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Science-Fiction: Der Letzte seiner Art
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Titel:      Der Letzte seiner Art
Kategorien:      Science-Fiction
BuchID:      599
Autor:      Andreas Eschbach
ISBN-10(13):      3785721234
Verlag:      Bastei Lübbe
Publikationsdatum:      2003-11-05
Edition:      HC
Number of pages:      350
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Aus der Amazon.de-Redaktion
Der Autor von Das Jesus Video und Eine Billion Dollar hat sich selbst übertroffen! Niemand bewegt sich so souverän im Niemandsland zwischen Science Fiction und Wissenschaftsthriller wie Andreas Eschbach, und Der Letzte seiner Art ist ein schönes Beispiel dafür, dass ein Schriftsteller sich weiterentwickeln und sich trotzdem treu bleiben kann.

Duane Fitzgerald ist ein zutiefst einsamer Mann, und das hat gute Gründe: Jahrelang gehörte er einer militärischen Spezialeinheit an, deren Mitglieder in einem Geheimprojekt der US-Regierung zu Supersoldaten aufgerüstet werden sollten. Duane weiß selbst nicht mehr, wie vielen Operationen er sich unterziehen musste, um das zu werden, wovon andere nur träumen -- mehr als ein Mensch. Er und seine Mitstreiter sollten im ersten Golfkrieg die Entscheidung bringen, doch etwas ging schief, und jetzt lebt er von seinen Freunden und von seiner Vergangenheit abgeschnitten, im Haus seiner verstorbenen Großmutter an der Westküste Irlands.

Bisher war es Duane gelungen, sich mit diesem ruhigen Dasein abzufinden. Heimlich schwärmt er für eine rothaarige Schönheit, die ein Hotel des Städtchens führt. Und zur Entspannung liest der ehemalige Soldat, der sich nie für einen Intellektuellen gehalten hat, den römischen Philosophen Seneca -- über die Kürze des Lebens und die menschliche Fähigkeit, auch unter widrigen Umständen Zufriedenheit zu finden. Eines Tages tauchen jedoch mysteriöse Männer im Ort auf, und Duane erfährt, dass die noch lebenden Teilnehmer des Experiments einer nach dem anderen Unfällen zum Opfer gefallen sind. Ihm wird klar, dass seine zurückgezogene Existenz nicht mehr von Dauer ist, doch ganz ohne Widerstand will er nicht aufgeben. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Der Letzte seiner Art ist in erster Linie ein unglaublich fesselndes Buch. Dabei verzichtet Eschbach weit gehend auf dröhnende Hollywood-Action, sondern hält es eher mit Alfred Hitchcock und dreht die Spannungsschraube langsam, aber unerbittlich fester. Besonders gelungen sind auch die Passagen, in denen Duane über sein Leben reflektiert und sich völlig ungekünstelt mit Seneca auseinander setzt. Allein in sprachlicher Hinsicht hätte man sich etwas mehr Sorgfalt gewünscht: Manche Sätze lesen sich, als entstammten sie einer wenig gelungenen Übersetzung aus dem Englischen. Das sollte allerdings niemand davon abhalten, das Telefon abzustellen und jeglichen Besuch auszuladen, um sich diesem Schmöker ungestört widmen zu können. Einen Spannungsroman von vergleichbarem Niveau wird derzeit wohl kaum jemand hervorbringen. --Hannes Riffel

   


Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Alien vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicDuane Fitzgerald ist ein junger Soldat im vorzeitigen Ruhestand - und das bereits seit mehr als zehn Jahren. Er lebt zurückgezogen in einem kleinen Ort an der irischen Küste und ist schwer darum bemüht, nicht aufzufallen. Denn Duane ist nich nur irgendein amerikanischer Elite-Soldat... er wurde konstruiert, operiert, optimiert, justiert, kurzum, zu einer Monstermaschine umgebaut. Er und eine Handvoll andere sind die Steel Men. Doch plötzlich, nach so langer Zeit, versucht jemand, sie ein für allemal aus dem Weg zu räumen...

