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Krimi/Thriller: Tödliches Ritual: Thriller
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Titel:      Tödliches Ritual: Thriller
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      178
Autor:      Marina Heib
ISBN-10(13):      349227160X
Verlag:      Piper Taschenbuch
Publikationsdatum:      2009-04
Edition:      2
Number of pages:      304
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
TÖDLICHES RITUAL
   


Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  3 Anonym vergibt 6 von 10 Punkten

UserpicDer keltische Mörder

In Göttingen wird eine Frauenleiche gefunden, Markus Lorenz - durch den Tod seiner Frau ein gebrochener, alkoholsüchtiger Ermittler wird mit den Ermittlungen betraut. Schnell zeigt sich ihm, dass es alleine schwer sein wird den Täter zu finden und deswegen bittet er seinen Freundin Christian Bayer und dessen Geliebte Anna Maybach um Hilfe. Eine zweite Frauenleiche wird schnell und gefunden und als dann die Tochter des Bürgermeisters dem Täter zum Opfer fällt, spitzen sich die Ereignisse zu.
Scheinbar wahllos scheint sich der grausame Mörder seine Opfer zu suchen... bis Anna Maybach einen Zusammenhang erkennt. Die Morde werden an keltischen Feiertagen begangen und der Täter scheint sich immer keltischer Rituale zu bedienen. Wird es den Freunden gelingen den Täter rechtzeitig vor weiteren Morden zu stellen...

Marina Heibs neuer Thriller ist spannend und fesselnd, auf 300 Seiten gelingt es der Autorin den Leser in den Bann ihrer Geschichte zu ziehen.
Die Protagonisten sind sehr gut erarbeitet und übertragen ihre Gefühle auf dem Leser. Man kann die Belastung der Ermittlungen richtig spüren und nachfühlen. Schade ist nur, das mal wieder ein Ermittler im Mittelpunkt steht, der an der Flasche hängt. Das ist langsam wirklich alt und es vergeht kein Monat in dem man nicht ein solches Buch in Händen hält.
Interessant für mich war aber vor allem das Seelenleben des Täters, das mit Hilfe seiner Tagebucheinträge widergespiegelt wurde. Diese Abschnitt haben mich besonders fasziniert, aber auch schockiert zu gleich.
Marina Heib versteht es auch bestens die Handlungsstränge ineinanderfließen zu lassen und am Ende des Stranges einen festen Knoten zu binden, der die Handlung stimmig abschließt.
Mit der Sprache bin ich diesmal weniger zurecht gekommen, sie war mir etwas zu bündig und hohl. Das hat für mich etwas den Lesespaß gemindert und mich immer wieder etwas ausgebremst.

Die Thematik im Buch ist schlüssig und interessant, Hintergründe werden gut erläutert und machen es einem so leichte die Rituale und den Glauben der keltischen Kultur nachzuvollziehen.

Das Cover des Buches finde ich persönlich sehr ansprechend, es fällt ins Auge und übermittelt die Taubheit der Ermittler während ihrer Ermittlungen, aber natürlich auch die der Opfer und die Stimmung allgemein im Buch.

Zusammengefasst würde ich sagen, dass Marina Heib mit "Tödliches Ritual" einen ansprechenden Thriller geschrieben hat, der aber aufgrund seiner kleinen Schwächen kein absolutes Highlight darstellt. Ein Thriller der vor allem durch seine Thematik glänzt, aber nicht vollständig überzeugt hat.

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  3.5 Anonym vergibt 7 von 10 Punkten

UserpicMarina Heib hat mit "Tödliches Ritual" einen schönen Thriller abgeliefert, der bereits der dritte Teil um den Ermittler Christian Bayer ist.
Aber auch ohne Vorkenntnisse der ersten beiden Bände kann man diesen dritten Band genießen ohne weitere Verständnisprobleme.

