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Science-Fiction: Seelen
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Titel:      Seelen
Kategorien:      Science-Fiction
BuchID:      677
Autor:      Stephenie Meyer
ISBN-10(13):      3551581908
Verlag:      Carlsen Verlag GmbH
Publikationsdatum:      2008-08
Edition:      13
Number of pages:      864
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Aus der Amazon.de-Redaktion
Vor über fünfzig Jahren „erfand“ Hollywood-Regisseur Don Siegel in seinem legendären Horrorklassiker Invasion der Körperfresser Aliens, die die Erde heimsuchen, Menschen anfallen, sich ihrer Körper bemächtigen und ihre Persönlichkeit zerstören. Seitdem sind diese „Body Snatchers“ ein beliebtes, mehrfach variiertes Motiv von Film und Literatur. Nun hat auch Stephenie Meyer, die zuvor mit ihrer Bis(s)-Reihe phänomenal erfolgreiche Vampirromane geschrieben hat, ein in der Zukunft angesiedeltes Sciencefiction-Epos rund um diese Idee gestrickt – und erzählt darin vor allem eine mitreißende Liebesgeschichte.

Die außerirdischen Körperdiebe heißen hier „Seelen“. Sie sind originellerweise friedlich, freundlich und sozial veranlagt (genau deshalb wollen sie die Menschen „übernehmen“: weil diese eine gewalttätige Spezies sind). Und sie töten ihre Wirtskörper nicht, sondern unterdrücken nur deren Bewusstsein. Die Menschheit ist schon fast vollständig von den Seelen befallen, doch ein paar Versprengte können sich noch vor den außerirdischen Parasiten verstecken -- so auch Melanie, die sich mit ihrem Bruder Jamie und ihrem Geliebten Jared auf der Dauerflucht befindet.

Doch dann wird Melanie erwischt. Ihre neue Körpermitbewohnerin Wanderer alias Wanda muss jedoch feststellen, dass Melanies Ego zu stark ist, um unterworfen zu werden. So beginnen die beiden zaghaft miteinander zu kommunizieren. Dabei sind Melanies sehnende Erinnerungen an Jared sind so überwältigend, dass sich Wanda überreden lässt, den Geliebten zu suchen. Allerdings entwickelt auch Wanda zunehmend leidenschaftliche Gefühle für Jared...

Man könnte durchaus einiges einwenden gegen dieses Buch: dass es am Anfang zu lange braucht, bis die Grundidee erklärt ist und die Geschichte Fahrt aufnimmt. Dass die Story Längen hat und auch auf 400 Seiten hätte erzählt werden können. Dass das Frauen- bzw. Mädchenbild wie auch schon in den Bis(s)-Romanen erzkonservativ, um nicht zu sagen reaktionär ist (die Protagonistinnen sind nicht viel mehr als schmachtende Männeranhimmler, deren einziges Lebensglück darin zu bestehen scheint, den Helden ihrer Träume für sich zu gewinnen). Doch über diese Einwände kann man tatsächlich hinwegsehen: Denn der Roman trifft den Nerv der (hauptsächlich weiblichen) jugendlichen Leserschaft und verbindet auf ziemlich eindrucksvolle Weise eine spannende Sciencefiction-Handlung mit einer romantischen Lovestory. Und eine Dreiecksgeschichte mit nur zwei Körpern zu schreiben -- auf so eine Idee muss man sowieso erst einmal kommen! -- Christoph Nettersheim, Literaturanzeiger.de

   


Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicRomantische Lovestory im Science-Fiction-Gewandrn rnStephenie Meyer hat mit "Seelen" einen unglaublich packenden Roman geschrieben. Dabei ist eine Welt entstanden, die sich abgesehen von grundlegenden Neuerungen im medizinischen Bereich und in der Wahl der Fortbewegungsmittel äußerlich nicht sehr verändert hat. Ihre neuen Bewohner sind es, die anders miteinander umgehen und andere Regeln haben als ihre menschlichen Vorgänger. Die Handlung ist zwar im Science-Fiction-Bereich angesiedelt, aber im Vergleich zu einigen anderen Werken dieses Genres wird der Leser zum Glück nicht mit einer Fülle an technischen Informationen erschlagen. Andere Welten beispielsweise werden eher nach Fantasy-Art beschrieben. An erster Stelle steht aber immer die Liebesgeschichte. Und die ist der Autorin wirklich gut gelungen. Die ganze Konfusion, die entstehen muss, wenn sich zwei Lebewesen einen Körper teilen und auch noch den gleichen Mann lieben, ist sehr romantisch und spannend dargestellt. Doch es geht in dem Roman nicht nur um die Liebe zwischen Mann und Frau, sondern auch zwischen Schwester und Bruder, Seele zu Mensch, etc.- also um die Liebe im Allgemeinen und was der Einzelne dafür zu opfern bereit ist. Die inneren Kämpfe sowohl von Wanda als auch ihrer menschlichen Freunde und Feinde sind sehr einfühlsam und gut verständlich ausgearbeitet. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Geschichte ist die unterschiedliche Einstellung von Menschen und Seelen hinsichtlich der eigenen Spezies. Während Seelen sehr sanftmütig sind und liebevoll miteinander umgehen, ist die menschliche Welt voller Misstrauen und Gewalt. Ebenso haben aber auch starke positive Gefühle wie Liebe und starker Zusammenhalt einen Platz in ihr. Das Problem der Seelen wiederum ist ihr uneingeschränkter Herrschaftsanspruch. Stephenie Meyer scheint sich viele Gedanken zu der Frage gemacht zu haben, was passiert, wenn Vertreter der einen Geisteshaltung auf die andere Seite treffen und was für ein Ort die Welt sein könnte, wenn Menschen ein bisschen mehr von den positiven Eigenschaften der Seelen hätten. Herausgekommen ist ein Plädoyer für mehr Toleranz und Mitgefühl im Umgang miteinander. Und dass etwas Andersartiges nicht automatisch schlecht sein muss. rnrnFazit:rnrnLeser, die actionreiche Science-Fiction bevorzugen, werden den Roman wohl eher nicht zu schätzen wissen. Diejenigen, die sich auf die Geschichte einlassen können, werden mit einer herzzerreißenden Lovestory und vielen Fragen zum Nachdenken belohnt. "Seelen" ist ohne Altersbeschränkung für alle hoffnungslos romantischen Gemüter geeignet. Da das gesamte Geschehen allein aus weiblicher Sicht geschildert wird und es wirklich sehr emotional in dem Buch zugeht, ist es wohl eher für Frauen zu empfehlen. Wer sich nicht von 864 Seiten abschrecken lässt, den erwartet ein sehr berührendes und warmherziges Lesevergnügen! rnrn rn