Duane ist keine Killermaschine, wie wir sie aus den gängigen Sciene-Fiction-Filmen kennen. Sein optimierter Blick ist nicht als Laserauge erkennbar, aus seinem Arm wächst keine Rakete, wenn man ihn ärgert. Tief unter seiner Haut ist Duane ein Mensch wie jeder andere, und gerade, weil er sich diesen inneren Raum mit so viel hochentwickelter Technik teilen muß, kommt er einem eingesperrt vor - eingesperrt in etwas, das ein perfekter Körper werden sollte und das jetzt in Zusammenhang mit dem Menschen Duane Fitzgerald ein 150kg schweres hochentwickeltes menschliches Wrack ist.
Wer hier spektakuläre Schußwechsel mit einem Terminator in einem irischen Dorf erwartet, könnte falscher nicht liegen. "Der Letzte seiner Art" ist ein melancholisches, ja trauriges Buch, in Eschbachs Art und Weise zwar auch spitzzüngig frech und ein bißchen komisch, doch vordergründig stellt es dem Leser sehr viele Fragen. Und diese Fragen muß jeder für sich selbst beantworten. Ein sehr empfehlenswerter Roman!

Alien hat insgesamt 63 Rezensionen angelegt.


Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Zelda vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicWow, was für ein Buch!

Der Klappentext bereitet den Leser nicht auf die Nähe zu Duane Fitzgerald, diesem künstlichen Menschen, dem Cyborg, vor. Wer von uns hat schließlich ein künstliches Auge, einen kraftverstärkten Arm? Und dennoch geht Eschbachs Buch direkt unter die Haut und das wortwörtlich.

Es ist der Cyborg selbst, der die Geschichte erzählt, melancholisch mit humorvollen Einsätzen, immer der menschlichen Tragödie bewusst. Leise und unbarmherzig identifiziert sich der Leser mit Duanes Lage, lernt zu verstehen, was es heißt, ein Cyborg zu sein, die Implantate unter der Haut zu fühlen, die Isolation zu spüren und den Hass auf das Nahrungsmittelkonzentrat, das das einzige ist, was er noch zu sich nehmen darf.

Dabei ist das Buch von einer möglichen Realität nicht allzu weit entfernt. Wer weiß schon, was hinter dem Rücken der Öffentlichkeit alles vor sich geht?
Aber das ist nicht die einzige Frage, die Eschbach aufwirft, nicht einmal die wichtigste.
Ein sehr beeindruckendes Buch, das absolut fesselt und auch hinter her nicht los lässt.

Zelda hat insgesamt 179 Rezensionen angelegt.


Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicWorum es geht:

Duane Fitzgerald, ein ehemaliger US-Soldat, der im irischen Fischerdorf seinen Ruhestand verbringt, ist kein gewöhnlicher Mann. Vor vielen Jahren hat er sich zum Cyborg "umbauen" lassen. Jetzt, einige Zeit später, machen ihm seine mechanischen Teile zu schaffen. Doch dies ist nicht das Schlimmste. Fremde tauchen plötzlich im Ort auf, die ihn verfolgen, und die auch vor Mord nicht zurückschrecken. Sind es Agenten eines feindlichen Landes - oder seines eigenen?

Meine Meinung:

!!!
Es sind Bücher wie dieses, die einen immer wieder nach neuen Werken von Andreas Eschbach Ausschau halten lassen.

Wie ist es, ein Cyborg zu sein, Titanknochen, ein Teleskopauge und Computer in seinem Körper zu haben?
Aufregend? Nicht für Duane Fitzgerald, nicht mehr.
Er wollte ein Held sein und seinem Land dienen, aber nun ist er ein Krüppel. Die Implantate, die er eingebaut bekam, und die ihn zum stärksten Mann der Welt machen, sind teilweise veraltet und fehlerhaft.
Duane kämpft nicht nur mit der immer wieder aussetzenden Technik in seinem Körper sondern hat auch Zweifel:
Ist man noch menschlich, wenn man ein Turboherz hat?
Ist die Tatsache, ein Superman zu sein, es wert, dass man für immer einsam bleiben wird?

Duane Fitzgerald ist ein ausgesprochen sympathischer Charakter, keine Killermaschine, als welche Cyborgs in der Literatur/im Film dargestellt werden, er mag die Philosophie von Seneca, er ist verliebt - und weiß, dass er dieser Verliebtheit niemals nachgeben darf.
Gleichzeitig kann man nicht umhin, ihm Mitgefühl entgegenzubringen. Aufgrund seiner mechanischen Teile kann er keine normale Nahrung mehr zu sich nehmen, er muss ständig aufpassen, dass niemand hinter sein Geheimnis kommt, was bedeutet, dass er keine Freunde haben darf, von einer Liebesbeziehung ganz zu schweigen.

Andreas Eschbach hat mal wieder einen spannenden Roman geschrieben, der sehr zum Nachdenken anregt. Während man viele Bücher gleich nach dem Lesen wieder vergisst, bleibt die Geschichte des Duane Fitzgerald noch lange Zeit lebendig.