In Göttingen steht der gebrochene Hauptkommissar Markus Lorenz vor einem schwierigen Fall. Ein Serienmörder treibt sein Unwesen und ermordet junge Frauen, hauptsächlich Studentinnen, und lässt die Morde wie merkwürdige Rituale aussehen. Lorenz bittet seinen langjährigen Freund Christian Bayer um Hilfe, da er sich selbst nicht in der Lage sieht diesen Fall zu lösen. Schnell fassen sie eine Studenten-Verbindung als mögliche Täter ins Auge und ermitteln in diese Richtung.

Auf der einen Seite haben wir den Kommissar Markus Lorenz, einen gebrochenen und alkoholsüchtigen Mann, der nach dem Tod seiner Frau in ein tiefes Loch gefallen ist. Auf der anderen Seite haben wir seinen besten Freund Christian und seine Freundin Anna Maybach, die sehr sympathisch wirken und gut zusammen arbeiten.
Die Charaktere in diesem Buch fand ich wirklich gut gezeichnet. Nicht nur die Hauptcharaktere, sondern auch alle Nebenermittler und Verdächtigen.

Marina Heib schreibt das Buch teils auch aus der Sicht des Mörders. Durch Tagebucheinträge erhält der Leser einen Eindruck ins Seelenleben des Mörders und schnell wird klar, dass es sich um die Auszüge, die der Mörder sich für seine Taten zum Vorbild nimmt, aus dem "Hexenhammer" stammen. An dieser Stelle wird dann allerdings durch eine wirklich dumme Begebenheit auch klar, wer tatsächlich der Täter ist. Zumindest jedem, der den Hexenhammer (Malleus Maleficarum) und seinen Autor kennt.
Das ist ein wenig ärgerlich und hat mir zwischenzeitlich auch den Spaß am Buch genommen, vor allem, weil es sich leider nicht einfach um eine Irreführung der Autorin gehandelt hat.

Nichtsdestotrotz ist die Geschichte dennoch sehr spannend, nur zum Ende hin wirkt sie ein wenig gehetzt und die Ereignisse überschlagen sich ein wenig, als ob die Autorin schnell zum Ende kommen wollte, ohne noch weiter auf irgendetwas anderes einzugehen. Das fand ich ein wenig schade, wo doch zuvor im Buch auch so schön auf die Charaktere eingegangen wurde.

Insgesamt ein solider Thriller mit einigen Fehlern und Schwächen.

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  4.5 Anonym vergibt 9 von 10 Punkten