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  3.5 Anonym vergibt 7 von 10 Punkten

UserpicDie Erde wird übernommen von außerirdischen Lebensformen, die die Körper der Menschen als Wirtskörper benutzen und sein Bewusstsein unterdrücken.
Genau dies passiert auch Melanie, die mit ihrem Bruder Jamie und ihrem Freund Jared auf der Flucht war. Sie wird von der außerirdischen Seele Wanderer übernommen. Es gelingt Melanie aber, sich in diesem Körper nicht komplett unterdrücken zu lassen und lebt fortan zusammen mit Wanderer in ihrem Körper.
Zunächst einmal hassen sich die beiden gegenseitig, doch nach und nach entwickeln sie eine zunächst zweckmässige, später auch freundschaftliche Beziehung und Wanderer entdeckt durch Mels Gefühle die Liebe.

Zunächst einmal sei gesagt, dass das Buch am Anfang recht verwirrend ist. Man wird direkt in die Handlung hinein geschmissen und bekommt erst einmal gar nicht mit, was überhaupt passiert und wieso. Das entwickelt sich erst nach und nach. Bis Seite 80 habe ich tatsächlich überlegt, ob ich das Buch abbrechen sollte, habe aber duchgehalten und bereue es nicht.
Eine wirkliche Science Fiction Story ist "Seelen" nicht. Vielmehr geht es um große Gefühle, Liebe, Freundschaft und um ein großes Drama.
Teils sehr ausführlich, driftet die Story aber nie zu sehr ins Kitschige ab, bis zum Ende, welches weniger realistisch, als schnulzig ist.

Wer dieses Buch zur Hand nimmt, der kann sich über eine leichte, schöne und unterhaltende Lektüre freuen.

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

Userpic
Inhalt 
Wanda ist eine Seele. Die Seelen sind Lebewesen, die nicht ohne einen Wirt überleben können. Aus diesem Grund reisen sie durch das Weltall und übernehmen verschiedene Planeten. Seit einigen Jahren besiedeln sie die Erde. Ihre Wirte sind Menschen. Wanda hat bereits viele Planeten bewohnt, daher hält man sie für geeignet, eine besondere Aufgabe zu erfüllen: Sie wird dem Menschen Melanie eingesetzt. Melanie lebte jahrelang versteckt, und man möchte durch Wanda herausfinden, ob in Melanies Gedächtnis noch Informationen zu anderen überlebenden Menschen versteckt sind.   Wie nicht anders zu erwarten wehrt sich Melanies Bewusstsein dagegen, zerstört zu werden. So müssen Wanda und Melanie gemeinsam in Melanies Kopf existieren, während Wanda nach außen hin die Kontrolle hat. Was die Seele aber wirklich fertig macht, sind Melanies Erinnerungen und ihre Gefühle. Als Wanda nach einiger Zeit endlich Zugang zu Informationen erhält, die andere Menschen ausfindig machen könnten, meldet sie es nicht, wie es eigentlich Vorschrift wäre. Stattdessen bricht sie auf eigene Faust auf, und sucht die Menschen, die Melanie so viel bedeuten…  
Kritik 
Wie wäre es, wenn jemand anderes deinen Körper übernimmt? Diese Frage beschäftigt einen beim lesen unentwegt. Ich war sehr neugierig auf Stephenie Meyers neues Buch. Ihre Biss-Reihe habe ich komplett gelesen und fand alle Bücher absolut faszinierend. Sie hat eine Gabe, den Leser mit ihren Geschichten in ihren Bann zu ziehen. Man beginnt ein Buch und kann es nicht mehr weglegen, bevor es zu Ende ist. Und ganz genau so erging es mir auch mit diesem Buch.   Die Idee an sich ist zwar außergewöhnlich, aber auch nicht wirklich neu. Dass der Körper von Aliens oder ähnlichem übernommen wird, und man plötzlich nicht mehr man selbst ist, hat man schon in Filmen gesehen. Doch zu erfahren, was in solch einem Kopf wirklich vorgeht, ist hoch interessant. Von Anfang an mag man Wanda eigentlich gerne. Man merkt, dass sie anders ist als die restlichen Seelen. Diese sind friedlich und gewaltfrei, weshalb sie die Menschen auch für eine äußerst brutale Rasse hielten. Man merkt förmlich, welche Last es ist, Melanies Bewusstsein und Wandas Seele in einem Körper vereinen zu müssen. Dabei weiß man irgendwann nicht mehr, wer einem mehr Leid tut. Melanie, weil sie ihren Körper aufgeben musste und nur noch ein Schattendasein führt, oder Wanda, weil sie nun mal einen Körper zum überleben braucht.   Auch die anderen Figuren sind sehr interessant dargestellt, vor allem das Leben der versteckten Menschen. Von der Handlung kann ich natürlich nicht so viel verraten, aber das Buch ist seinen Preis auf jeden Fall wert. Von der ersten bis zur letzten Seite war ich gefesselt und bin positiv überrascht, wie wunderbar die Autorin sie erzählen konnte, wo sie doch bisher nur Erfahrungen mit Vampirgeschichten hatte. „Seelen“ ist für ältere Jugendliche, ab etwa 14 Jahren, geegnet, aber auch für Erwachsene eine ganz außergewöhnliche Leseerfahrung.  
Fazit 
Wer nach einem richtig guten Buch sucht, sollte dieses lesen. Ein absolutes Muss für alle Stephenie Meyer-Fans und solche, die es noch werden wollen!

