsten Handlung zwar passt, aber mir dann doch ein bisschen zu viel war, ebenso wie diese geballte Ladung an Geheimdiensten, Agenten, Spionen und wer da noch alles mit rein kam.
Es gibt auch nicht direkt eine einzelne Hauptfigur, auf die sich die Handlung konzentriert, sondern die Perspektive wechselt alle paar Seiten.
Arne Dahls Schreibstil erschien mir stellenweise ein wenig abgehakt und den „klarblauen Himmel“ hat er geradezu mit dem Holzhammer dem Leser eingehämmert.

Fazit: Für Krimileser, die gerne auch eine etwas düstere Stimmung mögen und Fans von Romanen um Spezialeinheiten und Geheimdienste, ist dieses Buch ganz sicher einen Blick wert.

Maren hat insgesamt 176 Rezensionen angelegt.


Rezension

05.07.2009 Bewertung:  3.5 Anonym vergibt 7 von 10 Punkten

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Arne Dahl hat mit "Totenmesse" einen ziemlich verwobenen Polit-Krimi geschrieben.
Es ist der bereits 7. Krimi rund um das Stockholmer A-Team, was auch erklärt, dass viele Charaktere vorkommen, die gar keine eigene Einleitung mehr erhalten. Beudetet, dass viele Charaktere für Leser, die noch keinen der Vorgängerbände gelesen haben, farblos und undurchsichtig bleiben. So ging es mir jedenfalls. Dies war mein erstes Buch von Arne Dahl und die ganze Zeit über bekamen die meisten Charaktere - mit Ausnahme von Paul Hjelm vielleicht - kein eigenes Gesicht, sondern gingen einfach in diesem gut eingespielten Team unter.

Das A-Team wird mit der Auflösung eines schwierigen Falles betraut. Was zunächst aussieht wie ein normaler Banküberfall mit Geiselnahme, entpuppt sich schnell als etwas größeres. Nicht nur das A-Team, auch der Leser wird lange Zeit im Unklaren darüber gelassen, was es wirklich mit der Geschichte auf sich hat. Im Gegensatz zu den Protagonisten erfährt der Leser aber immer wieder einige Einschübe aus dem Tagebuch eines deutschen Kriegsveteranen, der im 2. Weltkrieg in Russland kämpft und der allen Anschein nach vor dem Krieg auch ein brillanter Wissenschaftler war. Trotz diesen Einschüben sah ich aber lange Zeit keinen Zusammenhang zwischen den Geschehnissen. Das kam wirklich erst auf den letzten 80 Buchseiten.
Die ganze Zeit über versteht man, dass es etwas mit den Rohölvorkommen der Weltgeschichte zu tun hat, um das sich die Menschheit ja seit jeher kloppt. Sowohl damals im zweiten Weltkrieg, wie auch aktuell beim Irakkrieg. Die Frage war die ganze Zeit über: Wie stehen diese Ereignisse und der Banküberfall in Schweden im Zusammenhang?

Generell ist es Arne Dahl ziemlich gut gelungen diese Ereignisse in einem harmonischen Zusammenhang zu bringen. Wie, das zeigt das Ende des Buches, das ich an dieser Stelle nicht verraten will.

Im Buch gibt es übrigens an vielen passenden Stellen immer wieder Andeutungen zum Buchtitel. Denn zu passenden Gelegenheiten hören die Personen im Buch die Totenmesse von Mozart, ein Requiem, eine Messe für Verstorbene, denn Tote gab es viele im Laufe der Menschheitsgeschichte.


Anonym hat insgesamt 0 Rezensionen angelegt.


Requiem aeternam dona eis

19.08.2009 Bewertung:  4.5 silkedb vergibt 9 von 10 Punkten

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Inhalt:
Die A-Gruppe rund um Kerstin Holm wird zur Unterstützung zu einem Banküberfall hinzugezogen.
Kurz darauf erfahren sie vom ehemaligen Teammitglied Paul Hjelm, dass seine Exfrau als Geisel in den Fall verwickelt wurde. Gemeinsam mit anderen Spezialeinheiten setzt die A-Gruppe alles daran, die Geiselnahme zu beenden und die Täter zu überwältigen.
Doch welchem Zweck dient der Banküberfall? Haben es die Täter wirklich auf den Inhalt des Tresors abgesehen, oder ist dies nur Teil eines großen Plans?


