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Science-Fiction: Delirium
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Titel:      Delirium
Kategorien:      Science-Fiction
BuchID:      2380
Autor:      Lauren Oliver
ISBN-10(13):      3551582327
Verlag:      Carlsen Verlag GmbH
Publikationsdatum:      2011-11
Edition:      1
Number of pages:      416
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

3.5 
Bild:      cover           Button Buy now



   


Rezensionen
Tolle Idee, aber etwas langweilig umgesetzt

19.03.2012 Bewertung:  3.5 Nazena vergibt 7 von 10 Punkten

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Lena sehnt ungeduldig ihren achtzehnten Geburtstag herbei, denn dann wird sie endlich operiert und die Gewissheit haben, dass sie nie an Amor Deliria Nervosa erkranken kann. Sie weiß, dass die Liebe eine gefährliche Krankheit ist, die in der alten Zeit zu Sinnesverwirrungen, Kriegen und Tod geführt hat. Heutzutage wird jeder in den USA operiert, aber es gibt immer noch die Invaliden, die in kleinen Lagern außerhalb der streng abgeschotteten Städte leben und weiterhin infiziert sind.

Lena hat ganz besondere Angst, denn bei ihrer Mutter wirkte die Operation nicht und nach drei Eingriffen entschied sie sich schließlich, Selbstmord zu begehen. Dieser Makel liegt immer noch auf ihrer Familie. Lena zählt die Tage bis zu ihrem Geburtstag, denn sie will nie so enden. Doch dann lernt sie eines Tages Alex kennen, einen Geheilten. Offiziell ist der Umgang mit Geheilten des anderen Geschlechts nicht verboten, aber Lena muss zu ihrem Erschrecken feststellen, dass sie sich immer seltsamer fühlt, wenn sie in seiner Nähe ist. Doch sind diese Gefühle wirklich etwas Schlechtes? Als sämtliche ihrer Wahrheiten ins Wanken geraten, muss sie eine folgenschwere Entscheidung treffen...

 

Dystopien sind gerade groß in Mode. Die Zukunft sieht wahrhaft düster aus... überall gibt es Überwachungsstaaten, die Menschenrechte werden mit Füßen getreten; Beruf, Partner, Kinderwunsch- alles ist streng reglementiert, die freie Wahl abgeschafft. Delirium fügt sich ebenfalls in dieses Schema ein. Die Menschen werden aber nicht nur durch Angst im System gehalten- Angst vor den Razzien, den Wächtern, der Krankheit Liebe, die letztendlich zum Tod führen soll- sondern auch durch Gehirnoperationen, die gleichgültig machen. Von der Beschreibung her tippe ich auf eine Lobotomie, umsetzbar wäre es also. Wenn man sich die echte Geschichte dieser Operation anschaut, weiß man auch, dass die Lobotomie zu Beginn in Amerika eingesetzt wurde, um unbequeme Menschen wie Geistig Kranke, Homosexuelle oder sogar aufsässige Teenager zu \"heilen\". Im Zusammenhang mit der immer stärker eingesetzten Kontrolle und Überwachung (Kameras in Städten, der \"Gläserne Bürger\" etc.) ist die in Delirium geschilderte Zukunftsvision gar nicht so abwegig.

Lena hat in erster Linie Angst, Angst vor allem und vor sich selbst. Ihre Liebe ermöglicht es ihr, diese Angst zu überwinden und sich gegen das System aufzulehnen- womit sie das System allerdings in gewisser Weise bestätigt.

Thematisch ist das Buch sehr interessant und bietet durch die Gehirnoperationen auch etwas Neues, aber die sprachliche Umsetzung hat mich ziemlich enttäuscht. Die Handlung plätschert dahin, es kommt kaum Spannung auf. Ich fühlte mich trotz allem sehr von Lena distanziert. Das Ende war zwar ziemlich überraschend, hat mich aber auch unbefriedigt zurückgelassen. Ein Happy-End gibt es zumindest in diesem Band nicht, es sollen aber noch zwei weitere folgen. Es bleiben auch einige Fragen offen. Alles in allem habe ich das Buch zwar in einem Stück durchgelesen, aber viele Passagen waren langweilig. Die Zukunftsversion ist aber gut geschildert und durchdacht, deshalb gebe ich 3,5/ 5 Sterne.


Nazena hat insgesamt 88 Rezensionen angelegt.


 
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