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  3 Anonym vergibt 6 von 10 Punkten

Userpic"Seelen" ist eine erfundene Geschichte, die in einer fernen Zukunft spielt. Nur noch wenige Menschen existieren, die meisten wurden vertrieben. Erzählt wird sie hauptsächlich aus der Sicht von Wanderer, deren Seele den Körper der ca. 20 jährigen Melanie besetzt hat. Melanie weigert sich allerdings sich aus ihrem eigenen Körper vertreiben zu lassen. Verständlicherweise. Als Wanderer sich schließlich dann auch noch in Melanies große Liebe Jared verliebt wird alles noch viel komplizierter. Zunächst hatte ich Probleme zu verstehen was überhaupt vor sich geht. Science Fiction ist nicht wirklich mein Genre und daher war diese Art von Geschichte völliges Neuland für mich. Nachdem ich dann aber in die Geschichte versunken war, ging es schließlich. Trotzdem fand ich diese Geschichte, in der sich beinahe alles ausschließlich um die Gefühlswelt der Hauptpersonen dreht, zu langatmig. Besonders am Anfang konnte ich überhaupt nicht erkennen, in welche Richtung sich diese Geschichte bewegen könnte. Auch haben mich die vielen Wortwiederholungen mit der Zeit einfach gelangweilt. Das Ende fand ich wiederrum dann recht gut gemacht. Ein nettes Buch, trotz aller Kritikpunkte.

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

Userpic

Zur Geschichte möchte ich eigentlich so wenig wie möglich sagen, denn wie oft ich auch versucht habe diese meinen Mitmenschen beizubringen wurde ich jedes Mal belächelt. Es klingt auch ziemlich absurd. Aliens, die sich in den menschlichen Körper einnisten - nichts was ein halbwegs vernünftiger Mensch gerne hört und erst recht nicht lesen möchte.

Lässt man sich jedoch auf diese Reise ein, wird man mit sehr menschlichen Gefühlen und Problemen konfrontiert: Liebe, Tod und Trennungsschmerz, alles so real, so nah und so gut durchdacht, dass man mitleidet und fast schon zu Tränen gerührt ins Bett gehen muss, denn man möchte nicht aufhören zu lesen auch wenn einem die Augen zufallen.

Auch wenn die Geschichte gegen Ende immer durchsichtiger und kitschiger wird, bleibt sie immer noch spannend und auch wenn ich gegen Ende das Gefühl hatte, dass es wie in den amerikanischen Filmen in denen ein Mensch gerettet wird aber dafür Hunderte sterben und alle sind damit zufrieden auch wenn es völlig unlogisch ist, auch für das Buch ist dieser Schluss nicht so schlimm, denn man ist froh, dass es letztendlich doch zu einem Happy End kommt, denn im Laufe der Geschichte lernt die Protagonisten kennen und lieben wie echte Freunde. Ein schlechtes Ende würde da einen kompletten Tag versauen :)

Ich kann das Buch wirklich weiterempfehlen und das nicht nur Jugendlichen und Fantasy Liebhabern! Es eignet sich für alle, die gerne spannende Bücher lesen und auch bereit sind ein wenig Verrücktheit und Realitätsfremde aufzunehmen.

 


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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicIn Stephenie Meyers neuem Roman wird die uns bekannte Erde von kleinen außerirdischen Lebewesen beherrscht, den sogenannten Seelen. Die Seelen übernehmen die menschlichen Körper in dem sie leben, daher der englische Titel "Host". Nur wenige Menschen leben noch versteckt. Eine der ältesten und erfahrensten Seelen namens Wanderer wird in den Körper der bereits fast erwachsenen Melanie eingepflanzt. Melanie widersetzt sich jedoch mit aller Kraft der Übernahme ihres Körpers, den sie jetzt mit Wanderer teilen muss.    
         
"Seelen" wird durch die Augen von Wanderer erzählt. Stephenie Meyer ist es gelungen, mich unsere Erde, unsere menschliche Gesellschaft durch die Augen eines außerirdischen Wesens betrachten zu lassen. Sie war mir als Autorin der Bis(s)-Bücher bekannt, sonst hätte ich das Buch vermutlich nicht gekauft.  
Wie schon in den Bis(s)-Büchern schafft Stephenie Meyer in der uns vertrauten Umgebung eine fremde Welt. Die "Seelen" sehen sich als friedliebende Wesen, die vor der Erde schon andere Planeten besiedelt haben. Ihr Ziel ist es, die Erde auch zu einem friedlichen Planeten zu machen, Mord, Armut, Hunger und Kriegen ein Ende zu bereiten. Erst durch Melanies Erinnerungen und Gedanken lernt Wanderer Gefühle wie intensive Liebe, Mißtrauen oder Haß kennen.
Die Gesellschaft der Seelen ist eine Art Sozialismus in Reinform. Im krassen Gegensatz zu ihrer Harmoniesucht steht die völlig Gleichgültigkeit der Seelen gegenüber dem menschlichen Wesen in ihren Gastkörper. Dieses Wesen muss um jeden Preis unterdrückt werden. Ähnlich wie in Lois Lowrys "Hüter der Erinnerung" stellt sich der Leser die Frage, ob das Individuum oder die Gesellschaft wichtiger sind, ob das Leben wie eine Achterbahn verlaufen soll oder wie ein ruhiger Fluß.
    
Eine ideale Filmvorlage für Hollywood.  

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  4.5 Anonym vergibt 9 von 10 Punkten

UserpicWanda bzw. Wanderer wird in Melanies Körper als Seele eingepflanzt. Da Melanie sich nicht völlig verdrängen läßt, beginnt ein Kampf um den Körper bis beide sich in dem Körper von Melanie akzeptieren. Wanda macht sich auf die Suche nach Melanies Bruder Jamie und ihrer großen Liebe Jared. Als sie zueinandergefunden haben, beginnt ein Wettlauf um Sympathien und die Liebe. Das Buch hatte für mich im Mittelteil Längen und wäre mit ca. 200 Seiten evtl. noch besser gewesen. Durch die 862 Seiten ist es recht schwer und nicht gut in der Hand haltbar. Es ist ein Sciece Fiction-Roman mit viel Gefühl und Spannung, der sich gut und flüssig lesen läßt. Für mich ist es kein klassischses Jugendbuch, sondern für alle Altersstufen geeignet.