Userpic"Tödliches Ritual" ist nach "Weißes Licht" und "Eisblut"  das dritte Buch der Hamburger Autorin Marina Heib um den etwas eigenwilligen Sonderermittler  Christian Beyer und seiner Freundin, der Psychologin Anna Maybach.
Die Geschichte knüpft direkt an das Buch und den letzten Fall der Sonderkommission Bund an. Diesmal bittet ein alter Freund, der ehemalige Kripo-Hauptkommissar Markus Lorenz Christian um Hilfe bei einem besonders schwierigen Fall. In Göttingen wurden zwei Frauenleichen gefunden, Lorenz hat nach einer handgreiflichen Auseinandersetzung mit der Oberbürgermeisterin die Kündigung eingereicht und ertränkt den Kummer über den Tod seiner Frau Marie in Alkohol. Anfangs sind Beyer die Hände gebunden, da er und auch Lorenz nicht offiziell ermitteln  können. Nachdem jedoch die dritte Leiche, die Tochter der Oberbürgermeisterin gefunden wird,  stösst Beyer als Berater zum Ermittlungsteam und auch Markus Lorenz kehrt mehr schlecht als recht in seinen Job zurück. Aber nur durch Mithilfe der Psychologin Anna Maybach kommen sie dem Täter letztendlich auf die Spur.
Die Leseprobe zu "Tödliches Ritual" hat mich von Anfang an so begeistert, das ich mir direkt die ersten beiden Teile besorgt habe. Und ich wurde nicht enttäuscht! Marina Heib gelingt es jedes mal aufs Neue, den Leser von der ersten Seite an zu fesseln und einen rasch ansteigenden Spannungsbogen aufzubauen, so das man ihre Bücher schwer wieder aus der Hand legen kann.
Sollten im Buch einige formelle Fehler aufgetreten sein, so sind mir diese - als Laie- nicht explizit ins Auge gefallen, bzw. habe ich sie nicht als störend empfunden. Stilistisch gesehen ist das Buch wirklich direkt aus dem Leben gegriffen, die Dialoge sind glaubwürdig und alltagstauglich. Man liest aus der Erzählperspektive, bis auf einige wenige Stellen die aus Sicht des Täters geschrieben worden sind. Das Buch hat die Erwartungen, die ich an einen gut aufgebauten Krimi stelle, voll erfüllt. Der Autorin ist kein Thema zu heiß, wird aber mit Fingerspitzengefühl bearbeitet, nachdem wir in den ersten beiden Bänden von sexuellen Mißbrauch von Kindern und Mord in der Sado-Maso-Szene gelesen haben, haben wir es diesmal mit einem alkoholkranken, von einer Tragödie gezeichneten Kommissar, einer nicht ganz so harmlosen Studentenbruderschaft und heidnischen Gebräuchen zu tun. Auch die Protagonisten kann man direkt ins Herz schließen.  Wie immer schafft es Marina Heib, das Privatleben der Ermittler glaubwürdig in den Fall zu integrieren und gerade in diesem Fall die Spannungen im Team so da zustellen, das man Aktionen und Reaktionen gut nach vollziehen kann. Wobei ich sagen muß, das mir das altbekannte Hamburger Bund-Team doch sehr gefehlt hat, denn die spielen in diesem Fall nur eine Nebenrolle. Wenn man den dritten Thriller mit den ersten beiden vergleicht, kann man fest stellen, das die Autorin von Buch zu Buch besser geworden ist - die Handlung ist komplexer, die Fälle raffinierter und der Plot eine echte Überraschung, den wahren Täter hatte ich wirklich erste gegen Ende in Verdacht.  
Schon heute bin ich gespannt, was das Team der SoKo das nächste mal erwartet und ich freue mich schon auf einen neuen Thriller aus der Feder von Marina Heib.
 

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicEin superspannender deutscher Krimi!
Ich habe selten einen so guten deutschen Krimi gelesen! Marina Heib versteht es sehr gut,in diesem Buch die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite aufzubauen und zu halten.
Immer wieder kommen neue Theorien hinzu und es entstehen Verwicklungen,die aber am Ende des Buches alle sinnvoll verknüpft werden können.Einfach nur superspannend!
Der Kommissar Markus aus Göttingen bittet seinen Freund Christian,einen Sonderermittler aus Hamburg nach Göttingen, um ihm dort bei der Ermittlung zweier Frauenmorde zu helfen.Für Christian ist dies ein Freundschaftsdienst,da er keinen offiziellen Auftrag hat.
Leider wird jedoch ausgerechnet die Tochter der Bürgermeisterin das dritte Mordopfer und nun wird es für der Sonderermittler Christian Beyer doch ein offizieller Fall.
Der Kommissar Markus aber tritt wegen seines Alkoholproblems,das aufgrund des plötzlichen Todes seiner Frau entstanden ist,von dem Fall zurück. 
Danach geschehen noch zwei weitere Morde und scheinbar ist man mit Makus altem Ermittlerteam den Mördern auf der Spur. Es wird vermutet,daß Mitglieder der Studentenschaft Göttingen dahinter stecken.Da aber keine eindeutigen Beweise vorliegen,kann niemand verhaftet werden.
Zeitgleich mit den Morden geschehende Vergewaltigungen in Göttingen werfen  immer wieder neue Fragen auf.Das Ermittlerteam ist absolut ratlos,ermittelt aber natürlich weiter.
Schliesslich wird Elli,eine Polizistin aus Markus´Ermittlerteam, auf einer Jungesellinnenparty selbst vom Mörder entführt!
Wird Christian Beyer es gemeinsam mit seiner Freundin Anna,die dem Ermittlerteam psychologische Hilfe gibt,und der Alkoholiker Markus und sein Team Elli retten können?
Christians Freundin Anna,die Psychologin,ist es schliesslich,die ein rituelles Schema hinter den Morden erkennt.
Marina Heib versteht es geschickt,mehrere Fäden zu verstricken,die am Ende des Buches alle sinnvoll aufgeklärt werden können,dabei aber das Zeitgeschehen und die Spannung nicht zu vergessen.
Sie verknüpft  die Geschichtes des Harzer Brockens mit den ehemaligen Hexenverbrennungen und dem inquisitorischen Erlass der Hexenkammer und der daraus entstehenden Rituale.
Der Krimi ist spannend geschrieben und man erfährt zusätzlich Dinge über die Inquisition,schlagende Verbindungen,Hexenrituale und deren Feiertage und möchte den Exkommissar Markus lieber nicht zum Feind haben...
Authentisch beschriebene Romanfiguren,Spannung und Tragödien machen das Buch zu einem interessanten deutschen Krimi,den man erst zu dem Zeitpunkt zur Seite legen kann,wenn man ihn zu Ende gelesen hat.

