Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/rezionde/components/com_booklibrary/booklibrary.php on line 2910
Science-Fiction: Eine Trillion Euro
  Print


Titel:      Eine Trillion Euro
Kategorien:      Science-Fiction
BuchID:      661
ISBN-10(13):      3404243269
Verlag:      Bastei Lübbe (Bastei Verlag)
Publikationsdatum:      2009-10-29
Edition:      DE
Number of pages:      464
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

3 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Eine Trillion Euro.
Aus der Amazon.de-Redaktion
Um es gleich vorauszuschicken -- dieses Buch ist nicht die Fortsetzung zu Andreas Eschbachs Erfolgsroman Eine Billion Dollar. Stattdessen zeichnet Eschbach neben der Titelgeschichte vor allem als Herausgeber dieser Anthologie verantwortlich. Der kleine Etikettenschwindel ist jedoch ohne weiteres verzeihlich, wartet Eine Trillion Euro doch mit dem Besten auf, was die westeuropäische Science Fiction derzeit zu bieten hat und entlohnt den Leser mehr als reichlich durch seine Bandbreite an faszinierenden Ideen und fantastischen Welten.

Sprach- und bildgewaltig zeichnet Jean-Marc Ligny die Zukunft eines von Naturkatastrophen heimgesuchten Europas. Die Spanierin Elia Barceló spekuliert über die Konsequenzen einer ungewöhnlichen Verjüngungskur, bei der der Geist eines alten Menschen in einen jugendlichen Körper verpflanzt wird. Eine kompromisslose Cyberpunk-Geschichte mit einem ebenso überraschenden wie bitterbösen Ende stammt aus der Feder des griechischen Autors Thanassis Vembos. Die Belgierin Sara Doke hingegen entwirft die Vision einer friedlichen Globalisierung, die alle Völker der Welt vereinen könnte.

Auch die deutschsprachige Science Fiction ist bestens vertreten. In Eschbachs Titelgeschichte erhält das von einer neuen Eiszeit bedrohte Europa von außerirdischen Handelsvertretern ein verlockendes, wenn auch etwas überteuertes Angebot. Mit einer ähnlich zweifelhaften Investition sieht sich der Protagonist in Marcus Hammerschmitts Beitrag konfrontiert. Michael Marrak denkt über die kommerziellen Möglichkeiten des Weltraumtourismus nach und Wolfgang Jeschke entwirft die fremdartige Welt einer hunderttausend Jahre alten Zivilisation, deren Harmonie vom Eindringen menschlicher Raumfahrer gestört wird.

Eine Trillion Euro bietet dem Leser einen Blick über den Tellerrand des angloamerikanischen Marktes, von dem die Science Fiction gemeinhin beherrscht wird. Schließlich sind Übersetzungen aus dem Französischen, Spanischen, Griechischen oder gar Finnischen hier zu Lande eher selten. Dass dies nicht etwa an mangelnden literarischen Qualitäten der Autoren liegt, beweist diese Anthologie aufs Eindrucksvollste. Internationale Science Fiction auf höchstem Niveau in ausgezeichneten Übersetzungen steht Seite an Seite mit einigen der renommiertesten Autoren des deutschsprachigen Raums. Abgerundet wird der Band außerdem durch eine ansprechende Gestaltung und informative Einleitungen des Herausgebers zu den einzelnen Autoren. Ein Genuss für jeden Liebhaber des Genres! --Sara Schade

   


Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  3 Zelda vergibt 6 von 10 Punkten

Userpic

Was auf dem Cover groß mit dem Namen Eschbach wirbt und nicht ganz ungewollt einen Bezug zu seinem Erfolgsroman „Eine Billion Dollar“ herstellt, ist eine Anthologie mit Werken von europäischen SF-Autorinnen und Autoren. Der kleine Etikettenschwindel ist verzeihlich, die (mangelnde) Qualität der überwiegenden Mehrzahl der 17 Kurzgeschichten ist es nicht.

Im Prinzip ist die Idee nicht schlecht, einen Querschnitt durch die europäische SF zu ziehen, den Blick über den Tellerrand zu wagen und so vielleicht mehr Publikum für SF begeistern zu können. Was aber hier geboten wird, dürfte eher kontraproduktiv sein. In überwiegend apokalyptischen Untergangsszenarien entstehen düstere Zukunftsbilder, oft verworren, meist verbunden mit der Frage, was die Autorin oder der Autor hier eigentlich hatte aussagen wollen.

Bei den Geschichten wird somit die ganze Bandbreite von möglichen Bewertungen ausgeschöpft, von grottenschlecht über mittelprächtig bis richtig gut ist alles dabei. Als Gesamtwerk ist der Anteil von guten bis sehr guten Geschichten aber bei weitem zu gering.

Eine Leseempfehlung gibt es von mir nur für die Beiträge von Eschbach, Barceló und Mallorquí.

Als Fazit dürfte dieses Buch der europäischen SF eher schaden, kaum ein Schreibstil wird mich dazu bewegen, etwas anderes von dem entsprechenden Autor/der entsprechenden Autorin anzufassen.


Zelda hat insgesamt 179 Rezensionen angelegt.


 
Joomla templates by a4joomla