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Science-Fiction: Starters: Roman
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Titel:      Starters: Roman
Kategorien:      Science-Fiction
BuchID:      2533
Autor:      Lissa Price
ISBN-10(13):      3492702635
Verlag:      ivi
Publikationsdatum:      2012-03-12
Edition:      3
Number of pages:      400
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Roman
Erscheinungsjahr: 2012
ab 14 J.
Übersetzung: Ress-Bohusch, Birgit
Von Price, Lissa / Übersetzt v. Reß-Bohusch, Birgit

Die Body Bank, ein mysteriöses wissenschaftliches Institut, bietet Callie eine einzigartige Möglichkeit, an Geld zu kommen: Sie lässt ihr Bewusstsein ausschalten, während eine reiche Mieterin die Kontrolle über ihren Körper übernimmt. Aber Callie erwacht früher als geplant, in einem fremden Leben. Sie bewohnt plötzlich eine teure Villa, verfügt über Luxus im Überfluss und verliebt sich in den jungen Blake. Doch bald findet sie heraus, dass ihr Körper nur zu einem Zweck gemietet wurde - um einen furchtbaren Plan zu verwirklichen, den Callie um jeden Preis verhindern muss ...

   


Rezensionen
Atemlos machende Dystopie

29.06.2012 Bewertung:  5 Pharo72 vergibt 10 von 10 Punkten

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Durch einen Krieg mit biochemischen Waffen sind in einer nicht allzu fernen Zukunft alle Menschen zwischen 20 und 60 gestorben, weil sie am widerstandsfähigsten galten und somit zu spät geimpft wurden. Es gibt nur noch ältere Menschen, Enders genannt, die mittlerweile eine Lebenserwartung von fast 200 Jahren erreichen, und Teenager, die als Starter bezeichnet werden.

Die 16jährige Callie ist ohne Familie und schlägt sich mit ihrem 7jährigen lungenkranken Bruder auf der Straße mehr schlecht als recht durch. Um ihm medizinische Versorgung und ein Heim zu verschaffen, sieht sie nur einen Ausweg, nämlich ihren Körper an greise Menschen zu vermieten, die sich noch einmal jung und schön fühlen wollen. Die geheimnisvolle Firma Prime Destinations bietet diesen Service gegen gute Bezahlung an. Doch bei ihrem dritten und eigentlich letzten Einsatz geht etwas schief. Callie erwacht vorzeitig und erfährt das Unfassbare, sie soll als Mordinstrument missbraucht werden, um einen noch viel grauenvolleren Plan zu vereiteln.

Meine Meinung:

Der Roman „Starters“ von Lissa Price gilt als das höchstgehandelte Debüt der letzten Jahre. Meiner Meinung nach zurecht. Bereits von der ersten Seite an wird ein Tempo angeschlagen, dass den Leser keinen Augenblick zu Atem kommen lässt. Keine ewigen Beschreibungen von Landschaftseindrücken, keine seitenweisen Inneneinblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt der Protagonistin, kein außerordentlich komplizierter Weltenaufbau. Es geht einfach Schlag auf Schlag und das ist gut so, zumindest für meinen Geschmack.

Da der Roman in der Ich-Form aus Sicht von Callie geschrieben ist, bekommt man ausreichend Einblick in ihre Gedanken und kann ihre Handlungen gut nachvollziehen. Sie ist ein liebenswerter Charakter, der sich aufopfernd um den kleinen Bruder kümmert und dabei kein Risiko scheut. Allein die Grundidee mit der Übernahme von jungen Körpern durch teilweise uralte Menschen ist schon faszinierend, aber auch echt gruselig, wenn man sich näher hineinversetzt. Mit dem Old Man wurde ein vielschichtiger Bösewicht geschaffen, der bestimmt in der Fortsetzung „Enders“ noch zu überraschen weiß, worauf auch schon der Cliffhanger am Ende des Buches hinweist.
Ein paar kleine Logiklöcher weist der Weltenaufbau schon auf, vor allem wenn man bedenkt, dass die Enders durch moderne Medizin bis zu 200 Jahre alt werden können. Unwahrscheinlich ist daher, dass es so viele Teenager ohne Verwandte gibt. Dieses kleine Wermutströpfchen kann ich jedoch aufgrund der rasanten Spannung und der vielen überraschenden Wendungen gern verschmerzen.

