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Science-Fiction: Ilium
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Titel:      Ilium
Kategorien:      Science-Fiction
BuchID:      608
Autor:      Dan Simmons
ISBN-10(13):      3453878981
Verlag:      Heyne
Publikationsdatum:      2004-07-01
Edition:      Taschenbuch
Number of pages:      827
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Aus der Amazon.de-Redaktion
Dan Simmons -- Schöpfer der Hyperion-Gesänge, preisgekrönter Horror-Autor, Hochliterat im Genregewand: Lange mussten seine Fans auf einen SF-Roman warten, der die Leselust stillen kann, welche die Bände Hyperion und Endymion geweckt hatten. Jetzt endlich ist es soweit.

Ilium ist der erste Teil eines zweibändigen Projekts, das nichts weniger unternimmt, als Homers Epos in einem SF-Kontext neu zu erfinden. Simmons lässt seine Musen drei Fäden spinnen: Auf der ersten Handlungsebene eintausend Jahre in der Zukunft kehrt Thomas Hockenberry, Historiker und Homerkenner des 21. Jahrhunderts als Quantenwesen ins Leben zurück. An seine Vergangenheit kann er sich nur fragmentarisch erinnern. Sein Wissen über die Antike ist jedoch noch vollständig erhalten, und genau darauf kommt es an: Seine neuen Herren sind die Götter des griechischen Pantheons, das sich auf dem Mars-Berg Olympos Mons befindet.

Die zweite Handlungsebene spielt auf der Erde, auf der noch genau eine Million Menschen leben. Sie werden von mechanischen Dienern umsorgt und von den geheimnisvollen »Voynix« betreut. In vieler Hinsicht gleichen die Menschen den »Eloi« aus H. G. Wells‘ Zeitmaschine -- sie sind saft- und kraftlose Dummköpfe, die ihre Zeit damit verbringen, von einer Party zur nächsten zu »faxen«. Der 99jährige Harmann ist da eine Ausnahme. Er möchte mehr über seine Welt herausfinden und über die beiden Ringe, von denen die Erde inzwischen umgeben ist -- dem angeblichen Aufenthaltsort der Menschen nach dem Tode.

Der dritte Handlungsstrang nimmt seinen Anfang auf den Monden des Jupiter, wo so genannte »Moravecs« -- autonome biomechanische Künstliche Intelligenzen -- Erze und andere Rohstoffe abbauen und ihre lange Lebenszeit dazu nutzen, Shakespeare und Proust zu analysieren. Den Moravecs fällt auf, dass auf dem Mars merkwürdige Löcher in das Gewebe der Wirklichkeit gerissen werden -- vermutlich die Folge der unkontrollierten Quantensprünge der dort beheimateten Götter. Daraufhin schicken sie ein Raumschiff zum roten Planeten, um nach Ursachen und Ausmaß der Katastrophe zu forschen und gegebenenfalls etwas dagegen zu unternehmen ...

Ilium ist Science Fiction auf höchstem erzählerischem Niveau. Dan Simmons gelingt es, jede der drei Erzählebenen spannend zu gestalten und ganz allmählich Verbindungslinien zwischen ihnen zu knüpfen. Bezeichnend für ihn ist die Mischung aus modernsten Erkenntnissen der Naturwissenschaften und leidenschaftlicher Neuinterpretation klassischer Literatur. Was auf den ersten Blick absurd klingt, wirkt innerhalb des phantastischen Romankontexts völlig überzeugend.

Ein endgültiges Urteil über Ilium wird sich erst nach dem Erscheinen des abschließenden zweiten Bandes Olympos fällen lassen. Was jetzt schon außer Frage steht: Dan Simmons hat die hohen Erwartungen, die in ihn gesetzt wurden, erfüllt -- wenn nicht sogar übertroffen. --Hannes Riffel

   


Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicEndlich gibt es ein neues Buch von Dan Simmons! Genau wie seine "Hyperion"- und "Endymion"-Romane ist auch "Ilium" einfach atemberaubend.

Der Autor berichtet über die Welt der Zukunft aus gleich drei Perspektiven: Da sind einmal die Götter, von denen angenommen wird, daß sie die sogenannten Nachmenschen sind, welche vor Jahrhunderten die Erde verließen. Ihre Welt ist Technik pur, sie spielen mit der Zeit, mit den Quantenwahrscheinlichkeiten und mit den Menschen.

Ein weiterer Handlungsstrang befaßt sich mit künstlichen Intelligenzen, die auf dem Weg zum Mars sind, um dort nach dem Rechten zu sehen. Diese KIs - Moravecs - sind nur zum Teil organisch und haben eine Vorliebe für Shakespeare und Proust. Es ist sehr interessant, über die Freundschaft der beiden ungleichen KIs zu lesen. Sie wirken menschlicher als so mancher Mensch.

Und dann gibt es da noch die Erde, wo die Altmenschen leben. Die Menschen der fernen Zukunft sind - und das ist noch milde ausgedrückt - strohdämlich. Sie haben jegliches Wissen verloren, besitzen weder Kunst noch Kultur, haben keine Religion, keine Wissenschaften. Nichts. Sie sind aber derart von sich überzeugt, daß es sehr schwer fällt, sie zu mögen.

Dan Simmons hat es wieder mal geschafft, ein Meisterwerk zu kreieren. Auch wenn man am Anfang vielleicht ein paar Schwierigkeiten damit hat, durch das Gewirr von Namen und (zunächst) unverständlichen Beschreibungen der Zukunft zu kommen. Das gibt sich aber nach ein paar Kapiteln und dann hat man das Gefühl, selbst dort in der Zukunft zu sein, hingeqtet mit Hilfe eines genialen Mannes namens Simmons.

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