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  4.5 Anonym vergibt 9 von 10 Punkten

UserpicZwei Frauen in einem Körper auf der Suche nach einer Zukunft

Inhalt:
Die „Frauen“ Melanie und Wanda haben viel gemeinsam: Sie sind stark, mitfühlend, liebevoll und könnten wohl die besten Freundinnen sein – wenn sie sich nicht denselben Körper teilen müssten. Denn sie leben in einer Welt, in der außerirdische Parasiten – genannt Seelen – menschliche Körper als Wirte missbrauchen und die ursprünglichen Bewohner auslöschen. So treffen auch Wanda und Melanie aufeinander, denn Wanda ist eine solche Seele und Melanie, einer der wenigen, noch freien Menschen, ist ihr Wirt. Doch Melanie lässt sich nicht so einfach vertreiben und Wanda möchte das bald auch schon gar nicht mehr. So entwickelt sich aus einem Konkurrenzkampf bald ein gemeinsamer Kampf um einen Platz in der menschlichen Gesellschaft und um die große Liebe...

Meine Meinung:
Der 862 Seiten umfassende Roman gliedert sich in drei große Handlungsabschnitte: Implantation und Konkurrenzkampf, Kampf um Anerkennung und die Aufnahme in die gewählte Gesellschaft der freien Menschen & die Auflehnung gegen das bestehende System.

Geschildert wird der außergewöhnliche und neuartige Roman überwiegend aus der Sicht der Seele Wanda. Kommt es zu anderen Erzählweisen wie die inneren Zwiegespräche zwischen Wanda und Melanie oder die Wiedergabe der Erinnerungen von Melanie, so sind diese optisch mit Hilfe anderer Druckweisen (kursiv bzw. fett) abgesetzt. So verliert der Leser nie den Überblick und kennt genau die Quelle der Geschehnisse.
Jedes Kapitel hat einen aussagekräftigen Titel erhalten, so dass immer gleich zu Beginn beim Leser die Neugier geweckt wird.
Die Sprache ist lebhaft, anschaulich und leicht verständlich. Das Erzähltempo situationsbedingt teils rasant, teils gemächlich. Der Leser wird dadurch in das Geschehen gesogen und fühlt sich bald selbst wie einer der Beteiligten.

Die Protagonisten sind vielseitig und originell, alle sind bis ins kleinste Detail durchdacht und werden durch uns bekannte Gefühle wie Mitleid, Liebe, Hass, Misstrauen... geleitet. Fast alle Protagonisten durchleben im Laufe des Romans eine positive Entwicklung, so erkennt zum Beispiel Wanda das falsche und schön geredete (denn Menschen seien barbarisch und grausam, während Seelen immer friedlich sind) Verhalten ihrer Spezies und hasserfüllte Menschen wie Melanie’s Freund Jared erkennen, dass nicht alle Seelen gleich sind.
Die detaillierte Charakterdarstellung erzeugt Verständnis für beide Seiten und hilft dem Leser die Handlungsweisen aller Protagonisten nachvollziehen zu können.

Fazit:
Die Autorin hat mit viel Liebe zum Detail eine neuartige, fantasyreiche eigene Welt geschafften. Diese Detailliebe sorgt zwar auch für einige „Durststrecken“, was aber durch die liebevolle Gestaltung nicht wirklich stört.
Alles in allem hat mir der Roman wirklich gut gefallen. Sowohl die Handlung, als auch die Ausführung sind gelungen und glaubhaft. Was sich wie eine Mischung aus Science Fiction und Liebesroman anhört, enthält noch wesentlich mehr. Es handelt sich auch um die Geschichte zweier mutiger „Frauen“, die sich durch ihre außergewöhnliche Freundschaft gegen die Gesellschaft auflehnen und die existierende Welt wieder in die richtige Richtung lenken.

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  3.5 Anonym vergibt 7 von 10 Punkten

Userpic

Eines vorweg: Ich habe nicht die geringste Ahnung, wieso dieses Buch in die Rubrik Science Fiction gesetzt wurde. Ja, zugegeben, es hat ein paar Elemente, die man dem Genre zuschreiben kann, aber die sind nun wirklich nicht dominierend. 

Dominierend hingegen ist eine Herzs-Schmerz Geschichte um die Liebe. Die außerirdische Seele Wanderer übernimmt den Körper von Melanie. Melanie liebt Jared und lässt sich aus ihrem Körper nicht vertreiben und Wanderer entdeckt diese Liebe ebenfalls für sich. Als sie endlich auf Jared trifft muss sie allerdings feststellen, dass dieser sie hasst, weil sie ihm seine Liebe Melanie genommen hat. Jedenfalls scheint es so. Es entwickelt sich eine Dreiecksgeschichte, und als sich dann Ian in Wanderer verliebt, sogar eine Vierecksgeschichte. 

Am Ende, wenn das mit den Körpern und die Frage wer wen liebt und bekommt, geklärt ist, treffen wir endlich wieder auf Science Fiction Elemente, nämlich auf den Widerstand, der gegen die außerirdischen Besetzer kämpft, aber da ist das Buch auch schon wieder vorbei.


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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicMir gefällt der Schreibstil von Stephenie Meyer sehr gut. Schon die "Bis(s)"-Reihe habe ich verschlungen und mit "Seelen" ging es mir nicht anders.
Besonders gefallen hat mir in "Seelen" die Erzählstruktur mit Rückblenden aus Melanies Erinnerung und den inneren Dialogen zwischen Melanie und Wanderer.
Ich hatte zu jedem Zeitpunkt das Gefühl mitten im Geschehen zu sein, was durch die Ich-Perspektive noch verstärkt wurde.
Die Cover-Gestaltung ist sicherlich an die "Bis(s)"-Reihe angelegt und eher neutral. Was mir nicht so gut gefallen hat ist, dass der Klappentext auf der Rückseite aus einer kurzen Leseprobe besteht, aus der keine Informationen über den Inhalt zu entnehmen sind.
Wie bei allen Büchern der Autorin steht ganz klar die Gefühlswelt der Protagonisten im Vordergrund. In "Seelen" sind jedoch auch einige sehr schöne Ideen aus dem Bereich Science-Fiction und Fantasy umgesetzt. Die Planeten die Wanderer zuvor bewohnte sind mit liebevoll gestalteten Geschichten umschrieben und ähnlich wie die Menschen von Wandas Erzählung gefesselt sind, war ich es auch als Leser.
Ein Buch zum mitlachen und mitweinen, dass auch ein wenig Gesellschaftskritik zulässt und zum Nachdenken anregt. Ist ein Mensch schon menschlich, nur weil er zur Rasse Mensch gehört oder ist es nicht erst die Menschlichkeit, die uns letztendlich zu Menschen macht?
Zurück bleibt jedoch vor allem das gute Gefühl einige schöne Stunden mit Melanie, Wanda und ihrer Geschichte verbracht zu haben.