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  4.5 Blindfisch /// Tista vergibt 9 von 10 Punkten

UserpicTödliches Ritual mit heltischem Hintergrund  Dies ist mein erster Krimi/Thriller von Marina Heib und und ich finde, es ist ein guter, solider Krimi.
Der Göttinger Poliezichef Markus Lorenz ist mit seinem Leben und mit den Greueltaten, die über ihm zusammenbrechen, völlig überfordert. Durch den furchtbaren Tod seiner Frau ist er zum Alkoholiker geworden und verliert die Lust am Leben und an der Arbeit. Er holt sich Hilfe von seinem Freund Christan Beyer - er möchte nicht nur berufliche Unterstüzung, ich denke, er wollte auch privat von seinem Freund gerettet werden.
Christian und dessen Freundin, die Psychologin Anna, werden in den Strudel der Ereignisse gezogen und auch die beiden stoßen an ihre Grenzen. Man findet lange keinen Zusammenhang zwischen den Opfern bis Anna dann entdeckt, dass alle Morde an keltischen Feiertagen und nach keltischen Ritualen begangen worden sind.
Das Buch ist spannend und flüssig, erzählt viel über keltische Rituale, erklärt, wie Sonderermittler im Detail ihre Arbeit verrichten, gibt uns Einblick in das Seelenleben von Markus und wie auch Kriminalbeamte von solch schrecklichen Taten belastet werden und wie sie untereinander damit umgehen. Die ganze Polizeitruppe ist sympatisch, die Herculanier dagegen weniger, und Markus möchte man wünschen, dass er sein Leben wieder in den Griff bekommt...... aber, wie es ausgeht, müsst ihr alle selber lesen.  
Spannende Unterhaltung!

Blindfisch /// Tista hat insgesamt 40 Rezensionen angelegt.


Mensuren und Torturen

19.08.2009 Bewertung:  4.5 silkedb vergibt 9 von 10 Punkten

Userpic

Inhalt:
Christian Beyer, Mitglied einer bundesweit agierenden Sonderkommission in Hamburg, wird von seinem alten Freund Markus Lorentz als Berater zu einem Mordfall in der Universitätsstadt Göttingen hinzugezogen.
Was zunächst nach einem Einzelfall aussieht, lässt nun auf einen Serienmörder schließen. Nach dem dritten Mord, erhält Christian nun auch offiziell den Auftrag zu ermitteln. Gemeinsam mit Markus Team und seiner Freundin Anna, einer Psychologin, versucht er dem Täter auf die Spur zu kommen. Gibt es eine Verbindung zur Studentenverbindung „Herculania“? Auch die zeitliche Verbindung zu keltischen Feiertagen ist auffällig, oder ist dies nur Zufall?