Eine kleine Dreiecks-Liebesgeschichte gibt es auch, die aber bisher noch nicht weiter zum Tragen kommt, jedoch das Interesse an der Fortsetzung weiter anheizt. Für mich ist „Starters“ eine der besten Dystopien, die ich bisher zu lesen das Vergnügen hatte und ich freue mich bereits jetzt sehr auf die Fortsetzung, die für das Frühjahr 2013 angekündigt ist.


Pharo72 hat insgesamt 83 Rezensionen angelegt.


Gelungenes Debüt

18.09.2012 Bewertung:  4.5 Katara vergibt 9 von 10 Punkten

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"Starters" spielt in einer Welt, in welcher es nur noch junge und alte Menschen gibt- alle anderen wurden in einem Krieg mit biochemischen Waffen getötet. Um sich und ihren kleinen Bruder Tyler durchzubringen wendet sich die 16-jährige Callie an eine unheimliche Body Bank. Diese gewährt alten Menschen, den sogenannten Enders, die Möglichkeit, zeitlich begrenzt junge Körper zu "mieten", um noch einmal solche Aktivitäten genießen zu können, die man nur als gesunder und starker junger Mensch unternehmen kann. Callie verplichtet sich dazu, ihren Körper dreimal an einen der Enders zu verleihen, doch anders als beabsichtigt, erwacht sie beim letzten Mal zu früh und erfährt etwas Unfassbares...

Obwohl ich normalerweise kein Freund von Dystopien bin, hat mich die Idee um Lissa Price's Roman sehr schnell begeistert- solch eine Story ist mir noch nie begegnet und bereits die Leseprobe versprach neue, erfrischende Charaktere und atemberaubende Handlungsstränge. Auch wenn ich eine Weile gebrauch habe, richtig in die Welt, in der Callie lebt, einzutauchen, hat mich das Buch schon von der ersten Seite an gefesselt und ich konnte es beinahe nicht mehr aus der Hand legen. Die Charaktere sind tatsächlich sehr vielschichtig und auch die sprachliche Ausgestaltung haben dazu geführt, dass ich mich schnell in Bann gezogen gefühlt habe. Teilweise hätte man sich vielleicht noch etwas mehr Hintergrundinformationen gewünscht, doch ist es verständlich, dass die Autorin nicht alles in einen einzelnen Roman hineinpacken kann.

Eine Fortsetzung des Buches kann ich mir auf jeden Fall vorstellen und bin schon jetzt gespannt, ob Lissa Price die Erwartungen, die man nun unweigerlich an einen zweiten Band hat, erfüllen kann.


Katara hat insgesamt 75 Rezensionen angelegt.


Dystopie

17.12.2012 Bewertung:  4.5 Nazena vergibt 9 von 10 Punkten

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Nach den Sporenkriegen ist Nordamerika verwüstet. Nur 2 Bevölkerungsgruppen haben dank Impfungen überlebt: die Starters (Teenager und Kinder) und die Enders (Senioren). Dank der Medizin ist auch ein Alter von 200 erreichbar, doch das ist für viele schwerreiche Enders nicht genug: in der Bodybank mieten sie sich Körper von Starters, um noch einmal jung sein zu können.

Callie ist eine minderjährige Waise und lebt mit ihrem jüngeren Bruder auf der Straße, ständig auf der Flucht vor den Marschalls, die sie in Arbeitsheime stecken. Obwohl sie der Body Bank zutiefst misstraut, willigt sie ein, da ihr Bruder krank ist und sie das Geld brauchen. Doch etwas geht schief: Callie erwacht in einer Disco, obwohl die Mieterin noch drei Wochen in ihr hätte bleiben sollen. Callie beginnt Nachforschungen anzustellen und entdeckt eine ungeheuerliche Verschwörung...