Fazit:
Ein gelungenes Buch über die Menschlichkeit und zu empfehlen für alle die nicht vor Gefühlen zurückschrecken.


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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Fascination vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicDu weißt nie, wie viel Zeit dir noch bleibt!rnrnAutorrnrnStephenie Meyer: * 1973 in Connecticut / USArnDen Wiedererkennungswert ihres Namens verdankt sie ihrem Vater Stephen. rnSie besuchte die Highschool in Scotsdale / Arizona, studierte Englisch an der konfessionellen Mormonen-Universität Brigham Young University in Provo / Utah und ist Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen Letzten Tage, was ihr Leben und Schreiben stark beeinflusst,rnInternational erfolgreiche Schriftstellerin, erlang Bekanntheitsgrad durch die "Bis(s)"-Romane, für die sie zahlreiche Auszeichnungen erhieltrnverheiratet, 3 KinderrnrnBuchinhaltrnrnDie Zukunft der Menschheit, Seelen. Völlige übernahme menschlicher Körper.rnDas überleben weniger Aufständischer am seidenen Faden. Flucht in Berge, Wüsten und Wälder. Wird es von Nutzen sein?rnrnSeelen, von Anbeginn mit guten Eigenschaften gesegnet: Harmonisch, mitfühlend, geduldig, ehrlich, anständig und liebevoll.rnIn Behältern mit Kühlfunktion aufbewahrt, warten sie auf Implantation in eine andere Spezies. Den Möglichkeiten sind dabei kaum Grenzen gesetzt.rnNach dem Auftauen werden die Seelen über einen gezielten Schnitt in den fremden Körper eingelassen. Dünne, fedrige Fortsätze breiten sich über Nerven, Gehirn und Gehörgängen aus und nehmen so Besitz von ihrem Wirtskörper.rnDer Schnitt wird versiegelt, der Prozess der vollständigen übernahme beginnt.rnrnEs sei denn, das Unfassbare geschieht und der Mensch zeigt außerordentliche Stärke, ausgedrückt in stetiger Präsenz, ähnlich einer Zugangsblockade oder sogar zeitweise Kontrollübernahme.rnrnUnd es wird immer schlimmer, im Falle der Seele Wanderer und dem menschlichen Wirt namens Melanie.rnMelanie bestimmt die Träume von Wanderer, ihre Erinnerungen halten sie lebendig.rnErinnerungen an Jared, jenem Mann, den das Schicksal zur gleichen Zeit an den gleichen Ort führte und eine Gefühlsexplosion auslöste.rnEinst, als sich sowohl die 20jährige Melanie Stryder zusammen mit ihrem kleinen Bruder Jamie als auch Jared Howe auf der Flucht vor den Außerirdischen befanden, gezwungen waren, sich zu verstecken, im verzweifelten Kampf ums überleben.rnrnrnMeine MeinungrnrnStephenie Meyer hat mit dem Roman "Seelen" in 59 Kapiteln zuzüglich Prolog und Epilog eine wunderbare Charakterstudie eines außerirdischen Wesens erschaffen, die wohl kaum jemanden unberührt lässt.rnEin Planetensystem mit Bewohnern, deren Sitten und Gebräuche, Moral und Denkweisen zu schön sind, um wahr zu sein.rnrnMit Fingerspitzengefühl umschreibt die Autorin die Eingliederung der Seele Wanderer, genannt Wanda, in die Gemeinschaft der Aufständischen.rnGefahren, Risiken und ängste werden dabei ebenso deutlich wie Wandas persönlicher Konflikt mit Melanie und die prekäre Situation zwischen Wanda, Melanie, Jared und Ian.rnrnEin gelungener Balanceakt ‚zwischenmenschlicher’ Beziehungen in allen Belangen!rnrnDer Schreibstil ist ebenso fesselnd wie die Phantasie der Autorin.rnSchnell vergisst der Leser, dass es sich nur um Fiktion handelt, befindet sich nahezu mitten im Geschehen.rnrnFiguren und Handlungsorte wirken absolut lebendig und glaubhaft.rnrnEs fiel mir schwer, das Buch überhaupt zur Seite zu legen und so ist es nicht verwunderlich, dass mir am Ende doch einige Stunden Schlaf fehlen.rnrnManche Sequenz ist so herzergreifend, jedoch keinesfalls kitschig, umschrieben, dass sogar das ein oder andere Tränchen kullerte.rnrn"Seelen" ist meines Erachtens für Erwachsene und Jugendliche gleichermaßen geeignet.rnrnHier und da regt es sogar zum Nachdenken an.rnrnDie Geschichte um Wanda und Melanie war trotz ihrer 862 Seiten Länge leider viel zu kurz. Ich hätte gern noch weiter gelesen, allen ‚Schleppschmerzen in den Handgelenken’ zum Trotz.rnStephenie Meyer hat es aus meiner Sicht mit "Seelen" geschafft, ihre international erfolgreiche "Bis(s)"-Reihe zu toppen!rnrnFazitrnrnMit perfekt passendem Cover, sehr angenehmen Schriftbild und wechselnden Schriftarten ist dieser Roman für mich ein rundum einzigartiges Lesevergnügen der besonderen Art!rn

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  4 Maren vergibt 8 von 10 Punkten

UserpicDie Erde in der Zukunft:

Wanda, wie sie genannt wird, ist eine Seele, eine Wanderin, die schon verschiedene Wirtskörper hatte und nun der jungen Menschenfrau Melanie eingepflanzt wird. Normalerweise übernimmt Wanda den Wirt stets komplett, doch in diesem Fall verbleibt Melanies Seele ebenfalls in ihrem Körper.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten arrangieren Wanda und Melanie sich soweit miteinander, dass sie zurechtkommen. Melanie will zurück zu ihren Leuten, sie schaffen es auch, in die Wüste zu fliehen und werden dort, kurz bevor der gemeinsame Körper verdurstet, gerettet.

Als Melanies Leute feststellen, dass sie einen Wirt in sich trägt, wollen einige sie töten, andere aber sind dafür, sie weiterleben zu lassen.

Langsam nähern sie sich einander an. Wanda lebt und arbeitet mit ihnen und fühlt sich mehr und mehr als Teil der Gemeinschaft. Dann jedoch macht sie eine schockierende Entdeckung ...