Meine Meinung:
Hier wurde mir mal wieder alles geboten, was ich von einem guten Krimi erwarte. Eine spannende Geschichte rund um die Universitätsstadt Göttingen, ein vielschichtiges Ermittlerteam und eine insgesamt sehr gute Umsetzung, die auch im Nachhinein noch schlüssig erscheint.
Nach „Weißes Licht“ und „Eisblut“ ist dies nun der dritte Fall für Christian Beyer.
Ergänzt durch neue Charaktere und Schauplätze ist„Tödliches Ritual“ für mich sogar noch stärker als der direkte Vorgänger. Anders als bei anderen Autoren-Reihen, scheint Marina Heib noch genug Potenzial für neue Ideen zu haben.
„Tödliches Ritual“ überzeugte mich auch vor allem mit den dunkleren Seiten. Ein Ermittler, der vom Weg abkommt, eine Studentenverbindung in welcher der Egoismus vor der Verbindung steht und schließlich ein Mörder, dessen Beweggründe absolut nicht rational sind.
Einzig das Ende empfand ich persönlich als etwas dramatisch, aber das soll jeder Leser selber entscheiden.
In Verbindung mit den bereits bekannten Figuren und einigen mythologischen/historischen Elementen ist für mich insgesamt das Gesamtbild stimmig.
Überzeugen kann auch das Titelcover, das trotz der auffälligen Farbgestaltung nicht blutrünstig wirkt. Ebenfalls positiv aufgefallen ist mir die äußere Qualität des Buchs. Auch nach dem Lesen sah es durch die stabile Bindung immer noch sehr gut aus.

Fazit:
Endlich mal wieder ein guter Krimi aus Deutschland!


silkedb hat insgesamt 32 Rezensionen angelegt.


Krimi ja - Thriller nein!

06.02.2010 Bewertung:  3.5 goat vergibt 7 von 10 Punkten

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Sowohl das Cover als auch der Klappentext entfernen sich leider etwas zu weit von der tatsächlichen Geschichte. Auch ist die Bezeichnung Thriller sehr irreführend, denn das Buch ist höchstens ein Krimi. Für einen Thriller fehlt der Story die nötige Spannung.
Einzig das Finale ging spannungsmäßig in Richtung Thriller und selbst das war so schnell wieder abgehandelt, dass ich ein wenig enttäuscht war.

Da ich aber ja auch ein Krimifan bin, hat mir die Story ganz gut gefallen. Die Protagonisten Markus Lorenz und Christian Beyer waren mir ja bereits in der Leseprobe gleich sympathisch. Ihre Macken und Laster machen sie sehr menschlich und lassen sie nicht so perfekt wirken, wie es in anderen Büchern öfter mal der Fall ist. Einzig Anna Maybach ist in meinen Augen etwas blass geblieben. Ich hätte gerne mehr über sie erfahren. Da ich die anderen beiden Bände aus der Reihe allerdings nicht kenne, vermag ich nicht zu sagen, ob sie dort nicht schon ausführlich beschrieben wurde.

Die Ermittlungen liefen sehr schleppend und dementsprechend habe ich mich mit dem Lesefluss etwas schwer getan. Der Täter war für mich allerdings zu keinem Zeitpunkt ersichtlich.
Dem Krimi würde ich 5 Sterne geben, da ich aber leider unter falschen Voraussetzungen an das Buch herangegangen bin, gebe ich dem Thriller nur 3,5 Sterne. Wenn sich mir die Gelegenheit bietet, werde ich die beiden Vorgänger natürlich auch noch lesen.


goat hat insgesamt 193 Rezensionen angelegt.


Gute Handlung, unsympathische Figuren

12.02.2010 Bewertung:  3 Maren vergibt 6 von 10 Punkten

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In Göttingen geht ein Serientäter um. Immer an keltischen Festtagen ermordet er auf geradezu bestialische Art junge Frauen. Unter den Opfern ist auch die Tochter der Bürgermeisterin, eine Studentin. Das Muster scheint daher klar: Der Täter muss einen Hass auf junge, selbstbewusste Frauen haben und außerdem fanatisch sein, denn seine Mordmethoden sind mittelalterlich.
Doch Polizeichef Markus Lorenz ist mit dem Fall überfordert, nicht zuletzt, weil er meistens betrunken ist. Sein Freund, der Sonderermittler Christian Beyer, wird dazu gezogen, weiß zunächst aber auch keinen Rat. Die Spur führt zu einer elitären Studentenverbindung. Aber ist derjenige, der so offensichtlich verdächtig erscheint, auch wirklich der Täter?