Meine Meinung:
„Totenmesse“ ist mein erstes Buch von Arne Dahl. Obwohl es sich um ein Buch aus der Reihe rund um die A-Gruppe handelt, hatte ich nicht den Eindruck, dass mir entscheidende Informationen fehlen. Der Autor ist auf die Entwicklungen der Figuren und Hintergründe, die zum Verständnis erforderlich sind eingegangen. Ich hatte daher den Eindruck, die Charaktere bereits länger zu kennen, als erst durch „Totenmesse“ und dies trug positiv zum Gesamteindruck bei.
Einen tieferen Eindruck hat auch die eigentlich Handlung des Thrillers bei mir hinterlassen. Die zunächst recht oberflächliche Geschichte eines Banküberfalls, entwickelte sich in eine andere Richtung als ich vermutet hatte.
Die Handlung hat mich hier sehr durch die für mich unerwarteten Wendungen überrascht und historische Ereignisse auf interessante Art und Weise integriert.
Die Handlung ist aus verschiedenen Perspektiven geschildert und bietet so Einblicke in unterschiedliche Wahrnehmungen und Hintergründe.
Lediglich die Wiedergabe von politischen Ansprachen, die jedem am Weltgeschehen interessierten Leser keine neuen Informationen boten, empfand ich als unnötig.
Der Titel „Totenmesse“ hat zwar nicht direkt mit Ereignissen in der Handlung zu tun, wird jedoch im Gedankenspiel der Figuren aufgegriffen und scheint mir daher auch passend gewählt.
Sehr stimmig finde ich das Cover, dass sehr gut zum Titel passt.
Insgesamt gesehen, hat mich Arne Dahl absolut vom schwedischen Krimi überzeugt und ich werde sicherlich noch mehr Bücher dieses Autors lesen.


Fazit:
Ein solider und spannender Thriller, mit unerwartet internationalen Einschlägen.


silkedb hat insgesamt 32 Rezensionen angelegt.


Ein intelligenter, abgerundeter Krimi

20.02.2010 Bewertung:  4 Nordlicht vergibt 8 von 10 Punkten

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\"Totenmesse\" von Arne Dahl ist bereits der siebte Krimi um das Stockholmer A-Team, für mich war es jedoch mein erstes (und vermutlich nicht letztes) Buch des Autors. Verschiedene Handlungsebenen wechseln einander ab: zunächst steht ein raffiniert eingefädelter Banküberfall im Mittelpunkt, der anders verläuft, als die Polizei es erwarten würde. In den Text eingeschoben finden sich in Kursivschrift gedruckte Auszüge aus einem Tagebuch, das ein deutscher Soldat während des Einmarsches der Deutschen nach Russland geschrieben hat und dessen letzter Eintrag schließlich in Stalingrad verfasst wurde. Als wäre das noch nicht verwirrend genug, gibt es immer wieder kurze Abschnitte über einen Kollegen des A-Teams, der sich auf längerem Urlaub im Mittelmeerraum befindet, wo er für sich und seine Frau ein Haus sucht. Der Leser fragt sich, wie diese verschiedenen Handlungsstränge zusammengehören könnten...und im Laufe der Zeit entwirrt sich das Knäuel, wobei der Ausgangspunkt aller Handlungen überraschend simpel ist, die Ausgestaltung des Romans aber sehr intelligent vorgenommen wird und dem Leser einiges an Konzentration abverlangt, vor allem, wenn er im Hinblick auf Spionage und Agententätigkeiten ein Laie ist. Stellenweise ist dieser Krimi sehr spannend, der Schluss, über den hier natürlich nichts verraten werden soll, ist dagegen geradezu genial einfach - der Autor hat sich hier gut aus der Affäre gezogen. Das Einzige, das mich etwas irritiert hat, ist die Angewohnheit von Arne Dahl (oder die des Übersetzers?), häufig unvollständige Sätze zu verwenden. Da ich noch keinen seiner anderen Romane gelesen habe, kann ich nicht beurteilen, ob das für seinen Schreibstil typisch ist. Ich werde es sicherlich noch herausfinden, denn ich möchte dem A-Team gern wieder begegnen...