Stephenie Meyer schreibt auch hier wieder in der Ich-Perspektive aus Wandas Sicht, was erstaunlich gut gelingt. Der Stil ist gewohnt flüssig und leicht zu lesen, so dass er auch über ruhigere Passagen (wovon es mehrere gibt) gut hinwegträgt und die Geschichte somit nie langweilig ist.

Es gib einige überraschende Wendungen, ab und zu auch Romantik, Aktion und auch Humor schimmert öfter durch. Die Autorin bringt einige schöne Ideen mit hinein. Ein Buch, das so richtig zum sich hineinfallen und wegträumen geeignet ist.

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  4.5 Anonym vergibt 9 von 10 Punkten

UserpicWer eine Neuaflage der "Bis(s)-Reihe erwartet" wird von diesem Buch enttäuscht sein. Aber es trotzdem eine gute Geschichte mit ganz eigenem Charme.rnrnDie Geschichte von der Seele Wanderer (oder auch Wanda) und dem Mädchen Melanie spielt in einer futuristischen Welt, in der die außeriridischen Seeln die letzten Menschen (und auch andere Lebensformen auf anderen Planeten) "besetzen" und sie als Wirte benutzen, wobei die Persönlichkeit normalerweise komplett unterdrückt wird und der Körper als Hülle dient. Wanda ist in Melanie, die sich aber ungewöhnlich stark erweist und weiterhin existiert. Sie bringt die Seele Wanda dazu, in die geheime Kolonie der letzten freien Menschen zu fliehen, wo ihr Geliebter Jared und ihr Bruder Jamie leben.rnrnDie ersten 200 Seiten fand ich recht zäh zu lesen und hätte das Buch fast an die Seite gelegt. Danach hat die Geschichte von Wanda und Melanie aber auch mich gefesselt, in der es um so viel mehr geht als die Beziehung der beiden so unterschiedlichen Lebensformen, die sich einen Körper teilen müssen. Nach und nach verändert sich die einzelnen Beziehung, sowohl die von Wanda und Melanie, als auch die von Wanda und den restlichen Bewohnern der Kolonie. Und nach und nach hat sich auch meine Beziehung zu dem Buch verändert.rnrnDie Geschichte ist nicht neu, die Autorin hat das Rad nicht neu erfunden eine Gefangene, die nach gewisser Zeit eine Beziehung zu ihrem "Entführer" aufbaut. Und doch passiert genau das hier interessanter Weise mehrfach Wanda, die gleichermaßen "Besetzer" für Melanie ist und doch auch Gefangene in der Kolonie, Melanie gefangen von Wanda, aber auch gewissermassen unter Ihresgleichen und frei. Die Geschichte und die einzelnen Beziehungen sind natürlich nicht ohne Komplikationen, zumal nur eine von beiden weiterleben kann.rnrnWer romantische Bücher mit einer guten Prise Science Fiction mag, liegt mit "Seelen" genau richtig. "Seelen" ist auch für ein junges Publikum hervorragend geeignet und lässt sich schnell und leicht lesen. Eines der Bücher, das ein wirklich schönes Gefühl hinterlässt.

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  0.5 Anonym vergibt 1 von 10 Punkten

Userpic

Absolut nicht mein Fall...

Mag sein,daß es daran liegt,daß ich ohnehin nicht gerne Fantasy-Geschichten lese,aber dieses Buch war das erste,das ich jemals abgebrochen habe zu lesen.Zwei Seelen in einem Körper,die sich dann auch noch in einen Mann verlieben,das war mir alles zu sehr aus der Luft gegriffen.Und dann noch der Ausdruck "Wirtskörper" für den Menschen...das hat mich so gestört,ich konnte dieses Buch nicht mehr weiterlesen.Ein Mensch besteht nun mal aus einer Seele und einem Körper und das Ganze war mir dann doch zu futuristisch und unrealistisch.Wie gesagt,ich weiß.,daß das beim Fantasy Genre so ist ;-) Aber die Biss Bücher haben mir vom ersten bis zum letzten Band sehr gut gefallen,obwohl sie ja auch sehr unrealistisch sind *zugeb* Die Schreibweise dieses Buches ist anders,langweilig und langatmig und hat es nicht geschafft,mich zu fesseln. 


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Dieses Buch hat seinen ganz eigenen Charme

03.02.2010 Bewertung:  5 goat vergibt 10 von 10 Punkten

Userpic

In meinen Augen ist es überhaupt nicht zu vergleichen mit der Biss-Reihe. Der Schreibstil jedoch ist genau so gefühlvoll und überzeugend.
Die ersten 100 Seiten lasen sich etwas mühsam an und ich hatte schon die Befürchtung, gar nicht in die Geschichte reinzukommen. Stephenie Meyers Stärken liegen zweifellos in der liebevollen Beschreibung von Gefühlen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um Mensch und Vampir oder Mensch und Seele handelt. Die nebensächlichen \"Umschreibungen\" liegen ihr da weniger. Oder sie schenkt ihnen vielleicht auch bewusst weniger Beachtung.
Richtig interessant wird es also erst ab dem Moment, wo Körper und Seele anfangen, miteinander zu kommunizieren.

Da hat mich die Geschichte wieder voll in ihren Bann gezogen. Es war keine actionreiche Story, sondern eine sehr leise und dahinplätschende Geschichte, die mich zum Nachdenken gebracht hat. Was wäre, wenn unsere Körper tatsächlich von Seelen besetzt wären und wer sagt uns, dass es nicht wirklich so ist. Führen wir nicht alle irgendwann mal Zwiegespräche mit unserem \"inneren\" ich?

Wie würden wir uns fühlen, wenn unser Körper gegen unseren Willen mit einer fremden Seele besetzt würde und diese auch noch Anspruch auf denselben erhebt? Man lebt zu zweit über Jahre in einem Körper, gewöhnt sich vielleicht aneinander und dann wird man wieder getrennt...

Nach 860 gelesenen Seiten und etlichen geweinten Tränen hätte das Buch noch einige hundert Seiten weitergehen können.
Erst danach hatte ich Zeit, mir das Cover näher anzusehen und habe auch dann erst das reflektierende Auge bemerkt. Das Cover ist angemessen, aber es hätte meine Kaufentscheidung wohl kaum beeinflusst.