Ich bin bei diesem Roman sehr zwiegespalten. Die Geschichte an sich ist fast durchgehend spannend, die Idee des Serientäters, der an keltischen Feiertagen zuschlägt und die Frauen nach Art des \"Hexenhammers\" umbringt, ist ausgesprochen originell. Lediglich die Passagen aus Sicht des Mörders stören ein wenig und bremsen das ansonsten recht flotte Tempo.
Aber ein wirkliches Problem hatte ich mit den Figuren. Ganz besonders Markus kommt extrem unsympathisch rüber. Er ist ein gewalttätiger Alkoholiker, war damit erklärt wird, dass er seine geliebte Frau durch tragische Umstände verloren hat. Zwar wird er im Laufe der Geschichte etwas zugänglicher und lässt sich auch von der Notwendigkeit einer Therapie überzeugen, allerdings zeigt besonders das Ende, wie gestört im Kopf er ist.
Auch glaube ich nicht, dass ein Polizeichef einfach so eine Bürgermeisterin ohrfeigen darf. Die Bürgermeisterin selbst ist allerdings auch sehr unglaubwürdig dargestellt, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sich eine Frau in einer solchen doch recht mächtigen Position so verhalten würde, wie diese es tut.
Die anderen Figuren bleiben recht blass, da hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Stilistisch und sprachlich ist alles gut gelungen, sehr flüssiger Schreibstil.


Maren hat insgesamt 176 Rezensionen angelegt.


Spannender deutscher Krimi mit interessantem Hintergrund

24.05.2010 Bewertung:  4 Pharo72 vergibt 8 von 10 Punkten

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Vergewaltigungen und eine Mordserie an jungen Frauen halten Göttingen in Atem. Der durch eine persönliche Tragödie dem Alkohol verfallene Polizeichef Markus Lorenz ist den Anforderungen an die Ermittlungsarbeit nicht gewachsen und bittet seinen alten Freund Christian Beyer, der mittlerweile Chef einer Sondereinheit ähnlich dem FBI ist, um Mithilfe. Erst Christians Lebenspartnerin, der Psychologin Anna Maybach, fällt auf, dass der Mörder immer an keltischen Festtagen zuschlägt ...

Mit hat dieser deutsche Krimi insgesamt sehr gut gefallen. Für einen Thriller nimmt allerdings der Spannungsbogen in der Mitte des Buches etwas ab. Die Ermittler tappen die meiste Zeit im Dunkeln und können letzten Endes auch nur durch einen Fehler des Täters erfolgreich werden. Zu lange verfolgen sie die falsche Spur.

Die persönliche Geschichte von Markus lässt den Leser seine Schwäche nachvollziehen und auch die anderen Figuren, seien es die Ermittler oder auch die verdächtigen Studenten, werden gut charakterisiert. Die persönlichen Einblicke in die Gedankenwelt des Täters sind verstörend und fügen sich dennoch passend ins Gesamtbild. Mir persönlich gefällt dieses Element bei Thrillern sehr.

Besonders interessant fand ich die Einblicke in die Welt von Burschenschaften, die man ja doch nur vom Hörensagen kennt, und auch die näheren Erläuterungen zum Inquisitionsthema. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und auch die Aufmachung des Buches gefällt.

Die immer wieder eingestreuten Hinweise auf die früheren Fälle des Sonderermittler-Teams machen unbedingt neugierig darauf und ich werde es bei Gelegenheit auf jeden Fall nachholen, die ersten beiden Bücher der Autorin zu lesen. Über die \"Rabbaten\" im Klappentext bin ich allerdings auch gestolpert und es gibt auch noch ein paar weitere Fehler im Buch. Das ist aber Lektoratsarbeit und sollte den Inhalt des Buches nicht schmälern.

Die finale Jagd auf den Mörder ist extrem spannend und mit dem Ende hat sich für mich irgendwie ein Kreis geschlossen. Auf jeden Fall ein Buch, was ich jederzeit weiter empfehlen würde. Deutsche Autoren müssen sich wirklich nicht vor ihren amerikanischen Kollegen verstecken.


Pharo72 hat insgesamt 83 Rezensionen angelegt.


