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Science-Fiction: Skinned
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Titel:      Skinned
Kategorien:      Science-Fiction
BuchID:      1810
Autor:      Robin Wasserman
ISBN-10(13):      3839001064
Verlag:      Script5
Publikationsdatum:      2010-01-07
Edition:      Hardcover
Number of pages:      375
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

5 
Bild:      cover           Button Buy now



   


Rezensionen
Was passiert, wenn Menschen Gott spielen wollen?

03.01.2011 Bewertung:  5 roccosmom vergibt 10 von 10 Punkten

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 Lia Kahn ist reich, schön und beliebt.

Doch dann wacht sie nach einem (fast) tödlichen Unfall in einem perfekten, künstlichen Körper auf. Sie wacht auf, ohne sich selbst zu spüren. Ohne zu atmen. Und dennoch lebt sie. Oder glaubt sie nur zu leben?

Lia stößt ihren neuen Körper ab, in dem ihr Gehirn weiter leben soll, da er ihr selbst so gar nicht ähnelt.

Ihre alten Freunde wollen nichts mehr mit ihr zu tun haben, misstrauen ihr und verstoßen sie. Ihre Schwester hasst sie und die anderen Mechheads drängen sie zu einer Entscheidung, zu der sie noch nicht bereit ist. Doch Lia muss sich für eine Welt entscheiden, oder sie wird selbst  untergehen…

 

„Skinned“ ist der spannende Auftaktband einer Trilogie von Robin Wasserman. Erzählerin ist Lia Kahn. Durch die Ich-Perspektive wird die ganze Atmosphäre extrem beklemmend dargestellt.  Denn Lias Gedanken sind sehr bedrückend. Als Leser fragt man sich oft selbst, ob der Tod nicht besser gewesen wäre. Oder ob Lia nicht vielleicht doch tot ist und dieser humanoide Roboter, der behauptet Lia zu sein, nur darauf programmiert wurde zu denken er sei Lia.

Nachdem ihr Gehirn in Scheiben geschnitten und per Download in ein elektronisches Hirn übertragen wurde, begreift Lia nur langsam dass sie nie wieder Schmerz empfinden, nicht altern und nicht sterben wird. Doch der Preis dafür ist hoch. Die Menschen, die sie zu dem machten was sie nun ist, die sie erschaffen haben, misstrauen ihr. Ihre eigene Familie steht ihr skeptisch gegenüber. Während Lia noch lernen muss mit gedämpften Gefühlen zu leben stiehlt ihre Schwester Zoe Lias altes Leben. Die Menschen, die Lia liebt, wollen sie nicht mehr, entwickeln sich weitern, altern, zerfallen. Nur Lia wird ewig leben.

Da bleibt natürlich die Frage, ob sie ihren Platz im „Leben“ finden wird.

Kann sie akzeptieren ein Mechhead, ein Kabelhirn. Ein Frankenstein. Ein Hautdieb. Ein Skinner zu sein?

 

Die Autorin hat hier eine düstere Zukunftsvision erschaffen, die nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Es liegt durchaus im möglichen das UNSERE Zukunft so, oder so ähnlich, ablaufen wird, wenn sich nichts ändert. Das wir uns selbst eine Zukunft erschaffen, in der die großen Städte verseucht sind, alles technisiert ist und Gentechnik auf den Stundenplan gehört.

Frau Wassermans Ideen und Beschreibungen haben mich jedenfalls sehr überzeugt. Genial fand ich auch den Einfall dass jemand aus der Zukunft es schwierig finden würde unsere heutigen Uhren zu lesen. Ich selbst dachte nämlich noch nie darüber nach das man eigentlich den Winkel der Zeiger ausrechnet um zu erfahren wie spät es ist!

 

Ihre erschaffene Welt ist zudem voller Extreme. Es gibt nur die ganz armen oder die ganz reichen. Die „sterblichen“ und die unvergänglichen Androiden. Die Perfekten und die Unperfekten. Wer nicht perfekt ist, weil im Mutterleib keine Gene manipuliert wurden, ist ein Außenseiter. Die Menschen beschimpfen die Maschinen als unnatürlich und diese nennen die Menschen wiederum Orgs: „Organische. Lästige kleine Häufchen aus Blut und Eingeweiden. Menschliche.“

 

Diese Hardcoverausgabe mit Lesebändchen hat übrigens einen wunderbaren lila Schutzumschlag, mit schwarzem Muster. Das Muster soll, meines Erachtens, an Nervenstränge erinnern und findet sich auch genau so im Vorsatz des Buches wieder. Das lila Lesebändchen fügt sich perfekt ins Bild ein.