Stephenie Meyer hat mich wieder einmal mit ihrem Schreibstil überzeugt und ich kann auch Lesern, die mit Science Fiction sonst nichts anfangen können, dieses Werk ans Herz legen. Es lohnt sich wirklich.


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Hoffnung für unsere seltsame Welt

24.05.2010 Bewertung:  4.5 Pharo72 vergibt 9 von 10 Punkten

Userpic

Um die stets gewaltbereite Menschheit vor ihrem Untergang zu retten und zu befrieden, hat eine außerirdische Spezies, Seelen genannt, ihre Körper besetzt. Doch es gibt vereinzelte Rebellengruppen, die sich gegen die Invasion zur Wehr setzen und in Bergen und Wäldern versteckt halten. Melanie, die mit ihrem Bruder und ihrer großen Liebe Jared unterwegs auf der Suche nach ihrer Cousine ist, wird jedoch gefangen genommen.

Ihr wird die Seele Wanderer implantiert, die bereits auf vielen Planeten Wirt in unterschiedlichsten Körpern war. Doch Melanie ist stark. Sie besteht weiterhin im Körper und überredet schließlich Wanderer dazu, ihre verlorene Familie zu suchen. Damit bringt sie sich in große Gefahr, denn als sie schließlich Erfolg hat, sehen alle nur den Parasiten in ihr und keiner vermutet, dass Melanie noch existiert. Als sich Wanderer schließlich noch verliebt, ist das Gefühlschaos perfekt.

Mit diesem Roman bewegt sich Stephenie Meyer abseits ihrer Biss-Reihe wiederholt auf fantastischen Pfaden, wobei es diesmal eher in Richtung Science Fiction geht. Als Leser sollte man sich darauf einstellen können, sonst leidet der Spaß beim Lesen. Ich habe das mit ca. 860 Seiten doch recht dicke Buch relativ schnell verschlungen, einfach weil die Schreibweise der Autorin sehr angenehm zu lesen ist. Aus der Sicht der Seele Wanda beschrieben, werden die Konflikte und die innere Zerissenheit, die es in dieser Form wohl noch niemals zuvor gegeben hat, derart eindringlich und mitfühlend dargestellt, dass man selbst hin und her gerissen ist zwischen Sympathie mit den unterdrückten Menschen und Verständnis für die eigentlich nur Gutes wollenden Seelen.

Es gibt ein paar Längen in dem Buch, aber um die Lebensweise der Rebellen zu veranschaulichen, sind mir diese notwendig erschienen. Die einzelnen so verschiedenen Charaktere der übrig gebliebenen Menschen sind intensiv beschrieben, an vielen Stellen, vor allem am Ende, leidet man förmlich mit.

Insgesamt hat es Stephenie Meyer großartig verstanden, Gefühle rüberzubringen. Die ganze Bandbreite menschlicher Emotionen wird in dem Roman deutlich und damit auch die Notwendigkeit, das unsere Rasse bestehen bleiben sollte. Sie beweist wieder einmal, dass letzten Endes die Liebe über alle Widrigkeiten siegen kann, wenn man nur fest daran glaubt.


Pharo72 hat insgesamt 83 Rezensionen angelegt.


Seelen

17.08.2010 Bewertung:  5 Switzerland vergibt 10 von 10 Punkten

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Inhalt:

Seelen haben die Erde übernommen, nisten sich in die Menschen ein und löschen ihren Geist aus.

Melanie gehört zu den wenigen, die sich noch gegen die Übernahme ihres Körpers von einer Seele erfolgreich wehren konnte. Doch eines Tages ist aller Widerstand zwecklos und auch ihr wird eine Seele implantiert.

Aber sie gibt noch längst nicht auf und arrangiert sich schließlich mit Wanda, der Seele, mit der sie ihren Körper teilt.

Gemeinsam ziehen sie los, um Melanies große Liebe Jared und weitere Überlebende zu suchen, wobei Wanda durch Melanies Erinnerungen auch anfängt Gefühle für ihn zu entwickeln.

Doch als sie die Gruppe der Rebellen finden werden sich nicht mit offenen Armen empfangen - erst recht nicht von Jared. 

Meinung:

Ich oute mich am besten gleich zu Beginn meiner Stellungnahme zu dem Buch als Twilight-Fan, was vor allem daran liegt, dass mir Stephenie Meyers Schreibstil sehr zusagt. Sie hat die Fähigkeit Emotionen ihrer Hauptcharaktere so zu vermitteln, dass man sie als Leser am eigenen Leib spürt. Deswegen habe ich mir das Buch auch hauptsächlich wegen der Autorin gekauft, da ich Science Fiction und generell Zukuntsromanen sonst überhaupt nichts abgewinnen kann.

Auch in diesem Buch schlüpft sie in ihre Hauptfigur - oder in diesem Fall in ihre beiden weiblichen Hauptfiguren - und sieht die Welt mir ihren Augen, lässt sie ihren Schmerz auf ihre ganz eigene Art empfinden und sich ihren Wesen entnommene Gedanken machen. So konnte ich während des Buches mit Melanie und Wanda leiden, weinen und lachen und fühlte mich so, als würde ich alles selbst erleben, statt mir die Geschichte nur aus gedruckte Zeichen zusammenzusetzen.

Zunächst war ich enttäuscht, da ich durch langweilige Einöde irrte und sich so gut wie keine Handlung abspielte, sowie lange Zeit keine weiteren Charaktere erschienen. Wahrscheinlich hatte ich zu hohe Erwartungen in das Buch gesetzt. Aber ich las weiter und meine erste Enttäuschung verflog so schnell, wie sie gekommen war, denn auch wenn das Buch langsam beginnt, lohnt es sich definitiv eine erste  Lustlosigkeit fortzuschieben und weiterzulesen. Hat man diese erste Hürde erst einmal überwunden, nehmen die Ereignisse rasant an Schnelligkeit zu und es erscheinen so viele Personen, die einfühlsam charakteresiert sind und man entweder Teilen sofort in das Herz schließen oder hassen muss, auf der Spielfläche, dass ich zunehmend Probleme hatte, sie zuzuordnen. Auch zeigte mir jede Seite, die ich umblätterte, dass Stephenie Meyer wirklich viel Fantasie und Überlegungen in dieses Buch investiert hat, weshalb es immer spannend und unvorhersehrbar bleibt.