Gelungen

23.06.2010 Bewertung:  3 mel vergibt 6 von 10 Punkten

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Marina Heibs Thriller „Tödliches Ritual“ – erschienen im Piper Verlag – gewährt dem Leser Einblicke in die Denkweise eines psychopatischen Serienkillers.

Grausame rituelle Morde erschüttern sämtliche Göttinger. Lange Zeit tappen die Sonderermittler um Christian Beyer, der zu seinem besten Freund Markus eilt, um ihm bei diesem besonderen Fall zur Seite zu stehen, im Dunkeln. Erst Christians Freundin Anna entdeckt Parallelen zwischen den einzelnen Morden, die bislang niemandem aufgefallen sind: Der Täter schlägt ausschließlich an keltischen Festtagen zu, zudem zelebriert er die Rituale regelrecht. Bald beginnt ein Lauf gegen die Zeit, denn der Unbekannte hat bereits drei weitere Opfer erwählt…

Dieses Werk von Marina Heib entspricht den typischen Anforderungen an einen Krimi: Spannung und Dramatik pur. Auch Krimineulinge wird dieser Roman vermutlich auf Anhieb fesseln, denn sofort zu Beginn bekommt der Leser einen Einblick in die Denkweise des verrückten Mörders.
Aufgrund der detailliert beschriebenen Mordopfer, die bei den Ritualen des Mörders verstümmelt werden, ist „Tödliches Ritual“ wohl nichts für sensible Menschen.
In der Mitte der Geschichte flacht die Handlung leicht ab, die Ermittlungen verlieren etwas an Reiz, worauf jedoch bald eine erhebliche Spannungssteigerung folgt.
Trotz der teilweise verarbeiteten Klischees ist dieser \"Thriller\" -wohl besser Krimi- alles in allem ein gelungenes Werk.


mel hat insgesamt 12 Rezensionen angelegt.


Schlecht ist die Frau von Natur aus...

13.07.2010 Bewertung:  4 KimVi vergibt 8 von 10 Punkten

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Der Göttinger Hauptkommissar Markus Lorenz verbringt den Halloweenabend mal wieder in seiner Stammkneipe. Dort lässt er sich nach allen Regeln der Kunst volllaufen und ertränkt seinen Kummer und seine Schuldgefühle im Alkohol. Als er die Kneipe nach einer durchzechten Nacht im Morgengrauen verlasssen will, erfährt er von einem anderen Gast, dass im Stadtpark die Leiche einer ermordeten Frau aufgefunden wurde. Völlig zerknittert und verkatert begibt sich der Hauptkommissar an den Tatort. Als die anwesende Oberbürgermeisterin der Stadt sein äusseres Erscheinungsbild kritisiert und einige Worte über seine Vergangenheit verliert, kommt es zum Eklat. Vor den Pressefotografen ohrfeigt der Hauptkommissar die Oberbürgermeisterin. Um sich die Demütigung einer Suspendierung zu ersparen, tritt Markus Lorenz freiwillig von seinem Posten zurück.

Kurz vor Weihnachten kommt es erneut zu einem Mord an einer jungen Frau. Da Markus Lorenz mit den Ermittlungen seines Nachfolgers nicht zufrieden ist, ruft er seinen alten Freund Christian Beyer an. Er bittet den Hamburger Sonderermittler um seine Mithilfe, denn er vermutet hinter den grausam zugerichteten Frauenleichen den Auftakt einer rituellen Mordserie. Als die Leiche der Tochter der Oberbürgermeisterin mit ausgelöffeltem Auge aufgefunden wird, übernimmt Markus Lorenz auf Wunsch der entsetzten Mutter wieder die Leitung der Ermittlungen. Da er aufgrund seines Alkoholproblems nicht allein in der Lage ist, das Einsatzteam zu leiten, steht ihm sein Jugendfreund Christian Beyer unterstützend zur Seite. Der Killer scheint es auf selbstbewusste junge Frauen abgesehen zu haben, doch das Muster ist für das Team nicht erkennbar. Erst Christian Beyers Lebensgefährtin, die Psychologin Anna Maybach, erkennt, dass der Serienkiller stets an keltischen Festtagen zuschlägt. Eine fieberhafte Suche nach dem Täter beginnt, denn der nächste keltische Festtag rückt immer näher.