 

Den Jugendroman „Skinned“ habe ich als sehr kurzweilig empfunden und würde ihn auf jeden Fall auch weiter empfehlen. Neben einem fesselnden Schreibstil wirf das Buch auch die Frage auf, was einem zu einem Menschen macht. Ist es ein lebender Körper oder sind es nur die Gedanken? Kann eine Maschine ein Mensch sein? Ich möchte unbedingt wissen wie die Autorin dieses Dilemma gelöst hat und habe mir vorgenommen bald die Fortsetzung „Crashed“ zu lesen!


roccosmom hat insgesamt 134 Rezensionen angelegt.


Künstliches Leben!

27.04.2011 Bewertung:  5 Cornelia Bruno vergibt 10 von 10 Punkten

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Lia Kahn war schön, reich und sehr beliebt, sie gab den Ton an, bis sie in einem ferngesteuerten Auto einen schweren Unfall hat. Als sie erwacht ist nichts mehr, wie es war. Sie kann sich nicht bewegen, nicht sprechen, bekommt aber mit, was um sie herum passiert. Als sie schließlich erfährt, daß ihr menschlicher Körper beim Autounfall komplett zerstört wurde, stutzt sie erst. Wie kann das sein, sie hat doch zwei Beine, zwei Arme, alles scheint unversehrt?! Erst als ihr Nenn-mich-Ben einen Spiegel vor das Gesicht hält, wird ihr klar, was sie ist. Ein Skinner... ein Freak! Ihr Hirn wurde gescannt und downgeloaded, nun befindet sich ihr Bewusstsein/Geist samt ihrer Seele mit allen Gedanken und Informationen aus ihrem bisherigen Leben in einem künstlich erschaffenen Körper. Dessen Haut und Aussehen zwar ziemlich echt wirkt, innerlich aber alles mechanisch und computergesteuert funktioniert. Der Körper tut das was Lia denkt, sie muss sich nur vorstellen was sie machen will und schon funktioniert es.

 

Lia lernt in der Reha wieder zu laufen, zu sprechen und wird auch bald nach Hause entlassen. Doch schon auf dem Nachhauseweg wird das Auto ihrer Eltern gestoppt und von sogenannten „Erleuchteten“ umlagert. Diese glauben noch an Gott, auch wenn der Rest der Menschheit dies nicht mehr tut. Denn die Welt in der Lia lebt ist nach etlichen Kriegen, atomaren Angriffen und biochemischen Bombenanschlägen etc. radioaktiv verseucht. Vor allem die Städte sind betroffen. Dort leben auch nur noch die Besitzlosen, diejenigen, die keinen „Bonus“ haben. Die Reichen leben auf Dörfern am Land und haben alles was man sich nur wünschen kann, denn mit dem Bonus kann man sich einfach alles kaufen. Am einfachsten macht man das über das Internet, denn das ist das zentrale Medium aller, man lebt mehr im Net als im realen Leben. Und es zählt nur, daß was Du bist, nicht wer Du bist. Innere Werte sind für die meisten unwichtig. Das merkt auch Lia, deren bisherigen Freunde sich ganz schnell aus dem Staub machen. Es dauert lange bis Lia begreift, daß nichts mehr in ihrem Leben jemals wieder sein wird wie vorher. Nicht zu verzweifeln, dabei hilft ihr Auden, den sie früher als Freak bezeichnete und der jetzt ihr einziger Freund zu sein scheint.

 

„Skinned“ ist der Auftakt zur Gripped-Trilogie von Robin Wasserman, welche in eine hightechgesteuerte Welt entführt, in der alles kaufbar scheint, man muß nur den nötigen „Bonus“ haben. Kinder werden nicht mehr auf natürlichem Wege gezeugt, sie werden erschaffen, ihre Gene manipuliert. Jeder bastelt sich sein perfektes Kind. Die Autorin hat einen fiktiven Roman erschaffen, der durch seine jugendliche Sprache, geschrieben aus der Sicht der Protagonistin, leicht verständlich ist. Es ist spannend zu verfolgen wie Lia sich langsam an ihren neuen Körper gewöhnt und dennoch nicht ganz mit sich im Reinen ist. Auch zum Ende des Buches hin, hat man immer noch das Gefühl, das Lia nicht ganz begriffen hat, daß sie nichts mehr mit einem Menschen gemein hat, außer ihre Erinnerungen an das Leben vorher.