Nordlicht hat insgesamt 44 Rezensionen angelegt.


Two hundred pounds of dynamex

29.03.2010 Bewertung:  4.5 KimVi vergibt 9 von 10 Punkten

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Stockholm 20. März 2003

Das 48 Stunden Ultimatum, das der Präsident der Vereinigten Staaten George W. Bush, dem Diktator Saddam Hussein gestellt hat, ist  ergebnislos verstrichen. Die Augen der Welt sind auf den Präsidenten gerichtet, als er den Auftakt zur \"Operation Iraqi Freedom\" verkündet.
Mit viel banaleren Alltagserledigungen ist Cilla Hjelm an diesem Morgen beschäftigt. Da ihre Tochter morgen volljährig wird, lässt sie die letzten Jahre in Gedanken Revue passieren. Verbittert stellt sie fest, dass sie sich jahrelang mit einer Rolle als Nebenfigur abgefunden hatte. Nie stand Cilla im Mittelpunkt der Familie, sondern war nur eine Staffagefigur. Ihr plötzlicher Wunsch auch mal im Zentrum zu stehen, löste die Entfremdung zwischen ihr und ihrem Mann Paul Hjelm aus. Schritt für Schritt lebten sich die beiden auseinander. Mittlerweile waren sie nun schon ein Jahr getrennt. Diesen trüben Gedanken hängt Cilla nach, während sie in der Filiale ihrer Bank darauf wartet einen Mitarbeiter zu sprechen.
Doch urplötzlich wird aus der Staffagefigur Cilla eine Hauptakteurin. Denn die Bankfiliale wird überfallen und die Kunden als Geiseln genommen. Voller Erschrecken stellt Cilla fest, dass man vorsichtig sein sollte mit dem was man sich wünscht, denn es könnte in Erfüllung gehen. Durch einen Fehler der Gangster bleibt Cilla im Besitz ihres Mobiltelefons und hat nun die Möglichkeit genau das zu tun, was sie eigentlich nie mehr wollte. Ihren Ex-Mann Paul,  der ein Mitglied der Stockholmer Polizeispezialeinheit A-Gruppe ist, um Hilfe bitten. Geistesgegenwärtig schaltet sie ihr Handy auf lautlos und setzt trotz aller Bedenken einen Hilferuf an Paul ab. Cilla fotografiert die Geiselnehmer und die Gegebenheiten in der Bank und sendet sie an die Spezialeinheit weiter. Durch ihren mutigen Einsatz gelangt die A-Gruppe an die notwendigen Informationen zur Erstürmung der Bank.
Doch irgendetwas ist da schief gelaufen, denn trotz des schnellen Zugriffs sind die Bankräuber verschwunden und plötzlich ist ein Polizist zuviel auf dem Video zu sehen und genau dieser nimmt die Geiselnehmer in Gewahrsam. Obwohl der eigentliche Banküberfall schnell beendet wurde, steht die A-Gruppe nun vor einem Rätsel und gerät bei den Ermittlungen in den Sog längst vergangener Ereignisse. Denn die Spuren führen bis ins Jahr 1942 nach Stalingrad zurück. Der kalte Krieg scheint noch lange nicht vorbei zu sein....

 

Meine Meinung


Dies war mein erster Krimi aus der Reihe um das Ermittlerteam um Paul Hjelm und Kerstin Holm. Da es ja bereits sechs vorhergehende Fälle gab, fehlten mir  zwar einige Hintergrundinformationen zur Vorgeschichte dieser Spezialeinheit. Doch diese sind nicht zwingend notwendig um den Einstieg in die Ermittlungen zu finden. Selbst ohne diese Kenntnisse konnte ich der Handlung folgen.

