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Science-Fiction: Nur 6 Tage
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Titel:      Nur 6 Tage
Kategorien:      Science-Fiction
BuchID:      2375
Autor:      Philip Webb
ISBN-10(13):      3551520313
Verlag:      Carlsen Verlag GmbH
Publikationsdatum:      2012-04
Edition:      1
Number of pages:      352
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

3 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Erscheinungsjahr: 2012
von 12-15 J.
Übersetzung: Böhmert, Frank
Abmessungen: 210 mm x 150 mm
Von Webb, Philip / Übersetzt v. Böhmert, Frank

Solange Cass denken kann, muss sie sich schon durch die Überreste der zerstörten Stadt wühlen. Genau wie alle anderen Räumer. Denn ihre Aufgabe ist, das Artefakt zu suchen, an das niemand so richtig glaubt. Bis auf Cass'' kleinen Bruder Wilbur, aber der spinnt sowieso ein bisschen.
Wie aus dem Nichts tauchen plötzlich Peyto und Erin auf. Sie sind Schläfer und kommen aus einer anderen Zeit. Und sie glauben, dass nur Wilbur ihnen helfen kann. Denn auch sie sind auf der Suche nach dem Artefakt. Nur gemeinsam haben die vier eine Chance, es zu finden. Doch sie müssen sich beeilen. Ihnen bleiben genau sechs Tage, sonst wird die Welt untergehen ...

   


Rezensionen
Viel verschenkt

17.03.2012 Bewertung:  3 Nazena vergibt 6 von 10 Punkten

Userpic

Nach den Quarkkriegen vor hundert Jahren liegt London in Schutt und Asche. Das neurussische Imperium hat gewonnen und die Besetzer, die Vlads, lassen ganz London nach einem geheimnisvollen Artefakt von unterprivilegierten Arbeitern durchzusuchen. Cass und ihr jüngerer Bruder Wilbur sind zwei solcher Räumer. Obwohl die Kontrollen streng sind, schleicht sich Wilbur immer wieder auf eigene Faust in die Stadt, denn er ist besessen davon, das Artefakt zu finden. Seine Träume und diverse Comichefte weisen ihm angeblich den Weg. Als er eines Tages wieder spurlos verschwindet, muss Cass ihn erneut suchen und findet ihn schließlich in Lebensgefahr im Big Ben. Doch dort trifft sie auch einen seltsamen Jungen an, Peyto, der ganz offensichtlich nicht aus der Stadt stammt. Peyto und seine Freundin Erin sind ebenfalls verzweifelt auf das Artefakt angewiesen, denn ihre Leute haben es verloren. Und wenn es nicht innerhalb von sechs Tagen gefunden wird, kann dies das Ende der Welt bedeuten...

 

Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet, man sieht eine blaue Landschaft aus Computerchips, die das zerstörte London  nachbilden. Wer auf einen spannenden Endzeit-SF-Roman hofft, wird allerdings enttäuscht. Der Roman wird aus Cass\'-Ich-Perspektive erzählt und dreht sich demzufolge nicht nur um die Jagd nach dem Artefakt, sondern auch um ihre Familie, Probleme und ihren ständigen Ärger auf ihren kleinen Bruder.

Der Roman ist zwar für Jugendliche geschrieben, aber stellenweise sehr naiv: natürlich würden zuallererst die prominenten Orte abgesucht, bevor man jeden einzelnen Stein zerbröselt. Außerdem hätte das Artefakt schon wesentlich früher auffallen müssen, es ist ja kaum zu übersehen und muss vor einigen hundert Jahren an seinen jetzigen (öffentlichen!) Platz gebracht worden sein.

Die Erklärungen sind sehr dürftig. Man erfährt so gut wie nichts über Peyto und Erin sowie ihre Leute, und den Hintergrund der ganzen Aktion. Auch wenn man das Zielalter bedenkt, ist die Geschichte in meinen Augen zu einfach gesponnen. Die Handlungen der Personen sind auch nicht nachvollziehbar: Wilbur hätte und würde ständig überwacht werden, wenn er dermaßen weltfremd (und/ oder Epileptiker) ist. Die Eroberer hätten ihn einfach erschossen. Die Jagd nach dem Artefakt gestaltet sich in meine Augen zu einfach. Hinweise in Comics- okay. Telepathische Verbindung zum Artefakt- auch gut. Aber telepathisches Fühlen von Comics? Die Geschichte hangelt sich von Punkt zu Punkt und beschreibt nur die spannenden Szenen ein wenig genauer, aber die Stellen dazwischen, der ganze Lösungsweg, geschieht einfach und wird nicht näher betrachtet.

Das Buch war leidlich spannend, aber leider sehr vorhersagbar. Ich finde, man hätte es deutlich besser ausbauen können, besonders die Ideen der lebendigen Maschinen, oder was das Artefakt genau ist und wo es herkommt. Ein interessanter Punkt, aber kaum näher betrachtet und auch nicht die daraus folgenden Probleme (zB Nährstoffaufnahme) beachtet. Insgesamt gebe ich aber noch 3/ 5 Sterne.


Nazena hat insgesamt 88 Rezensionen angelegt.


 
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