 

Das Buch hat bei mir ein Spannungsgefühl verursacht, welches soweit ging, daß ich es innerhalb von zwei Tage durchgelesen hatte, weil ich einfach wissen wollte, wie sich Lia wohl in ihrem neuen „Zuhause“ zurecht finden wird. Es ist ein Buch, das Fragen aufwirft und auch auf gewisse Weise irgendwie dazu beiträgt, daß man über die Zukunft nachdenkt. Ein wirklich empfehlenswertes Buch für Jugendliche, die Science Fiction schätzen, aber nicht auf große Töne setzen, sondern auch den nicht so actionreichen und nachdenklichen Geschichten etwas abgewinnen können.


Cornelia Bruno hat insgesamt 0 Rezensionen angelegt.


Teil I

17.09.2011 Bewertung:  5 haTikva vergibt 10 von 10 Punkten

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Lia Kahn ist tot ... und lebt trotzdem weiter ...
Bei einem Autounfall erleidet sie Verletzungen, die irreparabel sind. Als sie zu sich kommt, kann sie weder sprechen noch die Augen öffnen. Nur ihr Hörsinn ist noch intakt.
Nachdem einige Tests an ihr durchgeführt wurden, dämmert ihr langsam, wie schlimm ihre Verletzungen wirklich sind und was aus ihr geworden ist!
Da Lia in einer Zeit lebt, in der Knochen und Organe wie Ersatzteile ersetzt werden können, ist natürlich alles möglich.
Gleichzeitig laufen aber schon die ersten Mechs umher: mechanisch-künstliche Körper, wie selbstständige Roboter mit einem Chip in sich, der das Gehirn eines verstorbenen oder verkrüppelten Menschen in sich hat.
Und Lia Kahn ist nun eine dieser Mechs, denn sie ist tatsächlich gestorben. Ihre Eltern wollten sie nicht gehen lassen und fertigten von ihr eine Art Kopie an: ein Wesen, das unter der Haut aus Metall und Draht besteht, dank eines Downloads ihres Gehirns mit ihren Gedanken ausgestattet ist.
Dass Lia selbst schockiert ist und es sie völlig aus der Bahn wirft, ist verständlich.

Da sie ihre neue Situation nicht im Mindesten akzeptieren will, dauerte es, bis sie mit ihrem Körper wenigstens einen Kompromiss einging.
Sie musste alles neu lernen, wie Reden, Schreiben, selbst wie sie blinzelt und den Mund öffnet und schließt. In ihrem neuen Dasein ist so etwas wie das Atmen nicht mehr von Belang, ebenso wenig wie den natürlichsten Bedürfnissen nachzugehen.
Doch was für sie in ihrem Körper der absolute Horror ist: Sie fühlt nichts mehr!

Lias Gedanken bei ihrer Neufindung, ihrer veränderten Situation, und um die Menschen in ihrer Umgebung, konnte ich mir sehr gut vorstellen.
Da ich die Außenseiterrolle kenne, die Lia nach ihrem Unfall nun einnimmt, und wie sie diese empfindet, konnte ich gut nachfühlen. Ihre Zweifel und Ängste brachte Robin Wasserman gut rüber.
Auch konnte ich die Menschen in ihrem Umfeld verstehen, dass diese ihr nun misstrauen. Schließlich ist sie nicht mehr sie selbst, sondern eine mechanische Ausführung von ihr, die vorgibt, Lia zu sein.

Dass es sich bei dem Auftakt dieser Trilogie um Lias neuen Lebensumstand, und wie sie damit umgeht, dreht, wurde während des Lesens immer klarer.
Dazu kamen das abweisende Verhalten von ihren Mitmenschen, die Distanzierung ihrer eigenen Familie und die Suche nach neuen Freunden. Um diese Faktoren ging es in diesem ersten Teil vorrangig.

Die Autorin schuf eine Welt, in der ich persönlich niemals leben wollen würde. Es wurde plausibel erklärt, wozu die mechanischen Eingriffe sowie die hypermodernen Computer, Chips und dergleichen gut sind.
Da die Protagonistin ein Teenager ist, war der Schreibstil sehr einfach und gut verständlich gehalten. Dadurch merkte ich auch, dass es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt.
Robin Wasserman hat einen lebendigen Schreibstil, der mich in seinen Bann zog.
Immer wieder ertappte ich mich dabei, wie ich mir vorstellte, selbst ein Mech zu sein und wie ich es empfinden würde …

Fazit:
Der Roman war faszinierend und erschreckend zugleich!
Ein interessantes Thema für Jung und Alt.
Daher vergebe ich die volle Punktzahl: fünf Sterne.


Skinned-Trilogie:
1. Skinned
2. Crashed
3. Wired


haTikva hat insgesamt 117 Rezensionen angelegt.


 
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