Und vor allem hatte Stephenie Meyer es wieder geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen und ich fühlte mich in meiner Meinung bestätigt, dass sie wie kein anderer Autor die Gefühle an den Leser übermitteln kann.

Fazit:

Gewohnt gefühlsbetonter und einfühlsamer Schreibstil von Stephenie Meyer, die eine wirklich außergewöhnliche und packende Geschichte erzählt, in der ihr aus Twilight bereits bekanntes Liebesdreieck in einer völlig anderen Form auftaucht.


Switzerland hat insgesamt 3 Rezensionen angelegt.


Ein wundervolles Buch

07.09.2010 Bewertung:  4.5 Gwee vergibt 9 von 10 Punkten

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Wanda wird auf der Erde in den Körper von Melanie Stryder gesetzt, einer der letzten Widerstandkämpferinnen gegen die Seelen. Doch anstatt zu verschwinden, hört Wanda Melanie ständig in ihrem Kopf. Eines Tages sieht sie in ihren Träumen Jamie und Jared, die Liebsten von Melanie, und macht sich mit Melanies Hilfe auf die Suche nach ihnen. Doch als sie das Versteck erreicht, wird sie gefangen genommen und unter schlechtesten Bedingungen gehalten. Nur ihr Körper rettet sie vor dem Tod. Doch wie soll sie dafür sorgen, dass die Menschen, Jared und Jamie ihr glauben? Wie soll sie ihnen begreiflich machen, dass sie noch lebt?

Dieses Buch ist fantastisch! Anfangs hatte ich noch Zweifel es zu lesen, da die restlichen Bücher von Stephenie Meyer nicht besonders spannend waren, aber die Zweifel waren schnell beseitigt. Die Situation von Wanda und Melanie ist so fesselnd, dass man die knapp 900 Seiten am Stück durchlesen muss, wenn man vom Anfang absieht, der sich verhältnismäßig doch recht zäh liest. Immer wieder gibt es brenzlige Momente, die – was ich wirklich schade finde – immer (zu) gut ausgehen – andererseits ist es essentiell, dass es gut ausgeht. Je länger der Leser mit Wanda leidet, desto mehr muss er sie lieben, auch wenn man anfangs wohl eher für Melanie ist. Das Ende fand ich auch sehr interessant und wäre über einen zweiten Teil sehr erfreut. Das Geld lohnt sich hierfür tatsächlich. „Seelen“ ist so emotional, tiefgründig und durchdacht. Außerdem war das Ende tatsächlich sehr spannend gehalten und jede meiner Theorien darüber wurde wieder widerlegt. Umso überraschender wurde es dann. Es ist zwar ein teilweise trauriges Ende, aber sehr schön. Alles war sehr lebendig geschrieben.

Dieses Buch ist gut für Jugendlich und Erwachsene geeignet. Alles, was ein gutes Buch ausmacht, ist darin enthalten.


Gwee hat insgesamt 19 Rezensionen angelegt.


Ich wollte die Charaktere nie wieder gehen lassen...

19.04.2014 Bewertung:  5 Tialda vergibt 10 von 10 Punkten

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Rezension:

“Seelen” von Stephenie Meyer wartete bei mir schon mehrere Jahre im Regal, um endlich gelesen zu werden – spontan ein Buch mit über 800 Seiten anzufangen stellte für mich eine gewisse Hemmschwelle dar. Aber nun, da ich es gelesen habe, wünschte ich mir, ich hätte es schon viel früher getan, denn es lohnt sich.

Anfangs hatte ich leichte Probleme einen Einstieg in den Schreibstil zu finden. Ich rechnete mit dem gleichen Stil, in dem die “Bis(s)”-Bücher der Autorin verfasst sind, doch “Seelen” ist etwas anders. Gleich am Anfang gibt es eine längere Strecke, auf der nicht wirklich viel passiert und man kann hier nicht einmal davon sprechen, dass sich die Geschichte langsam aufbaut… – es passiert einfach einige Zeit kaum etwas, bis die Story dann aber von einem auf den anderen Augenblick richtig anfängt. Von da an konnte ich das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen, so fesselte mich das Geschehen.

Die Geschichte dreht sich um das außerirdische Wesen ‘Wanderer’, das im Körper der 21-jährigen Melanie steckt. Die Spezies der sogenannten Seelen hat die Erde beinahe komplett eingenommen und menschliche Körper werden einfach als Wirte benutzt. Melanie, ihr kleiner Bruder Jamie und Jared, den die beiden später kennenlernten, sind einige der wenigen Menschen, die sich verstecken – doch letztendlich wurde Melanie trotzdem erwischt. Wanderers Aufgabe soll es nun sein, den Suchern – einer Art Polizei – den Weg zu Jamie und Jared zu weisen. Doch es geschieht etwas untypisches: Melanie verschwindet nicht, sondern befindet sich weiterhin in ihrem Körper und spricht mit Wanderer, die später Wanda genannt wird. Melanie überredet Wanda sich auf die Suche nach einem geheimen Versteck zu machen, das ihr Onkel möglicherweise eingerichtet hat und die beiden werden fündig.

Ich fand es wahnsinnig spannend zu erleben, wie sich Melanie und Wanda nach anfänglichem Hass anfreunden und wie sich beide Charaktere im Lauf der Geschichte weiterentwickeln. Außerdem lernt man nach und nach verschiedene Widerständler kennen und schließt auch diese ins Herz – es ist schwer, Genaueres zu erklären, ohne nicht zuviel von der Geschichte zu verraten, doch die beiden geraten in eine größere Gemeinschaft ;).

Stephenie Meyer schafft es, dass man als Leser am Ende des Buches etwas traurig zurückbleibt. Ich für meinen Teil hatte die verschiedenen Charaktere so in mein Herz geschlossen, dass ich sie eigentlich gar nicht mehr gehen lassen wollte – nach rund 800 Seiten fühlte ich mich, als wäre ich direkt dabei gewesen, was sicher auch daran liegt, dass die Autorin eine extrem dichte Geschichte erschaffen hat.

Fazit:

Eine Welt, in der niemand von uns leben wollen würde – aber mit Charakteren, die man am liebsten nie mehr gehen lassen möchte.


Tialda hat insgesamt 386 Rezensionen angelegt.


 
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