Zunächst konnte ich die verschiedenen Handlungsstränge nicht miteinander in Verbindung bringen, da mir die Zusammenhänge bis kurz vor Schluss nicht ganz klar waren. Doch gerade dadurch wurde die Spannung  für mich aufrechterhalten, da ich nun unbedingt wissen musste in welche Richtung sich dieser Krimi noch entwickeln würde. Denn dass hinter der Geiselnahme noch viel mehr steckte wurde recht bald klar. Stück für Stück verbanden sich die losen Handlungsfäden zu einem absolut stimmigen Abschluss. Dieses Ende und die Verknüpfungen der einzelnen Handlungen, waren für mich so nicht vorhersehbar und deshalb bot mir dieser Roman eine willkommene Abwechslung zum typischen Krimi-Einheitsbrei.

Normalerweise liegen mir die Skandinavien-Krimis mit ihrem leicht düsteren Schreibstil nicht so und gehören deshalb auch nicht zu meinen bevorzugten Krimis. Doch Arne Dahls Schreibstil hat mich angenehm überrascht, denn die Handlung zog mich gleich in ihren Bann und war durchgehend flüssig zu lesen. Die Verbindung der einzelnen Schauplätze und Hintergründe wie Irak-Krieg, Zweiter Weltkrieg, Afghanistan, Kalter Krieg, Stasi-Vergangenheit und heutiger Spionage ist wirklich sehr gut gelungen und wurde glaubhaft geschildert. Auch die Beschreibung der zwischenmenschlichen Beziehungen der Protagonisten und die Schilderung der einzelnen Charaktere der Spezialeinheit wirkten auf mich lebendig und überzeugend.

 


KimVi hat insgesamt 226 Rezensionen angelegt.


Requiem

05.04.2010 Bewertung:  3.5 Toschi3 vergibt 7 von 10 Punkten

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Das A-Team ermittelt zum 7. Mal: Bei einem Banküberfall wird die Exfrau von Paul, einem ehemaligen A-Team-Mitglied, als Geisel genommen. Trotz der gefährlichen Situation schafft sie es, mit ihrem Handy wichtige Informationen an das Team zu geben. Aber was ist das Ziel der Bankräuber und was hat das alles mit dem 2. Weltkrieg, zu dessen Zeit die Parallelhandlung spielt, zu tun?

 

Arne Dahl ist einer von unzähligen skandinavischen Schriftstellern, aber ein sehr guter, denn immerhin hat er es geschafft, seiner Leserschaft mit TOTENMESSE schon den 7. Fall um das A-Team vorzulegen. Für mich ist es der erste Krimi von ihm und trotzdem hatte ich keine Mühe, in das Team hineinzufinden. Zwar spielen einige persönliche Verbindungen eine Rolle, aber diese sind ausreichend erläutert. Für Fans des Teams sind die persönlichen Beziehungen der Ermittler untereinander sicher einfacher zu verstehen.

 

Das Buch liest sich sehr flüssig und die gut 400 Seiten sind schnell ausgelesen. Dazu tragen auch die angenehm kurz gehaltenen Kapitel bei. Auch wenn ich mir vorstellen kann, dass die Dahl-Reihe sehr spannend ist, fand ich die Handlung und die Verknüpfung verschiedener Geschehnisse etwas verwirrend. Ich glaube, hier wollte der Autor etwas zu viel des Guten. Die Ecken, über die der Fall vom Zweiten Weltkrieg zum Ziel der Bankräuber führt, sind doch etwas zahlreich und wirken arg konstruiert. Das tut dem Gesamteindruck nicht ganz so gut.

 

Fazit: Auch wenn die Handlung spannend war, ist das hier hoffentlich einer der etwas schwächeren Dahl-Krimis: Ich werde mich auf jeden Fall noch an weiteren Fällen des A-Teams versuchen.


Toschi3 hat insgesamt 81 Rezensionen angelegt.


\"... Ein klarblauer Himmel ...\"

18.05.2010 Bewertung:  3.5 Bellexr vergibt 7 von 10 Punkten

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Kurz nachdem Cilla Hjelm, Exfrau von Paul Hjelm, der mittlerweile bei der Internermittlung in Stockholm arbeitet, die Bank im Stockholmer Viertel Österhalm betritt, wird diese überfallen. Die Bankräuber schießen wild um sich, verdunkeln die Fenster und nehmen Bankangestellte wie Kunden als Geiseln. Sollte die Bank gestürmt werden, drohen sie diese und das gesamte Viertel in die Luft zu jagen. Das A-Team um Kerstin Holm wird mit dem Fall betraut. Doch die Bankräuber stellen keine Forderungen und scheinen abzuwarten. Nur auf was? Cilla gelingt es, per SMS und MMS mit Paul Hjelm Kontakt aufzunehmen. Ihre Bilder zeigen den Spezialisten, dass die Bomben nur Attrappen sind und entschließen sich zur Stürmung der Bank. Doch die Geiselnehmer sind verschwunden. Während der Ermittlungen stellt sich schnell heraus, dass der Banküberfall nur fingiert war. Was sind die wahren Hintergründe der Tat und vor allem, wer steckt dahinter?

