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Science-Fiction: Kontakt.
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Titel:      Kontakt.
Kategorien:      Science-Fiction
BuchID:      673
Autor:      Nancy Kress, Alexander Lohmann
ISBN-10(13):      3404243455
Verlag:      Bastei Lübbe
Publikationsdatum:      2006
Edition:      1
Number of pages:      476
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
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Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  4 Anonym vergibt 8 von 10 Punkten

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Der Milliardär Jake Holman organisiert die erste private Umsiedlung auf einen neuen Planeten. Dort angekommen stellen die Kolonisten fest, dass sie nicht allein auf Greentrees sind. Es gibt einige Dörfer mit vernunftbegabten Wesen, welche die Kolonisten wegen des dichten braunen Fells Pelzlinge taufen. Nur - die Pelzlinge haben sich nicht auf Greentrees entwickelt und in den einzelnen Dörfern reagieren sie ganz unterschiedlich auf die neuen Bewohner, mal werden diese vollkommen ignoriert, mal angegriffen, mal wirken die Pelzlinge wie im Drogenrausch. Schnell haben die Kolonisten eine Theorie parat, die jedoch alles andere als beruhigend ist: Sie vermuten, dass eine fremde Intelligenz mit den Pelzlingen experimentiert. Wie mächtig muss diese Intelligenz sein, um einen ganzen Planeten in ein Labor zu verwandeln? Wird sie bald nach ihren Versuchskaninchen sehen? Was ist, wenn sie den Menschen feindlich gesonnen ist? Noch während die Menschen darüber rätseln, entdecken die Satelliten ein fremdes Raumschiff - mit Kurs auf Greentrees.

Ich bin mit falschen Erwartungen an dieses Buch herangegangen und war nach ein paar Seiten ein wenig enttäuscht. Ich hatte erwartet, dass die Reise nach Greentrees ausführlich geschildert wird, die Landung und natürlich der Bau von Mira City, alles Dinge, die mich brennend interessier(t)en. Die Reise wird in zwei Kapiteln abgehandelt, die Landung überhaupt nicht und der Stadtbau wird immer nur in Nebensätzen erwähnt. Die Außerirdischen begegnen den Siedlern schon im 5. Kapitel. Mir persönlich geht das alles viel zu flott, ich hätte mir viel mehr Details gewünscht. Aber natürlich ist das Buch deshalb nicht schlecht. Nach einigen Kapiteln kommt die Geschichte so richtig in Fahrt, mit dem Auftauchen des fremden Raumschiffs wurde spannungsmäßig noch einen draufgesetzt. Das Raumschiff fand ich sehr faszinierend (für Charles-Sheffield-Leser: es geht um ein Schiff mit einem McAndrews-Antrieb), aber seine Besatzung stellte alienmäßig so ziemlich alles in den Schatten, was ich bisher gelesen hatte. Pflanzenähnliche Wesen, die nicht auf DNA basieren! Meine bisherigen Lieblingsaliens, die Kantaki, haben mit den Ranken ernstzunehmende Konkurrenz bekommen.

So etwa ab der Mitte fand ich das Buch aber nicht mehr so toll, ab hier geht es nur noch um das Herumgeflitze quer durch die Galaxis. Ich hätte mir auch mehr Kommunikationsschwierigkeiten gewünscht, das wäre überzeugender gewesen als das "Star Trek"-Szenario, nach dem die Menschen mit jeder Lebensform kommunizieren können. Eine Prise "Solaris" hätte der Story gut getan, finde ich.

In "Kontakt" ist mir die nervigste Buchfigur seit langer Zeit begegnet. Jedes Mal, wenn Nan Frayne auf der Bildfläche erschienen ist, habe ich mir einen verrückten Axtmörder in die Buchseiten gewünscht. Hat leider nicht geklappt. Was die anderen Figuren angeht, mit denen kann ich leben; einige haben etwas zu verbergen, wie Jake, anderen - wie Gail - sind alle Aliens vollkommen schnurz, und so weiter.

Fazit: Kurzweilige Unterhaltung, aber kein Buch, das einen vom Hocker reißt.


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