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Science-Fiction: Hüter der Erinnerung
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Titel:      Hüter der Erinnerung
Kategorien:      Science-Fiction
BuchID:      1974
Autor:      Lois Lowry
ISBN-10(13):      3785526970
Verlag:      Loewe Verlag
Publikationsdatum:      1994
Edition:      3
Number of pages:      185
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

5 
Bild:      cover           Button Buy now



   


Rezensionen
Eine poetische Geschichte, die 1993 den Jugendliteraturpreis gewann

15.04.2011 Bewertung:  5 Callisto vergibt 10 von 10 Punkten

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Der zwölfjährige Jonas lebt in einer perfekten Welt. Einer Welt ohne Kriege, ohne Armut, ohne Hunger ohne Angst. In seinem zwölften Lebensjahr bekommt jedes Kind seinen zukünftigen Beruf zugewiesen. Jonas hingegen nicht. Er wird erwählt. Es soll der nächste Hüter der Erinnerungen werden. Was das bedeutet wird Jonas erst nach und nach klar. Er lernt die Welt um ihn herum zu sehen, und zu verstehen. Und er erkennt und begreift und distanziert sich somit für immer von seinen Mitmenschen, die nicht verstehen, nicht begreifen und obwohl erwachsen, doch immer noch unwissende Kinder geblieben sind.

Jonas Leben ist perfekt, wie das Leben aller Menschen um ihn herum. Wie kann es jemandem in einer Gemeinschaft nicht gefallen, die bis ins letzte durchorganisiert ist und in der alle Entscheidungen sorgfältig abgewogen werden? Eine Gesellschaft, die auf Logik basiert, in der man immer weiß wohin man gehört und was von einem erwartet wird.

Als Jonas seine Stelle als neuer Hüter der Erinnerungen antritt beginnt er langsam zu begreifen. Wenn alles gleich ist, dann man keine Wahl. Er möchte entscheiden können. Er will kein Leben mehr ohne Überraschungen, in dem nichts Außerplanmäßiges passiert, nichts Ungewöhnliches. Ein leben ohne Farben, ohne Schmerzen, ohne Vergangenheit und ohne Emotionen. Aber je freier er wird, je mehr er wählen kann, umso mehr erkennt er, wie er sich dadurch von seinen Mitmenschen entfremdet. Er nimmt die Last auf sich, sich für sie zu erinnern, was es heißt Mensch zu sein. Er muss erkennen, dass sie es einfach nicht besser wissen, und dass er es nicht ändern kann.
Vor die Wahl gestellt trifft er eine Entscheidung und muss erkennen welche Vorteile dieses sichere Organisierte Leben doch hat.

Eine poetische Geschichte, die 1993 den Jugendliteraturpreis gewann. Wo heutige Dystrophien laut, direkt und mit vorhersehbaren, platten Liebesgeschichten verwässert sind, ist diese Geschichte leise, poetisch und indirekt. Hier wird nicht geurteilt, Jonas kann sich entscheiden. Er erkennt beide Seiten, die Vor- und Nachteile dieser Gesellschaft. Er erkennt aber auch, dass Wissen einen Menschen verändert, dass Emotionen mächtiger sind als Logik und das auch Wahrheit Lüge sein kann und welche Macht Erinnerungen haben.


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