 

Arne Dahl lässt seinen vorliegenden Kriminalroman am Tag des Irakkriegs am 20.03.2003 beginnen. Die Hintergründe hierfür werden einem im Lauf der Geschichte verständlich. Wie auch die verschiedenen Handlungsstränge, die anfangs etwas verwirren, sich jedoch im Lauf des Buches schlüssig verbinden. Bei einem Erzählstrang handelt es sich um die Tagebucheinträge eines deutschen Soldaten 1941/42 vor Stalingrad. Und je länger dieser erzählt wird, umso verständlicher wird einem die äußerst komplex angelegte Story, auch wenn sie in meinen Augen doch stellenweise - besonders der Grund des Banküberfalls - etwas übertrieben ist.

 

Hauptbestandteil des Buches sind die Ermittlungsarbeiten des A-Teams, die von Arne Dahl wieder sehr nachdenklich, stellenweise etwas melancholisch, doch zu jederzeit interessant und spannend erzählt wird. Und auch seine Charaktere rund um das A-Team sind wieder gewohnt facettenreich und lebendig dargestellt. Allerdings ist es ratsam, schon das eine oder andere Buch vom A-Team gelesen zu haben, um verschiedene Äußerungen auch richtig verstehen zu können.

 

Alles in allem ist \"Totenmesse\" wieder ein gewohnt spannender Krimi mit einer äußerst komplexen Story.


Bellexr hat insgesamt 28 Rezensionen angelegt.


rest in peace

15.05.2011 Bewertung:  2.5 zahnfee vergibt 5 von 10 Punkten

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in meinem Bücherregal...

Leider habe ich nie in dieses Buch hineingefunden. Der Anfang war ja noch ganz spannend und flott im Erzähltempo, doch zum Ende hin fiel die Spannung immer mehr ab, da ich der Handlung und der Frage nach dem Warum nicht mehr folgen konnte.Schrecklich fand ich auch die Wechsel im Erzähltempo. Sätze, die nur aus einem Wort bestehen sollen die Spannung und das Tempo erhöhen, haben mich in diesem Fall aber nur nervös gemacht.

Auch konnte ich den verschiedenen Zeit- und Handlungssträngen nicht ganz folgen. Ich habe zum Beispiel bis zur letzten Seite nicht verstanden, warum der Irakkrieg so ausführlich besprochen wurde? Wegen der Ressourcen vielleicht ? Nun, dies verdeutlicht ein weiteres Problem. Dieses Buch war für mich von allem nur ein bisschen: Ein bisschen Krimi, etwas Politthriller ( wegen der vielen beteiligten Geheimdienste), aber eigentlich war es ein gesellschaftskritisches Buch, eine Totenmesse für das 21 Jahrhundert ?

Schade fand ich auch die vielen unglaublich konstruierten Zufälle. ( Schreibtisch, Venedigurlaub, ) die zu eng mit der Auflösung( bzw den Ermittlern ) des Falles verknüpft waren.

Gut dagegen finde ich  die Serien- Idee des A-Teams an sich . Viele gut durchdachte Charaktere denen man folgen kann und die authentisch dargestellt sind. Nur war mir in dem Handlungsablauf viel zu viel Gerede, Diskussionen und zuwenig Handlung. Oft wirkte die Beschreibung der Handlungen leblos dahinerzählt.( dann geht Team A halt hier und Team B dann da und machen dies und suchen das...).

Mein persönliches Fazit: Ein Buch, dass ich zwar gerne gelesen habe, das für mich aber kein zweites Mal lohnt.


zahnfee hat insgesamt 16 Rezensionen angelegt.


 
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