 

Meine Meinung

 


Der deutsche Thriller ist bereits der dritte Fall für den Sonderermittler Christian Beyer. Bisher hatte ich allerdings noch kein Buch aus dieser Serie gelesen. Dennoch ist es mir nicht schwer gefallen den Einstieg zu finden und der Handlung zu folgen. Denn der Sonderermittler wird von seinem Freund Markus Lorenz nach Göttingen bestellt und findet dort selbst ein, für ihn unbekanntes, Ermittlerteam vor. Im Laufe der kriminalistischen Ermittlungen lernt man also alle beteiligten Polizeibeamten und ihre Eigenschaften kennen. Die Psychologin Anna Maybach ist die Lebensgefährtin von Christian Beyer. Sie hat die Ermittlungen des Sonderermittlers bereits in den vorangegangenen Bänden unterstützt. Durch kurze Rückblenden innerhalb des Romans erhält man einen Einblick in die Art und Qualität der Beziehung. Es wird genug verraten um die Vorgehensweise der beiden zu verstehen und sich einen Überblick zu verschaffen. Andererseits wird auch nicht zuviel verraten, sodass man die beiden Vorgängerromane ebenfalls noch lesen kann. Alle Bände sind deshalb auch gut einzeln lesbar, trotzdem ist es sicher empfehlenswert die Reihenfolge einzuhalten.

Eine Leseprobe im Internet konnte mich zunächst nicht ganz überzeugen, da ich vom kriminalistischen Geschehen nicht wirklich angetan war. Doch schon in dieser kurzen Leseprobe überzeugte mich die Beschreibung der einzelnen mitwirkenden Charaktere. Dieser positive Eindruck bestätigte sich für mich auch während der Lektüre des gesamten Romans . Denn die Hauptprotagonisten und ihre allzu menschlichen Probleme und Reaktionen erschienen mir durchgehend glaubwürdig und lebendig. Gerade der Alkoholismus des Göttinger Hauptkommissars Markus Lorenz und seine tragischen Hintergründe, seine Selbstzweifel und sein daraus resultierender Misserfolg bei den Ermittlungen, machten diesen Band lesenswert.

Einen Einblick in das kranke Gehirn des Serienmörders bekommt man durch seine Aufzeichnungen in einem Notizbuch. Diese Eintragungen heben sich durch eine andere Schriftart vom Rest der Erzählung ab. Hier erahnt man Schritt für Schritt das gesamte Ausmaß seines Wahnsinns. Denn er hat das Gefühl nachts von weiblichen und lüsternen Dämonen heimgesucht zu werden, die ihn gegen seinen Willen begatten und seinen Samen rauben. Schon früher hatte man von solchen Sukkuben gehört und diese gnadenlos verfolgt. Auch der Serienkiller möchte sich und die Welt, von diesen schamlosen Hexengestalten befreien und stellt sie deshalb als Inquisitor auf die Hexenprobe, denn er hat keinesfalls die Absicht wahrhaft Unschuldige hinzurichten.

Bald kann das Ermittlungsteam den Täterkreis einengen, denn eine studentische Verbindung scheint darin verwickelt zu sein. Doch durch seine Alkoholsucht verspielt Markus Lorenz einen entscheidenden Vorteil der Polizei. Die finalen Ereignisse in der Nacht zum keltischen Beltanefest überschlagen sich deshalb und enden mörderisch und unerwartet.

Der Schreibstil von Marina Heib gefiel mir recht gut, da das Buch schnell und flüssig lesbar war. Die Handlung war zwar für einen richtigen Krimifan wie mich, schon sehr vorhersehbar. Allerdings trotzdem spannend erzählt. Mir gefiel auch der deutsche Handlungsort Göttingen und der weitere Handlungsverlauf im Harz sehr gut. Insgesamt bewerte ich diesen deutschen Thriller deshalb mit acht von zehn Sternen, da ich mich, trotz kleiner Einschränkungen, gut unterhalten habe.


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