Anonym hat insgesamt 0 Rezensionen angelegt.


Das Letzte - nicht nur seiner Art, sondern auch meines Geschmacks!

03.11.2012 Bewertung:  2 mr.matze vergibt 4 von 10 Punkten

Userpic

== Andreas Eschbach – Der Letzte seiner Art ==

 

Gegen Andreas Eschbach hatte ich schon immer was. Das ist nichts Persönliches, nicht, dass mir sein Schwager mal in den Pool gepinkelt hätte … aber irgendwie ist mir diese ganze Sache mit dem Jesus-Video mal emotional über den Kopf gewachsen.

 

Vielleicht ist es deswegen so eine Art literarischer Masochismus, dass ich nun das Buch in Händen halte und mir auch noch vorgenommen habe, mehr als 100 Wörter darüber zu schreiben … aber nach 100 Wörtern ist Schluss – fest vorgenommen!

 

== Andreas Eschbach – Der Letzte seiner Art ==

 

Also gut, das Cover lacht mich an. Der Name Eschbach glänzend, extra poliert, dass es sich auch wunderbar spiegelt, wenn es im Licht meiner Nachttischlampe auffunkelt und sagen will: „Lies mich, du willst es doch auch!“. Na ja, von Wollen kann keine Rede sein, aber dennoch mache ich mich alles andere als unvoreingenommen ans Werk.

 

So erfahre ich von Duane Fitzgerald, der mir vielleicht schon vom Vornamen unsympathisch sein sollte, aber ich gebe ihm eine Chance. Er lebt zurückgezogen in einem irischen Dorf, offiziell als Frührentner, inoffiziell als Cyborg, halb Mensch, halb Roboter, nachdem er aber, wie der Titel bereits sagt, ein Auslaufmodell ist, wird er sich im Verlaufe seiner Zeit dessen schmerzlich bewusst. Seine Freiheit erkaufte er sich teuer. Übermenschliche Kräfte wurden ihm versprochen. Was ihm bleibt, ist nur das Exil an einem Ort seiner Wahl, wenn er im Gegenzug Stillschweigen über das Experiment des Militärs bewahren kann.

 

Zweierlei Dinge passieren: nach und nach versagen die künstlichen Organimplantate des versprochenen Helden in spe. Zum anderen aber ist jemand drauf und dran sein Geheimnis aufzudecken und es entwickelt sich ein Thriller, in dem Duane Fitzgerald diejenigen zu beschützen versucht, die er liebt …

 

== Andreas Eschbach – Der Letzte seiner Art – Die Kritik ==

 

Die Kritik fällt mir doch ein wenig schwer zu schreiben. Denn man muss Andreas Eschbach zugestehen, dass er brilliant schreiben kann. Die Spannungsbögen sind gut gesetzt und vorn wie hinten fest eingespannt. Ein zarter Zupfer in der Geschichte mag lange zu wirken. Manchmal wirkt der Stil doch etwas grob und platt, so muss die eine oder andere „fleischige Hand“ herhalten oder man liest Sätze wie „Ich war irre vor Hunger!“. Und obwohl ich nicht fieberhaft die Nobelpreisträger der Sparte Literatur neu zu entdecken versuche, fehlt es mir manchmal etwas an filigraner Eleganz der Wortwahl.

 

Was ich nicht an den zaun genagelt bekomme, ist die Geschichte. Eschbach jubelt einem die Geschichte mit wenig Zeitverzögerung um die Jahrtausendwende vor, so als könnte er nicht abwarten wie einst George Orwell in „1984“ erst viele Jahre später Recht zu bekommen. Natürlich ist es ein gleichsam bitterböses wie realistisches Szenario, das wir da zu lesen bekommen, aber mir sind die irdischen Dinge mit Hang zur Überspitzung doch lieber, als der Reality-Science-Fiction-Kram, den ich auf True Ink-Papier als Taschenbuch auf 350 Seiten serviert bekomme.

 

Und wenn Eschbach am Ende schreibt, dass „viele Menschen dazu beigetragen haben, dass das Buch so geworden ist, wie es geworden ist“; dann hört es sich in meinen Ohren so an, als ob er nicht allein Schuld sein möchte.

 

Und auch wenn viele mich verfluchen werden, so werde ich um den Eschbach-Hochglanz-Umschlag in meiner lokalen Buchhandlung erstmal einen Bogen machen.

 


mr.matze hat insgesamt 37 Rezensionen angelegt.


 
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