 

"Starters" ist ein sehr spannendes Buch, das ich in einem Rutsch durchgelesen habe. Es hat mich sofort eingesogen und lange nicht aus seinem Bann gelassen. Genau wie Callie war der Leser ahnungslos und obwohl man ein bisschen vorausahnen konnte (Callie war trotz allem recht naiv), fühlte man sich ihr nah, als sie die Wahrheit aufdeckte. Klar, die Zielgruppe des Romans entspricht Callies Alter.

In Starters wird eine Zukunftsvision geschildert, die im Generationenkrieg liegt. Auch wir haben schon ähnliche Probleme. Genug Leute beschweren sich über "die Jugend von heute", während die Jüngeren nicht das geringste Verständnis für ältere haben, die nun einmal nicht mehr so schnell können und verstehen. Aber auch der älteren Generation mangelt es an Toleranz: Kinder müssen Kinder bleiben können und können nicht wie Maschinen an- und abgestellt werden.

In Callies Welt haben die Enders das Zepter fest in der Hand und sind nicht gewillt, es je wieder loszulassen. Zwar sind nicht alle Enders steinreich und menschenverachtend, aber der Grundtenor ist trotzdem derselbe. Die Kinder könnten nicht auf sich selbst aufpassen und müssten zu ihrem eigenen besten in Heime, bzw. zum Arbeiten gezwungen werden.

An dieser Stelle wird die Zukunftsvision allerdings stark unrealistisch: es gibt mehr Enders als Starters, und seit den Kriegen wurden keine Kinder mehr geboren. Es weiß auch niemand, ob das so bleibt. Trotzdem werden die Kinder, die es noch gibt, misshandelt und teilweise umgebracht- obwohl sie das wertvollste Kapital sind, dass die Enders haben. Einsperren etc. kann ich noch nachvollziehen, aber nicht eine solche Vorgehensweise.

Ich hätte mir auch ein paar mehr Hintergründe über die Kriege und den Vorgang des Mietens gewünscht. Soweit ich das verstehe, wurde Callies Geist mithilfe eines Chips "abgeschaltet" und die Mieterin hat ihren Körper besetzt. Aber wo ist der "Geist" der Mieterin lokalisiert? Im Chip? Oder kann man sich das eher als so eine Art Funkverbindung vorstellen? Die Welt ist technisch extrem weit fortgeschritten (man denke nur an 200 bis sogar 250 Jahre alte Menschen). Trotzdem wird so umständlich gehandelt. Warum nicht einen Ender klonen? Dann haben sie den richtigen Körper, sogar ohne Wirtsgeist, und müssen auch keine Inkompabilitäten, Menschenrechtsverletzungen oder was weiß ich befürchten.

Insgesamt mochte ich den Roman allerdings. Callie war bis zu einem gewissen Grad eingesperrt, in ihrem Vertrag, im Leben der Mieterin, und später in ihren Geheimnissen. Man konnte ihre Klaustrophobie, ihre Angst und das Gefühl des Verlassen seins gut nachvollziehen. Für einen Jugendroman ist die Geschichte gut ausgearbeitet und es allemal wert, sich einige Stunden darin zu versenken. Auch wenn die mittlerweile standardmäßige Liebesgeschichte alles verkomplizieren muss, nimmt sie nicht das ganze Buch ein und passt in die Rahmenhandlung. Von mir also eine Leseempfehlung und 4,5/ 5 Sterne.

 

 

 

"Starters" ist ein sehr spannendes Buch, das ich in einem Rutsch durchgelesen habe. Es hat mich sofort eingesogen und lange nicht aus seinem Bann gelassen. Genau wie Callie war der Leser ahnungslos und obwohl man ein bisschen vorausahnen konnte (Callie war trotz allem recht naiv), fühlte man sich ihr nah, als sie die Wahrheit aufdeckte.

In Starters wird eine Zukunftsvision geschildert, die im Generationenkrieg liegt. In Callies Welt haben die Enders das Zepter fest in der Hand und sind nicht gewillt, es je wieder loszulassen.

Ich hätte mir ein paar mehr Hintergründe über die Kriege und den Vorgang des Mietens gewünscht. Insgesamt mochte ich den Roman allerdings. Für einen Jugendroman ist die Geschichte gut ausgearbeitet und es allemal wert, sich einige Stunden darin zu versenken.

 


Nazena hat insgesamt 88 Rezensionen angelegt.


 
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