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Science-Fiction: Gefallene Engel.
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Titel:      Gefallene Engel.
Kategorien:      Science-Fiction
BuchID:      671
Autor:      Richard Morgan, Bernhard Kempen
ISBN-10(13):      3453520513
Verlag:      Heyne
Publikationsdatum:      2005
Edition:      Taschenbuch
Number of pages:      591
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Aus der Amazon.de-Redaktion
Nach dem überwältigenden Erfolg von Richard Morgans Erstling Das Unsterblichkeitsprogramm ist nun auch sein zweiter Roman um den ehemaligen UN-Gesandten Takeshi Kovacs in deutscher Sprache erschienen. Gefallene Engel führt uns erneut in die düsteren Abgründe des 25. Jahrhunderts, und Morgan hat sein Erzähltempo noch einmal um einige Umdrehungen höher geschraubt -- sofern das überhaupt möglich ist.

Neuer Körper, neues Glück -- nach einem weiteren Gestaltwechsel dient Takeshi Kovacs als Söldner auf dem Planeten Sanction IV, wo er eine Rebellion niederschlagen soll, die von Joshua Kemp angezettelt wurde. Doch Kovacs hat das Kämpfen ziemlich satt, und als er auch noch verwundet und in ein Orbitalkrankenhaus eingeliefert wird, sinnt er darauf, sich dem Krieg zu entziehen. Da erhält er ein verlockendes Angebot: Eine Gruppe von Archäologen will mit Hilfe eines Söldnertrupps ein geheimnisvolles außerirdisches Artefakt bergen.

Wie sich herausstellt, handelt es sich bei dem Artefakt um ein Portal, das zu einem verlassenen, aber voll funktionsfähigen Raumschiff der Marsianer führt -- jener außerirdischen Zivilisation, deren technische Überreste die Menschheit zu den Sternen geführt haben. Der Fund des Raumschiffs ist eine Sensation und lockt die glücklichen Entdecker mit unbeschreiblichem Reichtum. Doch die Bergungsaktion läuft nicht ganz so glatt wie erwartet. Kovacs und sein Söldnerteam sehen sich mit einer ganzen Reihe von Problemen konfrontiert: drohende radioaktive Verstrahlung, Hinweise auf einen Saboteur im Team und ein möglicher Angriff von Rivalen sind nur der Anfang. Denn noch weiß niemand, was sie in dem außerirdischen Raumschiff tatsächlich erwartet.

Auch wenn Gefallene Engel im gleichen Universum spielt wie Morgans erster Roman, unterscheiden sich beide doch grundlegend hinsichtlich Atmosphäre und Erzählform. Ist Das Unsterblichkeitsprogramm ein vom Film Noir inspirierter Cyberkrimi, so ist Gefallene Engel der Tradition der klassischen Hard SF verpflichtet. Morgans plastischer und origineller Erzählweise gelingt es jedoch, alte Science-Fiction-Stoffe wie außerirdische Zivilisationen und rätselhafte Artefakte vom Staub der Jahrzehnte zu befreien. Abgemischt wird das ganze mit Sex und Gewalt in den für Morgan typischen rauen Mengen. Ein Roman wie ein Actionstreifen -- knallhart und packend bis zum Schluß. --Gerhard Schildmann

   


Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  4.5 Anonym vergibt 9 von 10 Punkten

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Eines vorweg: Der Klappentext ist für die Tonne.

"Gefallene Engel" ist der zweite Teil der Takeshi-Kovacs-Reihe, der erste heißt "Das Unsterblichkeitsprogramm" und der dritte "Heiliger Zorn". Auch hier steht die Idee des digitalen Bewußtseins im Vordergrund.

Im ersten Band verdiente sich Kovacs seinen Lebensunterhalt als Privatdetektiv, in "Gefallene Engel" tut er das, was er am besten kann - kämpfen. Und zwar in einem Krieg auf einem Hinterwäldlerplaneten. Während er sich von einer Verletzung im Krankenhaus erholt, bekommt er ein Angebot, das er nicht ablehnen kann. Ein Mann namens Schneider erzählt ihm von einem Tor, das direkt zu einem verlassenen Sternenschiff draußen im All führt, und schlägt vor, dieses Schiff an einen Konzern zu verkaufen. Kovacs stellt einen Trupp zusammen und begibt sich mit der Archäologin Tanya Wardani auf die Suche nach dem Tor.

Den ersten Band habe ich vor ca. drei Jahren gelesen und kann mich nicht mehr besonders gut daran erinnern. Vielleicht empfinde ich "Gefallene Engel" deshalb als viel unterhaltsamer und interessanter als Teil 1. Aber auch als viel brutaler. Das Buch ist nichts für schwache Nerven, es wird rücksichtslos getötet, fröhlich zerstückelt und munter gefoltert, dass einem die Haare zu Berge stehen. Dabei wäre die Handlung auch gut ohne diese Brutalität ausgekommen, die Geschichte ist nämlich sehr spannend und voller toller Ideen, gelangweilt habe ich mich auf keiner einzigen Seite. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, ich werde auf jeden Fall noch mehr von Richard Morgan lesen - aber nicht sofort. Erst muss ich diese rituelle Hinrichtung aus meinem Kopf bekommen, das wird sicher noch eine Weile dauern.

Fazit: Empfehlenswert, aber nichts für zarte Gemüter.


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